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Roland Fakler

Showing posts from: 21. Juli 2026

Mohammed

Mohammed

Mohammed wurde nach der Überlieferung 570 in Mekka geboren. Über den Tag werden unterschiedliche Angaben gemacht. Wie es sich für einen „Großen Mann“ gehört, sollen auch bei seiner Geburt Zeichen und Wunder geschehen sein…wenn sie nicht, wie üblich, von seinen Anhängern erfunden wurden. Geschichten von Wundern sind keine Wunder, sondern Geschichten. Der Vater Mohammeds, ein Kaufmann, starb schon vor der Geburt des Sohnes. Auch die Mutter starb, als er erst sechs Jahre alt war. Das Kind wurde von einer Amme aufgezogen und später von der Familie seines Onkels aufgenommen.  

> Waisenkinder, denen der irdische Vater fehlte, entwickeln oft ein besonders enges Verhältnis zum himmlischen Vater.

Mohammed blieb sein Leben lang Analphabet, lernte aber als Karawanenführer die damalige Welt, die Kulturen und Religionen des Vorderen Orients, d.h. vor allem das Judentum und das Christentum, kennen. Das Analphabetentum war für seine Anhänger der Beweis dafür, dass er seine Botschaften wirklich von höherer Stelle empfangen hatte – er konnte sie ja nicht irgendwo gelesen,… aber vielleicht gehört, haben – während dies für seine Gegner gerade der Beweis für seine Unbildung war. Offensichtlich war er mit den Verhältnissen, die er in seinem Land vorfand, nicht zufrieden. Vor allem störten ihn die Vielgötterei und die Zersplitterung der arabischen Stämme.  

Frauen – Heirat Im Alter von 25 Jahren heiratete er die 15 Jahre ältere Witwe Chadidscha. Sie schenkte ihm zwei oder drei Söhne und vier Töchter. Darunter seine Lieblingstochter Fatima, von der allein seine Nachkommen stammen, die späteren Fatimiden Herrscher.

Die Fatimiden waren eine bedeutende schiitisch-ismailitische Dynastie, die von 909 bis 1171 ein mächtiges Gegenkalifat im Mittelmeerraum errichtete. Die Herrscher leiteten ihren Namen von Fatima ab. Sie war die Tochter des Propheten und die Ehefrau von Ali, der auch sein Vetter war. Sie beanspruchten damit die direkte Blutlinie zum Propheten. Sie erkannten die sunnitische Vormachtstellung der Abbasiden in Bagdad nicht an. Stattdessen erhoben sie selbst Anspruch auf die Führung der gesamten muslimischen Welt. 

Chadidscha war die erste, die an seine Offenbarungen glaubte. Das war sicher ein Beitrag zu einer harmonischen Ehe, denn im Koran Sure 9:23 heißt es:  „O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Und die von euch sie zu Freunden nehmen – das sind die Ungerechten.“ Dass hier nicht von Ehefrauen und Müttern die Rede ist, liegt wohl daran, dass man ihnen keine eigene Meinung zutraute.  Bei seinem Tod hinterließ Mohammed einen Harem mit elf Frauen, einigen Konkubinen und Sklavinnen. Seine Lieblingsfrau Aischa soll er schon mit sechs bzw. mit neun Jahren (Ehe vollzogen) geheiratet haben. Sie soll ihm von Gott in einem Traum zur Frau versprochen worden sein. Da sieht man, wozu der Glaube an Gott gut ist. Nach dem Koran wurde es Mohammed ausdrücklich erlaubt, mehr als die sonst im Islam maximal gestatteten vier Ehen gleichzeitig einzugehen. Schließlich hat er den Koran nicht umsonst verfasst. Wer die Gesetze macht, darf dabei auch an sich denken. Haha! Interessant ist, dass er auch seine Cousine Zaynab begehrte und schließlich heiratete, nachdem die Ehe zwischen ihr und seinem freigelassenen Sklaven und Adoptivsohn Zaid geschieden wurde.

