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Roland Fakler

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Lehren ziehen

Lehren ziehen

Leserbrief im Tagblatt Tübingen 15.09.2017 Roland Fakler, Ammerbuch

Das Thema „Für und wider die Religion“ lässt einige Leser nicht los – hier eine Reaktion auf Stefan Sch. (6. September).


Herr Sch., das Problem ist der Mensch! Vor allem die sogenannten „Starken“ und ihr hemmungsloses Streben nach Macht und Reichtum sind das Problem … und werden es bleiben (Erdogan, Kim Jong Un, Assad, …).

Andererseits gibt es auch ein Bedürfnis der Menschen, sich einem Führer anzuvertrauen. Ihre Opferbereitschaft auf der einen Seite und die Unvollkommenheit dieser Führer auf der anderen Seite haben oftmals zu riesigen Tragödien und endlosen Enttäuschungen geführt.

Die „Starken“ benutzen die Religion ebenso wie atheistische Weltanschauungen, zum Beispiel den Kommunismus, Softwaremanipulation und auch ihre Vernunft, um ihre Ziele zu erreichen. Wichtig wäre, dass wir aus dieser problematischen Natur des Menschen und aus seiner Geschichte die richtigen Lehren ziehen. Die wichtigste wäre, dass Macht immer beschränkt, kontrolliert und kritisiert werden muss, um die Freiheit der Bürger zu sichern und das System zu verbessern. Menschenrechte und Demokratie sind ein großer Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, gemessen an den totalitären Herrschaftssystemen des Orients und des Mittelalters. Sie wurden in der Zeit der Aufklärung gegen den heftigen Widerstand der Kirchen aus vernünftigen Überlegungen entwickelt und erkämpft. Übrigens war der erste, der sich gegen die Sklaverei ausgesprochen hat ein Aufklärer: Thomas Paine 1775.

Jetzt geht es darum, diese Errungenschaften gegen uralte (kirchliche) oder neuerliche (islamische) Herrschaftsansprüche und extreme Parteien (rechte und linke) zu sichern.

Religion „light“

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen heute 31.08.2017 über Vor- und Nachteile der Religion.

Für und wider die Religion – darüber tauschen sich einige unserer Leser ausgiebig aus.


Religion „light“

Herr A., Sie unterschieben mir seltsame Ansichten, wohl wegen einer krassen Überschrift, vom TAGBLATT gewählt. Deswegen Folgendes: Grundsätzlich halte ich alles, was uns dazu dient, das Leben auf diesem Planeten zu bewältigen, für hilfreich. Dazu gehören für mich die Musik, die Kunst und die Philosophie. Dazu gehören Liebe und Freundschaft, die Schönheit der Frauen…und dazu gehört auch die Religion „light“, die sicher vielen Menschen Trost und Hoffnung in einer Welt gibt, die nicht so ist, wie man sie sich wünschen möchte.

Leider weiß ich aber – weil ich mich mit Geschichte beschäftigt habe – dass die intoleranten abrahamitischen Religionen auch ein Fluch für die Menschheit waren und sind. Diese Religionen werden seit Jahrhunderten benutzt, um ungerechte Herrschaften zu rechtfertigen. Mit Gott begründeten die „Könige von Gottes Gnaden“ bis Erdogan ihren Herrschaftsanspruch und hatten damit leichtes Spiel, alle demokratischen Bestrebungen und die Durchsetzung der Menschenrechte zu verhindern.

Mit der Religion werden heute noch die Verfolgung Ungläubiger, Landansprüche und Vorrechte begründet. Man könnte hier auch die Sklaverei, Prügelpädagogik, Verachtung von Vernunft und Wissenschaft, die Minderwertigkeit der Frau, die Todesstrafe, die Folter, Beschneidung, Verunglimpfung unehelicher Kinder und Homos, Schächten, Aberglauben, Heilige Kriege nennen. Nur die Vernunft und die Aufklärung konnten letztlich diese negativen Folgen „biblischer/koranischer Weisheit“ überwinden.

Hoffnungslose Seelen

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen am 29.  Juni 2017

Hoffnungslose Seelen

In seiner Fronleichnamspredigt hat Bischof Gebhard Fürst zur Notwendigkeit uneigennütziger Hilfe für Afrika Stellung genommen (Rottenburger Seite, 16. Juni). Gregor Julien S. hat dies in einem Leserbrief kommentiert (22. Juni).

