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Roland Fakler

Showing posts from: Februar 2026

Demokratie bewährt

Demokratie schlägt Autokratie

Was spricht dafür, dass wir unsere bewährten westlichen Werte verteidigen sollten?

Der ehemalige Chefmoderator des „heute journal“ Claus Kleber berichtete in Tübingen von seinen Erfahrungen in Amerika, Europa und Asien.

Es gibt nicht die eine ideale Regierungsform, aber es gibt eindeutig bessere und schlechtere. Dass Deutschland unter der Demokratie seine längste Friedensperiode, sowie relativen Wohlstand in Freiheit erlebt hat, ist kein Zufall, sondern ihr Verdienst. Wer sehnt sich ernsthaft zurück in die Stasi-Gefängnisse der DDR, unter die Terrorherrschaft des Faschismus oder in jene Zeiten, in denen die Könige von Gottes Gnaden und die katholische Kirche das Volk in Armut, Abhängigkeit und Unmündigkeit hielten?

Demokratie ist anfällig für Manipulation, Medienmacht und Volksverführung – und sie kann deswegen zu falschen Mehrheitsentscheidungen führen. Doch sie garantiert, was Autokratien grundsätzlich verweigern: Meinungs- und Medienfreiheit sowie den Schutz der Menschenrechte. Diese geraten in China, Russland, Iran und zunehmend auch in den USA unter den Druck willkürlich herrschender Machthaber.

Demokratie bedeutet Rechtsstaatlichkeit, Machtbegrenzung, Kontrolle, sowie Mitsprache und Teilhabe der Bürger. Autokratie hingegen heißt Willkürherrschaft, Machtmissbrauch, Vetternwirtschaft und das Festklammern von Eliten und Familienclans an der Macht…bis zur Schmerzgrenze des Volkes. Siehe: Iran!

Geschichtlichkeit Jesu

War Jesus eine geschichtliche Persönlichkeit?

Für mich ist die Frage nach der historischen Existenz Jesu keine Glaubensfrage mehr, sondern eine historische. Jesus spielt in meinem Leben keine religiöse Rolle; gerade deshalb kann ich mich ihm relativ unvoreingenommen nähern. Die glaubwürdigste Quelle für Persönlichkeitsentwicklung ist für mich die eigene Erfahrung – und aus dieser Perspektive erkenne ich erstaunliche Parallelen zwischen meiner eigenen Entwicklung und der Gestalt des galiläischen Wanderpredigers.

Warum ist das Christentum entstanden? Diese Frage ist nicht einzigartig. Man könnte ebenso fragen, warum der Zoroastrismus, der Buddhismus oder der Islam entstanden sind. Meine Antwort lautet: weil eine charismatische Persönlichkeit auf eine Zeit traf, die reif für eine neue Deutung der Welt war. Große historische Gestalten erkennen ihre Aufgabe in den Möglichkeiten ihrer Zeit und geben ihr einen entscheidenden Impuls. Geschichte entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Zusammenspiel von Persönlichkeit und Zeitgeist.

Eine der stärksten Triebfedern historischer Prozesse ist der Wille zur Macht. Das Christentum wurde maßgeblich von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten geprägt: Jesus, Paulus und Konstantin. Schon diese drei stehen für drei völlig verschiedene „Christentümer“. Jesus enttäuschte die messianischen Erwartungen seiner Zeit. Die Juden erwarteten einen militärischen Befreier, keinen pazifistischen Prediger. Dass Jesus diese Rolle nicht erfüllte, spricht eher für seine Historizität: Eine erfundene Figur hätte man problemlos an die Erwartungen angepasst. Eine reale Persönlichkeit aber folgt ihrer eigenen inneren Logik.

Paulus wiederum brachte eine ganz andere Persönlichkeit ein: dogmatisch, sexualfeindlich, frauenfeindlich, staatshörig und missionarisch aggressiv. Schließlich machte Konstantin aus dem entstandenen religiösen Gemenge ein Herrschaftsinstrument: zur Legitimation der Macht, zur Einigung des Reiches und zur Vertröstung der Massen auf ein Jenseits. Wirrwarr zu konstruieren ist jedoch wesentlich schwieriger, als es einfach entstehen zu lassen. Die innere Widersprüchlichkeit des Christentums spricht eher für ein organisches Wachstum als für eine planvolle Erfindung.

