Jesuszitate 2
Jesuszitate – kritisch gelesen
Thematisch sortiert und kurz

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Einleitung
Jesus hat Aramäisch gesprochen, seine Worte wurden mindestens eine Generation lang nur mündlich überliefert und bestimmt nicht ohne Fehler. Die ersten schriftlichen Zeugnisse entstanden etwa ab 70 n. Chr. auf Griechisch (Markusevangelium). Was wir heute in der Bibel lesen, sind Übersetzungen, Übertragungen und Kopien mit zahlreichen Varianten, bewussten Einschüben und kirchlichen Bearbeitungen.
Es wäre also naiv zu glauben, wir könnten Jesu Worte wortwörtlich und unverfälscht auf Deutsch lesen.
Gleichheit – aber nur für Gläubige
Galater 3:28 „Hier ist nicht Sklave noch Freier, nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt eins in Christus Jesus.“
Oft als Gleichheitsbekenntnis zitiert – aber es gilt nur für Christen, Nichtchristen sind ausgeschlossen.
Fundament des Glaubens
1. Korinther 15:14 „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.“
Liebe & Gehorsam
Johannes 15:10-14 „Wenn ihr meine Gebote haltet, liebe ich euch, so wie mein Vater mich liebt, wenn ich seine Gebote halte… Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“
Drohungen & Verdammnis
Markus 16:16 „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“
Johannes 15:6 „Wenn jemand nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt; man sammelt sie, wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen.“
Matthäus 25:46 „Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.“
Gewaltfantasien & Flüche
Lukas 19:27 „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringt her und erwürgt sie vor mir.“
Lukas 10:15 „Und du, Kapernaum, … du wirst in die Hölle hinunter gestoßen werden.“
Wenige Auserwählte
Matthäus 7:13-14 „Gehet ein durch die enge Pforte… Der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt, und viele sind darauf. Aber der Weg, der zum Leben führt, ist schmal, und wenige finden ihn.“
Johannes 3:36 „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer den Sohn nicht glaubt, … über dem bleibt der Zorn Gottes.“
Das ist eine offene Drohung gegenüber Leuten, die prüfen und nicht alles glauben.
Anspruch auf göttliche Macht
Johannes 14:6 „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“.
….und ich bin der, der selbständig denken kann und nicht allen Unsinn glaubt, den Leute sich in ihrem Größenwahn ausgedacht haben, um über Blindgläubige herrschen zu können.
Matthäus 28:18 „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Anmaßung!
Philipper 2:9-11 „…dass in dem Namen Jesus sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“
Wieso sollte ich mich einem jüdischen Wanderprediger beugen, der nicht halb so groß war wie ich?
Familie & Besitz aufgeben
Lukas 14:26 „So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.“
Was ein Grund wäre, nicht sein Jünger zu sein.
Markus 10:21 „Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben.“ Wer’s glaubt wird selig.
Kein Frieden – sondern Spaltung
Matthäus 10:34-36 „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“
Also war er doch kein Friedensfürst?
Gewaltlosigkeit & Barmherzigkeit
Matthäus 5:38-42 „Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand… Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“ Das ist eine Ermutigung für alle böswilligen Angreifer, Wehrlose anzugreifen.
Johannes 8:7 „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“
Lukas 10,25–37 Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
Bestätigung des Alten Testaments
Matthäus 5:17-19 „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.“
Das heißt, er rechtfertigt auch all die Todesstrafen für die banalsten Vergehen in der Hebräischen Bibel?
Kritik am religiösen Establishment
Matthäus 23:27 „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, die auswendig hübsch scheinen, aber inwendig voller Totengebeine und Unrats sind.“
Gute Worte
Matthäus 25:40 „Was ihr getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir getan.“
Matthäus 5:9 „Selig sind die Friedfertigen.“