Die Heirat unter nahen Verwandten ist unter Muslimen heute weit verbreitet…mit zum Teil verheerenden Folgen.

Geld: Nach einer ärmlichen Kindheit und Jugend als Schafhirte brachte er es als Karawanenführer und insbesondere durch die Heirat mit der reichen Chadidscha zu ansehnlichem Wohlstand. Dies genügte ihm offensichtlich nicht. 

Auserwählt Er beanspruchte eine wichtigere, eine weltgeschichtliche Rolle. Er kannte die Lehren der Christen und Juden, die auf der arabischen Halbinsel angesiedelt waren. Wie die Juden wollte oder konnte er in Jesus nicht den Sohn Gottes erkennen. Er entwickelte eine geniale Idee, die ihm und nicht Jesus den zweiten Rang hinter Gott sichern sollte, – natürlich mit Gottes Einverständnis. Er beanspruchte die Rolle des letzten und wichtigsten Propheten. Und Jesus? Der soll einer von ihnen, allerdings ein geringerer Prophet gewesen sein. Eine originelle Idee. Wir sehen hier, wie sich ein „Großer“ aus den Gegebenheiten seiner Zeit eine möglichst bedeutende Rolle zuschanzt.  Mohammed sieht sich als „das Siegel der Propheten“, das heißt, als Beglaubiger der früheren Propheten oder als letzten Propheten in der Geschichte der Menschheit. Nach ihm soll nichts mehr kommen, jedenfalls nichts von Bedeutung. Diese Rolle sollte auch durch alte jüdische und christliche Schriften von Heiligen und Gelehrten bestätigt werden. Wie schon die Christen, so suchten auch die Muslime mit den alten „heiligen Texten“ der Bibel, ihre „Glaubens-Wahrheiten“ zu untermauern. Mohammed gilt im Gegensatz zu Jesus als Mensch. Man schreibt ihm allerdings einige Wunder zu, z.B. eine spektakuläre Himmelfahrt, einen Ritt auf einem geflügelten Tier nach Jerusalem, wo er sich mit den wichtigsten alten Propheten, wie Abraham, Moses und Jesus und Gott selbst getroffen haben soll. Deswegen wurde Jerusalem für die Muslime zur heiligen Stadt.

In einer Höhle am Berg Hira bei Mekka, wohin er sich öfter in die Einsamkeit zurückzog, erschien ihm ab dem 39. Lebensjahr immer wieder der Engel Gabriel im Traum und überbrachte ihm die Offenbarungen, die später im Koran Eingang fanden. Dabei wurde er von starken Kopfschmerzen und Albträumen geplagt. War es Epilepsie? Immerhin kannte er die Einsamkeit, die notwendig ist, um sich selbst zu finden. 

Kämpfe: Als er seine Botschaft in Mekka verkündete, fand er dort wenig Anklang. Im Gegenteil, man war ihm feindlich gesinnt, weil er die alte, von der herrschenden Elite verehrte, polytheistische Götterwelt in Frage stellte. 

 > Propheten und Neuerer stoßen bei denen, die nichts ändern wollen, bei den eingesessenen Eliten, verständlicherweise immer auf Ablehnung und sie wurden auch oft verfolgt.

Schließlich war die Ablehnung in Mekka so groß, dass daraus Feindschaft gegen Mohammed entstand. Er musste fliehen und sich in das 300 Kilometer entfernte, spätere Medina zurückziehen (Hijra 622). Dort entstand die erste muslimische Gemeinschaft, der zunächst auch Juden und Christen angehörten. Der Koran nennt sie Heuchler, weil sie wohl keine überzeugten Muslime waren, sondern nur so taten, als ob sie es wären. Wen wundert es?  