Die Evangelien sind keine neutrale Geschichtsschreibung. Sie verfolgen ein Ziel: Jesus als den im Alten Testament angekündigten Messias darzustellen. Ihre Autoren schreiben aus dem Glauben heraus und passen die Geschichte, wo nötig, an die Weissagungen an. Ortsangaben, Namen, Geburtsgeschichten – vieles trägt literarische Züge. Doch auch hier gilt: Dichtung schließt Historizität nicht aus. Dass Jesus „von Nazareth“ genannt wird, obwohl der Messias aus Bethlehem stammen sollte, ist eher ein Hinweis darauf, dass er tatsächlich aus Nazareth kam und man diese Tatsache nachträglich theologisch überbrücken musste.

Ein entscheidender Motor für den Erfolg des Christentums war die soziale Not der damaligen Zeit. Arme, Kranke, Sklaven und Entrechtete fanden Trost in der Hoffnung auf ein Jenseits, in dem die bestehenden Machtverhältnisse umgekehrt würden. Nicht die Reichen und Mächtigen, sondern die Schwachen sollten dort die Ersten sein. Dieses Versprechen war – und ist – wirkmächtig. Das Christentum ist bis heute ein Trostangebot für all jene, denen das Diesseits wenig Hoffnung lässt.

Die Römerfreundlichkeit der Evangelien bei gleichzeitiger Judenfeindschaft erklärt sich historisch: Sie wurden nach dem Jahr 70 geschrieben, als klar war, dass das Judentum Jesus nicht als Messias akzeptieren würde. Die Abgrenzung nach innen ging einher mit Anpassung nach außen. Dass das Christentum dennoch von den Römern verfolgt wurde, spricht gegen die These einer römischen Erfindung. Der Verzicht auf den Kaiserkult und der pazifistische Grundzug der Lehre bedrohten die Einheit und Wehrhaftigkeit des Reiches. Edward Gibbon sah im Christentum sogar einen wesentlichen Faktor für den Untergang Roms.

Die Werte des Christentums stehen im scharfen Gegensatz zur römischen Elitekultur: Jenseitigkeit gegen Diesseitigkeit, Demut gegen Ruhm, Sklavenmoral gegen Herrenmoral. Warum sollte die römische Oberschicht eine Religion erfinden, die ihre eigenen Grundlagen untergräbt?

Entscheidend für meine Einschätzung ist jedoch etwas anderes: die innere Logik der dargestellten Persönlichkeit. Aus den Evangelien spricht kein übermenschlicher Weiser, sondern eine tragische, widersprüchliche Figur. Ein junger Mann mit Größenanspruch, hungernd nach Anerkennung, unfähig zu gleichberechtigten Beziehungen, intolerant gegenüber Ablehnung, konflikthaft gegenüber Familie und Umwelt. Er löste das typische Tauziehen mit seiner Umwelt aus. Seine Brüder hielten ihn für verrückt. Die Juden schrien: Johannes 19:15: „Weg mit ihm, weg mit ihm! Kreuzige ihn! …Wir haben keinen König außer dem Kaiser.“ Er verflucht Städte, die seine Botschaft nicht hören wollen und Feigenbäume, die keine Früchte tragen, wenn der Messias kommt.

Er forderte absolute Hingabe, sprach von Herrschaft, drohte und verfluchte. Er hatte Ängste, am Ölberg, betete, schwitzte Blut. All das sind keine Züge einer idealisierten Kunstfigur, sondern typische Merkmale eines bestimmten Entwicklungsstadiums starker Persönlichkeiten.

Solche Figuren kennt die Geschichte: Giordano Bruno, Hölderlin, Kleist, Nietzsche, Van Gogh. Zu Lebzeiten verkannt, nach dem Tod verklärt. Starke Menschen lösen ein Tauziehen aus: Entweder sie setzen sich durch und werden zu Tyrannen – oder sie werden gebrochen. Jesus gehört zur zweiten Kategorie. Seine Kreuzigung zwischen zwei Verbrechern, die demonstrative Demütigung, die Freilassung eines Verbrechers – all das passt in dieses Muster.

