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Roland Fakler

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Luther

Weg zur Freiheit führt über den säkularen Staat

Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum: Leserbrief im Gäuboten Herrenberg am 4.11.2017 am 10.11. 2017 im Spiegel erschienen.

Die Reformation kann nur als ein Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden: Der Befreiung des Menschen von totalitären Herrschaften und absoluten Heilsversprechen! Die Menschen sollten begreifen, dass sie auf einem Planeten sitzen und sie müssen irdische Spielregeln finden, wie sie miteinander verträglich umgehen. Der mündige Bürger, der sich nicht mehr unter Drohungen vorschreiben lässt, was er zu denken und zu glauben hat, der sich aus vertrauenswürdigen Quellen informiert, der nicht länger Spielball größenwahnsinniger „Heilslehrer“ ist, muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Dialoge muss es zwischen allen geben. Dazu gehören inzwischen 38% Konfessionsfreie …und ihr Anteil wächst rasant.

Für Religionen und Ideologien, die uns in Auserwählte und Verdammte, in Rechtgläubige und Falschgläubige einteilen und für unfehlbare Offenbarungen ist die Zeit abgelaufen. Luther und Calvin waren nicht toleranter als die Päpste und Mohammed, als die Faschisten und Kommunisten.

Der Weg zur Freiheit und Mündigkeit führt über den säkularen Staat, der neutral über den Weltanschauungen stehen muss, der allen gleiche Rechte gibt und über einen Werteunterricht, der informiert, nicht indoktriniert, der die Schüler zu selbständigem Denken erzieht.

Was uns verbindet, sind die Werte der Aufklärung: Demokratie, Menschenrechte, Toleranz in einer offenen Gesellschaft… die es gegen ihre Feinde zu verteidigen gilt.

Über das, was wir nicht wissen können, muss jeder frei philosophieren dürfen! Z.B. Gott - Seele - Tod - Unsterblichkeit....


Aufteilung der Menschen in den verschiedenen totalitären Ideologien: 
Judentum: Juden und Nichtjuden - die einen gehören zum Volk Gottes und sind auserwählt, die anderen sind verloren.
Christentum : Wer an Jesus glaubt wird gerettet - die anderen sind verdammt und werden ins ewige Feuer geworfen.
Islam: Rechtgläubige Muslime kommen ins Paradies - Ungläubige werden in der Hölle gebraten
Kommunismus: teilt die Welt in Proletarier und Klassenfeinde, die bekämpft und vernichtet werden müssen 
Faschismus: Volksgenossen haben ein Lebensrechte - Menschen "artfremden" Blutes haben kein Lebensrecht

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen am 30.05.2017
Meine Notizen zum „Helden des Jahres"

Kritik an der röm. Kirche gab es schon, seitdem sie unter Konstantin I. mit Reichtum, Krieg und Verfolgung weit 
vom Ideal des Meisters abgewichen war. Vorläufer waren die Ketzer, dann John Wicliff und Jan Hus. 

Erste Ketzer waren Markion; Montanus; die Manichär und Gnostiker; Arius; Athanasius; Pelagius 350-420,
Priscillian war im Jahr 385 das erste Todesopfer; Petrus Abaelardus; Arnold von Brescia wurde 1155 hingerichtet;
Heinrich von Lausanne; Petrus Valdes, Gründer der Waldenser, ca. 1183 vertrieben …

Etwa 70 deutsche Übersetzungen sind vor der Reformation nachweisbar, darunter verschiedene Evangelienharmonien. (Wikipedia)
Zu Luthers Zeiten war die röm. Kirche ein einziger Saustall mit Vetterles- und Mätressenwirtschaft,  Ämterkauf, 
Intrigen, Verweltlichung, Prunk- und Verschwendungssucht,  grenzenlose Hab- und Raffgier, Betrügereien, 
wie Ablass- und Reliquienhandel. 
Löblich, dass Luther dagegen aufgestanden ist! Seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche war eine Meisterleistung. 
Dass der Gläubige selbst die Bibel lesen konnte, war ein Schritt zur Mündigkeit des Volkes. 
Luther blieb allerdings ein Mann des Mittelalters, der von allgegenwärtigen Teufeln besessen war, 
der alles Unglück: Krieg, Feuer, Hagel, Pest, Wahnsinn, Selbstmord, vor allem die Krankheit dem Teufel anrechnet.
„Die Vernunft ist die Hure des Teufels“. Den Falschgläubigen drohen ewige Höllenstrafen, den Juden, den Ketzern, 
den Hexen, den Türken…
An den drückenden Verhältnissen will er nichts ändern, denn alle Obrigkeit kommt von Gott. Sie ist gottgewollt. 
Demokratie und Menschenrechte kamen ihm nicht in den Sinn. Die Bauernaufstände will er niederschlagen. 
Die Leibeigenschaft kümmert ihn nicht. Die Freiheit will er geistig und nicht fleischlich verstanden wissen. 
Jeder Christ habe, gemäß dem Vorbild Jesu, „nicht zu rechten und zu fechten, 
sondern Unrecht zu leiden und das Übel zu dulden".

