Header Image

Roland Fakler

Showing posts by: rofa

Ortskunde Reusten

Meine ortskundliche Führung durch Reusten am Samstag den 20. August 2022

Tagblatt Tübingen

Gäubote Herrenberg

 

Monarchie war Ausbeutung

Maßlos bereichern

Der verstorbene Carl Herzog von Württemberg hielt die Monarchie „immer noch für die beste Staatsform“.

11.06.2022 Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt

Verständlich, dass ein Monarch die Monarchie gut findet, verständlich auch, dass Untertanen sie weniger lustig finden. Für einen denkenden Menschen stellt sich die Frage: „Warum sollte eine Familie das erbliche Recht haben, das Staatsoberhaupt mit allen Vorrechten zu stellen.“ Vorrechte sind immer Unrecht! Die tausendjährige Geschichte der „Könige von Gottesgnaden“, hat gezeigt, dass diese ihre privilegierte Stellung in erster Linie dazu nutzten, sich und die ihren maßlos zu bereichern. Das gelang umso besser, je unabhängiger sie waren von ihren Untertanen, die sie deswegen auch am liebsten in rechtloser, unmündiger und ungebildeter Stellung hielten. Die Jahrhunderte der Monarchie in Deutschland waren gekennzeichnet von endlosen (Eroberungs-) Kriegen, von (Familien-)Fehden um den Thron, von Erbstreitigkeiten, Vetterles- und Mätressenwirtschaft, von Verschwendungssucht der Herrschenden und Hungersnöten des Volkes, von willkürlichen Verhaftungen und Verfolgungen, von Ausbeutung und Entrechtung der ursprünglich freien germanischen Bauernschaft… bis die Aufklärung diesem Unrechtsstaat mit der Demokratie ein Ende setzte und jedem Bürger Mitsprache und unveräußerliche Rechte zubilligte.

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Masslos-bereichern-549301.html

Gottesvorstellungen

Gottesvorstellungen

Mutmaßungen über nichtexistierende Geister

Navid Kermani las aus seinem Buch „Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen“ – und ließ sich von Karl-Josef Kuschel befragen („Gott am Grunde der Quantenphysik“, 19. Mai). Hier werden grundsätzliche Fragen zu Religion und Glauben gestellt.

20.05.2022 Leserbrief im Tagblatt Tübingen

Bei Diskussionen über Gott ist es hilfreich vorab zu klären, was die Teilnehmer unter „Gott“ verstehen, denn es gibt scheinbar so viele verschiedene Vorstellungen von Gott, wie es Gläubige gibt. Das liegt daran, dass sich jeder seinen Gott so zurechtfantasieren kann, wie es ihm hilfreich und nützlich erscheint. Dabei sagt dieses Gottesbild mehr über den Gläubigen, als über Gott.

Braucht jemand Trost, denkt er sich einen gütigen Gott, will er seine Herrschaft rechtfertigen, behauptet er einfach, dass er ein „Herrscher von Gottes Gnaden“ ist, will er Kriege gegen ein anderes Land führen, findet er sicher einen Geistlichen, der genau das als den Willen Gottes interpretiert. Das ist möglich, weil Gott sich in Rätsel hüllt und sich zu allem wortlos ge- und missbrauchen lässt. Die „Heiligen Schriften“ sind ebenfalls ein Gemischtwarenladen mit guten und giftigen Früchten, in dem sich jeder gemäß seinen Wünschen bedienen kann.

Ob es also hilfreich und nützlich ist, auf ein Wesen zu vertrauen, das einem Romancier zwar viel Spielraum zum Bücherschreiben bietet, aber eben kaum klare Anhaltspunkte für vernünftige Entscheidungen in der wirklichen Welt, mag jedem selber überlassen sein.

Seckel auf den Sockel

Leserbrief im Tagblatt Tübingen 16.03.2022 https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Seckel-auf-den-Sockel-538574.html

Im neuen Baugebiet „Obere Kreuzäcker“ im Tübinger Ortsteil Bühl sollen Straßen nach den Merowingern und Karolingern benannt werden (9. März).

