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Roland Fakler

Goldene Regel

  1. DE- GB  Universell für alle – Die goldene Regel

For  English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Look at DE = for German and GB= for British in the headline.

German  Leserbrief im Tagblatt am 17.09.2015

Woher kommen die Menschenrechte? Schon die Zehn Gebote wurden natürlich nicht von einem Gott auf einem Berg diktiert. Vielmehr wollten Könige, Priester und Propheten dem Volk weismachen sie seien von Gott, damit sie umso mehr Autorität bekommen und umso besser befolgt werden. Dazu haben sie noch den Himmel für die Guten und die Hölle zur Bestrafung der Bösen erfunden. Sie wollten, vor allem mit den ersten drei Geboten, auch ihre hierarchisch, patriarchalische Herrschaft festigen.

Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn jeder jeden belügt, bestiehlt und tötet. Deswegen gab es den Kern dieser Gebote schon lange vor Moses in anderen Kulturen, z.B. im Totenbuch der Ägypter, im Gesetzbuch des Königs Hammurabi von Babylon, in China, Indien und Amerika… Meist galten diese Gebote aber nur für das eigene Volk, der Auserwählten. Die „Anderen“ durfte man durchaus belügen, bestehlen und töten. “Sogar im Namen Gottes. 2Mose 20:5 heißt: Bete sie nicht an (die fremden Götter) und diene ihnen nicht; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,”

Es widerspricht natürlich allen unseren Rechtsgrundsätzen, die Schuld der Väter auf die Söhne der dritten und vierten Generation zu übertragen.

Neu an den Menschenrechten ist, dass sie universell für alle Menschen gelten sollen. In mancher Beziehung stehen die Zehn Gebote  im Widerspruch zu den Menschenrechten. Schon das erste Gebot widerspricht dem Recht auf Weltanschauungsfreiheit. Im zehnten Gebot werden Frauen, Esel und Sklaven in einem Satz als Besitz des Mannes bezeichnet. (In katholischen Bibeln steht: Sklave – In den evangelischen wird stattdessen mildernd: Knecht und Magd gesetzt. Die Bibel hat aber nichts gegen Sklaverei. Vor allem von Paulus wird sie gerechtfertigt.)

Erst durch die Aufklärung im 18. Jahrhundert wurden die Sklaverei, die Todesstrafe, barbarische Strafen und die Folter abgeschafft und die Frauen gleichberechtigt…aufgrund vernünftiger Überlegungen und menschlicher Gebote. Zur Einhaltung dieser Regeln zwingen irdische Richter und irdische Strafen.


englisch

Universal for all – The golden rule

Reader’s Letter in the Tagblatt Newspaper Tuebingen 17.09.2015

Where do human rights come from? The ten commandments already had not been dictated by God on a mountain of course. Kings, priests and prophets wanted the people to believe that they had come from God, so that these commandments should obtain higher authority and would more likely be observed. In addition they invented heaven for the reward of the good people and hell for the punishment of the bad people. With the first three commandments they after all wanted to strengthen their hierarchical and patrimonial power.

No society would be able to function, if everybody would lie, steal, and kill. Therefore this core of the commandments had been existed long before Moses in other cultures, for example in the Egyptian book of the dead, in the law book of the Babylonian king Hammurabi, in China, India and America…

Mostly however these commandments had been applied only to the own people, the chosen people. The others however had been allowed to be lied, robed and killed. Even in the name of God. 2 Mos 20: Thou shalt not bow down thyself to them, nor serve them; for I, the Lord thy God, am a jealous God, visiting the iniquity of the fathers upon the children unto the third and fourth generation of them that hate Me,

The new thing with the human rights is that they are applied universal to all the people of the world. In some regard the human rights stand in contrast to the ten commandments. Already the first commandment is in conflict to the “freedom of confession”. In the tenth commandment women, donkeys and slaves are mentioned in one sentence as property of the man.

Only during the time of the enlightenment, in the 18th Century, slavery, capital punishment, barbarian punishments and torture had been abolished and women had been supplied with equal rights…due to reasonable judgement and human commandment. These rules should be forced through by earthly judges and earthly punishment.