Der Leser Gerd S. schreibt, dass er an mich glaubt, dass die Fähigkeit zu zweifeln aber viel wichtiger ist als glauben.

Antwort auf Gerd S. in einem Leserbrief am 13.Juni 2017 im Schwäbischen Tagblatt Tübingen

Falsches Denken
Lieber Herr S., schön, dass sie an mich glauben… oder doch nicht? 
Tatsächlich wünsche ich mir nichts mehr als eine gerechtere und friedlichere Welt und habe die Hoffnung, dass Menschen
sie schaffen können. Wer sonst? 
Einerseits brauchen wir einen Glauben, der uns trägt, andererseits waren blinder Glaube, Fanatismus und Auserwähltheitswahn
bis heute die Ursachen für endlosen Terror. Blinder Glaube beginnt in der Schule, wo nicht Glauben, sondern vernünftige Werte
und kritisches Denken gelehrt werden sollten. Leider ist es so, dass auf der ganzen Welt der blinde Glaube an die herrschende
Weltsicht / Religion gefördert und gelobt wird. Aber was ist das für eine geistige Leistung, Dinge zu glauben, die man nicht geprüft hat,
die man nicht einmal prüfen darf? Man muss dazu nur sein Hirn abschalten. Es ist die Kritik, die letztlich die Welt weiterbringt,
die Kritik an unvernünftigen und verhängnisvollen Denkweisen ebenso, wie an Drohbotschaften aus dem Orient, die einen vor 
die „verlockende“ Wahl zwischen blindem Glauben und ewiger Verdammnis stellen.
Es freut mich zwar, wenn jemand an mich glaubt, aber jeder hat auch die Freiheit, dies nicht zu tun.
Mehr noch: Jeder hat das Recht, mich zu kritisieren. Ich bin immer bereit zu lernen. 
In meinem letzten Buch: „Falsches Denken > Falsches Handeln“ habe ich auf 284 Seiten gezeigt,
wie aus Denkfehlern falsches Handeln entsteht und habe die Hoffnung, dass das Tagblatt demnächst etwas „Kritisches“ darüber schreibt.

Lutherzitate

Hier spricht der „Aufklärer“ selbst: Vernunft:… ist die Hure des Teufels.

 „Wer […] Christ sein will, der […] steche seiner Vernunft die Augen aus“

Philosophie: „Ich wenigstens glaube, Gott diesen Gehorsam zu schulden, gegen die Philosophie wüten […] zu müssen“ Wissenschaft: Zu Kopernikus: „Der Narr will mir die ganze Kunst Astronomia umkehren!“

 Zum Aufstand der Bauern: Jeder Christ habe, gemäß dem Vorbild Jesu, nicht zu rechten und zu fechten, „sondern Unrecht zu leiden und das Übel zu dulden.“  „Solch wunderliche Zeiten sind jetzt, dass ein Fürst den Himmel mit Blutvergießen verdienen kann, besser als andere mit Beten.“ „Man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“

Ich habe im Aufruhr alle Bauern erschlagen; all ihr Blut ist auf meinem Hals. Aber ich schiebe es auf unseren Herrgott; der hat mir befohlen, solches zu reden…“

„Es ist besser, wenn Tyrannen hundert Ungerechtigkeiten gegen das Volk verüben, als dass das Volk eine einzige Ungerechtigkeit gegen die Tyrannen verübt.”

Christen verzichten darauf, sich gegen die Obrigkeit zu empören.

„Steche, schlage, würge hie, wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmer mehr erlangen“.

Denn der Pöbel besitzt und kennt kein Maß. In jedem einzelnen stecken wohl mehr als fünf Tyrannen, So ist es besser, von einem Tyrannen, d. h. von der Obrigkeit, Unrecht zu leiden als von unzähligen Tyrannen, d. h. vom Pöbel.