Merowinger und Karolinger

In Bühl sollen die Merowinger und Karolinger mit Straßennamen geehrt werden. Dazu gebe ich zu bedenken, dass die Merowinger zum skrupellosesten Herrschergeschlecht Europas gehörten. Es hat sich durch fortwährende Vertragsbrüche, Meuchelmorde und Angriffskriege ausgezeichnet. Das trifft in besonderem Maße auf das wichtigste Mitglied dieser Familie, auf Chlodwig I. zu, der seine ganze Familie heimtückisch aus dem Weg geräumt und mit seinen Angriffskriegen für jahrzehntelanges Elend in Europa gesorgt hat. Nicht viel besser waren die Karolinger, die die Merowinger durch einen Staatsstreich abgelöst haben. Dabei war schon die Legitimität der Merowinger nur auf Mythen und Märchen gegründet. Am Übergang der beiden Dynastien steht das abscheuliche Abschlachten des alemannischen Adels beim Blutgericht von Cannstatt. Weiter ging es mit den lebenslangen Raub- und Eroberungskriegen Karls I. d.Gr. gegen Sachsen, Friesen, Bayern, Langobarden, Basken…mit der Vernichtung ihrer Kultstätten, den „Blutgesetzen“, der Hinrichtung von 4500 Sachsen beim Blutgericht von Verden 782.

Wenn nicht dauernd Seckel auf den Sockel gestellt worden wären, wäre die Weltgeschichte auch ganz anders verlaufen!

Putins Krieg

Gegenteil

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt 01.03.2022

Putin wird diesen Krieg verlieren! Er hat sich verrechnet, weil er an seine eigenen Propagandamärchen glaubt. Die Menschen wollen Frieden und Freiheit, nicht Großmachtstreben. Selbst wenn er noch so viele Städte zerstört, wird er nicht den Freiheitswillen der heldenhaft kämpfenden Ukrainer brechen.

Kriege sind keine Naturkatastrophen, sie werden von Menschen gemacht und können von Menschen verhindert werden. Dieser Krieg wurde von einem Mann ausgelöst, der damit auch die Schuld für das ganze Elend trägt.

Das zentrale Problem der Weltgeschichte sind größenwahnsinnige Diktatoren, die ungehemmt und unbeschränkt agieren können. Die wichtigste Aufgabe mündiger Bürgerinnen, vor allem der dafür gewählten Abgeordneten, einer Verfassung, der Presse und der Schriftsteller wäre, Macht zu beschränken, zu kontrollieren und zu kritisieren. Das hat bei Hitler, Erdogan, Putin, Xi Jinping… nicht funktioniert. Wann lernt die Welt aus ihrer schrecklichen Geschichte?
Putin wird genau das Gegenteil von dem erreichen, was er wollte. Nach diesem aggressiven Überfall werden die Ukrainer sich weiter vom „bösen Onkel“ im Osten abwenden und sich nach Westen in die EU und zur Nato orientieren.

Ergänzung:

Dieser Angriffskrieg lässt sich durch nichts rechtfertigen. Es ist Putins Krieg und er trägt auch die Schuld an dem ganzen Elend, das er ausgelöst hat. Natürlich wäre es gut gewesen, Russland in einer Friedensordnung einzubinden. Warum ist das nicht gelungen? Weil Russland sich nach Gorbatschow unter Putin wieder zu einer Diktatur entwickelt hat. Es ging ihm darum, seinen und den Reichtum der Oligarchen zu sichern und das „russische Imperium“ unter seiner Herrschaft wiederherzustellen. Nach 70 Jahren Sowjetdiktatur hatten die Ostblockstaaten aber genug von Diktatur und wollten sich deswegen nach Westen orientieren. Da Putin immer bedrohlicher wurde (Georgien), die Opposition unterdrückt, eingesperrt und ermordet hat, weltweit Katastrophen geschürt hat (Tschetschenien, Syrien) suchten sie vor diesem, wohl zu jedem Verbrechen fähigen Mann, Schutz in der Nato.

Corona mein Standpunkt

Mein Standpunkt zur Coronakrise

von Roland Fakler 18.2.2022.

Corona ist eine Herausforderung für uns alle.
Um in dieser Krisensituation richtig handeln zu können, brauchen wir ein realistisches Weltbild.
Dieses Weltbild liefert uns die Wissenschaft.
Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse muss die Politik abwägen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie notwendig, hilfreich und auch verfassungskonform sind.
Deutschland ist keine Diktatur, aber Deutschland muss handlungsfähig sein, um Probleme lösen und Unheil vom Volk abwenden zu können.