> Heuchelei entsteht, wenn freie Meinungsäußerung mit Nachteilen verbunden ist.  Wahrscheinlich wären alle vertrieben oder ermordet worden, wenn sie ehrlich gewesen wären. Belege dafür gibt es genug: In Medina ließ er mehrere Personen ermorden, die ihn kritisierten, darunter Dichter, einen 100-jährigen Greis, eine Mutter von fünf Kindern, einen Freund seiner Familie und eine Frau, die es abgelehnt hatten, an ihn zu glauben. Insgesamt wirft man ihm 40 Morde an Gegnern vor. 

Nachdem die Juden und Christen sich ihm, entgegen seiner Erwartung, nicht angeschlossen und ihn nicht als einen Propheten anerkannt hatten, behauptete Mohammed, dass die Schriften der Juden und Christen gefälscht wurden und dass er der einzig wahre Prophet der alten Religion Abrahams sei. Zwischen Mekka und Medina brach eine offene Feindschaft aus. Es kam zu Überfällen auf Karawanen der Mekkaner und zu Angriffen der Mekkaner auf Medina, die allerdings abgewehrt werden konnten. Wie so oft in der Geschichte entschied letztlich nicht der freie Wille, nicht Überzeugung, sondern militärische Stärke über die Religion in diesen Städten.  

Nur ein bewaffneter Prophet hat Erfolg!“ Machiavelli 

Er brauchte Gewalt, weil er nicht überzeugen konnte. 

> Wer nicht groß genug ist, kann nicht überzeugen, wer nicht überzeugen kann, fühlt sich verschmäht und neigt zur Gewalt.

Nach einem Sieg Mohammeds über die Mekkaner wurden die Juden aus Medina vertrieben. Er warf ihnen Verrat vor. Zwei der dortigen jüdischen Hauptstämme durften nach dem muslimischen Sieg abziehen, aber der dritte (die Quraiza) erlitt ein trauriges Schicksal. Seine 600 bis 900 Männer wurden auf dem Marktplatz von Medina hingerichtet, Mohammed schaute zu, die Frauen und Kinder wurden versklavt, 627. Aus der Beute, die den Juden abgeknöpft wurde, erhielt Mohammed ein Fünftel und eine Sklavin namens Savia. Ihr Vater Huyayy ibn Akhtab war der Anführer der Banu Nadir. Savia war zwar schon verheiratet, aber auch ihr Ehemann war bei dem Massaker getötet worden. Später wurde sie seine 11. Ehefrau. Man nennt das heute Stockholm-Syndrom, wenn das Opfer sich mit dem Täter arrangiert, weil es ihm hilflos ausgeliefert ist und an dieser Situation nicht zerbrechen möchte.

 > Letztlich ging es ihm um Macht, Reichtum und Sex; dazu erfand er den Koran. Religion ist nur das Deckmäntelchen, um dies zu verschleiern. Auf die Juden Medinas bezieht sich die Sure 59:3-5Wenn Gott nicht die Verbannung für sie bestimmt hätte, hätte er sie im Diesseits (auf andere Weise) bestraft. Im Jenseits aber haben sie die Strafe des Höllenfeuers zu erwarten. Dies dafür, dass sie gegen Gott und seinen Propheten Opposition getrieben haben. Wenn ihr […] Palmen umgehauen habt – oder habt stehen lassen, – geschah das mit Gottes Erlaubnis. Auch wollte er [auf diese Weise] die Frevler zuschanden machen“.

Wer gegen Mohammed war, war also gegen Gott. Jedenfalls soll dieser Anschein erweckt werden. Es gab wohl keinen König, keinen Feldherrn, keinen Führer („der Größte aller Zeiten“ sowieso), der nicht davon überzeugt war, dass Gott auf seiner Seite stand. Wer Gott auf seiner Seite hat, hat auch immer die Wahrheit und das Recht auf seiner Seite. Er kann damit die „Falschdenkenden“ bedenkenlos abschlachten.  „Gott mit uns“, wurde zum Schlachtruf in den Kreuzzügen. Dieser Schlachtruf stand im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg auf den Koppelschlössern der deutschen Soldaten. Aber natürlich glaubten auch ihre Feinde, dass Gott mit ihnen und mit ihnen allein sei. 

