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Roland Fakler

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Feinde von Anfang an

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt. Frau R. kritisiert das Wort „jüdisch-christliche Tradition“ in meinem letzten Leserbrief als „Unwort“, das von Juden nie verwendet werden würde. Hier ist meine Antwort: 2016-08-25

Liebe Frau R., danke für Ihren kritischen Hinweis! Sie haben Recht! Mit dem „Unwort“ „christlich – jüdische Tradition“ wird der falsche Eindruck erweckt, als seien Christen und Juden Hand in Hand durch die Kulturgeschichte gewandert. Tatsächlich waren sie Feinde von Anfang an, weil die Juden Jesus nicht als ihren Messias anerkannt haben und weil die Christen das heilige Buch der Juden, die hebräische Bibel = Altes Testament, für sich in Anspruch genommen haben, als sei es nur dazu geschaffen, um auf ihren Messias, Jesus, hinzuweisen. Die hebräische Bibel war zwar auch eine gemeinsame Quelle, aus der Juden und Christen geschöpft haben, sie wurde aber von beiden ganz unterschiedlich gedeutet.

Tatsache ist: Weder das Alte noch das Neue Testament eignen sich mit ihrem Verständnis des Menschen als gehorsamer Untertan Gottes dazu, Demokratie und Menschenrechte zu begründen. Die mussten vielmehr gegen den heftigen Widerstand von Theologie und Kirchen aus dem Geist der Aufklärung säkular und vernünftig gerechtfertigt werden.

 

Mein Kampf

Leserbrief: Zu ihrem Artikel am 29.12.2015. Ohne Kommentar voll strafbar. Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ soll nur noch in kommentierter Fassung unters Volk gebracht werden.

Mein Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen am 7.1.2016

Heilige Hetzschriften

Wer „Mein Kampf“ nur in kommentierter Fassung unters Volk bringen will, beweist damit, dass er das Volk für unmündig hält. Damit mag er Recht haben. Wie steht es dann mit Bibel und Koran? Wäre es nicht längst Zeit, auch sie nur noch in kommentierten Ausgaben unters Volk zu bringen, um Kollateralschäden zu vermeiden? Seit Jahrhunderten wird mit diesen Büchern in menschenverachtender Weise Hass gegen Gottlose und Falschgläubige geschürt: Gn:34:12 … ihre Altäre sollst du umstürzen, ihre Steinmale zerbrechen und ihre heiligen Pfähle umhauen;… Jes 13:16 „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden“… Dt. 20:16 „…in den Städten dieser Völker, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat“,… Koran: Sure 4:89 „Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden… Und wenn sie sich abwenden und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, …“  und so weiter. Jeder, der sich mit Geschichte beschäftigt und die Gegenwart mit wachen Augen betrachtet, kennt die verheerenden Folgen, die sich aus dem blinden Glauben an den göttlichen Ursprung dieser „heiligen Hetzschriften“ ergeben. Aber statt sie zu kritisieren und vor ihren Folgen zu warnen, werden sie in alle Sprachen übersetzt und im Religionsunterricht gelehrt. Es wird höchtste Zeit für kommentierte Ausgaben, damit an der richtigen Stelle der kritische Verstand einsetzt. R.F.


Herr H. antwortet am 13.1.2016 auf meinen Leserbrief

Kommentierte Ausgaben der Bibel und des Korans forderte Roland Fakler

Von diesem Geist

Wieder einmal wurden mit verdrehten Zitaten Bibel und Koran schlecht gemacht. Tatsächlich finden sich im Alten Testament (AT) Worte, die zu Gewalt auffordern. So EX. 34:13 (nicht Gen 34.13) Dort wurde vor der Verführung durch alte Religionen gewarnt, die (unter anderem) Menschenopfer als Gott wohlgefällig fordern. Andere Stellen wurden im oben genannten Leserbrief zur Gewaltaufforderung umgedeutet. Wir Christen halten uns an das NT in dem Jesus wie schon das AT die Nächstenliebe auch dem Feind gegenüber fordert. Jesus selbst war bereit, ohne zu fliehen oder sich zu wehren, die brutale Kreuzigung zu erdulden und betete sogar noch für seine Feinde. Von diesem Geist lebt die christliche Kirche (auch wenn Christen bisweilen schuldig werden) zum Beispiel Pflege von Alten und Kranken. Über die Schätze des christlichen Glaubens ist viel zu berichten. Der Briefschreiber fordert Toleranz, ist aber ganz intolerant gegenüber einer anderen Meinung, hier gegen den christlichen Glauben. MH.


