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Roland Fakler

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Kriegsschuld der kath. Kirche

Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt am 15.05.2020

Wir können nur aus der Geschichte lernen, wenn wir uns zur Wahrheit bekennen. Nun hat die kath. Kirche ein erstaunliches Schuldbekenntnis veröffentlicht, nachdem sie sich 75 Jahre lang erfolgreich aus der Verantwortung gelogen hat. Die Quellen sind heute jedem zugänglich. Siehe: Peter Bürger „Erfüllt eure Pflicht…“ Hirtenbriefe

Wie im 1. Weltkrieg wurden die Soldaten auch im 2. WK von den Kirchen zum Schlachten geführt. Keiner der deutschen Bischöfe verurteilte den Krieg, bis zum Schluss. Sie stützten die NS-Propaganda. Sie haben in ihren Hirtenbriefen die Mär vom Verteidigungskrieg des friedliebenden deutschen Volkes übernommen. Sie haben den Kampf des „rechtgläubigen Christenvolkes“ gegen den „gottlosen Bolschewismus“, als gottgewollt, gemäß der Heiligen Schrift, gepredigt. Sie versprachen dem Soldaten, der gehorsam in den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland ging, die ewige Seligkeit. Mit voller Überzeugung, für eine gute Sache zu kämpfen, für „Gott und Christus“, zur Errettung des Vaterlandes, zog auch mein Vater, Jahrgang 1922, in diesen „Heiligen Krieg“. Auch Hitlers Kriegsziel, seit 1925 „Lebensraum für die arisch-germanische Rasse“ wurde von den Bischöfen theologisch und religiös gerechtfertigt. Die Deutschen, das christlichste Volk Europas, seien das neue, auserwählte Volk. Ihm stehe gegenüber den kulturell minderwertigen und vor allem gottlosen Bolschewisten ein von Gott gegebener Anspruch auf einen größeren Lebensraum zu. Deshalb sei dies ein gerechter Krieg.

Zitate aus der oben verlinkten PDF

Die persönlichen Notizen des Bischofs von Speyer Ludwig Sebastian über den Verlauf der Konferenz geben Aufschluss über den Inhalt der Beratungen. In unvollständigen Sätzen hat er vermerkt: „Bei Ausbruch des Krieges ist ein Hirtenwort an die Gläubigen zu richten. Gebete einlegen; die katholischen Soldaten *** verpflichtet, in Treue und Gehorsam gegen Führer und Obrigkeit opferwillig unter Hingabe ihrer ganzen Persönlichkeit zu erfüllen gemäß den Mahnungen der Heiligen Schrift. An das Volk richten wir die Bitte, unsere innigen Bitten zum Himmel zu senden, daß Gott den ausgebrochenen Krieg zu einem für Vaterland und Volk siegreichen Ende führen möge.“

… gemäß einer langen Tradition folgten sie den Weisungen der staatlichen Obrigkeit und übernahmen nicht nur deren Kriegspropaganda, sondern überhöhten sie z.T. auch pseudoreligiös. Nach dem Überfall auf Polen übernahm der Bischof von Münster von Galen die offizielle Version vom Angriff der feindlichen Mächte auf das friedliebende Deutschland; unsere Soldaten erkämpften „einen Frieden der Freiheit und Gerechtigkeit für unser Volk“.

Vier Tage nach dem Angriff auf die Sowjetunion wussten und lehrten die deutschen Bischöfe, dass die Soldaten mit ihrer Pflichterfüllung „nicht nur dem Vaterland dient(en)“, sondern sie wagten sogar zu behaupten, dass sie damit „auch dem heiligen Willen Gottes folgt(en)“. Der Bischof von Münster nannte den Krieg jetzt einen „neuen Kreuzzug“, in dem „der Soldatentod des gläubigen Christen in Wert und Würde ganz nahe dem Martertod um des Glaubens willen (steht,) der dem Blutzeugen Christi sogleich den Eintritt in die ewige Seligkeit öffnet.“ Für den Paderborner Erzbischof Jäger diente der Krieg der „Bewahrung des Christentums in unserem Vaterland, für die Errettung der Kirche aus der Bedrohung durch den antichristlichen Bolschewismus“. Der Bischof von Eichstätt nannte den Krieg „einen Kreuzzug, einen heiligen Krieg für Heimat und Volk, für Glauben und Kirche, für Christus und sein hoch heiliges Kreuz“.

Wie im Ersten Weltkrieg erhielten die Soldaten von ihren Bischöfen eine religiöse Deutung ihres Kriegsdienstes: es sei „Nachfolge Christi …, das eigene Leben einzusetzen zur Rettung unseres Volkes“. Als junger Mann hörte ich die Aufforderungen unserer Bischöfe: „Mit der ganzen Autorität unseres heiligen Amtes rufen wir auch heute euch wieder zu: Erfüllet in dieser Kriegszeit eure vaterländischen Pflichten aufs treueste! Lasset euch von niemandem übertreffen an Opferwilligkeit und Einsatzbereitschaft! … Wo immer der Daseinskampf unseres Volkes euren Einsatz fordert, da steht“.

Wie konnte ich mich als kirchentreuer zum Gehorsam verpflichteter Katholik angesichts der damaligen Auffassung von der amtskirchlichen Autorität diesen Aufforderungen entziehen? Seit Kindertagen ist mir eingeprägt worden, dass ich den Lehren und Weisungen meiner Kirche „folgsam“ nachzukommen habe. Zahllose Menschen erfuhren während des Krieges Stärkung und Trost durch ihre Bischöfe, die ihnen zusicherten, dass sie mit ihrer Opfer- und Todesbereitschaft ganz dem Willen Gottes folgten. Und die Machthaber konnten mit solch kräftiger Unterstützung ihrer Gehorsamsforderungen zufrieden sein.

ERZBISCHÖFE UND BISCHÖFE, 8. JUNI 1933

„Es fällt uns Katholiken auch keineswegs schwer, die neue starke Betonung der Autorität im deutschen Staatswesen zu würdigen und uns mit jener Bereitschaft zu unterwerfen, die sich nicht nur als eine natürliche Tugend, sondern wiederum als eine übernatürliche kennzeichnet, weil wir in jeder menschlichen Obrigkeit einen Abglanz der göttlichen Herrschaft und eine Teilnahme an der ewigen Autorität Gottes erblicken (Röm. 13. 1ff). […] Wir wollen dem Staat um keinen Preis die Kräfte der Kirche entziehen, und wir dürfen es nicht, weil nur die Volkskraft und die Gotteskraft, die aus dem kirchlichen Leben unversiegbar strömt, uns erretten und erheben kann.“

AUSZUG AUS DEM HIRTENWORT DES DEUTSCHEN EPISKOPATS,

24.12.1936

„Geliebte Diözesanen! Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheure Gefahr von unserm deutschen Volk und dem gesamten Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es für ihre Pflicht, das Oberhaupt des Deutschen Reiches in diesem Abwehrkampf mit allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügung stehen.“

Der Heilige Vater ging davon aus, die tiefste Wurzel des Giftbaumes sei die Gottlosigkeit und Gottfeindlichkeit der Bolschewiken, der Führer des Deutschen Reiches entwickelte die verhängnisvollen Auswirkungen des Bolschewismus auf das geistige, politische und volkswirtschaftliche Leben der Völker, im besonderen auf die Lage des Arbeiterstandes.

MAINZER BISCHOFSWORT GEMÄß VEREINBARUNG ZU EINEM GEMEINSAMEN KRIEGSWORT DER DEUTSCHEN BISCHÖFE (17.9.1939)

„In dieser entscheidungsvollen Stunde ermuntern und ermahnen wir unsere katholischen Soldaten, in Gehorsam gegen den Führer, opferwillig, unter Hingabe ihrer ganzen Persönlichkeit ihre Pflicht zu tun. Das gläubige Volk rufen wir auf zu heißem Gebet, daß Gottes Vorsehung den ausgebrochenen Krieg zu einem für Vaterland und Volk segensreichen Erfolg und Frieden führen möge.“

 

 

Interreligiöse Beschallung – Muezzin

Leserbrief zum Muezzinruf in Rottenburg

Tagblatt Tübingen: Am Freitag begann für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Erstmals darf der Rottenburger Moscheeverein den Gebetsruf zum abendlichen Fastenbrechen mit einem Lautsprecher übertragen (24. April, Rottenburger Seite).