Andererseits müssen die Menschen wahrheitsgemäß und unzensiert über alle Erkenntnisse, Maßnahmen und mögliche Heilmethoden informiert werden. Auch Impfnebenwirkungen sollen erforscht und unzensiert veröffentlicht werden.
Nur so kann das Vertrauen der BürgerInnen in den Staat gewonnen und die erforderlichen Maßnahmen verständlich erklärt werden.
Tatsache ist, dass Kontaktbeschränkungen, Mundschutz und Abstandsregeln die Ansteckungsgefahr verringern konnten. Tatsache ist, dass die Impfung schwere Verläufe und Todesfälle wesentlich reduziert hat. Tatsache ist auch, dass die Reichen durch diese Krise reicher und die Armen ärmer geworden sind.

Humanisten treten nicht nur für wissenschaftliches Denken ein, sondern ebenso für ein Höchstmaß an Selbstbestimmung. Der Einzelne muss eine von der Regierung abweichende Meinung in Wort, Schrift, Bild und friedlichen Spaziergängen zum Ausdruck bringen dürfen, ohne in eine unanständige Ecke gedrängt zu werden.
Eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wenn Staatsbürger misstrauisch werden gegen die Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte. Macht muss immer beschränkt, kontrolliert und zum Wohle des Gemeinwesens eingesetzt werden.

Letztlich kann ein Staat aber nur handlungsfähig bleiben, wenn die rechtmäßig gewählte Regierung ihre, hoffentlich wohlüberlegten Beschlüsse, umsetzen kann.

Um die Konfrontation von Staat und andersdenkenden Bürgern nach Möglichkeit zu vermeiden, müssen die Regierenden, Augenmaß bei der Durchsetzung staatlicher Maßnahmen wahren. Ebenso sollten alle mündigen BürgerInnen, sich vernünftigen Anordnungen nicht verweigern.
Schließlich sollen sie dazu führen, dass wir bald wieder normal leben können.

Wenn wir nach der Krise die richtigen Schlüsse ziehen würden, hätte sie auch etwas Gutes bewirkt: Grundsätzlich müsste das ganze kapitalistische, verschwenderische und umweltzerstörerische Wirtschaftssystem in Frage gestellt werden, die Massentierhaltung, die Nahrungsmittelverschwendung, die Wegwerfgesellschaft, der Konsumrausch…
Wir sollten einen Zustand der Nachhaltigkeit anstreben, nicht mehr Zerstörung der Umwelt.
Wir müssen in jeder Beziehung unabhängig werden von Diktaturen, sowohl was die Energie als auch was medizinische Produkte angeht,…von Russland, China, Saudi-Arabien…
Kürzere Lieferstrecken tun dem Weltklima gut und fördern die heimische Wirtschaft. Der Flugverkehr sollte auf das Nötigste beschränkt werden.
Das Pflegepersonal sollte aufgewertet werden.
Die Schulen und Firmen sollten weiter digitalisiert werden.
Die globale Bevölkerungsexplosion muss gestoppt werden.
Wir haben noch ein größeres Problem, das nicht weggeimpft werden kann: die Umwelt- und Klimakatastrophe, die nicht nur nationales, sondern internationales Handeln erfordert.

 

Corona- Krise

Mein Standpunkt zur Coronakrise

von Roland Fakler 18.2.2022.

Corona ist eine Herausforderung für uns alle.
Um in dieser Krisensituation richtig handeln zu können, brauchen wir ein realistisches Weltbild.
Dieses Weltbild liefert uns die Wissenschaft.
Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse muss die Politik abwägen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie notwendig, hilfreich und auch verfassungskonform sind.
Deutschland ist keine Diktatur, aber Deutschland muss handlungsfähig sein, um Probleme lösen und Unheil vom Volk abwenden zu können.

Andererseits müssen die Menschen wahrheitsgemäß und unzensiert über alle Erkenntnisse, Maßnahmen und mögliche Heilmethoden informiert werden. Auch Impfnebenwirkungen sollen erforscht und unzensiert veröffentlicht werden.
Nur so kann das Vertrauen der BürgerInnen in den Staat gewonnen und die erforderlichen Maßnahmen verständlich erklärt werden.
Tatsache ist, dass Kontaktbeschränkungen, Mundschutz und Abstandsregeln die Ansteckungsgefahr verringern konnten. Tatsache ist, dass die Impfung schwere Verläufe und Todesfälle wesentlich reduziert hat. Tatsache ist auch, dass die Reichen durch diese Krise reicher und die Armen ärmer geworden sind.