Selbstverständlich macht Herr S. gute und hilfreiche Vorschläge, um die Lage der Afrikaner zu verbessern, aber: „Die Erde erträgt nicht beliebig viele Menschen“. Diese simple Wahrheit scheint nicht bis zu den Verantwortlichen der katholischen Kirche durchzudringen. Die Probleme Afrikas lassen sich heute nicht mehr nur auf den Kolonialismus der Europäer und ihre heutige Wirtschaftspolitik schieben, sondern auf korrupte Regierungen – wie ihr Bericht über Präsident Zuma 22.06. sehr überzeugend belegt – und auf ein ungebremstes Bevölkerungswachstum, das nicht zuletzt dem Einfluss der katholischen Kirche zu verdanken ist. Sie wettert immer noch gegen Pille und Kondome und wundert sich über die vielen hungrigen Babys, die dabei herauskommen.

Da nicht zu erwarten ist, dass sich die politischen und ökonomischen Verhältnisse in Afrika bald ändern werden, wird damit eine „Flüchtlingsexplosion“ ungeheuren Ausmaßes vorbereitet. Wo sollten diese vielen jungen Menschen hin, denen ihre „geliebten“ Diktatoren alle Chancen rauben und die die scheinbar paradiesischen Verhältnisse in Europa sehen? Das Verhängnisvolle ist, dass es dieser Kirche, wie dem Islam, mit dem sie jetzt so gerne zusammenarbeitet, nicht darum geht, irdische Probleme zu lösen, sondern möglichst viele hoffnungslose Seelen auf ein jenseitiges Paradies zu vertrösten.

Zur Macht verholfen

Zur Macht verholfen

Der Artikel vom 24. Januar über die Gedenkfeier für den von den Nationalsozialisten hingerichteten Eugen Bolz im Rottenburger Dom bietet Anlass, die Rolle der Kirchen im Dritten Reich und heute kritisch zu hinterfragen.

28.01.2017 Roland Fakler, Ammerbuch Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen
 

Die beiden Großkirchen in Deutschland haben fleißig daran gearbeitet, ihre Verantwortung für die Terrorherrschaft Hitlers zu minimieren. Sie behaupten, Hitler sei ein Atheist gewesen, dabei ist er immer Katholik geblieben, hat bei seinen Feldzügen immer die Unterstützung Gottes erbeten und ist dafür bis zum Schluss von beiden Kirchen unterstützt worden. Er war ein Machtmensch, der täuschen konnte, wie alle Machtmenschen.

Sie benutzen die Weltanschauung, die ihnen zur Macht verhilft: Hitler das Christentum, Lenin und Stalin den Kommunismus, Erdogan den Islam… Die Bischöfe haben ihn dafür stets in ihre Gebete eingeschlossen und haben ihm zur Macht verholfen. Während viele Christen, auch Eugen Bolz, die Bösartigkeit dieses Mannes schon vor 1933 erkannten, haben ihn beide Kirchen voll unterstützt. Das zeigt sich daran, dass die katholische Zentrumspartei, die einzige, die ihn hätte stoppen können – wohl mit Zustimmung des Papstes – für das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Die katholischen Bischöfe haben sich davon ein Konkordat und viele weitere Privilegien versprochen und auch erhalten. Sie wollten nicht die freiheitliche Demokratie, sondern sie wollten eine klero-faschistische Diktatur nach dem Vorbild Mussolinis in Italien.

Anstatt sich bei der Abwehr totalitärer Herrschaften auf die Seite der Freiheit zu stellen, haben sie sich immer mit denen verbündet, die das Volk entmündigen wollten: mit Königen von Gottes Gnaden, mit dem Adel, mit Diktatoren und heute mit dem Islam!

Mein Kampf

Leserbrief: Zu ihrem Artikel am 29.12.2015. Ohne Kommentar voll strafbar. Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ soll nur noch in kommentierter Fassung unters Volk gebracht werden.