In Rottenburg soll während des Ramadans der Muezzinruf über Lautsprecher erschallen. Das ist in verschiedenen Städten Deutschlands schon der Fall. Er ruft: „Gott ist groß … Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Gott. Ich bezeuge, dass Muhammed Gottes Gesandter ist. Eilt zum Gebet … Es gibt keine Gottheit außer Gott.“ Das darf jeder glauben, der will. Ich glaube das nicht und ich will es auch nicht glauben müssen. Müssen es sich säkulare Humanisten gefallen lassen, täglich mit solcher Propaganda belästigt zu werden? Ich halte das für schlimme Körper- und Geistverletzung. Was wäre, wenn eine andere Religion auf die Idee käme, mir jeden Tag über Lautsprecher mitzuteilen, dass die Erde eine Scheibe ist und von den Heinzelmännchen regiert wird? Selbst wenn jemand die Wahrheit verkünden würde: „Es gibt keinen Gott und alles andere ist Illusion“, sollte niemand auf solche Weise beschallt werden dürfen.
Nun sagen die Muslime: Das Glockenläuten wird ja auch geduldet. Dazu sage ich: Zweimal falsch ist noch lange nicht richtig! Auch das Glockenläuten sollte eingeschränkt werden. Die Religionen haben nicht das Recht, Andersdenkende gegen ihren Willen zu beschallen. Das ist ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre und in das Recht auf Freiheit von Religion. Die Lösung des Problems sehe ich in der Muezzin- beziehungsweise Glocken-App. Heute hat praktisch jeder ein Handy und kann sich den Muezzin sooft anhören wie er will – und die anderen bleiben davon verschont! Das heißt Rücksicht!
Ergänzung:

Während ich im nächtlichen Glockenschlagen und leider zu häufigen Glockengeläut „nur“ eine überflüssige Lärmquelle sehe, die mit Rücksicht auf das Schlaf- und Ruhebedürfnis vieler Menschen reduziert werden könnte, wenn es nicht doch eine Machtdemonstration sein soll, sehe ich im Muezzinruf eine ernsthaftere Gefahr für den Frieden.

Dieser Ruf, dass es angeblich nur einen Gott und einen wahren Propheten gäbe, offenbart die ganze Intoleranz dieser Religion. In ihm kommt der klare Anspruch auf alleinige Rechtgläubigkeit zum Ausdruck. Der Alleingültigkeitsanspruch einer Weltanschauung (Katholizismus, Faschismus, Kommunismus…) ist und war der Ausgangspunkt für Intoleranz, Diktatur und Verfolgung. Er hat eine breite Blutspur in der Geschichte hinterlassen. Er beginnt in den gewaschenen Gehirnen von Blind-Gläubigen. Deswegen ist es wichtig, diesen Anspruch zu kritisieren, ihm Grenzen zu setzen, zu widersprechen. Wie gotteslästerlich muss dieser Anspruch z. B. für die Hindus (ohne Lobby) klingen, wenn damit ihre ganze Götterwelt für null und nichtig erklärt wird? Ihre Götter werden sich mit Karies, Husten und Autounfällen an dieser Stadt rächen! Wie höhnisch muss er für säkulare Humanisten, Religionskritiker, Atheisten, Christen, Homosexuelle klingen, die aus islamischen Ländern geflohen sind und hier Schutz suchen, die für die Kritik an diesem Anspruch Gefängnis und Peitschenhiebe erhielten (Badawi)? Dort wo der Islam die Macht hat, gibt es keine Weltanschauungsfreiheit mehr. In 57 islamischen Staaten haben die Menschenrechte im westlichen Sinne keine Gültigkeit. Wehret den Anfängen!

Darf der Muezzin Philosophen beim Denken stören?

In verschiedenen Städten Deutschlands ruft schon der Muezzin die Muslime, zum Teil mit Lautsprecheranlage, einmal oder fünfmal am Tag zum Gebet. Er ruft Folgendes auf arabisch.  In der deutschen Übersetzung: „Gott ist groß, Gott ist groß [größer als alles und mit nichts vergleichbar]. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Gott. Ich bezeuge, dass Muhammed Gottes Gesandter ist. Eilt zum Gebet, Eilt zum Gebet. Eilt zur Seligkeit, Eilt zur Seligkeit/zum Erfolg. Gott ist groß, Gott ist groß. Es gibt keine Gottheit außer Gott.“

Was wäre, wenn auch Humanisten, eine anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts, ihre Botschaft stündlich aus einem Turm mit Lautsprecher verbreiten wollten?

Interkulturelle Beschallung

Interkulturelle Beschallung


 

 

Mit Humor

Welches Thema würde sich besser zum Übung von Karikaturen eignen als die Jagd auf Toilettenpapier in der Coroanakrise

Mit Humor werden wir die Krise besser bewältigen!

 

Corona- Krise

Wirkungslose Mittel

Kommentar zum „Wort zum Sonntag“ von Hochschulpfarrerin Christina Jeremias-Hofius und zum Interview mit Bischof Gebhart Fürst (beides 21. März).
Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt  am 24.03.2020

Wir leben in dramatischen Zeiten, in denen verstärkt die Frage auftaucht: Wer bestimmt unser Schicksal? Die Natur ist nicht nett zu den Menschen. Die Natur ist weder gut, noch gerecht. Sie handelt nach ihren eigenen Gesetzen und kümmert sich nicht um uns. Das Schicksal der Menschen ist ihr egal.

Woher soll nun Hilfe und Trost kommen? Unser lieber Bischof empfiehlt das Gespräch mit Gott. Das mag für manche tröstlich sein, aber sollte man bei einem Gespräch mit Gott nicht auch eine hilfreiche Antwort erwarten dürfen? Gerade die Heilmittel der Religionen: Gottesdienste, Pilgerfahrten, Weihwasser, gemeinsame Gebete, Abendmahl … haben sich zur Abwehr des Coronavirus als gefährlich erwiesen. Noch vor hundert Jahren hätte sich jeder Gläubige gegen den Verzicht auf solche Mittel, die damals allein Hoffnung versprachen, gesträubt. Inzwischen ist die Welt säkularer geworden. Auch Gläubige vertrauen heute eher auf ärztliche Kunst und auf Klinikpersonal als auf Gebete. Zwar wollen es die ,Stark-Gläubigen‘ immer noch nicht glauben, dass ihre Mittel so wirkungslos sind. Dafür müssen sie dann auch die irdischen Folgen tragen: Ansteckung, Krankheit, Tod.

Helfen müssen wir uns, von allen Göttern verlassen, selbst. Das Weltbild, das die Religionen vermitteln, ist falsch, das heißt unrealistisch, deswegen sind Gläubige in Gefahr falsch, oft eben verhängnisvoll zu handeln. Ausgangspunkt für richtiges, das heißt vernünftiges Handeln, ist ein realistisches, auf Naturwissenschaft gründendes Weltbild.


Zweifel an der Wirkung religiöser Heilmittel

Vielerorts befolgen religiöse Gruppierungen die irdischen Anweisungen zur Verhinderung des Coronavirus. Sie vertrauen also eher auf irdische Maßnahmen als auf die Hilfe ihres Gottes und ihrer Religion. Sie tun das aber meist, weil diese Maßnahmen staatlich vorgeschrieben werden…und weil das säkulare Denken das religiöse besiegt hat. Das gilt zumindest bei den meisten hiesigen Christen.

Mekka und Medina, in denen sich einige der heiligsten Stätten des Islams befinden, sind wie ausgestorben. Viele Muslime glauben, dass dort Allah anwesend ist. Um zu verhindern, dass das Virus sich im Land ausbreitet, hat die saudische Regierung Pilgerreisen verboten. Iran hat die Freitagsgebete gestrichen. Säkulares Denken hat also das religiöse Denken verdrängt.