 

Meine Antwort am 21.01.2016

Lieber Herr H.,

die Menschen haben im Laufe ihrer Geschichte bedauerlicherweise immer wieder Gründe gefunden, um Andersdenkende mit gutem Recht zu töten. Leider geht Gott in meinem Zitat Jes. 13:16 noch einen Schritt weiter. Er gibt den Befehl, unbeteiligte Kinder zu töten: „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert werden…“. Was immer jemand getan haben mag, es wäre ein großes Unrecht, dafür seine Kinder und Angehörigen zu töten.

In meinem Zitat 2 Mos 34:12 ging es darum, dass Gott den Israeliten den Befehl gab, die Heiligtümer aller „falschgläubigen“ Völker zu zerstören. Was hätte das für Folgen, wenn alle Gläubigen diesen Befehl in die Tat umsetzen würden,… für Kirchen, Tempel, Synagogen, Moscheen?

Ich habe weder das Neue Testament noch das Christentum kritisiert. Ich betrachte Jesus als eine positive Gestalt, *obwohl auch er mit Hölle und Teufel droht. Kritik ist  sehr wichtig, um einen Fortschritt des Denkens zu bewirken. Kritik ist nicht Intoleranz! Jesus selbst war ja einer der größten Kritiker des Alten Testaments. Wie oft beginnt er: „Es steht geschrieben…, ich aber sage euch…!“ Manche christliche Gemeinschaften, z.B. die Marcioniten, haben das Alte Testament in Bausch und Bogen verworfen, weil es so unmenschlich ist. Bischof Wulfila, der das Neue Testament ins Gotische übersetzt hat, wollte das Alte Testament nicht übersetzten, weil er verheerende Folgen bei seinen germanischen Gefolgsleuten vermutet hat. Eine sehr weise Entscheidung, wie ich finde!


Jesuszitate


DE-GB Ethikunterricht

German Flag

Leserbrief im Tagblatt Tübingen am 19.12.2015

Zum Artikel: Reli ist kein alter Zopf im Tagblatt am 17.12.2015

Sinnvoller als Religionsunterricht wäre Ethikunterricht oder Religionskundeunterricht. Statt verschiedener, konfessionell gebundener „Glaubenswahrheiten“, die die Gräben zwischen den Schülern nur vertiefen, sollten die Werte vermittelt werden, auf denen unsere Gesellschaft aufbaut. Meinungsfreiheit, Weltanschauungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie, Gleichheit der Geschlechter, Toleranz für die Vielfalt des Lebens, die Fähigkeit mit friedlichen Mitteln zu kämpfen, Verachtung grausamer Strafen, Verbundenheit aller Menschen, sogar aller Lebewesen, weil wir mit ihnen verwandt sind,  der sorgsame Umgang mit der Erde, weil sie unsere einzige Heimat ist: Diese Werte haben leider sehr wenig mit Religion und sehr viel mit Vernunft und Aufklärung zu tun. Mündige Bürger erzieht man nicht, indem man sie lehrt, sich an bronzezeitlichen oder mittelalterlichen Texten zu orientieren, sondern indem man sie lehrt, selbständig zu denken. – Dazu müssen sie kundig gemacht werden.


 

english Flag

Answer to the article: „Reli(gion) is no old stuff“ in the Tuebingen Newspaper.