Mein Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt Tübingen am 7.1.2016

Heilige Hetzschriften

Wer „Mein Kampf“ nur in kommentierter Fassung unters Volk bringen will, beweist damit, dass er das Volk für unmündig hält. Damit mag er Recht haben. Wie steht es dann mit Bibel und Koran? Wäre es nicht längst Zeit, auch sie nur noch in kommentierten Ausgaben unters Volk zu bringen, um Kollateralschäden zu vermeiden? Seit Jahrhunderten wird mit diesen Büchern in menschenverachtender Weise Hass gegen Gottlose und Falschgläubige geschürt: Gn:34:12 … ihre Altäre sollst du umstürzen, ihre Steinmale zerbrechen und ihre heiligen Pfähle umhauen;… Jes 13:16 „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden“… Dt. 20:16 „…in den Städten dieser Völker, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat“,… Koran: Sure 4:89 „Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden… Und wenn sie sich abwenden und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, …“  und so weiter. Jeder, der sich mit Geschichte beschäftigt und die Gegenwart mit wachen Augen betrachtet, kennt die verheerenden Folgen, die sich aus dem blinden Glauben an den göttlichen Ursprung dieser „heiligen Hetzschriften“ ergeben. Aber statt sie zu kritisieren und vor ihren Folgen zu warnen, werden sie in alle Sprachen übersetzt und im Religionsunterricht gelehrt. Es wird höchtste Zeit für kommentierte Ausgaben, damit an der richtigen Stelle der kritische Verstand einsetzt. R.F.


Herr H. antwortet am 13.1.2016 auf meinen Leserbrief

Kommentierte Ausgaben der Bibel und des Korans forderte Roland Fakler

Von diesem Geist

Wieder einmal wurden mit verdrehten Zitaten Bibel und Koran schlecht gemacht. Tatsächlich finden sich im Alten Testament (AT) Worte, die zu Gewalt auffordern. So EX. 34:13 (nicht Gen 34.13) Dort wurde vor der Verführung durch alte Religionen gewarnt, die (unter anderem) Menschenopfer als Gott wohlgefällig fordern. Andere Stellen wurden im oben genannten Leserbrief zur Gewaltaufforderung umgedeutet. Wir Christen halten uns an das NT in dem Jesus wie schon das AT die Nächstenliebe auch dem Feind gegenüber fordert. Jesus selbst war bereit, ohne zu fliehen oder sich zu wehren, die brutale Kreuzigung zu erdulden und betete sogar noch für seine Feinde. Von diesem Geist lebt die christliche Kirche (auch wenn Christen bisweilen schuldig werden) zum Beispiel Pflege von Alten und Kranken. Über die Schätze des christlichen Glaubens ist viel zu berichten. Der Briefschreiber fordert Toleranz, ist aber ganz intolerant gegenüber einer anderen Meinung, hier gegen den christlichen Glauben. MH.


 

Meine Antwort am 21.01.2016

Lieber Herr H.,

die Menschen haben im Laufe ihrer Geschichte bedauerlicherweise immer wieder Gründe gefunden, um Andersdenkende mit gutem Recht zu töten. Leider geht Gott in meinem Zitat Jes. 13:16 noch einen Schritt weiter. Er gibt den Befehl, unbeteiligte Kinder zu töten: „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert werden…“. Was immer jemand getan haben mag, es wäre ein großes Unrecht, dafür seine Kinder und Angehörigen zu töten.

In meinem Zitat 2 Mos 34:12 ging es darum, dass Gott den Israeliten den Befehl gab, die Heiligtümer aller „falschgläubigen“ Völker zu zerstören. Was hätte das für Folgen, wenn alle Gläubigen diesen Befehl in die Tat umsetzen würden,… für Kirchen, Tempel, Synagogen, Moscheen?

Ich habe weder das Neue Testament noch das Christentum kritisiert. Ich betrachte Jesus als eine positive Gestalt, *obwohl auch er mit Hölle und Teufel droht. Kritik ist  sehr wichtig, um einen Fortschritt des Denkens zu bewirken. Kritik ist nicht Intoleranz! Jesus selbst war ja einer der größten Kritiker des Alten Testaments. Wie oft beginnt er: „Es steht geschrieben…, ich aber sage euch…!“ Manche christliche Gemeinschaften, z.B. die Marcioniten, haben das Alte Testament in Bausch und Bogen verworfen, weil es so unmenschlich ist. Bischof Wulfila, der das Neue Testament ins Gotische übersetzt hat, wollte das Alte Testament nicht übersetzten, weil er verheerende Folgen bei seinen germanischen Gefolgsleuten vermutet hat. Eine sehr weise Entscheidung, wie ich finde!