Die Pandemie hat dazu geführt, dass der Vatikanstaat und die Kaaba menschenleer sind, sie hat dazu geführt, dass Kirchen, Moscheen und Tempel verwaist sind. Sie hat allen vor Augen geführt, wie nichtig und wirkungslos die angeblichen himmlischen Mächte bei realen Gefahren sind, für die diese religiösen Symbole, Orte und Institutionen stehen. Auf Pilgerreisen, Kommunion, Gottesdienste, Weihwasser, Küssen der Statuen und Reliquien wird verzichtet. Solche Handlungen sind nicht hilfreich, wie Fromme Menschen glauben, sondern gefährlich für der Ausbreitung der Seuche.

Verzweifelte Versuche zu retten, was zu retten ist:

Slowakische Bischöfe fliegen Reliquie übers Land

Während die Zahl der Coronatoten täglich steigt, sorgt man sich im Vatikan vor allem um das Seelenheil der Infizierten. Damit sie nicht in Sünde sterben, hat die katholische Kirche nun eine erleichterte Sündenvergebungspraxis in Kraft treten lassen. Bereits durch eine halbstündige Bibellektüre kann die Seele angeblich reingewaschen werden, falls kein Priester für die Beichte zur Verfügung steht. Hier

Corona: Papst bietet die stärksten geistlichen Mittel der Kirche auf

Eine in der Kirchengeschichte einzigartige Handlung: In der Corona-Krise will der Papst Kranken und Sterbenden beistehen. Deshalb hat er sich für eine besondere Zeremonie auf dem Petersplatz entschieden –  auch wenn die nicht jeder sofort versteht.

Missachtung aller Schutzmaßnahmen durch Religiöse

Angesichts der Coronakrise zeigte es sich, wie irrational Gläubige immer noch handeln, weil sie ein falsches, durch ihre Religion geprägtes Weltbild, haben.

Das fing damit an, dass in Südkorea vor allem die christliche Sekte Shincheonji Church of Jesus durch eine religiöse Versammlung mit hunderten Teilnehmern, der Infektion Vorschub geleistet hat.  Südkorea

Ähnlich dürften Gläubige der Grace Assembly of God und der Life Church and Missions ihre Verpflichtungen sehen. Mitglieder dieser evangelikalen Kirchen in Singapur steckten sich bei religiösen Veranstaltungen an und stellen somit auch etwa ein Drittel der Infizierten.

Pastor Christian Stockmann rief in einem Video seiner „Mandelzweig“-Gemeinde in Deutschland offen zum Rechtsbruch geltender Gesetze auf. HPD Seit 20. März 2020 sind Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus in Kraft, die bei Zuwiderhandlung geahndet werden können. Diese Maßnahmen seien „Wahnsinn“ und dienten nur als Test zur Manipulation der Massen in der Endzeit.

Brasilien: Eine Gruppe evangelikaler Missionare will isolierte indigene Völker im westlichen Amazonasgebiet Brasiliens mit dem Hubschrauber besuchen und zum christlichen Glauben bekehren. Sie könnten ihnen das Coroanvirus und damit Krankheit und Tod bringen.

Der Churer Weihbischof behauptet: Gott schützt bei Kommunion vor Coronavirus

Ultraortodoxe Juden: In den streng religiösen Gemeinden Israels breitet sich das Coronavirus deutlich schneller aus als im Rest des Landes. Die Behörden dringen mit den Warnungen vor den Auswirkungen kaum durch. Ein Aufseher in einer der wichtigsten Synagogen im Tel Aviver Vorort Bnei Brak musste das Gotteshaus zusperren. „Weil sich die Leute nicht an die Obergrenze von 10 Personen pro Gottesdienst halten und die Polizei heute schon drei Mal hier war, bin ich leider gezwungen, die Synagoge abzuschließen“, sagt er. „Ich mache das mit großem Bedauern“. Die Synagoge schließt an keinem der 365 Tage im Jahr.“

Am Samstag den 28. März kamen trotz Coronawarnung 400 orthodoxe Juden bei einer Beerdigung zusammen.

In New Orleans starb ein Prediger am Coranavirus. Pastor Landon Spradlin war selbst an Covid-19 erkrankt und verstorben. Der 66-Jährige hatte sich offenbar auf einer Missionierungsreise in New Orleans mit dem Erreger angesteckt. Er starb an einer doppelseitigen Lungenentzündung, die als Komplikation der Erkrankung aufgetreten war. In Pakistan hat im März, entgegen aller Empfehlungen, eine Glaubensveranstaltung mit über 100.000 Teilnehmern stattgefunden. Fast die Hälfte von ihnen wurde nun bereits als Seuchenschutzmaßnahme isoliert.

Orthodoxe Klöster sind verstärkt vom Coronavirus betroffen. Besonders hohe Infektionszahlen verzeichnen die altehrwürdigen Lawra-Gemeinschaften, deren Vorsteher die Seuchengefahr lange ignoriert haben. KLoster

In Berlin- Neuköln  musste am 3.4. 2020 eine muslimische Gebetsversammlung mit 300 Gläubigen aufgelöst werden. Der Gebetsruf wurde verboten.

Fazit:

Falsches Denken, das auf einer falschen, d.h. unrealistischen Weltsicht beruht, führt fast zwangsläufig zu falschem, d.h. verhängnisvollem Handeln.


Was sollte sich nach der Corona -Krise ändern?

 – Wichtige medizinische Produkte, wie Medikamente und Schutzmasken, sollten in Deutschland hergestellt werden, damit wir diesbezüglich unabhängig werden von totalitären Staaten, wie China und Russland, auch vom trumpschen Amerika, das nur noch an den eigenen Vorteil denkt.

  • Der Flugverkehr sollte auf das Nötigste beschränkt werden.

– Kürzere Lieferzeiten tun nicht nur dem Weltklima gut, sondern fördern die heimische Wirtschaft. Regional ist erste Wahl.

– Das Pflegepersonal sollte aufgewertet und besser bezahlt werden.

– Deutschland, d.h. die Schulen und Firmen sollten besser digitalisiert werden. So dass Aufgaben vom heimischen Arbeitsplatz erledigt werden können. Auch das spart Benzin und ist gut für das Klima. Weniger Fernflüge, mehr daheim fühlen.

– Die ärmsten müssen die Krise ausbaden. Wäre das nicht die Zeit, um an ein Grundeinkommen zu denken?

Fortschritte durch Kritik

Fortschritte durch Kritik

von Roland Fakler 2020

Wir brauchen ein realistisches Weltbild, weil die religiöse, mythische Welterklärung uns ins Verhängnis führt. Aus falschem, d.h. unvernünftigem Denken, entsteht auch falsches, verhängnisvolles Handeln. Siehe dazu mein Buch: Falsches Denken – Falsches Handeln. Die Geschichte wird von den Menschen gemacht!

Welche Befreiungs- und Humanisierungsprozesse konnten in den letzten Jahrhunderten, durch die Aufklärung, meist gegen den heftigen Widerstand der Herrschenden, erreicht werden?

Legitimation der Herrschaft: Nach Paulus kommt alle Obrigkeit von Gott Röm. 13:1-2 =  Legitimation der Könige von Gottes Gnaden, bis 1918. Seit 1965 bekennt sich die katholische Kirche in Deutschland zur  Demokratie, die evangelische Kirche seit 1986. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus! Das ist die einzig vernünftige Legitimation eines demokratischen Rechtsstaats.

Rassismus: Er ist unter anderem auch biblisch begründet. Noah und Söhne 1Mos 9:25. Seit 1949 offiziell aufgehoben. Gleiche Rechte für alle.

Folter: Sie wurde von Augustinus und einigen Päpsten, z. B. Gregor I., Innozenz IV. zur Inquisition befürwortet. 1809 wurde sie in Württemberg abgeschafft.

Hexenverfolgung: biblisch und päpstlich begründet. 1775 letzter Hexenprozess in Deutschland: Fürstbischof von Kempten. Die „Hexe“ Anna Schwegelin starb aber im Gefängnis und wurde aus irgendwelchen Gründen nicht verbrannt.