Humanisten treten nicht nur für wissenschaftliches Denken ein, sondern ebenso für ein Höchstmaß an Selbstbestimmung. Der Einzelne muss eine von der Regierung abweichende Meinung in Wort, Schrift, Bild und friedlichen Spaziergängen zum Ausdruck bringen dürfen, ohne in eine unanständige Ecke gedrängt zu werden.
Eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wenn Staatsbürger misstrauisch werden gegen die Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte. Macht muss immer beschränkt, kontrolliert und zum Wohle des Gemeinwesens eingesetzt werden.

Letztlich kann ein Staat aber nur handlungsfähig bleiben, wenn die rechtmäßig gewählte Regierung ihre, hoffentlich wohlüberlegten Beschlüsse, umsetzen kann.

Um die Konfrontation von Staat und andersdenkenden Bürgern nach Möglichkeit zu vermeiden, müssen die Regierenden, Augenmaß bei der Durchsetzung staatlicher Maßnahmen wahren. Ebenso sollten alle mündigen BürgerInnen, sich vernünftigen Anordnungen nicht verweigern.
Schließlich sollen sie dazu führen, dass wir bald wieder normal leben können.

Wenn wir nach der Krise die richtigen Schlüsse ziehen würden, hätte sie auch etwas Gutes bewirkt: Grundsätzlich müsste das ganze kapitalistische, verschwenderische und umweltzerstörerische Wirtschaftssystem in Frage gestellt werden, die Massentierhaltung, die Nahrungsmittelverschwendung, die Wegwerfgesellschaft, der Konsumrausch…
Wir sollten einen Zustand der Nachhaltigkeit anstreben, nicht mehr Zerstörung der Umwelt.
Wir müssen in jeder Beziehung unabhängig werden von Diktaturen, sowohl was die Energie als auch was medizinische Produkte angeht,…von Russland, China, Saudi-Arabien…
Kürzere Lieferstrecken tun dem Weltklima gut und fördern die heimische Wirtschaft. Der Flugverkehr sollte auf das Nötigste beschränkt werden.
Das Pflegepersonal sollte aufgewertet werden.
Die Schulen und Firmen sollten weiter digitalisiert werden.
Die globale Bevölkerungsexplosion muss gestoppt werden.
Wir haben noch ein größeres Problem, das nicht weggeimpft werden kann: die Umwelt- und Klimakatastrophe, die nicht nur nationales, sondern internationales Handeln erfordert.

Wirkungslose Mittel

Kommentar zum „Wort zum Sonntag“ von Hochschulpfarrerin Christina Jeremias-Hofius und zum Interview mit Bischof Gebhart Fürst (beides 21. März 2020).
Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt  am 24.03.2020

Wir leben in dramatischen Zeiten, in denen verstärkt die Frage auftaucht: Wer bestimmt unser Schicksal? Die Natur ist nicht nett zu den Menschen. Die Natur ist weder gut, noch gerecht. Sie handelt nach ihren eigenen Gesetzen und kümmert sich nicht um uns. Das Schicksal der Menschen ist ihr egal.

Woher soll nun Hilfe und Trost kommen? Unser lieber Bischof empfiehlt das Gespräch mit Gott. Das mag für manche tröstlich sein, aber sollte man bei einem Gespräch mit Gott nicht auch eine hilfreiche Antwort erwarten dürfen? Gerade die Heilmittel der Religionen: Gottesdienste, Pilgerfahrten, Weihwasser, gemeinsame Gebete, Abendmahl … haben sich zur Abwehr des Coronavirus als gefährlich erwiesen. Noch vor hundert Jahren hätte sich jeder Gläubige gegen den Verzicht auf solche Mittel, die damals allein Hoffnung versprachen, gesträubt. Inzwischen ist die Welt säkularer geworden. Auch Gläubige vertrauen heute eher auf ärztliche Kunst und auf Klinikpersonal als auf Gebete. Zwar wollen es die ,Stark-Gläubigen‘ immer noch nicht glauben, dass ihre Mittel so wirkungslos sind. Dafür müssen sie dann auch die irdischen Folgen tragen: Ansteckung, Krankheit, Tod.

Helfen müssen wir uns, von allen Göttern verlassen, selbst. Das Weltbild, das die Religionen vermitteln, ist falsch, das heißt unrealistisch, deswegen sind Gläubige in Gefahr falsch, oft eben verhängnisvoll zu handeln. Ausgangspunkt für richtiges, das heißt vernünftiges Handeln, ist ein realistisches, auf Naturwissenschaft gründendes Weltbild.