Ketzer und Papst: „Mit Ketzern braucht man kein langes Federlesen zu machen, man kann sie ungehört verdammen. Und während sie auf dem Scheiterhaufen zugrunde gehen, sollte der Gläubige das Übel an der Wurzel ausrotten und seine Hände in dem Blute der Bischöfe und des Papstes baden, der der Teufel in Verkleidung ist“. 

Der Teufel: „Die Kinder soll man die Teufelsgefahren in frühem Alter fürchten lehren“,… „Ein Christ soll das wissen, dass er mitten unter den Teufeln sitze, und dass ihm der Teufel näher sey, denn sein Rock und Hemde„Ich glaube, dass bei allen schweren Krankheiten der Teufel der Urheber und Anstifter ist.“

Frauen: „Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.”

„Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden.“

Hexen: „Der Volksmund nennt sie die Weisen Frauen. Sie sollen getötet werden… Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an … Deswegen sind sie zu töten … nicht allein weil sie schaden, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Satan haben.“  „Ich wollte sie selber verprennen, nach Weise des mosaischen Gesetzes, wo die Priester mit der Steinigung der Schuldigen den Anfang machten.“

Juden: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

  • Von den Juden und ihren Lügen, fordert Luther: ihre Synagogen niederzubrennen,
  • ihre Häuser zu zerstören und sie wie Zigeuner in Ställen und Scheunen wohnen zu lassen,
  • ihnen ihre Gebetbücher und Talmudim wegzunehmen, die ohnehin nur Abgötterei lehrten,
  • ihren Rabbinern das Lehren bei Androhung der Todesstrafe zu verbieten,
  • ihren Händlern das freie Geleit und Wegerecht zu entziehen,
  • ihnen das „Wuchern“ (Geldgeschäft) zu verbieten, all ihr Bargeld und ihren Schmuck einzuziehen und zu verwahren,
  • den jungen kräftigen Juden Werkzeuge für körperliche Arbeit zu geben und sie ihr Brot verdienen zu lassen.

“Wenn ich einen Juden Taufe, will ich ihn an die Elbbrücken führen, einen Stein um den Hals Hängen, ihn hinabstoßen und sagen: Ich taufe dich im Namen Abrahams”.


Mit heiligem Eifer

Mit heiligem Eifer

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt

Der Rottenburger Rolf Seeger führt am kommenden Samstag auf einen neu ausgewiesenen Streckenabschnitt des Martinuswegs von Poltringen nach Gültstein („Entschleunigt, aber zielgerichtet“, 10. Oktober, Rottenburger Seite).

Ein Martinsweg führt durch unser Dorf. Nun muss ich die schöne Legende vom heiligen Martin, leider, um ein paar geschichtliche Tatsachen ergänzen … damit niemand die Bodenhaftung verliert! Jeder kennt die Geschichte mit dem Bettler, für den er seinen Mantel teilte. Das ist eine schöne Legende, die zur Mildtätigkeit anregt!

Zur wahren Geschichte gehört, dass Martin, trotz seiner angeblichen Bescheidenheit, Bischof von Tours wurde und laut Historiker Deschner dort über ein Heer von 20 000 Knechten (Leibeigene) gebieten konnte. Schon Paulus und Augustinus haben die Sklaverei gerechtfertigt.

Er habe nie gelacht, Tote auferweckt, Kranke geheilt, böse Geister mit Kreuz und Gebet abgewehrt und viele Wunder gewirkt, wie wir von seinem Freund und Biografen Sulpicius Severus – Vita sancti Martini – erfahren, der uns „nur Sicheres und Wahres berichtet“. Dazu gehört, dass Martin in seiner Freizeit mit „heiligem Eifer“ an der Spitze von Mönchsbanden durch Gallien (Frankenreich) gezogen ist, die „alten, hochberühmten Tempel“ der verdammten Heiden abgefackelt, ihre „heiligen Bäume“ umgehauen und dort die Kirchen für den „wahren“ Gott erbaut hat. „In seinem Herzen wohnte nur Güte, nur Frieden, nur Erbarmen“, aber eben nur für die Rechtgläubigen, für „Menschen“ und nicht für Heiden, denn so steht es in der Bibel (2. Mose 34:13): „Ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten!“ In seiner Kindheit hat er selbst viel Zwang und Gewalt erfahren!

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In leicht abgeänderter Form der selbe Leserbrief für den Gäuboten Herrenberg , erschienen am Samstag den 21.10.2017

Ehre, wem Ehre gebührt!

Ein Martinsweg führt durch unser Dorf. Nun muss ich die schöne Legende vom heiligen Martin – leider – um ein paar geschichtliche Tatsachen ergänzen… damit die Pilger die Bodenhaftung nicht verlieren! Jeder kennt die Geschichte mit dem Bettler, für den er seinen Mantel teilte. Sie regt zur Mildtätigkeit an,  ist aber nur eine Legende.