Sklaverei: auch biblisch begründet, von den Kirchenvätern gut geheißen; von Aufklärern, wie Thomas Paine, und  Baptisten und Mennoniten abgelehnt. Schon die Stoiker – alle Menschen sind Brüder – oder Priscillian hatten die Sklaverei abgelehnt. Priscillian wurde 385 in Trier hingerichtet.

1841 wurde die Sklaverei in Württemberg abgeschafft.

Bauernbefreiung: 1525 Bauernkrieg fehlgeschlagen 100000 Tote; Leibeigenschaft bis 1794; Zehntabgabe und Frondienste bis 1848.

Judenemanzipation: 18. und 19. Jh. Juden sollen am Jesu Tod schuldig sein; in ihrer Religion hat er keine Bedeutung.

Vereinsgründung: Seit 1848 erlaubt; Demokraten lehnten das Königtum zu Recht ab und waren „verdächtig“!

Soziale Frage: Erste Christen fanden Zulauf durch Gemeinschaft und Fürsorge für die Schwachen. Ab ~ 400 raffgierige katholische Kirche bis 21. Jh. Gemäß Luther und kath. Kirche sind die hierarchische Ordnung und die Armut gottgewollt. Marx und die Sozialisten wollten eine gerechtere Gesellschaftsordnung auf Erden.

Ordentliche Gerichte werden nach 1848 gegen die Willkürherrschaft von Kirche und Adel eingeführt. 1215 in der Magna Charta wurden dem König Johann Ohneland von England erste Rechte abgetrotzt.

Kirchenkonvente:  1642-1891: Sittengerichte mit Bespitzelung und Bevormundung der Bevölkerung bei „Kirchsäumigkeit“, „Zusammenschlupfen“ unverheirateter Paare, ledigen Müttern, Kehrwoche… Frauen in Hosen.

Menschenrechte: Die kath. Kirche setzte 1864, unter Pius IX., die Menschenrechte auf den Index der gottlosen Schriften = 1557-1965 Index librorum prohibitorum.  Bis heute wurde die Menschenrechtskonvention vom Vatikan nicht unterzeichnet.

Syllabus Errorum = Liste der Irrungen 1864. Die katholische Kirche hielt sich bis zum II. Vatikanischen Konzil 1965 für die einzig wahre Kirche. Austritt war nicht erlaubt. Demokratie, Leugnung Gottes, freie Religionswahl werden verdammt.

Friedhofswesen: seit 1871 in staatlicher Hand. Schauspieler, Gaukler und „Selbstmörder“ wurden davor außerhalb des Kirchhofs begraben. Kirchennähe = Altar- u. Reliquiennähe = hohe Heilserwartung.

Feuerbestattung  in Deutschland ist seit 1878 möglich; seit 1954 für Evangelische, seit 1963 für Katholische erlaubt. Der Leib soll für die Auferstehung erhalten bleiben. Unter Karl dem Großen wurde Einäscherung der Angehörigen „nach Art der Heiden“ mit dem Tode bestraft.

Standesämter staatlich seit 1792 in linksrheinischen Gebieten; seit 1876 im gesamten 2. Deutschen Reich 1871-1918. Bismarck – Wilhelm II.

Zivilehe: im 2. Reich ist für den Staat seit 1875 nur die standesamtliche Ehe gültig.

Scheidung: 1873 für Nicht- Katholiken möglich; für Katholiken gibt es nur die Eheungültigkeitserklärung. Kirchliche Wiederverheiratung ist „auf katholisch“ nicht möglich. 1998 neues Scheidungsrecht: Zerrüttungs- statt Schuldprinzip.

Kirchenaustritt bei Evangelischen seit 1873 erlaubt, weil Glaubensfreiheit und Religionsfreiheit staatlich garantiert wurde. Das 1. Gebot der Bibel verbietet den Glauben an andere Götter. Im Islam droht bei Austritt (Apostasie), die Todesstrafe. Gemäß Grundgesetz darf jeder soviele Götter und Gartenzwerge anbeten wie er möchte…oder keinen.

Schulaufsicht seit 1872  durch den Staat im Bismarckreich. Seit 1649 Schulpflicht in Württemberg.

Gemeinsame Erziehung: Seit 1919 dürfen Buben und Mädchen gemeinsam unterrichtet werden.

Adel: seit Weimarer Republik, 1919, ist der Adel abgeschafft.

Gleichberechtigung von Mann und Frau: seit 1848 Männer- seit 1919 Frauenwahlrecht. Laut Paulus, Bibel und Kirche sind Frauen den Männern untergeordnet 1Kor.11; 1Mos. 3:16; die Frau ist ein Nebenprodukt aus Rippe des Mannes. An der Erbsünde ist eine Frau (Eva) schuldig, ein Glück, dass uns ein Mann (Jesus) wieder erlöst hat.

Sexualmoral: Seit 1919 gilt Homosexualität nicht mehr als Krankheit oder Verbrechen 3Mos 20:13, wie in der Bibel NT. Im Alten Testament wird sie mit dem Tode bestraft, bei Paulus werden Homosexuelle zusammen mit Verbrechern genannt. 1Kor. 6:9-10

Schwangerschaftsabbruch ist seit 1919 legal möglich, für die kath. Kirche ist sie bis heute Sünde und Mord.

Sexualität wird vom Christentum verteufelt, vor allem von Paulus. Röm. 8:7

Verunglimpfung unehelicher Kinder: bis 2011. Sie wurden im Erbrecht und gesellschaftlich vielfach benachteiligt. Bis 1983 konnten sie keine katholischen Priester werden. In der Bibel werden sie bis zur 10. Generation aus der Gesellschaft ausgeschlossen, 5Mos 23:3,  im NT Off. 2:23, totgeschlagen, beschimpft und entrechtet.

Freie Schulen:  Zwischen 1919 – 1933 gab es keinen Teilnahmezwang an religiösen Ritualen, Schulgebeten, Gottesdiensten. Religion war kein Prüfungsfach mehr. Lebenskundeunterricht / Ethik als Alternative zum Religionsunterricht zwischen 1919 -1933 möglich. Rückschritte durch das Konkordat der kath. Kirche mit dem Faschismus 1933. Religionsunterricht wurde Pflicht; Kirchensteuereinzug durch den Staat. Bis heute ist der Ethikunterricht nur teilweise wieder verwirklicht, in Baden-Württemberg ab Kl. 7

Prügelstrafe wurde 1919 in weltlichen Schulen abgeschafft; 1933 wieder eingeführt; erst 1973 wurde die Prügelstrafe in der BRD abgeschafft, in der DDR schon 1949. In der Bibel (AT), wird sie mehrfach empfohlen. 5 Mose 25:2; Sprüche 13:24

Schutz von Unbeteiligten am Krieg: seit 1864 Genfer Konvention. Das AT fordert den totalen Vernichtungskrieg: Jes. 13:16

Geschäftsfähigkeit der Frau seit 1958 möglich.  Davor Zustimmung des Mannes für Bankkonto und Berufstätigkeit nötig

Todesstrafe: 1949 abgeschafft; im AT wird sie für die banalsten Vergehen verhängt: z.B. störrische Söhne. 5.Mos 21:18-21; Holzholen am Sabbat. 4Mos.15:36

Pressefreiheit: Milton, Locke. 1789 in den USA, 1864 in Württemberg, 1920 in Deutschland keine Zensur. Rückschritte im Faschismus und Kommunismus. Von 1557-1966 verbat der katholische Index 6000 Bücher…z. B. Kant, Voltaire, Locke…

Kuppelparagraph: 1973 Unverheiratete Paare durften nicht zusammenwohnen. Vermieter machten sich strafbar.

Ehebruch: wird in der Bibel mit Steinigung bestraft. In Deutschland ist Ehebruch seit 1969 straffrei, auch Sex vor der Ehe.

Seele: Gemäß kath. Kirche haben Tiere keine Seele. Haben „Indianer“ oder „Frauen“ eine Seele? Dies wurde bis ins 19. Jh. in der kath. Kirche ernsthaft diskutiert. Entsprechend war der Umgang mit Frauen und Tieren.