Zweifel an der Wirkung religiöser Heilmittel

Vielerorts befolgen religiöse Gruppierungen die irdischen Anweisungen zur Verhinderung des Coronavirus. Sie vertrauen also eher auf irdische Maßnahmen als auf die Hilfe ihres Gottes und ihrer Religion. Sie tun das aber meist, weil diese Maßnahmen staatlich vorgeschrieben werden…und weil das säkulare Denken das religiöse besiegt hat. Das gilt zumindest bei den meisten hiesigen Christen.

Mekka und Medina, in denen sich einige der heiligsten Stätten des Islams befinden, sind wie ausgestorben. Viele Muslime glauben, dass dort Allah anwesend ist. Um zu verhindern, dass das Virus sich im Land ausbreitet, hat die saudische Regierung Pilgerreisen verboten. Iran hat die Freitagsgebete gestrichen. Säkulares Denken hat also das religiöse Denken verdrängt.

Die Pandemie hat dazu geführt, dass der Vatikanstaat und die Kaaba menschenleer sind, sie hat dazu geführt, dass Kirchen, Moscheen und Tempel verwaist sind. Sie hat allen vor Augen geführt, wie nichtig und wirkungslos die angeblichen himmlischen Mächte bei realen Gefahren sind, für die diese religiösen Symbole, Orte und Institutionen stehen. Auf Pilgerreisen, Kommunion, Gottesdienste, Weihwasser, Küssen der Statuen und Reliquien wird verzichtet. Solche Handlungen sind nicht hilfreich, wie Fromme Menschen glauben, sondern gefährlich für der Ausbreitung der Seuche.

Verzweifelte Versuche zu retten, was zu retten ist:

Slowakische Bischöfe fliegen Reliquie übers Land

Während die Zahl der Coronatoten täglich steigt, sorgt man sich im Vatikan vor allem um das Seelenheil der Infizierten. Damit sie nicht in Sünde sterben, hat die katholische Kirche nun eine erleichterte Sündenvergebungspraxis in Kraft treten lassen. Bereits durch eine halbstündige Bibellektüre kann die Seele angeblich reingewaschen werden, falls kein Priester für die Beichte zur Verfügung steht. Hier

Corona: Papst bietet die stärksten geistlichen Mittel der Kirche auf

Eine in der Kirchengeschichte einzigartige Handlung: In der Corona-Krise will der Papst Kranken und Sterbenden beistehen. Deshalb hat er sich für eine besondere Zeremonie auf dem Petersplatz entschieden –  auch wenn die nicht jeder sofort versteht.

Corona und (k)ein Ende

Misstrauen wichtig

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt am 15. August 2020

Im Nachhinein ist doch zu erkennen, dass Deutschland in dieser Krise, verglichen mit anderen Ländern, wie USA, Brasilien, Schweden…fast richtig gehandelt hat, 
auch wenn das mit vielen Härten verbunden war und manches sicher hätte besser gemacht werden können, z.B. beim Umgang mit Älteren.
Eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wenn Staatsbürger misstrauisch werden gegen die Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte. 
Macht muss immer kontrolliert, beschränkt und zum Wohle des Gemeinwesens eingesetzt werden. Für mich waren die angeordneten Maßnahmen überzeugend und einsichtig. 
Das haben viele wegen verwirrender und falscher Medienberichte anders gesehen.
Das Wichtigste wäre, aus der Krise die richtigen Schlüsse zu ziehen. Medikamente und ein Impfstoff können nur Symptome bekämpfen. 
1. Grundsätzlich müsste das ganze kapitalistische, verschwenderische und umweltzerstörerische Wirtschaftssystem in Frage gestellt werden, z.B. keine Massentierhaltung.
2. Wir müssen in jeder Beziehung unabhängig werden von erpresserischen Terrorstaaten, sowohl was die Energie als auch was medizinische Produkte angeht. 
Kürzere Lieferzeiten tun dem Weltklima gut und fördern die heimische Wirtschaft. Der Flugverkehr sollte auf das Nötigste beschränkt werden. 
Das Pflegepersonal sollte aufgewertet werden. Die Schulen und Firmen sollten weiter digitalisiert werden. 
3. Die Bevölkerungsexplosion muss gestoppt werden. 

