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Roland Fakler

Showing posts from: Februar 2015

DE-GB Viele Widersprüche

For my English speaking readers I will translate my most important contributions into English. Search for „DE-GB“

Leserbrief im Tagblatt Tübingen am 16.2.2015

und Gäuboten Herrenberg 17.2.2015

German

Fragen an das Islamzentrum Tübingen

Ist der Islam reformierbar? Das Islamzentrum ist auf dem richtigen Weg! Ich sehe allerdings viele Widersprüche zwischen dem, was der Koran erwartet und dem, was unsere Verfassung verlangt. Der Koran und die Hadithe beantworten folgende Fragen alle mit „Nein“. Um den Islam verfassungskonform zu machen, müssten sie mit „Ja“ beantwortet werden. Darf der Koran verändert werden? Sind gläubige Muslime und Ungläubige gleichberechtigte Menschen? Sollten Humanisten und Atheisten vom Islam toleriert werden? Dürfen die Gläubigen anderer Religionen ihre eigenen Götter anbeten? Sind Männer und Frauen gleichberechtigt? Verbietet der Islam Polygamie, Beschneidung von Mädchen, Zwangsheiraten und Ehrenmorde? Dürfen Muslime sich ungestraft vom Islam lossagen? Ist der Islam gegen die Todesstrafe? Ist der Islam gegen unmenschliche Strafen wie Auspeitschen; Hände abhaken und Steinigen? Ist der Islam gegen Sklaverei, Schutzgelderpressung, Raub- und Beutekriege, ethnische Säuberungen und Blutrache? Ist es erlaubt, den Islam, den Koran oder Mohammed zu kritisieren? Verzichtet der Islam auf Terror und Auftragsmorde, wenn er beleidigt wird? Erlaubt der Islam den Bau von Kultstätten anderer Religionen in islamischen Ländern? Dürfen Muslime Freundschaft mit Ungläubigen schließen? Verbietet der Islam die Täuschung Ungläubiger? (Taqiyya) Ist der Islam für eine Trennung von Religion und Staat? Stehen die Menschenrechte und das Grundgesetz über der Scharia? Ist der Islam für Demokratie? Ist der Islam eine Religion, die auf Weltherrschaft verzichten kann?


englisch Questions to the Centre of Islam in Tuebingen

Is Islam reformable? The centre of Islam is on the right track! But I see many contradictions between the Quran and our constitution.

The Quran and the Hadithes that form the core of Islam answer the following questions with „No“. In order to make Islam in accordance with our constitution they should have been answered with “Yes”.

Is the Quran allowed to be changed?

Are believing muslims an unbelievers humans of equal rights?

Should humanists and atheists be tolerated by the Islam?

Are believers of other religions allowed to worship their own gods?

Are men and women of equal rights?

Does Islam prohibit polygamy, circumcision of girls and honour killings?

Are Muslims allowed to apostate from Islam?

Is Islam against capital punishment?

Is Islam against inhuman punishment such as, wiping; cutting of hands and stoning?

Is Islam against slavery, racketeering and extortion, wars of robbing, looting and booting?

Is it allowed to criticise Islam, the Quran or Mohammed?

Will Islam renounce terror or contract killing, if it is insulted?

Does Islam allow other religions to erected houses of worship in Islamic countries?

Are Muslims allowed to make friendship with unbelievers?

Does Islam prohibit deceiving unbelievers? (Taqiyya)

Does Islam agree on the separation of religion and state?

Do human rights and our Basic Law stand above the Sharia?

Is Islam in favour of democracy?

Is Islam a religion that can renounce global domination?

Tausend Peitschenhiebe

Leserbrief zur unmenschlichen Strafe für Raif Badawi

in Saudi-Arabien, der für sein Eintreten für die Menschenrechte

eine zehnjährige Gefängnisstrafe und 1000 Peitschenhiebe, jeden Freitag 50, erhalten soll.

Das kommt einem Todesurteil gleich.

Jahrhundertelang haben absolutistische Könige in Europa Kritiker, die für Freiheit, Gleichheit und Rechtstaatlichkeit eintraten, verfolgt und vernichtet. Diese Könige haben immer versucht, ihre Willkürherrschaft mit Gott und der Religion zu rechtfertigen, wie heute Saudi Arabien. Mit Gott konnte jedes Verbrechen und jede Terrorherrschaft begründet werden. Gott hat nichts dagegen unternommen. Noch 1822 stellte Ludwig XVIII. von Frankreich Zweifel an seinem Gottesgnadentum unter Todesstrafe. Die Aufklärer in Europa, z.B. J. Locke und Rousseau, haben den Menschen schließlich die Augen geöffnet und gelehrt, dass ein Staat nicht dazu da ist, den Interessen der Herrscherfamilie und der Geistlichkeit zu dienen, die diese Herrschaft, wie ungerecht sie auch war, immer abgesegnet hat, sondern dass er dem Wohl aller Bürger dienen muss. Dazu ist es nötig, dass die Regierenden ihre Machtbefugnis in freien Wahlen vom Volk erhalten, dass ihre Herrschaft zeitlich begrenzt, geteilt, kontrolliert und beschränkt wird, dass jeder Mensch unveräußerliche Menschenrechte hat, die ihm niemand, auch der Staat nicht, nehmen darf. Heute wiederholt sich diese Geschichte in den islamischen Staaten, wo die Menschen allmählich aufwachen und die Rechtmäßigkeit ihrer korrupten Regierungen in Frage stellen. Bleibt zu hoffen, dass sie aus unserer Geschichte lernen, damit ihnen all die Rückschläge erspart bleiben, die Europa endlich zur Demokratie geführt haben. Demokratie braucht mündige Bürger, keine fanatisch Gläubigen…das ist dort oft das Problem!