Tierschutz: Tiere wurden bis ins 18. Jh. wie Sachen behandelt. Sie hatten angeblich keine Seele und waren laut Bibel dem Menschen untertan. In Wirklichkeit, laut Evolutionslehre, sind die Tiere unsere Verwandten.

Evolutionslehre: Entstehung und Entwicklung des Lebens, wurde von der katholischen Kirche erst 1986 anerkannt.

Umweltschutz: Die biblische Anweisung: „Macht euch die Erde untertan und vermehret euch“ ist zerstörerisch. Der Club of Rome warnte schon 1972 vor den Grenzen des Wachstums  und der Überbevölkerung  > Grüne Bewegung 1980~ Auch die Kirchen sind inzwischen auf den fahrenden Zug aufgesprungen.

Freitod:   –  2020 kippte das Bundesverfassungsgericht das Sterbeverhinderungsgesetz, das der Bundestag 2015 mit seiner Mehrheit aber gegen 70% der Bevölkerung beschlossen hatte. Wieder unterlagen die Kirchen nach zähem Widerstand mit ihrer religiösen Position dem weltlichen Fortschritt.

Das angebliche Recht eines nicht- existierenden Geistes, das Leben zu beenden, wird für null und nichtig erklärt. § 217 gibt nun dem mündigen Bürger ein Selbstbestimmungsrecht über seinen Tod. 72% der Bevölkerung begrüßen dies.


Was fehlt? Teufel, Himmel, Hölle, Fegfeuer, Limbus (Ort für verstorbene, aber ungetaufte Kinder)

Mit diesen „mythologischen“ Begriffen wollen Kirchen immer noch realen Einfluss auf diese Welt nehmen.

Exorzismus: Die katholische Kirche bildet immer noch Exorzisten = Teufelsaustreiber aus. Bekanntestes Todesopfer durch Exorzismus ist Anneliese Michel 1976. Für uns gibt es keine Geister!

Hetze gegen Gottlose: In den Gottesdiensten werden immer noch fleißig das Alte und Neue Testament zitiert, in denen, wie im Koran, an etwa 300 Stellen gegen Gottlose gehetzt wird. Siehe dazu meinen Artikel: Gottlose in der Bibel.

Familienplanung: Die kath. Kirche erlaubt bis heute nur natürliche Mittel. Siehe Enzyklikae Carite connunbi 1908 und Humanae Vitae 1968. Außerdem gibt es Evangelikale, die Verhütung ablehnen. Quiverfull – Bewegung. „Quiver“ heißt Köcher, den man voll mit Pfeilen (Knaben) füllen sollte.

Überbevölkerung: ist das größte Problem für die Menschheit. Je mehr Menschen es gibt, desto schwieriger wird es, eine gerechte Welt für alle zu schaffen und die Umwelt vor Zerstörung zu bewahren.

Wir brauchen Nachhaltigkeit, nicht zerstörerisches Wachstum!

Trennung von Kirche und Staat ist 1848 gescheitert; seit 1919 offiziell, aber bis heute nicht wirklich durchgesetzt: Kirchenstaat Deutschland. Nur der säkulare Staat kann Gerechtigkeit und Freiheit garantieren!

Gleichstellung säkularer Vereine mit Kirchen gilt seit 1953 nur in der Theorie. Eine Staatskirche hat stets Andersdenkende verfolgt oder zumindest benachteiligt.

Ende der Kirchenprivilegien: Alle Weltanschauungsgemeinschaften, die sich auf dem Boden des Grundgesetzes befinden, sollten gleiche Rechte haben.

Privilegien der Großkirchen: 500 Mill. Staatsleistungen pro Jahr als Entschädigung für Enteignungen von 1803 sind unzeitgemäß. Andere finanzielle Privilegien: bezahlte Kirchentage; Ausbildung der Theologen nur für die Großkirchen und Religionsunterricht nur für privilegierte Weltanschauungen; Kirchensteuereinzug durch den Staat. Betreuer bei der Bundeswehr nur für Großkirchen, Muslime und Juden, nicht für Säkulare. Die Kirchen sind überproportional in Medien vertreten.

Keine Paralleljustiz: Keine muslimischen Friedensrichter. (Kirchenrecht / Schariarecht) Alle Religionsgemeinschaften sollten nur der staatlichen Gerichtsbarkeit unterliegen, die für alle gleichermaßen gelten muss.

Weltanschauliche Neutralität: Öffentliche Gebäude und der öffentliche Raum sollten weltanschaulich neutral sein; keine religiösen Symbole in öffentlichen Gebäuden und auf Berggipfeln, wie z.B. Kreuze. Rechtstaatlichkeit einhalten. Kopftücher, Kreuze, Kippas und andere religiöse Symbole haben in deutschen Gerichtssälen nichts zu suchen.

Feiertagsgesetz: Tanzverbot an stillen Feiertagen abschaffen. Eine Religion darf anderen nicht diktieren, wie sie sich an ihren Feiertagen zu verhalten haben z. B. Karfreitag. Neue, zeitgemäße Feiertage sind erforderlich, die für alle gelten können. Z. B. Tag der Menschenrechte, Evolutionstag, Umwelttag, Sonnwendfeiern, Kirchenfeiertage gelten für Kirchengemeinde.

Kein Gottesbezug in der Verfassung. Das ist eine Missachtung von 40% der Bevölkerung, für die Gott nicht erkennbar ist!

Schaffung sozialer Einrichtungen, mit nicht-religiös gebundener Trägerschaft in ausreichender Anzahl (Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Kitas usw.) Obwohl soziale Einrichtungen der Kirchen zu mindestens 90% vom Staat bezahlt werden, besteht die Kirche auf ihrem eigenen Arbeitsrecht.

Sonderarbeitsrecht für Kirchen abschaffen.

Frauen sind immer noch vielfach benachteiligt. Es muss gelten: gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Verbindener Ethikunterricht mit gemeinsamen Werten, statt spaltendem, konfessionellem Religionsunterricht.

Blasphemieparagraph § 166 abschaffen. Um Beleidigungen sollten sich die Götter selber kümmern.

Beschneidung: im Kindesalter für Juden und Muslime widerspricht dem Recht auf Selbstbestimmung. Körperverletzung.

Schächten für Juden und Muslime widerspricht dem Tierschutzgesetz / Tierrechte; Massentierhaltung abschaffen.

Der politische Islam: Ich sehe darin eine neue Bedrohung unserer Freiheitsrechte. Deshalb muss von ihm ein klares Bekenntnis zur Demokratie gefordert werden. Nicht-Muslime und Muslime sind gleichberechtigt, ebenso Männer und Frauen. Frauen haben das Recht, sich so zu kleiden wie sie wollen und zu heiraten wen sie wollen. Jeder hat das Recht aus dem Islam auszutreten und ihn zu kritisieren. Das Grundgesetz steht über der Scharia, die das verbietet. Die Orientierung von Christentum und Islam an Bibel und Koran, die sie ja für göttlich und unfehlbar halten, birgt in sich immer auch die Gefahr eines Rückfalls in vordemokratische Zeiten.

Weder mit der Bibel noch mit dem Koran lassen sich Demokratie und Menschenrechte begründen… aber mit unserer Vernunft, die die Lehren aus der Geschichte ziehen sollte.

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Hegel

Hegel

Geistige Brandstifter 29.01.2020  Leserbrief  Von Roland Fakler, Ammerbuch Reusten

Zum 250. Geburtstag des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel am 27. August verfasste Manfred Hantke ein kritisches „Übrigens“ („Ausgetanzt – die Marseillaise hörte er in Berlin nicht mehr“, 27. Januar). https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Geistige-Brandstifter-445072.html

 Es ist erfreulich, dass Herr Hantke es in seinem „Übrigens“ vom Montag gewagt hat, die dunklen Seiten des ,heiligen‘ Hegel zu beleuchten. Während die meisten Denker mit zunehmendem Alter der Nachwelt reifere Früchte präsentierten, war es bei Hegel umgekehrt. Während der junge Revoluzzer noch für die freiheitliche Republik schwärmte, bemühte er sich mit zunehmendem Alter, die unbeschränkte Tyrannei seines königlichen Arbeitgebers mit abgedrehten Mythen aus der theologischen Trickkiste zu rechtfertigen.