Missachtung aller Schutzmaßnahmen durch Religiöse
Angesichts der Coronakrise zeigte es sich, wie irrational Gläubige immer noch handeln, weil sie ein falsches, durch ihre Religion geprägtes Weltbild, haben.

Das fing damit an, dass in Südkorea vor allem die christliche Sekte Shincheonji Church of Jesus durch eine religiöse Versammlung mit hunderten Teilnehmern, der Infektion Vorschub geleistet hat.  Südkorea

Ähnlich dürften Gläubige der Grace Assembly of God und der Life Church and Missions ihre Verpflichtungen sehen. Mitglieder dieser evangelikalen Kirchen in Singapur steckten sich bei religiösen Veranstaltungen an und stellen somit auch etwa ein Drittel der Infizierten.

Pastor Christian Stockmann rief in einem Video seiner „Mandelzweig“-Gemeinde in Deutschland offen zum Rechtsbruch geltender Gesetze auf. HPD Seit 20. März 2020 sind Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus in Kraft, die bei Zuwiderhandlung geahndet werden können. Diese Maßnahmen seien „Wahnsinn“ und dienten nur als Test zur Manipulation der Massen in der Endzeit.

Brasilien: Eine Gruppe evangelikaler Missionare will isolierte indigene Völker im westlichen Amazonasgebiet Brasiliens mit dem Hubschrauber besuchen und zum christlichen Glauben bekehren. Sie könnten ihnen das Coronavirus und damit Krankheit und Tod bringen.

Der Churer Weihbischof behauptet: Gott schützt bei Kommunion vor Coronavirus

Ultraortodoxe Juden: In den streng religiösen Gemeinden Israels breitet sich das Coronavirus deutlich schneller aus als im Rest des Landes. Die Behörden dringen mit den Warnungen vor den Auswirkungen kaum durch. Ein Aufseher in einer der wichtigsten Synagogen im Tel Aviver Vorort Bnei Brak musste das Gotteshaus zusperren. „Weil sich die Leute nicht an die Obergrenze von 10 Personen pro Gottesdienst halten und die Polizei heute schon drei Mal hier war, bin ich leider gezwungen, die Synagoge abzuschließen“, sagt er. „Ich mache das mit großem Bedauern“. Die Synagoge schließt an keinem der 365 Tage im Jahr.“

Am Samstag den 28. März kamen trotz Coronawarnung 400 orthodoxe Juden bei einer Beerdigung zusammen.

In New Orleans starb ein Prediger am Coranavirus. Pastor Landon Spradlin war selbst an Covid-19 erkrankt und verstorben. Der 66-Jährige hatte sich offenbar auf einer Missionierungsreise in New Orleans mit dem Erreger angesteckt. Er starb an einer doppelseitigen Lungenentzündung, die als Komplikation der Erkrankung aufgetreten war. In Pakistan hat im März, entgegen aller Empfehlungen, eine Glaubensveranstaltung mit über 100.000 Teilnehmern stattgefunden. Fast die Hälfte von ihnen wurde nun bereits als Seuchenschutzmaßnahme isoliert.

Orthodoxe Klöster sind verstärkt vom Coronavirus betroffen. Besonders hohe Infektionszahlen verzeichnen die altehrwürdigen Lawra-Gemeinschaften, deren Vorsteher die Seuchengefahr lange ignoriert haben. KLoster

In Berlin- Neuköln  musste am 3.4. 2020 eine muslimische Gebetsversammlung mit 300 Gläubigen aufgelöst werden. Der Gebetsruf wurde verboten.

Fazit:

Falsches Denken, das auf einer falschen, d.h. unrealistischen Weltsicht beruht, führt fast zwangsläufig zu falschem, d.h. verhängnisvollem Handeln.


Was sollte sich nach der Corona -Krise ändern?

 – Wichtige medizinische Produkte, wie Medikamente und Schutzmasken, sollten in Deutschland hergestellt werden, damit wir diesbezüglich unabhängig werden von totalitären Staaten, wie China und Russland, auch vom trumpschen Amerika, das nur noch an den eigenen Vorteil denkt.

  • Der Flugverkehr sollte auf das Nötigste beschränkt werden.

– Kürzere Lieferzeiten tun nicht nur dem Weltklima gut, sondern fördern die heimische Wirtschaft. Regional ist erste Wahl.