> Für „Rechtgläubige“ sind „Andersgläubige“ immer „Falschgläubige“, weil man nicht an zwei Religionen glauben kann. Sie sind nie gleichwertig, sondern immer minderwertig, deswegen bleibt zu wünschen, dass alle Menschen Ungläubige, säkulare Humanisten werden und sich dann verbrüdern, denn solange sie Gläubige sind, haben sie ein Feindbild: die Ungläubigen und die Falschgläubigen.  

Mohammed sprach zu den Juden: … „nehmt zur Kenntnis, dass das Land Gott und seinem Gesandten zusteht und dass ich euch von hier vertreiben werde. Wer von euch Eigentum hat, soll es verkaufen. Wenn er dies nicht tut, so nehmt zur Kenntnis, dass das Land Gott und seinem Gesandten zusteht“ Bericht des Abu Huraira

Wer Gott am nächsten ist, dem gehört auch Gottes Land, deswegen konnten sich später auch die Spanier, die Engländer und alle anderen Kolonialmächte das Land der Eingeborenen ohne Gewissensbisse unter den Nagel reißen: Sie wussten Gott auf ihrer Seite, zumindest den „richtigen“ Gott. 

Die Enteignung der jüdischen Stämme erklärt Mohammed damit, dass es auf der arabischen Halbinsel keine zwei Religionen geben darf. Warum eigentlich nicht? Da sieht er wohl seine Machtposition in Gefahr. Außerdem will Gott das nicht. Das ist die beste Erklärung für alles, was man selbst nicht will.  Wie die Christen sich einst von den Juden, so distanziert er sich jetzt bewusst von beiden älteren Religionsgemeinschaften, indem er nicht den Sabbat der Juden oder den Sonntag der Christen, sondern den Freitag als Feiertag einführt und die Gebetsrichtung nach Mekka anordnet, anstatt nach Jerusalem. Mit den folgenden Suren distanziert er sich weiter von Judentum und Christentum. 

Sure 98:6Wahrlich, jene, die ungläubig sind unter dem Volk der Schrift (Christen/Juden) und den Götzendienern, werden im Feuer der Hölle sein, um darin zu bleiben. Sie sind die schlechtesten Geschöpfe.” 

Sure 4:89Sie möchten gern, ihr wäret … ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Gottes willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, …“ Übersetzung: Rudi Paret 

Bis 630 gelang es Mohammed schließlich, Mekka widerstandslos einzunehmen. Dort ließ er alte Götterbilder zerstören. Er bekämpfte das Heidentum, die Christen und die Juden.  

Sure 5:51. „O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg. „

Natürlich muss man diese Aussagen Mohammeds, wenn sie überhaupt so gemacht wurden, aus seiner Zeit und aus seiner Situation heraus verstehen. Er wollte seine neue Religion gegen die jüdische und christliche Religion abgrenzen. Der Islam betrachtet Juden und Christen nicht als Gleichberechtigte. In einem islamischen Staat werden und wurden sie bestenfalls als Personen minderen Rechtes geduldet und auch nur, um Steuern zu zahlen. Nicht geduldet werden Atheisten. 

Sure 9:29Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehören von denen, denen das Buch zugekommen ist, bis sie von dem, was ihre Hand besitzt, Tribut entrichten als Erniedrigte.“ 

Wie soll man die unverhohlenen Drohungen im Koran gegen jene verstehen, die es wagen, von ihrem gesunden Menschenverstand Gebrauch zu machen, die es wagen zu zweifeln. Es gibt kaum eine Seite im Koran, in der nicht gegen Ungläubige gehetzt und mit Höllenqualen gedroht wird… und Ungläubige sind alle, die Mohammed nicht als letzten Propheten, Allah nicht als einzig wahren Gott, der keinen Sohn hat, Sure 72:3 und den Koran nicht als unfehlbares Buch anerkennen wollen, Sure 2:2, weiter unten auf dieser Seite. Wer behauptet, der Koran sei nur Menschenwort, wird ins Feuer geworfen.  Sure 74:24. Und sprach: „Das ist nichts als Zauberei, die weiter getragen wird; 25.Das ist nur Menschenwort“.26 Bald werde Ich ihn ins Feuer der Hölle werfen.  Veränderungen am Koran sind nicht möglich:  Sure 50:29 „Und Allah wird sprechen: Streitet nicht in meiner Gegenwart, da ich euch ja schon früher meine Drohungen habe wissen lassen; 30 mein Wort duldet keine Veränderung, und ich tue meinen Dienern kein Unrecht.” 