Die Vordenker der Französischen Revolution, John Locke und Jean Jacques Rousseau, hatten durch ihre Ideen des Gesellschaftsvertrages und der Gewaltenteilung längst die Grundlagen für den freiheitlichen Verfassungsstaat geschaffen, als er sich dazu anstellen ließ, aufmüpfigen Studenten den revolutionären Geist auszutreiben. Der ganze Hof kam zu seinen Vorlesungen, fühlte sich von ihm bestätigt und bezahlte ihn gut für seine rückschrittlichen ,Weisheiten‘. Solche geistigen Brandstifter zu feiern, ist nicht nur unangebracht, sondern gefährlich, weil sie Nachahmer finden werden.

Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, warum eine Familie das erbliche Recht haben sollte, das Staatsoberhaupt zu stellen und es ist ganz einfach eine Dummheit, einer Regierung unbeschränkte und unkontrollierte Macht zu geben. Eine Regierung ist dann rechtmäßig, wenn sie sich auf die Zustimmung der Regierten stützen kann und sie wird dazu eingesetzt, für Freiheit, Recht und Wohlergehen der Regierten zu sorgen.

Aus meinem Buch: „Von Verfolgern und Verfolgten“

Georg Wilhelm Friedrich *1770 Stuttgart – …1831 Berlin, war ein deutscher Philosoph, der als wichtiger Vertreter des deutschen Idealismus aber auch des Nationalismus gilt.

In seiner Vorlesung über die Philosophie der Geschichte äußert Hegel als preußischer Staatsphilosoph etwa folgende Gedanken: Die Weltgeschichte läuft nach dem stets vernünftigen Plan Gottes ab und zwar in Richtung wachsender Freiheit. Zumindest glaubt er das aus der Entwicklung von den frühen despotischen Hochkulturen in Ägypten, Sumer, Babylon, China, in denen nur der Herrscher frei war, über die freieren Gemeinwesen im antiken Griechenland und Rom, in denen einige frei waren, bis zu den modernen Staaten seiner Zeit, um 1830, ablesen zu können, in denen alle frei sein sollten. Die Heroen der Weltgeschichte sind von Gott dazu erwählt, die Geschichte zu machen, die anderen sind dazu bestimmt, sie zu erleiden. Vor allem militärische Führer wie Cäsar, Alexander und Napoleon… seien solche auserwählten Werkzeuge Gottes.

Natürlich gilt das dann auch für Stalin, Hitler und Mao, die er leider nicht gekannt hat. Vielleicht hätte ihn das nachdenklich gestimmt.

Gott wählt die Führer, die seinen Willen ausführen. Diese stehen außerhalb der bürgerlichen Moral. Da standen sie in der Tat. Kritik ist nicht angebracht. Welcher Sterbliche wollte es wagen den „Geist Gottes“ zu kritisieren, der in den Heroen der Geschichte verkörpert ist? Sie sind Schicksale, jenseits von gut und böse, so wie Stürme und Naturgewalten. Sie dürfen, nach Hegel, nicht moralisch gewertet werden.

Auch einige Völker seien auserwählt, den Plan Gottes zu erfüllen. Das zeige sich daran, dass sie siegten und mächtig waren: Ägypten, Indien, China, Griechenland, Rom und jetzt, gerade jetzt, wo er Staatsphilosoph in Berlin ist, sind es die germanischen Völker, insbesondere Deutschland, die den Lauf der Geschichte bestimmen sollen. Die kriegerische Auseinandersetzung der Staaten ist wichtig und notwendig, um den Willen Gottes zu erkennen und die Geschichte vorwärts zu bringen, denn Gott steht immer auf Seiten der Sieger. Jeder Krieg endet praktisch mit einem Gottesurteil. Perioden der Harmonie und des Friedens sind leere Seiten in der Weltgeschichte und eigentlich nicht wünschenswert. Ein Ende der Gewalt ist erst erreicht, wenn die Geschichte ihr Ziel erreicht hat.

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge!“ meint schon Heraklit von Ephesus, *-550 bis -480, griech. Philosoph. Denker holen ihre Gedanken manchmal weit her und können sich nicht vorstellen, was andere damit anrichten. Heraklit dachte sicher nicht an den Krieg mit Giftgas und Granaten, sondern wohl eher an ein Ringen der Naturkräfte.

Nach Hegel ist der Staat alles. Er ist unantastbar, er ist das Ziel, verkörpert die höchste Moral. Er ist eine göttliche Idee, kann also nicht verbrecherisch sein; (so wenig wie die Kirche dies in den Augen der Päpste sein konnte.) Gemäß der idealistischen Theorie von Platon und Aristoteles sollten der Staat und seine Führer die Tugend und das Gute verkörpern. Der einzelne Mensch ist nur Teil dieses Organismus. Er hat sich ihm einzugliedern und die Geschichte, die die Heroen machen, mitzutragen bzw. zu erdulden.

Heißt das: Hitler und der Holocaust waren von Gott gewollt und hätten nicht verhindert werden können? Sollen wir die Geschichte laufen lassen wie sie läuft? Sie ist ja gottgewollt, mit all ihrem Schrecken? „Gott“ wird hier zum Verhängnis, zur Denksperre.

Das sind Gedanken eines Berliner Staatsphilosophen, der sich die Schrecken des 20. Jahrhunderts nicht vorstellen konnte. Hat man von ihm etwas anderes erwartet?

Rassenwahn, Nationalismus, Kolonialismus und Krieg wurden damit vorbereitet und weltanschaulich untermauert. Dem Mächtigen wurden alle Fesseln genommen; all seine Verbrechen wurden im Sinne der Vorsehung gerechtfertigt. Sie waren ja nur Werkzeuge des göttlichen, vernünftigen Weltgeistes und was Gott will, ist wohlgetan.

Angesichts der grauenhaften Geschichte kann man sich da nur die Augen reiben. Es war ihm nicht klar, dass in der Weltgeschichte nicht das Gute und Vernünftige siegt, sondern immer der Brutalste, wenn er die Macht hat. Unterstützt wurde dieses Denken von einer weiteren Idee des 19. Jahrhunderts, dem Sozialdarwinismus, einem missverstandenen Darwinismus: Das stärkere Volk siegt „wohlverdient“, wie in der Natur, über das schwächere.

 Ähnliche Ansichten wie Hegel vertrat der Brite Thomas Carlyle, 1795-1881, in seinem Buch „Über Helden“ mit dem Unterschied, dass er nicht das deutsche Volk, sondern die Briten für das von Gott erwählte Helden- und Gottesvolk hielt. Verständlich, er war ja schließlich Brite.

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TOS Stadtmission

Horizont erweitern

Im Nachgang zum Brandanschlag auf ein Fahrzeug der Tübinger evangelikalen TOS-Gemeinde (27. Dezember) entzündete sich eine Leserbriefdiskussion um die Bibelauslegung von Glaubensgemeinschaften. Daran beteiligt: Roland Fakler (10. Januar) und Stefan S. (15. Januar). Zum Tagblattartikel
Leserbrief 17.01.2020
Herr S., sparen Sie sich Ihre Beleidigungen! Sie waren gar nicht gemeint! Wenn Sie die Bibel heute anders auslegen als sie dasteht, ist mir das zwar rätselhaft, aber es ist durchaus erfreulich. Das sagt, dass Sie aus der Kritik der Aufklärung gelernt haben, dass diese Kritik ihre Früchte gebracht hat und dass sie weitergehen muss. Vor allem auch in Bezug auf den Islam. Ich bin der Ansicht: Religionen, die Andersdenkende in die Hölle wünschen, sollte man nicht tolerieren, sondern kritisieren!
Schade, dass Sie nie Papst waren, dann wären die Christen sicher friedlicher gewesen, dann hätten sie sich nicht dauernd an Angriffs- und Ausbeutungskriegen beteiligt, dann hätten sie ihren Meister nicht dauernd falsch verstanden. Es gab natürlich auch friedliche Christen, wie die Baptisten … Dass das Christentum heute friedlicher und humaner geworden ist, liegt ja nur daran, dass die Kirchen nicht mehr die Macht haben, Andersdenkende zu verfolgen. Die Trennung von Religion und Staat ist sehr wichtig. Nur der säkulare Staat kann die Freiheit und Gleichberechtigung aller Menschen und Weltanschauungen garantieren.

