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Roland Fakler

Heilige Verfolger

Heilige Verfolger

Verfolger wurden oft heiliggesprochen, weil sie im Sinne ihrer Ideologie besonders eifrig waren.

Chronologische Liste mit Quellen und Belegen


2.–3. Jahrhundert

Tertullian (ca. 160–225)

Beitrag: Theologische Intoleranz, Ausschlussdenken
Belege:

Quellen:


Cyprian von Karthago (ca. 200–258)

Beitrag: Kirchliche Zwangsdisziplin, Exkommunikation
Belege:

Quellen:


4. Jahrhundert (Konstantinische Wende)

Eusebius von Cäsarea (ca. 260–340)

Beitrag: Ideologe der christlichen Staatsgewalt
Belege:

Quellen:


Ambrosius von Mailand (339–397)

Beitrag: Durchsetzung kirchlicher Macht durch Zwang
Belege:

Quellen:


Johannes Chrysostomos (347–407)

Beitrag: Extrem antisemitische Hetzpredigten
Belege:

Quellen:


Martin von Tours (316–397)

Beitrag: Duldung der Ketzerverfolgung
Belege:

Quellen:


Marcellus von Apamea († ca. 390)

Beitrag: Zerstörung heidnischer Tempel
Belege:

Quellen:


Augustinus von Hippo (354–430)

Beitrag: Theoretische Legitimation von Zwang
Belege:

Quellen:


Kyrill von Alexandria († 444)

Beitrag: Religiöse Gewalt, Umfeld der Ermordung Hypatias
Belege:

Quellen:


Frühmittelalter

Bonifatius (672–754)

Beitrag: Zwangsmission, Kulturzerstörung
Belege:

Quellen:


Karl der Große (742–814)

Beitrag: Religiös legitimierte Massengewalt
Belege:

Quellen:


Hoch- und Spätmittelalter (Inquisition)

Dominikus (1170–1221)

Beitrag: Geistiger Wegbereiter der Inquisition
Belege:

Quellen:


Petrus Martyr von Verona († 1252)

Beitrag: Aktiver Inquisitor
Belege:

Quellen:


Vinzenz Ferrer (1350–1419)

Beitrag: Zwangsbekehrungen, antisemitische Hetze
Belege:

Quellen:


Johannes Capistrano (1386–1456)

Beitrag: Pogrome, Inquisitionsprediger
Belege:

Quellen:


Petrus von Arbues († 1485)

Beitrag: Symbolfigur der spanischen Inquisition
Belege:

Quellen:


Neuzeit

Robert Bellarmin (1542–1621)

Beitrag: Theologische Rechtfertigung der Ketzerverfolgung
Belege:

Quellen:


Fazit

Diese Liste zeigt, dass Heiligkeit und Verfolgung historisch kein Widerspruch waren, sondern sich oft gegenseitig legitimierten. Gewalt wurde nicht als moralisches Versagen, sondern als Dienst an der Wahrheit verstanden.