Was will man da noch diskutieren? Man kann nur hoffen, dass das heute niemand mehr ernst nimmt. Mit Menschen, die es ernst nehmen, kann es kein friedliches Zusammenleben geben. Sie wollen in ihrem Sinne herrschen und ich will mich nicht beherrschen lassen.

Der Koran gilt bei Muslimen als das direkt von Gott verkündete Wort, an dem es nichts mehr zu rütteln geben soll und an dem sich das islamische Recht, die Scharia, ausrichtet. 

Sure 2:2.Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen.“  

Der Koran ist ursprünglich in arabischer Sprache verfasst worden. Aber warum sprach Gott arabisch? Es ist klar, dass jede Übersetzung z.B. ins Deutsche auch eine Auslegung und damit eine Entfernung vom Urtext ist. Ich entnehme meine Koranzitate meist aus einer Übersetzung des renommierten Tübinger Islamwissenschaftlers Rudi Paret 1901- 1983. 

Aus einem urmenschlichen Wunsch, in einer Welt, die fließt, feste Maßstäbe und Orientierung zu finden, neigen Gläubige dazu, heilige Texte für unfehlbar zu halten. Sie wünschen sich ein Buch, das man jederzeit aufschlagen, zu allen Dingen befragen und „Amen“ sagen kann. Die Herrschenden fördern diesen Glauben, wenn er ihre Herrschaft festigt.  Schon der Gesetzgeber Hammurabi, -1728 bis -1686, König von Babylon, wollte seinem Volk glauben machen, dass seine Gesetze direkt von Gott kommen. Auch Moses will ja die „Zehn Gebote“ direkt aus Gottes Hand empfangen haben. Dadurch erhalten die Texte mehr Gewicht und können von den Menschen nicht mehr so leicht angezweifelt, hinterfragt oder gar missachtet werden. Aber was ist, wenn angeblich heilige Texte unvernünftige Dinge enthalten, wenn sie Feindschaft zu anderen Menschen predigen? Dann fehlt jede Korrektur, weil Kritik an göttlichen Texten nicht erlaubt ist. 

Sure 9:5.Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt. Bereuen sie aber und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat, (Steuer) dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.“

Sollen das die Worte eines Gottes sein, der für alle Menschen da ist? Nein, es sind die Worte eines Stammesführers, der seine Feinde verfluchen und besiegen und dafür Gott auf seine Seite ziehen will.

 > Es gibt nichts Gefährlicheres als wenn Texte für heilig und unfehlbar gehalten werden, in denen zu Feindschaft, Mord und Totschlag aufgefordert wird. Das gilt sowohl für die Bibel als auch für den Koran. Wenn ein Buch dazu auffordert, Andersdenkende zu verfolgen, sollte man daran zweifeln, dass es ein „heiliges“, von Gott inspiriertes Buch ist.  Wie kommt es, dass der Gott der Araber arabisch spricht und den Arabern hilft, dass der Gott der Juden hebräisch spricht und den Hebräern hilft, dass die Götter der Griechen griechisch sprechen und den Griechen helfen? Weil nicht Gott die Menschen, sondern die Menschen ihre Götter nach ihren Wünschen erschaffen haben.  Wohin führt dieser Satz Sure 17:19.Wer aber das Jenseits begehrt und es beharrlich erstrebt und gläubig ist – derer Streben wird belohnt werden.“  

Mit solchen Sätzen werden irdische Probleme sicher nicht gelöst, im Gegenteil. Alles Streben wird darauf ausgerichtet, möglichst schnell ins Jenseits zu gelangen.  Christen und Muslime glauben, dass die Welt erst in Ordnung ist, wenn alle Menschen Christen bzw. Muslime sind, deswegen erregen Andersgläubige, z.B. die Juden bei den Christen solches Unbehagen. Eher wird aber ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, als dass alle Menschen einen Glauben haben werden. 