Much more meaningful than teaching religion would be teachings in ethics or teachings about religion. Instead of teaching various “truth of faith” dependent of the confession, which will deepen the gaps between the pupils, values should be taught, which our society is build on. Freedom of speech, freedom of believe, press freedom, democracy, equality of the genders, tolerance towards the diversity of live, the ability to fight with peaceful means, abhorrence for cruel punishments, solidarity of all humans, even of all living beings, as we are related to them, the mindful interaction with mother earth, as it is our only homeland: These values unfortunately have little to do with religion and very much with reason and enlightenment. Adult people are not educated by teaching them to follow Bronze Age or mediaeval texts, but by teaching them to think by themselves. – For that they must be provided with knowledge.

De-GB Gleiche Rechte

For my English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Look at DE = for German and GB= for British in the headline. Search for „DE-GB“

German

Gleiche Rechte Leserbrief im Tagblatt Tübingen vom 17.10.2015

Schade, dass es zu wenige Stimmen aus dem Islam gibt, die wie An-Na´Im für Weltanschauungsfreiheit eintreten. Verständlich ist das schon, bei all den Drohungen, die diese Religion auf „Ungläubige“ ausübt.

Wenn Moses, Jesus und Mohammed heute leben würden, müssten sie vor allem eine Lektion der Aufklärung lernen: „Ihr könnt nicht alle Leute in die Hölle schicken, nur weil es ihnen schwer fällt, an euch zu glauben! Das ist nicht nur Quatsch, weil es die Hölle ohnehin nicht gibt, sondern es ist die Ursache endloser Verfolgung und unsäglichen Unheils! Überprüft mal, ob euer Ego nicht mit weniger zufrieden sein kann! Lasst die Leute glauben, was ihnen gut tut und gebt allen gleiche Rechte, dann herrscht Frieden im Land!“

 

englisch

Equal Rights Readers Letter in the Tagblatt Tübingen vom 17.10.2015

What a pity, that there are hardly any voices coming from the Islam supporting freedom of confession like that of An-Na`Im. However, this is understandable considering the threats which this religion is exercising on all “unbelievers”.

If Moses, Jesus and Mohammed would live today, they would have to learn one important lesson from the enlightenment:”You can’t send all people to hell only because it is hard for them to believe in you! This is not only foolish as there is no hell at all, but this is the cause of endless persecution and unspeakable misery! Just check if your Ego can’t be satisfied with less! Let people believe, what is good for them and give equal rights to everybody, then peace will come into this country!”

DE- GB Universell für alle – Die goldene Regel

For  English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Look at DE = for German and GB= for British in the headline.

German  Leserbrief im Tagblatt am 17.09.2015

Woher kommen die Menschenrechte? Schon die Zehn Gebote wurden natürlich nicht von einem Gott auf einem Berg diktiert. Vielmehr wollten Könige, Priester und Propheten dem Volk weismachen sie seien von Gott, damit sie umso mehr Autorität bekommen und umso besser befolgt werden. Dazu haben sie noch den Himmel für die Guten und die Hölle zur Bestrafung der Bösen erfunden. Sie wollten, vor allem mit den ersten drei Geboten, auch ihre hierarchisch, patriarchalische Herrschaft festigen.

Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn jeder jeden belügt, bestiehlt und tötet. Deswegen gab es den Kern dieser Gebote schon lange vor Moses in anderen Kulturen, z.B. im Totenbuch der Ägypter, im Gesetzbuch des Königs Hammurabi von Babylon, in China, Indien und Amerika… Meist galten diese Gebote aber nur für das eigene Volk, der Auserwählten. Die „Anderen“ durfte man durchaus belügen, bestehlen und töten. „Sogar im Namen Gottes. 2Mose 20:5 heißt: Bete sie nicht an (die fremden Götter) und diene ihnen nicht; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,“ Es widerspricht natürlich allen unseren Rechtsgrundsätzen, die Schuld der Väter auf die Söhne der dritten und vierten Generation zu übertragen.

Neu an den Menschenrechten ist, dass sie universell für alle Menschen gelten sollen. In mancher Beziehung stehen die Zehn Gebote  im Widerspruch zu den Menschenrechten. Schon das erste Gebot widerspricht dem Recht auf Weltanschauungsfreiheit. Im zehnten Gebot werden Frauen, Esel und Sklaven in einem Satz als Besitz des Mannes bezeichnet. (In katholischen Bibeln steht: Sklave – In den evangelischen wird stattdessen mildernd: Knecht und Magd gesetzt. Die Bibel hat aber nichts gegen Sklaverei. Vor allem von Paulus wird sie gerechtfertigt.)