Jesuszitate


De-GB Gleiche Rechte

For my English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Look at DE = for German and GB= for British in the headline. Search for „DE-GB“

German

Gleiche Rechte Leserbrief im Tagblatt Tübingen vom 17.10.2015

Schade, dass es zu wenige Stimmen aus dem Islam gibt, die wie An-Na´Im für Weltanschauungsfreiheit eintreten. Verständlich ist das schon, bei all den Drohungen, die diese Religion auf „Ungläubige“ ausübt.

Wenn Moses, Jesus und Mohammed heute leben würden, müssten sie vor allem eine Lektion der Aufklärung lernen: „Ihr könnt nicht alle Leute in die Hölle schicken, nur weil es ihnen schwer fällt, an euch zu glauben! Das ist nicht nur Quatsch, weil es die Hölle ohnehin nicht gibt, sondern es ist die Ursache endloser Verfolgung und unsäglichen Unheils! Überprüft mal, ob euer Ego nicht mit weniger zufrieden sein kann! Lasst die Leute glauben, was ihnen gut tut und gebt allen gleiche Rechte, dann herrscht Frieden im Land!“

 

englisch

Equal Rights Readers Letter in the Tagblatt Tübingen vom 17.10.2015

What a pity, that there are hardly any voices coming from the Islam supporting freedom of confession like that of An-Na`Im. However, this is understandable considering the threats which this religion is exercising on all “unbelievers”.

If Moses, Jesus and Mohammed would live today, they would have to learn one important lesson from the enlightenment:”You can’t send all people to hell only because it is hard for them to believe in you! This is not only foolish as there is no hell at all, but this is the cause of endless persecution and unspeakable misery! Just check if your Ego can’t be satisfied with less! Let people believe, what is good for them and give equal rights to everybody, then peace will come into this country!”

Vandalismus am Thingplatz

Bericht im Tagblatt am 26.08.2015

Vanalismus am Thingplatz

Vanalismus am Thingplatz

Der Schatz auf dem Dach

Zeitungsbericht im Schwäbischen Tagblatt Tübingen von Uschi Hahn

Der Umbau der Zehntscheuer Reusten zu einem Bürgertreff und Kulturscheuer hat begonnen.

Traveler DC 140

Zeitungsbericht vom 2015-08-22 Tagblatt

 

Hexenprozesse

Kommentar zur Dokumentation Hexenprozesse Die Kirche und die Schuld von Hartmut  Hegeler http://www.anton-praetorius.de/

Nach Durchsicht Ihrer Dokumentation muss ich Ihnen auf jeden Fall das ernsthafte Bemühen bescheinigen, über alle Parteien hinweg, die  Wahrheit finden zu wollen. Magna cum laude!

Ganz können Sie sich von konfessionellem Denken aber scheinbar nicht lösen, denn natürlich war der Katholik, ich würde sagen, Humanist, Spee für die Beendigung des Hexenwahns wichtiger als Anton Praetorius.

Das Problem ist normalerweise: Jeder dreht und wendet die Geschichte entsprechend seiner Ideologie. Er lässt aus und fügt hinzu, betont dies und lässt jenes weg, um seine eigene Weltanschauung nicht zu „beschmutzen“. Dazu haben Sie ja selbst schöne Beispiele aufgezeigt. Siehe Aufarbeitung des Hexenwahns durch die kath. Kirche in drei Zeilen. Die Kirchen haben ihre Geschichte immer nur soweit aufgearbeitet, wie sie dazu genötigt wurden, wobei die Ev. Kirche mehr getan hat, als die kath. Kirche. Vermutlich weil sie nicht ganz so tief im Sumpf steckt. Umso erstaunlicher finde ich jetzt diesen Beitrag, von einem ev. Pfarrer. Vor wenigen Jahren hätten Sie es wahrscheinlich noch nicht gewagt, die peinlichen Gedanken Luthers und Calvins zur Hexenverfolgung unters Volk zu bringen. Inzwischen weiß das allerdings jedes Kind…und ihnen kann von Seiten der Kirchenleitung nicht mehr viel passieren.