Die plötzlichen Umschwünge – vom jubelnden Einzug in Jerusalem zur völligen Ablehnung – kenne ich aus eigener Erfahrung. Gerade diese Brüche sprechen für Historizität. Mythen sind glatt, reale Biographien nicht.

Was wissen wir also über den historischen Jesus? Es gibt keine zeitgenössischen Berichte, keine Biographie, keine eigenen Schriften. Die Evangelien sind Glaubenszeugnisse, keine neutralen Quellen. Paulus interessiert sich kaum für das Leben Jesu, setzt seine Existenz aber voraus. Josephus und Tacitus erwähnen seine Hinrichtung beiläufig. Der historische Kern ist schmal, aber stabil: Jesus war ein jüdischer Wanderprediger, verkündete das Reich Gottes, sammelte Anhänger, geriet in Konflikt mit den Autoritäten und wurde gekreuzigt.

Der historische Jesus ist nicht der Christus der Kirchen. Diese Gestalt entstand erst nach seinem Tod. Wir wissen genug, um vermuten zu können, dass Jesus existierte – und zu wenig, um ihn eindeutig zu verstehen. Vielleicht liegt gerade darin seine Wirkungsmacht: Eine reale, unvollkommene, tragische Figur, die nach ihrem Tod zur Projektionsfläche für Macht, Hoffnung, Angst und Erlösung wurde.

Die Geschichte kennt viele Sieger. Jesus war keiner. Er war ein Rebell mit guten Ideen, der unter die Räder der Mächtigen geraten ist.

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Kaum eine Gestalt der Weltgeschichte ist so präsent und zugleich so schwer zu fassen wie Jesus von Nazareth. Er wurde unzählige Male dargestellt, gedeutet, verehrt und instrumentalisiert – und doch bleibt seine historische Kontur unscharf. Die Frage, was wir tatsächlich über den historischen Jesus wissen, führt mitten hinein in das Spannungsfeld von Geschichte, Glaube und späterer Deutung.

Zunächst das Ernüchternde: Es gibt keinen zeitgenössischen Bericht über Jesus. Kein römischer Chronist, kein jüdischer Historiker, kein Verwaltungsdokument erwähnt ihn zu seinen Lebzeiten. Alles, was wir über ihn wissen, stammt aus der Zeit nach seinem Tod, frühestens etwa zwanzig Jahre später. Jesus hinterließ keine Schriften, gründete keine Institution und formulierte kein systematisches Lehrgebäude. Wir kennen ihn nur durch die Stimmen anderer.

Die wichtigsten Quellen sind die Evangelien. Doch sie sind keine Biographien im modernen Sinn. Sie berichten nicht neutral, sondern aus der Perspektive des Glaubens. Ihr Ziel ist nicht Rekonstruktion, sondern Verkündigung. Sie spiegeln einen Glauben wider, der sich erst nach dem Tod Jesu herausgebildet hat. Dennoch sind sie historisch nicht wertlos: In ihnen finden sich ältere Überlieferungen, mündliche Traditionen und Erinnerungsfragmente. Gerade dort, wo sie widersprüchlich sind oder Dinge berichten, die für die junge Kirche unerquicklich waren, werden Historiker aufmerksam – denn was sich schlecht in spätere Theologien einfügt, ist weniger wahrscheinlich erfunden.

Unsere früheste schriftliche Quelle ist Paulus. Er schreibt um das Jahr 50 n. Chr. und kommt dem historischen Jesus zeitlich am nächsten. Auffällig ist jedoch, wie wenig er über dessen Leben sagt. Keine Gleichnisse, keine Wunder, keine Kindheitsgeschichten. Für Paulus ist Jesus vor allem der Gekreuzigte und – im Glauben – der Auferstandene. Doch auch dieses Schweigen ist aufschlussreich: Paulus setzt voraus, dass Jesus gelebt hat, Jünger hatte und hingerichtet wurde. Er kennt Jesu Bruder Jakobus. Er erfindet keine Gestalt – er deutet eine.