Zur wahren Geschichte gehört, dass Martin, trotz seiner angeblichen Bescheidenheit, Bischof von Tours wurde und laut Historiker Deschner dort über ein Heer von 20000 Knechten (Leibeigene) gebieten konnte. Schon Paulus und Augustinus haben die Sklaverei gerechtfertigt. Die kath. Kirche fing damals an, Güter zur raffen, gemäß dem Jesuswort: „Eher geht ein vollbeladenes Kamel durch ein Nadelöhr als ein unbeladenes.“

Er habe nie gelacht, Tote auferweckt, Kranke geheilt, böse Geister mit Kreuz und Gebet abgewehrt und viele Wunder gewirkt, wie wir von seinem Freund und Biografen Sulpicius Severus – Vita sancti Martini – erfahren, der uns „nur Sicheres und Wahres berichtet“. Dazu gehört, dass Martin in seiner Freizeit mit „heiligem Eifer“ an der Spitze von Mönchsbanden durch Gallien (Frankenreich) gezogen ist, die „alten, hochberühmten Tempel“ der verdammten Heiden abgefackelt, ihre „heiligen Bäume“ umgehauen und dort die Kirchen für den „wahren“ Gott erbaut hat. „In seinem Herzen wohnte nur Güte, nur Frieden, nur Erbarmen“, aber eben nur für die Rechtgläubigen, für „Menschen“ und nicht für Heiden, denn so steht es in der Bibel: 2 Mos34:13 „Ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten!“ Ehre, wem Ehre gebührt!

 

Was zu tun ist

Ammerbuch

Was zu tun ist

Eine Art finaler Leserbrief zu allen bisherigen Wahlkampfleserbriefen.

20.09.2017 Roland Fakler, Ammerbuch

Da ich im Wahl-O-Mat bei keiner Partei auf mehr als 50 Prozent komme, sage ich hier, was zu tun ist.

Wichtigstes Thema: Flüchtlinge. Deutschland kann und soll helfen, aber Deutschland hat viele aufgenommen und ist ein dichtbesiedeltes Land, es soll nicht weiter zugebaut werden. Wir brauchen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Es muss eine gesamteuropäische Lösung und globale Anstrengungen geben, das Elend in der Welt zu mindern. Gerechte, nicht ausbeuterische Wirtschaftsweise. Familienplanung ist das wichtigste Gebot für Länder, die ihre Bevölkerung nicht ernähren können. Das Asylrecht ist für politisch Verfolgte. Zuwanderer haben eine Verpflichtung, sich um Integration zu bemühen und deutsch zu lernen. Parallelgesellschaften, Scharia-Recht und Hassprediger haben keinen Anspruch auf Toleranz. Wer unsere freiheitliche Ordnung bekämpft, verwirkt sein Recht auf Asyl. Die Wahlen in der Türkei haben gezeigt, wie verhängnisvoll die doppelte Staatsbürgerschaft sein kann. Die Türkei gehört derzeit nicht zu Europa und sollte auch nicht zur Nato gehören. Beide sind wichtige Pfeiler unserer Sicherheit. Keine Rüstungsexporte außerhalb der Nato. Für einen Beruf muss man sich eignen, deswegen Berufsarmee. Totale Energiewende, die uns unabhängig macht von Öl und Gas aus Terrorstaaten. Hilfe für die Armen im Inland. Gleichberechtigung von Säkularen und Religiösen. Humanistische Leitkultur. Ethikunterricht für alle mit dem Erziehungsziel: Achtung der Menschenrechte und der demokratischen Grundordnung.

Lehren ziehen

Lehren ziehen

Leserbrief im Tagblatt Tübingen 15.09.2017 Roland Fakler, Ammerbuch

Das Thema „Für und wider die Religion“ lässt einige Leser nicht los – hier eine Reaktion auf Stefan Sch. (6. September).


Herr Sch., das Problem ist der Mensch! Vor allem die sogenannten „Starken“ und ihr hemmungsloses Streben nach Macht und Reichtum sind das Problem … und werden es bleiben (Erdogan, Kim Jong Un, Assad, …).

Andererseits gibt es auch ein Bedürfnis der Menschen, sich einem Führer anzuvertrauen. Ihre Opferbereitschaft auf der einen Seite und die Unvollkommenheit dieser Führer auf der anderen Seite haben oftmals zu riesigen Tragödien und endlosen Enttäuschungen geführt.