Erst durch die Aufklärung im 18. Jahrhundert wurden die Sklaverei, die Todesstrafe, barbarische Strafen und die Folter abgeschafft und die Frauen gleichberechtigt…aufgrund vernünftiger Überlegungen und menschlicher Gebote. Zur Einhaltung dieser Regeln zwingen irdische Richter und irdische Strafen.


englisch

Universal for all – The golden rule

Reader’s Letter in the Tagblatt Newspaper Tuebingen 17.09.2015

Where do human rights come from? The ten commandments already had not been dictated by God on a mountain of course. Kings, priests and prophets wanted the people to believe that they had come from God, so that these commandments should obtain higher authority and would more likely be observed. In addition they invented heaven for the reward of the good people and hell for the punishment of the bad people. With the first three commandments they after all wanted to strengthen their hierarchical and patrimonial power.

No society would be able to function, if everybody would lie, steal, and kill. Therefore this core of the commandments had been existed long before Moses in other cultures, for example in the Egyptian book of the dead, in the law book of the Babylonian king Hammurabi, in China, India and America…

Mostly however these commandments had been applied only to the own people, the chosen people. The others however had been allowed to be lied, robed and killed. Even in the name of God. 2 Mos 20: Thou shalt not bow down thyself to them, nor serve them; for I, the Lord thy God, am a jealous God, visiting the iniquity of the fathers upon the children unto the third and fourth generation of them that hate Me,

The new thing with the human rights is that they are applied universal to all the people of the world. In some regard the human rights stand in contrast to the ten commandments. Already the first commandment is in conflict to the “freedom of confession”. In the tenth commandment women, donkeys and slaves are mentioned in one sentence as property of the man.

Only during the time of the enlightenment, in the 18th Century, slavery, capital punishment, barbarian punishments and torture had been abolished and women had been supplied with equal rights…due to reasonable judgement and human commandment. These rules should be forced through by earthly judges and earthly punishment.

Des Weibes Haupt

Die ehemalige EKD-Ratspräsidentin Margot Käßmann sprach zum Se­mesterauftakt in Tübingen über

Reformation und Politik (16. Oktober).

Des Weibes Haupt

Mit Luther möchte Frau Käsmann das Gewissen an der Bibel schärfen. Wie das? Was steht denn in der Bibel? Da schrieb z.B. ein gewisser Paulus: 1Kor 14: 34“ … lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein,…35 Wollen sie etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es steht den Weibern übel an, in der Gemeinde zu reden.“ Müssten da die Herren vom theologischen Institut nicht in Gewissensnöte geraten, wenn sie dennoch eine Frau ans Rednerpult lassen? An anderer Stelle schreibt Paulus an die Ephesser 5: „22 Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde. … Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen.“ Müssten da nicht die Väter des Grundgesetzes in Gewissensnöte kommen, wenn sie Mann und Frau mit gleichen Rechten ausstatten? Paulus glaubt auch, dass alle Obrigkeit von Gott kommt. Röm. 13:1 …und da wagen es die Tübinger tatsächlich ihren Oberbürgermeister in einer Wahl zu küren. Ist das die wahre Theologie, die für das Leben taugt? Nein! Sie stiftet nur Verwirrung und verhindert jeden geistigen Fortschritt. Zum Schluss bringt Frau Käsmann aber einen wirklich guten Satz:“Wenn jeder selbst denken und Fragen stellen darf, dann ist Fundamentalismus nicht möglich.“ Bedauerlich ist nur, dass dieser Satz nie in der Bibel oder im Koran stehen könnte.

(Ergänzung nicht im Leserbrief)….weil diese Bücher nicht den selbständig Denkenden, sondern den blind Gläubigen wollen…um ihn besser beherrschen zu können.