Auch außerhalb des Christentums taucht Jesus auf, wenn auch nur beiläufig. Der jüdische Historiker Flavius Josephus erwähnt ihn, der römische Historiker Tacitus berichtet nüchtern, fast verächtlich, dass ein „Christus“ unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde. Gerade die Kürze und Sachlichkeit dieser Hinweise macht sie wertvoll. Sie zeigen: Jesus war kein späterer Mythos, sondern eine historische Person, deren gewaltsames Ende registriert wurde.

Was bleibt, wenn man Glaubensdeutung, Legende und spätere Theologie abzieht? Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich sagen: Jesus war ein jüdischer Wanderprediger aus Galiläa. Er verkündete das nahe Reich Gottes, sammelte Anhänger, geriet in Konflikt mit religiösen und politischen Autoritäten und wurde gekreuzigt – eine römische Hinrichtungsart für Aufrührer. Gerade die Kreuzigung gilt als besonders gesichert, weil sie alles andere als ein heroischer Tod ist. Eine schmachvolle Hinrichtung eignet sich schlecht zur nachträglichen Verherrlichung.

Alles Weitere bleibt unsicher. Wunder, messianisches Selbstverständnis, Auferstehung – all das gehört in den Bereich des Glaubens, nicht der Geschichtswissenschaft.

Der historische Jesus ist daher nicht identisch mit dem Christus der Kirchen. Er ist kein Gottessohn, kein Welterlöser, kein Teil einer Trinität. Diese Vorstellungen entstehen erst nach seinem Tod, vor allem in der Deutung seiner Anhänger. Das Christentum beginnt nicht mit Jesus, sondern nach Jesus. Zwischen dem galiläischen Prediger und der späteren Weltreligion liegt ein tiefer Bruch.

Am Ende bleibt eine paradoxe Erkenntnis: Wir wissen genug über Jesus, um wahrscheinlich sagen  zu können, dass er existierte – und zu wenig, um ihn eindeutig zu verstehen. Seine historische Gestalt ist fragmentarisch, sein Nachleben überwältigend. Vielleicht liegt gerade darin seine Wirkungsmacht: Ein Mensch, über den wir so wenig wissen, dass jede Generation ihn neu erfinden konnte – als Erlöser, Revolutionär, Moralprediger oder Symbol des Leidens.

Die Geschichte kennt viele Sieger. Jesus war keiner. Und doch hat kaum jemand die Geschichte so nachhaltig geprägt.


Jesu Größenwahn

Jesu Größenwahn

Psychologische, theologische und historische Betrachtungen

Größenwahn bei jungen Männern ist kein ungewöhnliches Phänomen. Viele machen diese Phase durch, auch ich selbst. Problematisch wird es jedoch dann, wenn solche Selbstüberhöhungen nicht relativiert, sondern religiös überhöht und sakralisiert werden. Im Fall Jesu von Nazareth scheint genau dies geschehen zu sein – mit historisch verheerenden Folgen.

Nimmt man den Größenwahn eines Einzelnen so ernst, wie er selbst es fordert, entstehen Ideologien, die Intoleranz, Ausschließlichkeit und Gewalt legitimieren. Die Geschichte des Christentums liefert dafür zahlreiche Belege: endlose Streitigkeiten über die Person Jesu, Religionskriege, Ketzerverfolgungen und ein jahrhundertelanger christlicher Antijudaismus, der letztlich im Holocaust mündete.

Was hat der „Retter“ bewirkt?

Was also hat der angebliche „Retter der Welt“ tatsächlich gebracht?
Frieden, Versöhnung, menschliche Reife?
Oder vielmehr Spaltung, Absolutheitsansprüche und ein rigides Freund-Feind-Denken?

Bereits die neutestamentlichen Texte zeigen, dass Jesus sich selbst in einer einzigartigen, übermenschlichen Rolle sah.

Jesu Selbstansprüche laut Evangelien

In den Evangelien beansprucht Jesus wiederholt göttliche oder gottgleiche Autorität:

Er lässt sich als Sohn Gottes bezeichnen (Mt 26,63), bejaht den Titel König der Juden (Mk 15,2) und erklärt sich selbst zum einzigen Heilsweg:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6).

Er verkündet Heil für die Gläubigen und Verdammnis für die Ungläubigen (Mk 16,16), beansprucht Autorität über Leben und Tod (Joh 11,25) und erklärt sich für präexistent:
„Ehe Abraham ward, bin ich“ (Joh 8,58).