Die „Starken“ benutzen die Religion ebenso wie atheistische Weltanschauungen, zum Beispiel den Kommunismus, Softwaremanipulation und auch ihre Vernunft, um ihre Ziele zu erreichen. Wichtig wäre, dass wir aus dieser problematischen Natur des Menschen und aus seiner Geschichte die richtigen Lehren ziehen. Die wichtigste wäre, dass Macht immer beschränkt, kontrolliert und kritisiert werden muss, um die Freiheit der Bürger zu sichern und das System zu verbessern. Menschenrechte und Demokratie sind ein großer Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, gemessen an den totalitären Herrschaftssystemen des Orients und des Mittelalters. Sie wurden in der Zeit der Aufklärung gegen den heftigen Widerstand der Kirchen aus vernünftigen Überlegungen entwickelt und erkämpft. Übrigens war der erste, der sich gegen die Sklaverei ausgesprochen hat ein Aufklärer: Thomas Paine 1775.

Jetzt geht es darum, diese Errungenschaften gegen uralte (kirchliche) oder neuerliche (islamische) Herrschaftsansprüche und extreme Parteien (rechte und linke) zu sichern.

Religion „light“

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen heute 31.08.2017 über Vor- und Nachteile der Religion.

Für und wider die Religion – darüber tauschen sich einige unserer Leser ausgiebig aus.


Religion „light“

Herr A., Sie unterschieben mir seltsame Ansichten, wohl wegen einer krassen Überschrift, vom TAGBLATT gewählt. Deswegen Folgendes: Grundsätzlich halte ich alles, was uns dazu dient, das Leben auf diesem Planeten zu bewältigen, für hilfreich. Dazu gehören für mich die Musik, die Kunst und die Philosophie. Dazu gehören Liebe und Freundschaft, die Schönheit der Frauen…und dazu gehört auch die Religion „light“, die sicher vielen Menschen Trost und Hoffnung in einer Welt gibt, die nicht so ist, wie man sie sich wünschen möchte.

Leider weiß ich aber – weil ich mich mit Geschichte beschäftigt habe – dass die intoleranten abrahamitischen Religionen auch ein Fluch für die Menschheit waren und sind. Diese Religionen werden seit Jahrhunderten benutzt, um ungerechte Herrschaften zu rechtfertigen. Mit Gott begründeten die „Könige von Gottes Gnaden“ bis Erdogan ihren Herrschaftsanspruch und hatten damit leichtes Spiel, alle demokratischen Bestrebungen und die Durchsetzung der Menschenrechte zu verhindern.

Mit der Religion werden heute noch die Verfolgung Ungläubiger, Landansprüche und Vorrechte begründet. Man könnte hier auch die Sklaverei, Prügelpädagogik, Verachtung von Vernunft und Wissenschaft, die Minderwertigkeit der Frau, die Todesstrafe, die Folter, Beschneidung, Verunglimpfung unehelicher Kinder und Homos, Schächten, Aberglauben, Heilige Kriege nennen. Nur die Vernunft und die Aufklärung konnten letztlich diese negativen Folgen „biblischer/koranischer Weisheit“ überwinden.

Mitschuldig

Leserbrief im Tübinger Tagblatt 08.08.2017

Mitschuldig

Zwei Leserbriefe vom 27. Juli werden hier kommentiert. Im einen ging es um Klassenfahrten in ehemalige Konzentrationslager und um Stolpersteine (Joachim S.), im anderen bezog Rudolf B. zum Rottenburger Kopp-Verlag Stellung.


Die Beschäftigung mit der Geschichte sollte vor allem den Sinn haben, aus ihr zu lernen. Dazu ist es notwendig, die Täter und die Opfer, frei von jeder Ideologie, zu benennen. Luther hat zwar die totalitäre Herrschaft der katholischen Kirche beendet, aber ein Vorbild ist er nicht (Herr B.). Er war ein Hetzer gegen Bauern und Juden. Zusammen mit Paulus, Augustinus und Bismarck hat er seinen Beitrag zum Obrigkeitsstaat und damit zur Unmündigkeit der Deutschen geleistet.

Der Mössinger Streik hat wahrscheinlich nur deswegen stattgefunden, weil die Initiatoren keine rechte, sondern eine linke Diktatur wollten. Zusammen mit den Rechten und den Kirchen haben die Linken jedenfalls ihren Beitrag zum Untergang der Weimarer Republik geleistet.