Die Intoleranz und Verfolgungswut ist leider ein Markenzeichen aller abrahamitischen Religionen. Sie ist in den ,Heiligen Büchern‘ angelegt.

Wenn Sie ihren Horizont diesbezüglich erweitern wollen, empfehle ich Ihnen die Ausstellung im Stadtmuseum ab 25. Januar bis 9. Februar. Vielleicht ergibt sich dann auch ein Gespräch zwischen uns. Missverständnis ist oft der Anfang allen Streits!

Römer waren weiter

10.01.2020 Leserbrief   Schwäbisches Tagblatt

In der Nacht zum 27. Dezember zündeten Unbekannte einen Ford Transit der TOS-Gemeinde in Tübingen an. Eine „Feministische Autonome Zelle“ übernahm die Verantwortung. Tübinger Kirchengemeinden verurteilten die Tat. Dazu gab es unter anderem auch einen Leserbrief von Martin Beck (8. Januar), der behauptet Evangelikale stehen auf dem Boden des Grundgesetzes.

Evangelikale, für die Bibeltexte absolute Gültigkeit haben, können geistig nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen … was aber keinen Anschlag rechtfertigen kann. Schon die Legitimation der Herrschaft kommt für Paulus von Gott, nach dem Grundgesetz geht sie vom Volke aus. Die Bibel droht Gottlosen mit einem Meer aus Feuer. Die Folter wurde 1809 abgeschafft, auch die Drohung damit ist verboten. Sklaverei wird auch von Jesus nicht kritisiert. Die Sklaverei wurde in Deutschland 1841 abgeschafft. Laut Bibel sollen Zauberinnen getötet werden. Zauberei ist bei uns kein Verbrechen mehr. Ehebruch wird mit Steinigung bestraft, ebenso wie Homosexualität, beides ist laut Grundgesetz nicht mehr strafbar. Überhaupt wird in der Bibel für die banalsten Vergehen die Todesstrafe verhängt. Die Todesstrafe wurde bei uns 1949 abgeschafft. Uneheliche Kinder werden im Alten Testament aus der Gemeinde ausgeschlossen, im Neuen Testament (Off. 2:23) sollen sie getötet werden. Seit 2011 sind sie hier gleichgestellt. Widerspenstige Knaben sollen laut Altem Testament getötet, zumindest gezüchtigt werden. Die Prügelstrafe ist seit 1973 abgeschafft. Frauen sind laut Bibel Menschen zweiter Klasse. Seit 1919 dürfen sie hier wählen, seit 1958 sogar selbstständig Geschäfte abschließen. Gemäß dem 1. Gebot darf man nur einen Gott anbeten, laut Grundgesetz darf man beliebig viele Götter und Gartenzwerge anbeten oder auch keinen. Beleidigung der Religion ist hier immer noch strafbar §166. Die Römer waren da weiter: Die Götter sollten sich selbst um Beleidigungen kümmern.

Hirn abschalten

Ich habe noch einen Leserbrief gut. Diese Chance, die Welt um einen Tick zu verbessern, möchte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen. Das Thema ist schnell gefunden: Der Anschlag auf die TOS-Gemeinde. Ganz klar: So sollte eine Auseinandersetzung nicht stattfinden. Das ist auf jeden Fall verwerflich! Dank TAGBLATT kann man sich in den Leserbriefspalten über (fast) alles beschweren. Wo gibt es schon so ein Bürgerforum, mit so vielen verschiedenen Stimmen? Danke liebes TAGBLATT! Leider musste ich auch Beschwerden hören: Es herrsche Zensur. Man sei nicht zu Wort gekommen. Letztlich gibt es eben auch Grenzen der Toleranz. Das TAGBLATT muss die Leserbriefe verantworten können. Versteh‘ ich! Zurück zur TOS. Das Problem ist: Wenn Leute glauben, sie würden ihre Weisheiten aus heiligen und unfehlbaren Büchern schöpfen, besteht die Gefahr, dass sie ihr Hirn abschalten und nicht mehr lernfähig sind. Das gilt leider nicht nur für die Bibel, sondern auch für den Koran. Wie soll man gegen angeblich göttlich legitimierten Unsinn ankämpfen, gegen den Hass auf Andersgläubige und Homosexuelle?

All die Befreiungs- und Humanisierungsfortschritte, die unsere Gesellschaft heute so lebenswert machen, mussten gegen diese ,heiligen Bücher‘ erkämpft werden: Demokratie, Weltanschauungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung aller Staatsbürger …

Die 2500-jährige Geschichte dieser Befreiungsbewegung des Individuums gegen die herrschenden Mächte kann man ab 25. Januar 2020 im Stadtmuseum verfolgen.

Bronzezeitlich

Schwäbisches Tagblatt

Von der evangelikal-charismatischen TOS-Gemeinde in Tübingen (Tübinger offene Stadtmission) handelte die 10. Folge der TAGBLATT-Reihe „Woran sie glauben“ („,Geistliche Kampfführung‘ gegen die Aufklärung“, 19. Juni).

Der Bericht über die TOS gewährt einen tiefen Einblick in bronzezeitliches Gedankengut. Sie bieten Gemeinschaft, versprechen Heilung und schließlich Auserwähltheit im Jenseits … dabei ist das das beste irdische Geschäftsmodell.

Zwar wollen die TOS-Leute die Bibel wortwörtlich nehmen, lassen aber einfach weg, was ihnen nicht in den Kram passt. Es kann ihnen ja nicht entgangen sein, dass schon der Bibel-Jesus die Juden als „Kinder des Teufels“ Joh. 8:44 bezeichnet und Paulus das ganze „Judentum als Dreck“ Phil. 3:8.

Zum Glück haben wir diese falschen und verhängnisvollen Denkweisen in einem langen Kampf gegen solche Propheten überwunden und damit: Die Legitimation von Herrschaft durch ein Fantasie-Wesen; erst so konnte hier eine vernünftige Demokratie mit Gewaltenteilung und Menschenrechten entstehen, bei der die Staatsgewalt vom Volk und nicht von Fanty ausgeht. Überwunden sind: Geister- und Teufelsglaube; Prügelpädagogik; Todesstrafe; Folter und grausame Strafen; Sklaverei; Verfolgung Andersdenkender; Minderwertigkeit der Frau; Verunglimpfung unehelicher Kinder; dass Krankheit von Sünde käme, Schuld über Generationen vererbt werden könne, das Blutopfer eines Unschuldigen uns von Schuld erlösen könne; Homosexualität Krankheit und Sünde sei; die Erde 6000 Jahre alt sei … haha!

Die Frohbotschaft lautet: Alle werden gerettet, die sich Jesus oder besser seinen angeblichen Propheten blind unterwerfen, aber wagt ja nicht, euren Verstand zu gebrauchen, sonst droht euch die ewige Verdammnis!


Ergänzung: Die trostlose Situation von Schwachen und Hilfsbedürftigen wird benutzt zur Mehrung von Macht und Money. Hilfe und Gemeinschaft bekommen sie um den Preis der totalen geistigen und finanziellen Unterwerfung.

Dieses entlarvende Youtube – Video bietet ergänzende Information zur TOS und zu evangelikalen Gruppen in Deutschland

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Todesstrafe in der Bibel

Todesstrafe in der Bibel

Gott verhängt für die banalsten „Vergehen“ die Todesstrafe: Meist im Alten Testament

für die Zauberinnen (2. Buch Mose: 22:17) und diejenigen, die sich an sie wenden (3:20.6);

für Falschgläubige (1. Kön. 18:40) und ihre Nachkommen (3:20.5),

für kleine Buben, die nicht an ihren Genitalien verstümmelt werden, (1:17:14),

für Homosexuelle (3:20.13) und Ehebrecher (3: 20:10).

