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Weltentstehungsmythen
Weltenstehungsmythen

Von Chaos zur Ordnung – Die wichtigsten Schöpfungserzählungen der Menschheit
1. Mesopotamien (ca. 2000–1200 v. Chr.)
Enuma Elisch: Der Gott Marduk besiegt die Urgöttin Tiamat. Aus ihrem Körper entstehen Himmel und Erde. Der Mensch wird geschaffen, um den Göttern zu dienen.
2. Ägypten (ca. 2000 v. Chr. und älter)
Am Anfang existiert das Urwasser (Nun). Daraus erhebt sich der Sonnengott, der weitere Götter erschafft und die Welt ordnet.
3. Indien – Rigveda (ca. 1500–1200 v. Chr.)
Purusha-Hymne: Der kosmische Urmensch wird geopfert. Aus seinen Körperteilen entstehen Welt und Gesellschaft.
4. Hebräische Tradition (ca. 1000–500 v. Chr.)
Genesis: Gott erschafft die Welt in sechs Tagen durch sein Wort. Der Mensch wird als Ebenbild Gottes geschaffen.
5. Griechenland (ca. 700 v. Chr.)
Aus dem Chaos entstehen Gaia und Uranos. Nach mehreren Göttergenerationen übernimmt Zeus die Herrschaft.
6. China (überliefert ab ca. 300 v. Chr.)
Pangu: Aus einem kosmischen Ei entsteht Pangu. Er trennt Himmel und Erde. Sein Körper wird zur Welt.
7. Nordisch-germanische Tradition
Im leeren Raum Ginnungagap entsteht der Urriese Ymir. Die Götter formen aus seinem Körper die Welt.
8. Rom (1. Jh. v. Chr.)
Aus dem Chaos bringt eine göttliche Macht Ordnung in Himmel, Erde und Meer.
9. Maya – Popol Vuh
Die Götter erschaffen mehrfach Menschen. Erst der Mensch aus Mais gelingt dauerhaft.
10. Islam (7. Jh. n. Chr.)
Allah erschafft Himmel und Erde in sechs Zeitabschnitten. Adam wird aus Lehm geformt.
Gemeinsame Motive
- Chaos oder Urwasser am Anfang
- Ordnung durch göttliche Macht
- Schöpfung durch Wort, Kampf oder Opfer
- Besondere Rolle des Menschen