Die Deutschen (Herr S.) können in der Tat stolz darauf sein, dass sie ihre Geschichte – in letzter Zeit – ehrlicher aufgearbeitet haben als andere. Dazu muss man natürlich auch an die Bombardierungen deutscher Städte und an die Kriegsverbrechen der Alliierten erinnern und sie einordnen. Wie ist es soweit gekommen? Mein Vater – Jahrgang 1922 – hat Hitler nicht gewählt, aber er zog in den Krieg, weil er das Vaterland verteidigen wollte/musste. Er wollte seine Pflicht tun, weil er ein Opfer der verlogenen Propaganda war, die von Tübinger Professoren mitgetragen wurde. Die hätten es wahrhaft besser wissen können.

Sind die Türken, die jetzt Erdogan zum Diktator gewählt haben, mitschuldig für seine ungerechten Verhaftungen? Ich glaube schon!

Hoffnungslose Seelen

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen am 29.  Juni 2017

Hoffnungslose Seelen

In seiner Fronleichnamspredigt hat Bischof Gebhard Fürst zur Notwendigkeit uneigennütziger Hilfe für Afrika Stellung genommen (Rottenburger Seite, 16. Juni). Gregor Julien S. hat dies in einem Leserbrief kommentiert (22. Juni).

Selbstverständlich macht Herr S. gute und hilfreiche Vorschläge, um die Lage der Afrikaner zu verbessern, aber: „Die Erde erträgt nicht beliebig viele Menschen“. Diese simple Wahrheit scheint nicht bis zu den Verantwortlichen der katholischen Kirche durchzudringen. Die Probleme Afrikas lassen sich heute nicht mehr nur auf den Kolonialismus der Europäer und ihre heutige Wirtschaftspolitik schieben, sondern auf korrupte Regierungen – wie ihr Bericht über Präsident Zuma 22.06. sehr überzeugend belegt – und auf ein ungebremstes Bevölkerungswachstum, das nicht zuletzt dem Einfluss der katholischen Kirche zu verdanken ist. Sie wettert immer noch gegen Pille und Kondome und wundert sich über die vielen hungrigen Babys, die dabei herauskommen.

Da nicht zu erwarten ist, dass sich die politischen und ökonomischen Verhältnisse in Afrika bald ändern werden, wird damit eine „Flüchtlingsexplosion“ ungeheuren Ausmaßes vorbereitet. Wo sollten diese vielen jungen Menschen hin, denen ihre „geliebten“ Diktatoren alle Chancen rauben und die die scheinbar paradiesischen Verhältnisse in Europa sehen? Das Verhängnisvolle ist, dass es dieser Kirche, wie dem Islam, mit dem sie jetzt so gerne zusammenarbeitet, nicht darum geht, irdische Probleme zu lösen, sondern möglichst viele hoffnungslose Seelen auf ein jenseitiges Paradies zu vertrösten.

Zitate

Neues Testament

Jesuszitate:

Jesus liebt euch, wenn ihr ihm blind glaubt und euch unterwerft…

Joh 15,10-14 (Jesus sagt): Wenn ihr meine Gebote haltet, liebe ich euch, so wie mein Vater mich liebt, wenn ich seine Gebote halte….. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.

Luk. 14:23 „Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf dass mein Haus voll werde.“

und er wirft euch in die Hölle, wenn ihr es nicht tut.

Markus 16:16 „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“.

Joh. 15:6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. …

Mat 13: 40 Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird’s auch am Ende dieser Welt gehen:

41 des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen.

Mat 3:12 12 Und er hat seine Wurfschaufel in der Hand: er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer.

Luk. 10:15 Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Hölle hinunter gestoßen werden.

In einem Gleichnis lässt Jesus einen König zu Wort kommen, mit dem er sich wohl selbst identifiziert: Luk. 19:27 „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“

  1. Damit könnten alle Christen sich berufen fühlen, ihrem König (Christus) zu helfen, seine Feinde, nämlich alle, die seine Herrschaft nicht anerkennen wollen, zu töten.
  2. Damit könnten Herrscher die Ermordung all derer rechtfertigen, die ihre Herrschaft nicht anerkennen.

Er glaubt vor allem an sich:

Joh. 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Joh. 14:6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Joh. 8:51 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort halten wird, der wird den Tod nicht sehen ewiglich

Joh. 8:58 „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.“

Mat. 23:8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.

Mark. 6:4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen.

Mat. 16:28 28 Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis dass sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.

und erwartet, dass seine Anhänger dafür ihre Familien aufgeben

Mat: 19:29 Und wer verlässt Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, der wird’s hundertfältig nehmen und das ewige Leben ererben.