Wäre es nicht ein erstrebenswertes Ziel, wenn die Menschen weniger gläubig, in Frieden miteinander leben könnten. Gerade dies wird aber durch die Rivalität der Religionen und ihre widersprüchlichen Lehren verhindert.   

Nach dem Sieg über Mekka wurde Mohammed zum Beherrscher fast der ganzen arabischen Halbinsel. Je mehr Beute sie machte, desto mehr Zulauf erhielt die Räuberbande. Er wurde reich und mächtig. Er beanspruchte für sich den fünften Teil der Beute. Die muslimischen Streitkräfte drangen bis in den Süden Syriens vor. 632 unternahm er seine letzte Pilgerfahrt von Medina nach Mekka (Hadsch) und starb kurz nach seiner Rückkehr. Angeblich wurde er von einer Jüdin vergiftet, deren Angehörige er zuvor in der Schlacht bei Chaibar ermordet hat.

Nach dem Glauben der Muslime wurde er von Gott eines Nachts von Mekka nach Jerusalem geführt und stieg vom Felsendom in den Himmel zu Gott empor, wie schon vor ihm Romulus, Herakles, Moses, Jesus, Maria, Cäsar und andere Größen. Über seinem Wohnhaus in Medina wurde seine Gruft mit der heute zweitgrößten Moschee errichtet.   

Wirkung  Indem Mohammed sich zum letzten Propheten erklärt hat, hat er erreicht, was „Mann“ auf Erden für erstrebenswert hält: Ruhm, Macht, Reichtum, Frauen, Unsterblichkeit. Er wollte für die Araber eine monotheistische Religion schaffen, die Stämme einigen und mit der Erfüllung dieser Aufgabe reich und mächtig werden und ein sinnvolles Leben haben. Ist ihm das gelungen? Jedenfalls nicht ohne Terror, Gewalt und Blutvergießen! Mit dem Islam fühlten sich die Araber als das von Gott erwählte Volk… Wieder ein auserwähltes Volk.  

Sure 5:3Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt (so dass nichts mehr daran fehlt) und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, dass ihr den Islam als Religion habt.“

Er empfiehlt, die Ungläubigen, Juden, Christen, Atheisten zu bekämpfen: Sure 9:123. „O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind, und lasst sie in euch Härte finden; und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist. „

Die Lust zu strafen und zu foltern scheint eine göttliche Eigenschaft zu sein. In Wirklichkeit ist es natürlich eine menschliche, die sie ihren Göttern andichten.  

Sure 4:56.Die Unseren Zeichen Glauben versagen, die werden wir bald ins Feuer stoßen. Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe auskosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise.“