Nach seiner Auferstehung betont Jesus seine universale Macht:
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt 28,18).

Zugleich fordert er die gleiche Ehre wie Gott selbst und tritt als Weltenrichter auf (Joh 5,22–23).

Abhängigkeit, Ausschluss und Gewaltlogik

Jesus betont immer wieder die totale Abhängigkeit seiner Anhänger von seiner Person:
„Ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5).
Wer nicht in ihm bleibt, wird „ins Feuer geworfen“ (Joh 15,6).

Damit entsteht ein klares Freund-Feind-Schema: Glaube bedeutet Rettung, Nichtglaube bedeutet Ausschluss, Vernichtung oder Verdammnis.

Besonders drastisch ist die Aussage:
„Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir“ (Lk 19,27).

Hier zeigt sich ein autoritärer Herrschaftsanspruch, der mit moderner Ethik unvereinbar ist.

Vom persönlichen Anspruch zur kirchlichen Macht

Die frühe Kirche radikalisiert diese Aussagen weiter:
„In keinem andern ist das Heil“ (Apg 4,12).

Aus persönlicher Selbstüberhöhung wird institutionalisierte Heilsmonopolpolitik. Kritik wird Ketzerei, Zweifel Schuld, Nichtglaube ein moralisches Verbrechen.

Fazit

Jesus erscheint in den Evangelien nicht als bescheidener Weisheitslehrer, sondern als Figur mit extremen Selbstüberhöhungen: Sohn Gottes, Weltenrichter, einziger Heilsweg, Herr über Leben und Tod.

Nimmt man diese Aussagen ernst – und genau dazu zwingt das Christentum –, dann trägt nicht nur die Kirche Verantwortung für Intoleranz und Gewalt. Bereits die Ursprungstexte selbst legen diese Entwicklung nahe.

Der religiös legitimierte Größenwahn eines Einzelnen wurde zur Grundlage einer Weltreligion – mit Folgen, die Millionen Menschen das Leben gekostet haben.

Ergänzende Zitate

Jesus hält sich für den Mat:26:63 Sohn Gottes und den Mark:15:2 König der Juden Er behauptet: Joh. 14:6 „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Mk. 16:16 „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“. Mat. 23:8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Joh. 8:51. „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort halten wird, der wird den Tod nicht sehen ewiglich“; und Joh. 8:58 „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.“ Math 26:61 „Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen.“ Joh. 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Jesus betont die Abhängigkeit der Jünger von ihm für ihre geistliche Fruchtbarkeit. Joh 11:25 Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; Luk. 19:27 „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“ Er vernichtet seine Gegner und Kritiker Joh. 15:6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. Wer nicht sein Anhänger sein will wird ins Feuer geworfen. Apostelgeschichte: 4:12 12 Und ist in keinem andern-Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden. (als Jesus) Absolutheitsanspruch der Kirche. Matthäus 16:15-17 – „Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! – Jesus bestätigt hier die Erkenntnis von Petrus und bekräftigt seine Identität als der Sohn Gottes. Johannes 5:22-23 – „Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ – Jesus betont seine Rolle als Richter und fordert die gleiche Ehre, die dem Vater zusteht. Johannes 10:17-18- „Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich’s wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.“  Jesus spricht über seine Autorität über Leben und Tod. Matthäus 28:18- „Und Jesus trat zu ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“- Nach seiner Auferstehung betont Jesus seine umfassende Macht und Autorität. Lukas 4:18-21“Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt zu verkündigen das Evangelium den Armen; Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren.“- Jesus erklärt, dass die prophetische Schriftstelle aus Jesaja in ihm erfüllt ist. Johannes 14:9 – Jesus erklärt, dass das Sehen ihn gleichbedeutend mit dem Sehen des Vaters ist. z. B. Matthäus 28,18) > „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“

→ Spätestens hier wird deutlich: Jesus sieht sich als universaler Herrscher.

Jesus beanspruchte Herrschaft.

Er verstand sich als König eines anderen Reiches, als göttlicher Gesandter, aber zugleich als derjenige, dem am Ende alle Macht zusteht.