Lukas 14:26 So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Er hält nicht viel von „unnützen“ Menschen

Mat: 7:19 19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Er ist nicht gekommen, um Frieden zu stiften

Mat. 10:34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.

Oder doch?

Matthäus 5:38-42 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. 40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

 Jesus bestätigt das Alte Testament

Matheus 5:17-19 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

Oder doch nicht:

Matthäus 5:33 Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: „Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.“ 34Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl, 35noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt.…

Joh 8:44 Zu den Juden: …44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun.

 Seine Angänger sollen ihr Glück nicht im Diesseits, sondern im Jenseits suchen

Markus 10:21 Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben,… und …komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.

Wer schon reich ist, soll durch Spenden noch reicher werden

Damit belohnt er den, der sein Geld gewinnbringend angelegt hat. Sollte hier der Kapitalismus eine Rechtfertigung bekommen?

19:26 Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

 Er glaubt an einen Gott – aber ist er Gott?

 Mat:27:46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Er glaubt, dass er der Sohn Gottes sei:

Mat:26:63 „Und der Hohepriester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es.“

und hat nichts dagegen der „König der Juden“ genannt zu werden.

Mark:15:2 „Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es.“

Er verachtet und kritisiert das jüdische Establishment

Matthaeus 23:1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf Mose’s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen’s wohl, und tun’s nicht. Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen und haben’s gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden.

Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.

25 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist’s voll Raubes und Fraßes! 26 Du blinder Pharisäer, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schüssel, auf das auch das Auswendige rein werde! 27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!

 

Pauluszitate:

Röm 5:12 Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt (Eva) und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.

Röm. 1:18 Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.

2 Thess. 1:7-9 Dann übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium Jesu, unseres Herrn, nicht gehorchen. … Mit ewigem Verderben werden sie bestraft.

Röm. 8:7 Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht. 8:8 Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.

Galater 1:8 Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.

1. Korintherbrief 16:22 „Wer den Herrn nicht liebt, der sei verflucht“

1 Korinther 5:4-5 „…in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi, in eurer Versammlung mit meinem Geist und mit der Kraft unsers Herrn Jesu Christi, 5 ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf dass der Geist selig werde am Tage des Herrn Jesu.

1 Timotheus 1:19-20 „Schon manche haben die Stimme ihres Gewissens missachtet und haben im Glauben Schiffbruch erlitten, darunter Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie durch diese Strafe lernen, Gott nicht mehr zu lästern.“

Röm. 13:1 Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. 2Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.

2 Thessalonicher 3:14 So aber jemand nicht gehorsam ist unserm Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf dass er schamrot werde;

Titus 3:1 Erinnere sie, (die Sklaven) dass sie den Fürsten und der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit seien, …

Epheser 6:5 Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo…

Römer 12:19 Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR.“

Römer 3:7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge (!) herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?

Paulus über Frauen:

1 Kor 22 „Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva. Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt. Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen,… Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen.“

Epheser 5:33 Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber fürchte den Mann.

1 Kor 11 Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, der Mann aber ist das Haupt der Frau. Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz, die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau sondern die Frau von dem Mann. Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.

Altes Testament

Hosea 13:16 oder 14:1 Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.

Jesaja 34:2 Denn der Herr ist zornig über alle Heiden und grimmig über all ihr Heer. Er wird sie verbannen und zum Schlachten überantworten. 3Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird und die Berge von ihrem Blut fließen.

2 Mose Ex 32:27 „So spricht der Herr, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten… Vom Volk fielen an jenem Tag gegen dreitausend Mann.“

2Mos34:   13 …sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;

4 Mose: Nu 25:3 „…entbrannte des Herrn Zorn über Israel, 4 und er sprach zu Mose: Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor dem Herrn auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des Herrn von Israel wende…. Es waren aber durch die Plage getötet worden vierundzwanzigtausend.“

5 Mose Dt:13:7-11 Wenn dein Bruder… dein Sohn… deine Tochter… deine Frau… dein Freund sagt: …‘dienen wir anderen Göttern‘… dann sollst du ihn anzeigen. Du sollst ihn (als Erster) steinigen, und er soll sterben.

Chronik 23:17 Da ging das ganze Volk in das Haus Baals und brach es ab, und seine Altäre und Bilder zerbrachen sie und töteten Mattan, den Priester Baals, vor den Altären.

Psalm 105:43 Also führte er sein Volk in Freuden und seine Auserwählten in Wonne 44 und gab ihnen die Länder der Heiden, dass sie die Güter der Völker einnahmen, 45 auf dass sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!