Ergebnis  Wir haben hier wieder ein klassisches Beispiel, wie Verfolgung entsteht: Einer fühlt sich auserwählt, weil er vom Erzengel Gabriel angeblich Botschaften empfangen hat. Viele sind bereit, ihm zu glauben, weil jeder gerne glauben möchte, zu den Auserwählten zu gehören,  andere aber sind aus verschiedenen Gründen dazu nicht bereit, z.B. weil sie nicht leichtgläubig sind, weil sie an übernatürliche Erscheinungen nicht glauben und ihrer Vernunft vertrauen, weil sie wissen, dass sich Menschen gerne wichtig machen wollen oder weil sie bereits eine andere, für sie überzeugendere Religion haben. Katholiken glauben lieber an die Botschaften der heiligen Maria, die ja viel öfter und viel mehr Menschen erschienen ist als der Erzengel Gabriel. Auch sie sendet regelmäßig, ob von Fatima oder Lourdes, ihre Drohbotschaften aus, um die Menschen zum wahren, katholischen Glauben zu nötigen. Der Auserwählte zweifelt nicht an sich. Er ist sich sicher und fühlt sich überlegen. Er sieht nur sich und sein Ziel. Er darf alle Mittel anwenden, gegen jene, die nicht auserwählt, d.h. minderwertiger sind, weil sie nicht glauben und erkennen können oder bösartig nicht erkennen wollen, was er zu erkennen glaubt. Von diesen muss man sich auch im täglichen Leben distanzieren, weil sie „unrein“ sind und den Gläubigen in der „Festigkeit“, man könnte auch sagen: „Engstirnigkeit“, seines Glaubens schwächen. Das ist der Grund, weshalb sich Sekten immer von der Gesellschaft und von Informationen abschotten. Die Auserwählten glauben nun, solange kämpfen zu müssen, bis sie ihr Ziel, in diesem Fall, den Gottesstaat unter islamischer Führung erreicht haben. Erst dann kann es Frieden geben. Mohammed wird böse, wenn die anderen seine Botschaft nicht glauben wollen, schließlich weiß er den allerhöchsten Gott auf seiner Seite. Wie kann man gegen Gott und seinen Propheten sein? Er fängt an zu drohen und sobald er die Macht dazu hat, bekämpft und verfolgt er die Ungläubigen nicht nur mit Worten.  Juden, Christen und Heiden werden in einem islamischen Gottesstaat nicht als Gleichberechtigte geduldet. Das war im christlichen Gottesstaat Europas von Karl d. Großen bis in die Neuzeit nicht anders. Auch im alten Europa wurden Juden, Heiden, Andersgläubige, sogar Menschen mit anderen christlichen Bekenntnissen nur widerwillig in untergeordneten Stellungen geduldet…und sehr oft nicht geduldet, sondern verfolgt und vertrieben. 

Der Kodex Omar, 580 bis 644, regelte das Verhältnis der Muslime zu den Ungläubigen im arabischen Herrschaftsbereich, „so durften Christen keine politischen Ämter bekleiden oder Muslime als Dienstboten beschäftigen. Auch war es ihnen verboten, Waffen zu tragen und Pferde zu reiten; sie durften keine neuen Gotteshäuser bauen und in der Öffentlichkeit keine religiösen Feiern abhalten. Es war ihnen auch nicht gestattet, Bekehrungen vorzunehmen. Genaue Kleidervorschriften sollten darüber hinaus Nichtmuslime von der übrigen Bevölkerung unterscheiden; Juden sollten als Erkennungszeichen gelbe Flicken an ihren Ärmeln tragen, Christen dagegen einen dunkelblauen Flicken. Ebenso wurde eine Kopf- und Grundsteuer für Juden eingeführt“. Encarta 2009 

Sure 9:33.Er ist es, der seinen Gesandten geschickt hat mit der Führung und dem wahren Glauben, auf dass er ihn obsiegen lasse über alle (andern) Glaubensbekenntnisse, mag es den Götzendienern auch zuwider sein.“ 

Und noch eine Ermutigung für Glaubenskrieger, ihr Leben einzusetzen:

Sure 4:95 „Die unter den Gläubigen, die stillsitzen – ausgenommen die Gebrechlichen -, und die, welche für Allahs Sache ihr Gut und Blut einsetzen im Streit, sie sind nicht gleich. Allah hat die mit ihrem Gut und Blut Streitenden im Range erhöht über die Stillsitzenden. Einem jeden aber hat Allah Gutes verheißen; doch die Gottesstreiter hat er vor den Stillsitzenden ausgezeichnet durch einen großen Lohn.“ 

Mohammed mag eine charismatische Persönlichkeit und ein erfolgreicher Feldherr gewesen sein, aber er war auch ein Machtmensch, der für seinen Vorteil über Leichen ging und eines war er eben nicht:

Wie alle, die ich in meinem  Buch über Verfolger und Verfolgte behandle, war er nicht so groß, dass man hätte zu ihm kommen können, dass man ihn hätte haben wollen. Man musste ihn haben und man muss es immer noch. Jedenfalls will ich nicht, dass er oder der Islam über mich herrschen. Sie wirken nicht befreiend, sondern bedrückend. Ich lasse mich von meiner Vernunft leiten und unterwerfe mich nicht unvernünftigen Regeln. Ist man ein guter Mensch, weil man kein Schweinefleisch isst? Muss man unvernünftige Märchen glauben, um in den Himmel zu kommen? Ich kann nicht tolerant sein gegenüber einer Religion, die mich bedrohen, beherrschen, unterwerfen und in die Hölle schicken will!

Mohammed hat den Koran erfunden, um für sich und seine Clique Herrschaft, Sex und Beute zu gewinnen. Er war nicht groß genug, um ohne Lügen zu überzeugen. Schon zu seinen Lebzeiten ist er damit bei vielen vernünftigen Menschen, die nicht bereit waren, seine Märchen zu glauben und sich zu unterwerfen, auf Widerstand gestoßen.

Dabei ist noch zweifelhaft, ob er überhaupt gelebt hat. Die erste Biografie wurde hundert Jahre nach seinem Tod verfasst.

Weil Mohammed auf Kritik stieß, hat er, wie jeder Diktator, Kritiker, Dichter, Leute, die sich über ihn lustig gemacht haben, ermordet, sobald er nach seinem Sieg über Mekka die Macht dazu hatte. Hamed Abdel-Samad nennt 40 Morde. Diesen Terror verbreiten Muslime heute noch, wo sie die Macht dazu haben. Als auch die Juden nicht bereit waren, ihn als Propheten anzuerkennen, entwickelte er eine heftige Feindschaft gegen sie. In Medina ließ er zwei jüdische Stämme vertreiben, bei einem anderen ließ er alle Männer ermorden, Frauen und Kinder als Sklaven verkaufen.

Mohammed hatte über ein Dutzend Frauen, darunter ein minderjähriges Mädchen und einige Sklavinnen.

Er lebte mit seinen Gefährten von Kriegen und Beutemachen. Er hat sein Leben lang Kriege geführt. Zuerst wurde Mekka erobert, wo er alle anderen religiösen Kulte außer dem Islam verbot. Wie kann so ein Mann Vorbild sein?

Nach seinem Tod kam es zu einer Revolte gegen den Islam, aber die Revolte wurde niedergeschlagen und die Eroberungszüge des Islams gingen weiter.

In 1400 Jahren hinterließ der Islam eine Blutspur von der arabischen Halbinsel bis nach Spanien, Afghanistan und Indien… Er verfolgte, vertrieb oder unterwarf die Juden (Medina, Spanien, Kleinasien), die Christen (Kleinasien, Nordafrika, Europa…), die Zoroastrier und Bahai (Persien), die Kopten (Ägypten), die Armenier (Kleinasien), die Yazidis (Irak), die Buddhisten (China, Südostasien) und Hindus (Indien, Indonesien). Die Eroberung Indiens durch den Islam um 1000 von Mahmud von Ghazni gehört zu den schlimmsten Völkermorden der Menschheitsgeschichte.

Religionen, die mit Hilfe ihres nicht erkennbaren Gottes Herrschaften errichten wollten, waren der größte Fluch für die Menschheit. Sie sollten in ihre Grenzen verwiesen werden, indem wir eine klare Trennung zwischen Religion und Staat ziehen. Gesetze wurden noch immer von Menschen gemacht, auch die angeblich göttlichen. Deswegen wäre es für den  Frieden auf Erden hilfreicher, die Gebote der Menschlichkeit zu befolgen als die unmenschlichen Gebote, die von Königen und Priestern zur Errichtung von Herrschaften erfunden und für göttlich erklärt wurden.