Die Aussagen von Luther und Calvin (Seite 41 und 43) beweisen doch, dass die Bibel ein Buch ist, das zu Unmenschlichkeit verführt. Sie ist, wie der Koran und alle anderen „heiligen Bücher“ von Menschen erdichtet worden, von Menschen, die viel weniger wussten als wir heute. Man darf sie nicht so ernst nehmen, vor allem nicht so todernst wie die Hexenverfolger.

Zu Seite 8 und 43: Höchst interessant: Grausamkeit und Strenge wird von Calvin damit gerechtfertigt, dass man Gottes Wort befolgen muss. Milde wird als Unglaube gewertet. Das ist ein Beweis dafür, wie sehr der „Glaube“ die Menschen verdummen und vergiften kann. Lieber Gott gefallen als Menschlichkeit üben. Lieber dem Führer gefallen als sein Hirn einschalten!

Aus unvernünftigem Denken entsteht unvernünftiges Handeln. Weil die Religion die Welt falsch deutet, denken die Gläubigen falsch und handeln falsch. Sie wollten einem grausamen Gott gefallen, um in den Himmel zu kommen, anstatt der Humanität zu dienen und im Diesseits das Glück aller Menschen im Auge zu haben.

Die Menschen, die im Dritten Reich, die Juden vernichtet haben, hatten auch einen „Glauben“: dass sie damit nämlich Gutes tun, für das deutsche Volk.

Auch die Römer glaubten, sie müssten die Christen verfolgen, um ihren Göttern zu gefallen.

Genauso denken heute die IS- Terroristen. Sie nehmen den Koran wortwörtlich, um Allah zu gefallen und um desto sicherer ins Paradies zu kommen.

Koran Sure 4:89 „Sie möchten gern, ihr wäret … ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Gottes willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, …“ Übersetzung: Rudi Paret

Aus der Blindgläubigkeit gegenüber totalitären Ideologien, dazu gehörten Christentum, Islam, Faschismus, Kommunismus, Scientology….ist das größte Unheil in der Welt entstanden.

Ein wichtiger Punkt: Die Schuld geht weiter: Ich werfe den geistigen Führern der Kirchen vor, dass sie bronzezeitliche Texte, auch wenn sie noch so grausam und intolerant waren, als Wort Gottes geglaubt, verkündet und in blindem Gehorsam befolgt haben. Das mag aus Herrschsucht, aus Dummheit oder Unwissenheit oder einfach aus Feigheit, Schwäche oder der Unfähigkeit geschehen sein, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen.

Damit haben sie wiederum nicht mündige Bürger, sondern furchtsame und blindgläubige Untertanen erzogen, die in dieselben Fehler, in dieselbe Schuld verfallen sind.

Die Bibel ist die Wurzel allen Unheils. Die Kirchen distanzieren sich, bis heute, nicht genügend von verhängnisvollen Sprüchen in der Bibel. Dort werden nicht nur Zauberinnen getötet, sondern auch Kinder an den Felsen geschmettert und die „Frucht des Leibes nicht geschont.“

Psalm 137, 8-9: »Tochter Babel, du Zerstörerin! Wohl dem, der dir heimzahlt, was du uns getan hast! Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert!«

Das hinterlässt Spuren in den Gehirnen, in der Art und Weise, wie man mit Feinden umgeht.

Auch unmenschliche Bestrafung hat seine Wurzel in der Bibel. ..Todesstrafe für Holzholen am Sabbat, Homosexualität, Ehebruch, Prügelstrafe usw.

Samuel 2, Kap. 12. Vers 31 lautet in seiner ursprünglichen, von Luther übersetzten Form wie folgt:

»Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon.

Das ist Folter pur! Göttliche Inspiration für Folterknechte!

Seite 10 Weltliche Gerichte: Das Mittelalter wurde von der Kirche und der Bibel geprägt. Um 1225 als der Sachsenspiegel entstanden ist,  gab es keine von der Kirche unabhängige Macht. Die Ketzer waren vernichtet. Alle dachten wie die kath. Kirche, mussten so denken oder wenigstens so tun als ob. Wer anders dachte, wurde vernichtet. Die Bevölkerung, auch die weltlichen Richter, sind von der kath. Kirche erzogen worden und wirkten im Geiste dieser Kirche. Die Kirche hatte das absolute Erziehungs-, Meinungs- und Bildungsmonopol was erwarten Sie da von „weltlichen Gerichten“. Sie setzten den Geist um, der ihnen im Nacken und in allen Gliedern saß.