– Das Pflegepersonal sollte aufgewertet und besser bezahlt werden.

– Deutschland, d.h. die Schulen und Firmen sollten besser digitalisiert werden. So dass Aufgaben vom heimischen Arbeitsplatz erledigt werden können. Auch das spart Benzin und ist gut für das Klima. Weniger Fernflüge, mehr daheim fühlen.

– Die ärmsten müssen die Krise ausbaden. Wäre das nicht die Zeit, um an ein Grundeinkommen zu denken?

Religion spaltet

War nicht immer so

Die Jesidin Badiah Jazzaa, die mit 18 Jahren vom IS verschleppt wurde, hat ein Buch über ihr Schicksal geschrieben. Wir berichteten am 5. Januar, wie sie heute in Tübingen lebt.

13.01.2022

Mit Badiah Jazzaa können wir uns darüber freuen, dass sie nun in einem Land leben kann, in dem religiöse Verfolgung weitgehend der Vergangenheit angehört. Das war nicht immer so. Alle Freiheiten, die wir in diesem Land genießen können, mussten den Herrschenden, Kaisern, Diktatoren, vor allem aber den Kirchen, in einem heftigen Kampf abgerungen werden. Heute möchten die Kirchen sich gerne als Vorkämpfer dieser Menschenrechte darstellen, was ziemlich absurd ist.

Weltweit ist es leider immer noch so, dass Religionen Gräben zwischen den Menschen schaffen, wo es gar keine gäbe, wenn Schüler nicht in früher Kindheit mit verschiedenen Märchen indoktriniert würden. Märchen, die zu Misstrauen und Abgrenzung und im schlimmsten Fall zu Verfolgung und Vernichtung der Andersdenkenden führen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass es auch bei uns zu vielfältigem religiösem Mobbing gegen islamische Mädchen kommt, die kein Kopftuch tragen und ein selbstbestimmtes Leben führen wollen.

Die Freiheit wird uns nicht geschenkt, sondern muss erkämpft und immer wieder verteidigt werden, gegen jene, die aus ihrem absoluten Wahrheitsanspruch einen absoluten Herrschaftsanspruch ableiten. Säkularität und Demokratie sind die Lösung!

Bronzezeit in Reusten

Bronzezeit auf dem Reustener Kirchberg um1700 vor unserer Zeitrechnung

    

Seit Monaten sind die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege in Tübingen auf der Höhe über Reusten damit beschäftigt, nach Spuren der Vergangenheit zu graben. Anlass war nicht zuletzt ein Sensationsfund im Herbst 2020, als sie bei der Bergung eines Frauenskeletts auch ein Schmuckstück aus einer Goldlegierung fanden. Dies gilt als die älteste „Goldschmuckbeigabe“ in Südwestdeutschland, datiert um 1600 bis 1900 v.u.Z.

Weitere Skelette und Scherben von der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit kamen an verschiedenen Stellen zutage. Das umgebende Gelände soll in den nächsten zwei Jahren erforscht werden. Dort oben musste es augenscheinlich eine größere Siedlung gegeben haben.

Das war für mich Anlass, ein Aquarellbild zusammenzustellen, um eine bessere Vorstellung zu vermitteln, was sich vor 3700 Jahren in der europäischen Bronzezeit abgespielt haben könnte. Es ist kein wissenschaftliches Bild, sondern ein Kunstwerk, das sich aber an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert, sie allerdings zeitlich und räumlich auf dem Bild zusammenzieht.

Wir sehen links oben die bekannte Siedlung auf dem Kirchberg. Sie war mit Pfählen und Kalksteinen befestigt. In strategisch günstiger Lage, konnte sie gut verteidigt werden und diente den anliegenden Bewohnern vielleicht als „Fluchtburg“.

Darunter eine Jagdszene im Kochharttal. Obwohl die Menschen bereits sesshaft geworden waren und einige Tiere gezähmt hatten, jagten sie natürlich immer noch mit Fallgruben, Feuer, Speeren, Pfeil und Bogen das vorherrschende Rotwild, Hasen, Wölfe, Wildschweine…

Links unten sehen wir eine Beerdigungsszene. In der Frühbronzezeit wurden die Menschen in Hockerstellung auf der Seite liegend begraben. Oft erhielten sie Beigaben. Waffen, hier ein Schwert, wurden durch Verbiegen unbrauchbar gemacht. Der Sonnenkult spielte eine große Rolle (Stonehenge). Goldene Hüte, die man andernorts fand, könnten „Priester“ ausgezeichnet haben. Magische Orte, wie der Wurmlinger Kapellenberg, waren vielleicht schon in früher Zeit Standort für kultische Bauten?