Für störrische Söhne. (3:21,18-21).

Uneheliche Kinder sollen bis zur zehnten Generation (5:23:2) aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

Im Neuen Testament (Off. 2:23) sollen sie sogar totgeschlagen werden.

Die Todesstrafe gibt es für das Essen von gesäuertem Brot (2:12:19),

für das Essen vom Fett der Opfertiere (3:7:25);

für das Nichteinhalten des Fastens (3:23:29),

für das Sammeln von Brennholz am Sabbat (4:15:35),

für das Schlachten, ohne dem Herrn zu opfern (3:17.9).

Gott tötet, wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht (3:20.9).

Er verhängt die Todesstrafe für Sex zwischen Stiefgeschwistern (3:20.17),

für Sex während der Menstruation (3:20.18),

für Fremde, die sich den Priestern (4:3.10) oder heiligen Geräten (4:18.3) nähern.

Todeswürdig ist, wer das Passafest nicht mitfeiert (4:9.13),

wer lästert (4:16.30), wer sich nicht mit Weihwasser entsündigt (4:19.20).

Erbeutete Knaben und Frauen, die keine Jungfrauen mehr sind, sollen getötet werden (4:31.17),

 auch alle fremden Völker (5:7.16), alle Brüder, Töchter und Söhne, die zu einem anderen Glauben verführen wollten (5:13.10),

die Heiden (5:13.16), die Sonnenanbeter (5:17.5), die falschen Propheten (5:18.20),

sogar vergewaltigte Mädchen (5:22.24).

Irgendwann muss da doch das eigene Gehirn rebellieren und sagen: Das kann nicht sein und das darf nicht sein!

Christentum ist das Gegenteil davon. Es will Gesetze zum Wohle der Menschen. Es hat Verständnis für menschliche Schwächen und kann vergeben und verzeihen.

 

Irgendwann muss da doch das eigene Gehirn rebellieren und sagen: Das kann nicht sein und das darf nicht sein!

Christentum ist das Gegenteil davon. Es will Gesetze zum Wohle der Menschen. Es hat Verständnis für menschliche Schwächen und kann vergeben und verzeihen.

 

Zum Beispiel:  5:7.16 = 5. Buch Mose; Kapitel 7; Vers 16

Ägyptologie

Wie viel von der ägyptischen Kultur steckt im Christentum?

Am Samstag, den 30. November 2019, luden die Humanisten Tübingen zu einer Führung durch die ägyptologische Sammlung in das Schlossmuseum ein. Ein gutes Dutzend interessierter Zuhörer folgte lauschend und fragend der Museumsführerin Frau Dunja Al-kayid, die in den eineinhalb Stunden fesselnder Führung zahllose Fragen kompetent und geduldig beantwortete. Gezielt wollten wir wissen: „Wie viel von der ägyptischen Kultur steckt im Christentum?“ Wer schon eine Statue der Göttin Isis mit dem Horusknaben auf dem Schoß gesehen hat, kann den Verdacht nicht loswerden, dass es da eine Verbindung zur Darstellung Marias mit dem Jesusknaben geben könnte. Dabei gibt es für Eingeweihte klare Unterscheidungsmerkmale der Isis: die Kopfbedeckung und ihr Gewandknoten. Es gibt noch andere erstaunliche Parallelen, die das Christentum und die ägyptische Kultur miteinander verbinden. Schließlich sollen, laut Bibel, die Juden lange in ägyptischer Gefangenschaft verbracht und von dort nach Palästina ausgewandert sein. Sie könnten also von dieser älteren Kultur, die etwa ab 3000 v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) beginnt, einiges mitgenommen haben. Aus dem Judentum hat sich das Christentum entwickelt und Jesus war, wie viele seiner ersten Anhänger, Jude.

An fünf Stationen, beginnend mit der Zeit um 2500 v.u.Z., bis in die hellenistisch-römische Zeit, konnten wir die Entwicklung der ägyptischen Glaubensvorstellungen anhand zahlloser echter und nachgebildeter Prachtstücke, wie Särgen, Miniaturen, Schriften usw.  verfolgen. Die Sammlung in Tübingen ist üppig und sehenswert. Unsere erste Station führte uns in die echte Grabkammer eines Staatsbeamten mit vielen, gut erhaltenen Wandmalereien und Hieroglyphen. In dieser Frühphase haben Götterdarstellungen noch gar keine Rolle gespielt, vielmehr nimmt die Mutter des Beamten, erkennbar an ihrer Größe eine herausragende Stellung ein, auch seine Frau ist gleich groß dargestellt. „Wir können heute fast alles lesen“, erwiderte Frau Al-kayid auf die zweifelnde Frage eines Zuhörers.

 
Frau Al-kayid Führung in der Grabkammer Isis mit Horusknabe

Die Entwicklung des Gottes Horus ist sehr vielfältig und kompliziert. Dies ist eben das Ergebnis, wenn Gläubige jahrhundertelang, über das Wesen nicht-existierender Geister fantasieren, sei es nun, um die Welt zu erklären, sei es um sich gut zu fühlen oder um Herrschaft zu legitimieren. Vor allem darum dürfte es den Pharaonen und ihrer Priesterschaft, die eng miteinander zusammenarbeiteten, gegangen sein.

Schon früh wurde der Gott Horus mit dem Pharao gleichgesetzt. Der Pharao war damit der göttlich legitimierte, absolute Herrscher. Auch die Herrschaft der Priester wurde in diese hierarchische Ordnung eingebaut. Man darf vermuten, dass das Bild, das im Alten Testament vom jüdischen Gott Jahwe gezeichnet wird, diesen allmächtigen Pharaonen nachgebildet wurde.

Das Volk durfte nur einen Teil der Tempel betreten. Andere Teile waren ausschließlich der Priesterschaft vorbehalten. Das Volk war zwar durch seine Arbeit am Bau der Pyramiden und bei Opferritualen in die Gemeinschaft eingebunden, aber sicher mit geringeren Rechten. Der Pharao sollte durch den Bau der Pyramiden und die Mumifizierung unsterblich gemacht werden, damit er Fürsprache für jeden einzelnen seines Volkes bei den Göttern einlegen konnte. So hatte auch jeder Freie die Möglichkeit, unsterblich zu werden. Allerdings wurden die Herzen der Menschen nach ihrem Tod erst einmal gewogen. Die „guten Herzen“ wurden mit der Unsterblichkeit belohnt, die schlechten wurden von einem Krokodil gefressen und endgültig ausgelöscht. Die Ägypter vermuteten den Geist, das „Wesen“, der Menschen im Herzen, nicht im Gehirn. Die Normen für das „richtige“ Verhalten waren in einem „Totenbuch“ mit vielen ethisch wertvollen Regeln festgelegt.

Schlussfolgernd stellte Frau Al-kayid fest: Es gibt keine direkten Linien von der ägyptischen Kultur zum Christentum, aber es gibt natürlich Parallelen. Es gibt keinen Hinweis, dass Horus in der Mythologie zwölf Jünger gehabt hat, von einer Jungfrau geboren wurde oder dass er gekreuzigt wurde, aber es gibt die Gottessohnschaft in der ägyptischen Kultur. Es gibt die Wunderheilungen des Gottessohnes Horus, es gibt das jenseitige Gericht, das gemäß dem irdischen Verhalten über ewiges Leben oder endgültige Auslöschung entscheidet.

Ich glaube, die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Dank an Frau Al-kayid für die kompetente Führung. Text und Fotos Roland Fakler

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Kirchenvolk

Keine Zugeständnisse an das Kirchenvolk

Obwohl die Mehrheit der deutschen Bischöfe, außer Kardinal Woelki, Fortschritte in Richtung Frauenpriesterschaft, Mitsprache der Laien und Zölibat befürwortet, blockt die römische Kurie, wie eh und je, alle Bestrebungen in Richtung Demokratie ab.