2 Mose Ex:34:12 „Hüte dich, einen Bund zu schließen mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst, damit sie dir nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte; sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Steinmale zerbrechen und ihre heiligen Pfähle umhauen; denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der Herr heißt ein Eiferer; ein eifernder Gott ist er.“

5 Mose Dt. 20:16 „Aber in den Städten dieser Völker, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,…“

Jesaja 13:16 „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden. 17 Denn siehe, ich will die Meder gegen sie erwecken, die nicht Silber suchen oder nach Gold fragen, 18 sondern die Jünglinge mit Bogen erschießen und sich der Frucht des Leibes nicht erbarmen und die Kinder nicht schonen.“

Josua 6:21 … „und verbannten alles, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwerts: Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel.“

Ps 137:9 Heil dem, der deine Kinder packt und am Felsen zerschmettert!


 

Wählt ihn, wenn…

Wählt ihn, wenn…

Neuer Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen 24.03.2017

Wir berichteten über die Kundgebung gegen das Machtstreben des türkischen Ministerpräsidenten.


Mit ihrer Wahl im April könnten Deutsch-Türken ihr Land aus sicherer Entfernung ins Verhängnis stürzen, denn in einer freiheitlichen Demokratie zu leben und zugleich die Diktatur für ein anderes Land zu wählen, erlaubt nur ein schwerer Fehler im System.

Dieses Privileg gibt es nur einmal. Diktatoren kann man nur einmal wählen. Wählt ihn, wenn euch die Freiheiten und Menschenrechte eurer Landsleute nichts bedeuten, wenn ihr alle Macht für immer in die Hände eines Mannes legen wollt, wenn ihr wollt, dass eine Führungsclique alle wichtigen Positionen des Staates besetzen und der säkulare Staat islamisiert werden soll, wenn die ganze Wirtschaft auf den Wohlstand eines Clans ausgerichtet und das übrige Volk seine Beute werden soll, wenn Privilegien nach Gunst und Laune verteilt und Kritiker mit derselben Laune im Gefängnis verschwinden sollen, wenn Richter dieses Verhalten ohne Rechtsgrundlage gewissenlos absegnen sollen, wenn jede Kritik und jede Kontrolle der Macht in Zukunft unterbleiben sollen, wenn ihr die Türkei an der Seite all der korrupten, zerstrittenen und unfähigen islamischen Staaten sehen wollt, aus denen die Menschen in Massen hierher fliehen, wenn ein Staat in seiner Selbstgerechtigkeit über alle anderen gestellt werden soll, wenn ihr einem Führer zustimmen wollt, der durch absurde Vergleiche die Bürger anderer Staaten beleidigen und damit die friedliche Staatengemeinschaft aufs Spiel setzen will.

Wählt ihn, wenn ihr euch selbst entmündigen wollt!

Wenn ich Gott wäre

Wenn ich Gott wäre!

Ein Leserbrief zum LTT-Stück „Believe Busters“ und zum Weltethos.

04.03.2017
Wenn ich Gott, der Allmächtige wäre, dann würde ich zur besten Fernsehzeit auf allen irdischen Kanälen und auf einer Großleinwand neben dem Mond meine Existenz für alle sichtbar überzeugend beweisen und endlich einige wichtige Dinge klären, von meiner Konfessionszugehörigkeit: ob ich katholisch, islamisch, hinduistisch oder sonst was bin, über das Gerücht, dass ich einen Sohn hätte; welches der letzte Prophet und die wahre Offenbarung ist – eventuell müsste ich da noch aktuellen Klartext nachliefern –, bis zur Länge meines Bartes, damit die Streiterei darüber endlich aufhört.

Dann müsste ich wohl ein Wort zur missratenen Schöpfung sagen: warum ich, der Allmächtige, der Allweise und Allgütige überhaupt so eine Welt geschaffen habe, in der es so viel Leid und Krieg gibt und in der es an Weisheit und Güte mangelt. Ich müsste erklären, warum ich bei Bombardierungen von unschuldigen Opfern tatenlos zuschaue, warum ich zwei aufeinander zurasende Züge zwar beobachten, aber nicht stoppen kann, warum ich bei Hungersnöten kein Manna regnen lasse … usw.


Die Leute, die glauben, sie könnten sich zu mir empor bomben, um ins Paradies zu kommen, müsste ich aufklären: „Hier oben gibt es nur Wolken und dünne Luft! Es lohnt sich also echt nicht, sich in diese Luft zu sprengen. Wenn ihr mir einen Gefallen tun wollt, dann arbeitet zusammen mit den ,Ungläubigen’ am irdischen Paradies, denn ein anderes gibt es leider nicht!“