Rechts daneben wird Schafwolle zu Wollfäden versponnen. Gewobene Kleidung löste Tierfelle ab. Kinder gewöhnte man an Schaf-, Ziegen und Kuhmilch, die damit zu wichtigen Nahrungsmitteln wurden.

Der Hund, ehemals Wolf, gilt als das älteste vom Menschen gezähmte Tier. Schon vor 30 000 Jahren wurde er sein Freund. Zu Haus- und Nutztieren wurden auch Schafe, Ziegen, Schweine, Ochsen, Pferde…

In der Bronzezeit lernten die Menschen aus 90% Kupfer und 10% Zinn besonders harte Werkzeuge, wie Beile und Waffen, herzustellen. Siehe dazu den Brennofen mit Schmiede in der Mitte des Bildes.

Ein besonders gut erhaltener Fund von einem Mädchen mit raffiniertem Minirock aus Schnüren fand man in Dänemark, Egtved. Es stellte sich allerdings heraus, dass sie aus dem Schwarzwald stammte, früh verstorben war und wohl eine beschwerliche Reise hinter sich hatte.

In der Bronzezeit hatten die Menschen gelernt, wichtige Getreidesorten, wie Emmer, Einkorn und Gerste anzubauen und daraus durch Dreschen (rechts hinten) Mahlen und Backen, Brot zu machen. Dabei entdeckten sie, durch Zusatz von Kräutern auch den Gerstensaft = das Bier. Frauen und Männer hatten wohl noch keine ausgeprägte Arbeitsteilung entwickelt.

Leider liegt es in der Natur des Menschen, dass er immer eine Gefahr für andere darstellte, weil er durch Raub und Krieg schneller zu Macht, Reichtum, Nahrung und Frauen kam als durch friedliche Arbeit, deswegen mussten weise Anführer darauf bedacht sein, ihre Siedlungen durch Wachtürme, Befestigungen und bewaffnete Truppen zu schützen. Das gilt bis heute.

Nachhaltig Wirtschaften

Nachhaltig

Das „Bürgerprojekt Zukunft Tübingen“ will über die Grenzen des Wachstums nachdenken (Bericht vom 5. Oktober).

Leserbrief am 08.10.2021Von Roland Fakler

Ein Problem der Demokratie ist, dass die Politiker nur bis zur nächsten Wahl denken müssen. Menschen, die hier über Generationen beheimatet sind und sich auch in Zukunft eine lebenswerte Umwelt bewahren wollen, sollten aber weiter denken. Es muss so gebaut und gewirtschaftet werden, dass weder unsere Umwelt noch andere Nationen langfristig geschädigt werden, das heißt nachhaltig. Dies ist nur möglich, wenn die Bevölkerungsdichte nicht ständig zunimmt. Mehr Menschen bedeutet: mehr Umweltbelastung, Straßen, Autos, Wohnungen, Industrie, Energieverbrauch, Abfall …

Mehr Kontrolle von unten, mehr Volksentscheide, wären da wohl hilfreich. Die Menschen in der Region wissen sehr gut, was ihnen nützt und was ihnen schadet. Deswegen sollte die Devise gelten: Wehrt euch gegen die Zerstörung eurer Umwelt durch profitgeile, multinationale Konzerne! Bewahrt euch eine lebenswerte Umwelt durch nachhaltiges Wirtschaften!

Zuwanderung und Umweltzerstörung hängen zusammen. 400000 Zuwanderer pro Jahr nützen nur einigen Industriekapitänen, die billige Arbeitskräfte wollen. Den Geburtenüberschuss Afrikas, das alle 14 Tage um eine Million Einwohner wächst, kann und sollte Tübingen nicht auffangen.

_________________________________________

Anmerkung: Noch immer verbietet der Vatikan „künstliche Empfängnisverhütung“, z.B. Kondome.

Das Verhängnisvolle ist, dass es dieser Kirche, wie dem Islam, mit dem sie jetzt so gerne zusammenarbeitet, nicht darum geht, irdische Probleme zu lösen, sondern möglichst viele hoffnungslose Seelen auf ein jenseitiges Paradies zu vertrösten.