Die Kirchen waren absolut intolerant. Diese Intoleranz geht auf das Alte Testament, auf das 1. Gebot aber auch auf Jesus zurück.

1 Mose Gn:34:12 „Hüte dich, einen Bund zu schließen mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst, damit sie dir nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte; 13 sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Steinmale zerbrechen und ihre heiligen Pfähle umhauen; 14 denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der Herr heißt ein Eiferer; ein eifernder Gott ist er.“

Jesus selbst droht allen die nicht an ihn glauben x-mal mit dem Feuerofen, da darf man sich doch nicht wundern, wenn die Christen ihre Feinde verbrannten. Jesus ist nicht tolerant gegen Ungläubige und Andersgläubige.

Joh. 15:6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. … Ebenso fördert die Bibel den Geisterglauben an Engel, Teufel, böse Geister…. Dabei gibt es überhaupt keine von Körpern unabhängigen Geister. Geist ist immer an Materie, d.h. an die Existenz eines Gehirns gebunden. Nicht mal ein Gott ist erkennbar. Er ist vermutlich nur eine Idee. Deswegen gibt es so viele verschiedene Vorstellungen von Gott wie es Gläubige gibt. Jeder kann diesen Gott für seine Zwecke benutzen…und er sagt nichts dazu, kann er ja nicht, weil er nicht da ist!

Dass die Seele unabhängig vom Körper existieren kann, ist ein Irrtum, aus dem gefolgert wurde, man könne den Körper töten, um die Seele zu retten. Körper und Seele sind aber eins.

Als weitere Literatur empfehle ich Ihnen die Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner oder wenigstens „Abermals krähte der Hahn“ oder mein Buch „Von Verfolgern und Verfolgten / Lehren aus der Weltgeschichte“.

Zu Seite 21  Noch eine Richtigstellung: In Deutschland wurde 1775 im Stift Kempten im Allgäu Anna Schwegelin als letzter Hexe wegen Teufelsbuhlschaft der Prozess gemacht. Das stimmt, aber:

Das Urteil des Fürstabts Honorius von Schreckenstein, dem kraft kaiserlichen Privilegs die geistliche und weltliche Gerichtsbarkeit zustand, wurde aus unbekanntem Grunde nicht vollstreckt. Anna starb 1781 52-jährig im Gefängnis.

Zum Schluss noch eine Frage: Wären Catharina Rudeloff und Martha Kerste zu Recht hingerichtet worden, wenn sie bekannt hätten, dass sie Atheistinnen sind, die keine unvernünftigen Dinge glauben und nur ihrem gesunden Menschenverstand vertrauen?

Schuld kann nicht durch Beichte und schon gar nicht durch den Tod eines Unschuldigen getilgt werden. Schuld ist nicht tilgbar. Sie wird nur gemildert durch eine Entschuldigung, durch das Eingeständnis, etwas falsch gemacht zu haben und durch das ehrliche Bemühen, alles anders und besser zu machen.

Dazu gratuliere ich Ihnen und wünsche Ihnen noch viel Erfolg auf diesem Weg.

Herzliche Grüße

Roland Fakler

DE-GB Ertränkt, gerädert, verbrannt.

For my English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Look at DE = for German and GB= for British in the headline. Search for „DE-GB“

German

Bericht in der Südwestpresse vom Samstag 25.07.2015

Ertränkt, gerädert, verbrannt.

In Rottweil sollen die Hexen rehabilitiert werden; ein Professor aus Konstanz behauptet, dass die Hexenverbrennungen im Mittelalter nichts mit der Kirche zu tun hatten.