 

Blut und Tränen

Leserbrief im Tagblatt am 2011-12-10

Blut und Tränen

Dritte und damit letzte Runde eines privaten Glaubensdisputs.

Lieber Herr P., ewiges Leben hat die Natur nicht vorgesehen. Das ist leider nur ein frommer oder eitler Menschheitswunsch. Ich vertraue da lieber auf meine Vernunft und meine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse als auf heilige Texte. Es gab und gibt nämlich sehr viele heilige Texte, die sich alle gegenseitig ausschließen. Deswegen gibt es so viele verschiedene Religionen und Götter. Auch die Bibel, das Alte und das Neue Testament, ist eine sehr willkürliche Auswahl von dutzenden von Texten. Eine Generation lang wurde das Evangelium mündlich in aramäischer Sprache überliefert, aufgeschrieben wurde es frühestens im Jahre 70 in griechischer Sprache, es wurde x-mal kopiert und manipuliert. Ende des 4. Jahrhunderts gab es mindestens 100 verschiedene christliche Sekten, die sich auf verschiedene Texte beriefen. Von der herrschenden katholischen Kirche wurden willkürlich Texte ausgewählt, die unpassenden verboten und vernichtet. Die gewalttätigen Sieger der Geschichte, das ist die katholische Kirche und der Islam, haben den Menschen ihren Glauben diktiert. Jeder versucht mit himmlischen Versprechungen und höllischen Drohungen so viele Anhänger wie möglich zu gewinnen. Wer an Jesus als Sohn Gottes glaubt, gilt bei den Muslimen als Ungläubiger, der die Hölle verdient und umgekehrt. Das sind doch nichts als menschliche Machenschaften. Man kann solche Texte nicht einfach wörtlich nehmen und so tun als seien es unfehlbare, göttliche Worte, an denen es nichts mehr zu zweifeln gibt. Wenn’s nicht so traurig wäre, wenn deswegen nicht so viel Blut und Tränen geflossen wären und immer noch fließen, müsste man drüber lachen.

Sexualfeindlichkeit

Leserbrief im Tagblatt zum Artikel: Schadet weder ihm noch ihr. Vortrag von Jellouscheck 3.Juni 2011

 Die Sexualfeindlichkeit im Christentum beginnt schon bei Paulus

 Nicht erst Augustinus, sondern schon Paulus hat die Sexualfeindlichkeit des Christentums maßgeblich geprägt. Das belegen Zitate aus den ältesten christlichen Texten, den Paulusbriefen. Mit Inbrunst verflucht der Apostel die Sündhaftigkeit des Fleisches und warnt vor allen Arten der Hurerei.

Römerbrief 8:7 „Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist..8 Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen“. Dazu passt auch die Rolle, die er den Frauen zuspricht: 1 Timotheus 211Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. 12Einem Weibe aber gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei. 13Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva. 14Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt. 15Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen,… Lutherbibel

Dabei war er auch nur ein Opfer seiner griechisch-jüdischen Bildung. Die Abwertung des sterblichen Körpers, der Materie, und die Verklärung der unsterblichen Seele, des Geistes, geht weit zurück in die Antike, mindestens bis zu Plato und die Rolle der Frau übernimmt er aus dem Judentum, das in der Verführung Adams durch Eva den Ursprung aller irdischen Sündhaftigkeit sah. Input gleich Output!

Die Heilige Familie

Zu einem Zeitungsbericht über die Erziehungsmethoden eine evangelikalen Sekte

Verdacht auf Misshandlungen bei „Zwölf Stämme“ in Bayern

Wen wundert es, wenn bibeltreue Christen ihre Kinder züchtigen und ihre Familienmitglieder hassen? So wird es ja tatsächlich in der Bibel in mehreren „weisen“ Sprüchen gelehrt: „Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.“ Spr 13,24. Und Jesus sagt: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“ Lukas 14, 26. Das ist einer der Gründe, weshalb ich nicht sein Jünger sein kann, obwohl ich Ihn sonst als Revolutionär gegen Schein und Scheinheiligkeit sehr schätze. Vermutlich stammen diese Sprüche auch nicht von ihm