Hier meine Antwort als Leserbrief in der Südwest- Presse Ulm 31.07.2015

Die Aufarbeitung des Hexenwahns und die Rehabilitation der unschuldigen Opfer sind überfällig, zumal heute noch in Afrika und Indien jährlich Hunderte wegen Hexerei getötet werden. Ich möchte hier aber vor allem der Ansicht widersprechen, dass die Kirchen nichts mit diesem Wahn zu tun hatten. Die Kirchen hatten zur Zeit des Hexenwahns praktisch die totale Herrschaft im ganzen Abendland und wollen heute nichts mit dieser Finsternis zu tun haben? Der mittelalterliche Hexenwahn hat seine Ursachen in der christlichen Theologie, in der „Sündhaftigkeit der Frau“. Auch der christlich-jüdische Geisterglaube, der in der Bibel, im Alten wie im Neuen Testament, allgegenwärtig ist, dürfte wesentlich zum Hexenwahn beigetagen haben. Dort wimmelt es von Teufeln und bösen Geistern. Schon im Alten Testament steht: 2 Mos 22:18 Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. Damit wird das irrationale Denken und Handeln vorbereitet. Aus unvernünftigem Denken entsteht unvernünftiges Handeln. Der Hexenwahn wurde durch die geistigen Führer der Kirchen: Augustinus, Thomas von Aquin, Luther, Calvin …fest in den Köpfen der Gläubigen verankert. Noch heute werden in der kath. Kirche böse Geister durch extra ausgebildete Exorzisten mit Gebeten und Weihwasser ausgetrieben. Den Körper zu verbrennen, damit wenigstens die Seele gerettet werde, hielt man damals für effektiver.

Gregor IX., 1227-1241, gab als erster Papst den Befehl zur Hexenverfolgung.

1484 veröffentlichte Papst Innozenz VIII. seine „Hexenbulle“ und warnt zum Schluss jedermann unter Androhung schrecklicher Strafen, der von ihm befohlenen Hexenausrottung entgegenzutreten.

Die Dominikaner Heinrich Kramer und Jakob Sprenger schrieben mit dem „Hexenhammer“ 1489 die Gebrauchsanleitung zur Hexenverfolgung. Die Erz / Bischöfe von Salzburg, Würzburg, Trier, Bamberg… ließen hunderte von Frauen, Männern und Kindern als Hexen verbrennen.

Fürstabt Honorius von Schreckenstein hat 1775 im Stift Kempten die letzte Hexe in Deutschland verurteilt.

Rühmlich sollen hier aber auch zwei Kirchenmänner genannt werden, die sich im Kampf gegen den Hexenwahn mutig hervorgetan haben: Friedrich Spee und Anton Praetorius.

Nachträgliche Ergänzungen in Blau


englisch

 Report in the Südwest-Presse Ulm

Drowned, tortured, burnt alive

In Rottweil witches shell be rehabilitated; a Professor in Konstanz alleges that the burning of witches during the Middle Ages has nothing to do with the church.

Here is my answer as a readers letter in the Südwest- Presse Ulm 31.07.2015

 The historical reappraisal and rehabilitation of the innocent victims are overdue particularly as today in Africa and India every year still hundreds of people are killed because of witchery. Here however I in the first place want to oppose the view that the churches had nothing to do with this mania. During the time of the witch-mania the churches had practically the total power over the entire western world and today they don’t want to have anything to do with this darkness?

The witch-mania during the Middle Ages has its roots in the Christian theology, in the “sinfulness of women”. The Christian- Judaic believe in spirits, which is present in the bible, in the Old as well as in the New Testament, has in addition certainly contributed to the witch-mania too. These books are full of devils and evil spirits. Already in the Hebrew Bible it is stated: 2Mos 22:18” Don’t allow a female sorcerer to live.” Hereby the irrational thinking and acting has been prepared. From irrational thinking comes unreasonable acting. The witch – mania had been anchored into the heads of the believers by the spiritual leaders of the churches by: Augustine, Thomas of Aquinas, Luther, Calvin…Even today in the Roman Catholic Church evil spirits are exorcised by extra educated exorcists with prayers and holy water. The intention had been to burn the body in order to save the soul.

As the first pope Gregory IX, 1227-1241, had given order to persecute witches. In 1484 pope Innocence VIII published his witch-bull and threatens at the end of it everybody with terrible punishment if he acts against his order to destroy all witches.

The Dominicans Heinrich Kramer and Jakob Sprenger wrote with the “Hammer against Witches” 1489 the instruction for the witch-hunt. The arch/ bishops of Salzburg, Würzburg, Trier, Bamberg…had hundreds of women, men and children burnt as witches.

In 1775 Prince Abbot Honorius von Schreckenstein in Kempten convicted the last witch in Germany. Praiseworthy two clergymen shell be mentioned, who have distinguished themselves in the fight against the witch-mania: Friedrich Spee and Anton Praetorius.