Mein politisches Programm
Mein politisches Programm

Mein politisches Programm
Humanistisch – säkular – demokratisch
Überblick
Dieses politische Programm beruht auf einer humanistischen Leitkultur, der konsequenten Trennung von Religion und Staat, der Verteidigung der Menschenrechte sowie einer nachhaltigen, sozialen und demokratischen Politik in der Innen- und Außenpolitik.
Maßstab allen Handelns sind Vernunft, Wissenschaft, Menschenwürde und das Grundgesetz.
I. Humanistische Leitkultur und Trennung von Religion und Staat
1. Individuelle Weltanschauungsfreiheit
Jeder Mensch hat das Recht, zu glauben oder nicht zu glauben, was er möchte – solange er sich an die geltenden Gesetze hält. Diese Gesetze sind nicht göttlichen Ursprungs, sondern von Menschen gemacht: von frei gewählten Abgeordneten. Gerade deshalb können und müssen sie überprüft, verbessert und an neue gesellschaftliche Situationen angepasst werden.
Alle bekannten Gesetzessysteme – von den Gesetzen Hammurabis über die Bibel bis zum Koran – sind menschengemacht. Manche ihrer Regeln sind sinnvoll, viele banal, andere jedoch historisch überholt oder moralisch verhängnisvoll, etwa dort, wo sie Frauen, Ungläubige oder Homosexuelle benachteiligen oder Meinungs- und Religionsfreiheit einschränken.
2. Neutralität des Staates
Ein säkularer, demokratischer Staat darf keine Religion oder Weltanschauung bevorzugen. Staatsreligionen waren historisch stets eine Katastrophe für Andersdenkende.
Artikel 3 des Grundgesetzes garantiert die Gleichberechtigung aller Menschen. Religiöse Vorschriften finden dort ihre Grenze, wo sie Menschenrechte verletzen.
Menschenrecht steht über religiösem Recht.
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Die Unversehrtheit der Person ist wichtiger als religiöse Beschneidungsgebote.
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Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau steht über patriarchalen Aussagen religiöser Texte.
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Tierschutz steht über religiösen Schlachtvorschriften.
3. Deutschland als semi-säkularer Staat
Deutschland ist faktisch ein semi-säkularer Staat. Die Trennung von Religion und Staat muss konsequenter vollzogen werden.
Die historische Machtstellung insbesondere der katholischen Kirche entstand in feudalen, undemokratischen Zeiten durch Gewalt, Täuschung und politische Privilegierung.
Über Jahrhunderte wirkten Thron und Altar zusammen, um das Volk in Unmündigkeit zu halten. Diese historischen Verflechtungen können heute keine Sonderrechte mehr begründen.
4. Neutralitätsgebot im öffentlichen Raum
Personen, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen – Richter, Polizisten, Lehrer, Beamte – müssen während ihrer Amtsausübung weltanschaulich neutral auftreten. Religiöse oder weltanschauliche Symbole haben im staatlichen Dienst keinen Platz.
Religiöse Symbole gehören nicht:
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in staatliche Gebäude
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in Schulen
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in Parlamente
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in Gerichte
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und nicht in den öffentlichen Raum
Der Staat ist neutral. Religion ist Privatsache.
5. Gleichberechtigung von Religionen und Weltanschauungen
Gemäß Artikel 3 Absatz 3 GG darf niemand aufgrund seiner Religion oder Weltanschauung bevorzugt oder benachteiligt werden. Daraus folgt:
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Abschaffung institutioneller Privilegien für Kirchen
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Keine Sonderrechte für Religionsgemeinschaften
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Gleichbehandlung aller weltanschaulichen Organisationen
Religionsgemeinschaften sollen sich rechtlich wie Vereine organisieren und eigenverantwortlich finanzieren.
In Deutschland gelten Demokratie und Menschenrechte – nicht die Scharia.
6. Bildung: Ethik statt Indoktrination
Ein gemeinsamer Ethikunterricht vom Kindergarten an muss Vorrang vor konfessionellem Religionsunterricht haben. Schule ist ein Ort der Erkenntnis und des freien Denkens, nicht der Glaubensvermittlung.
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Information statt Indoktrination
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Keine verpflichtenden Schulgebete oder Gottesdienste
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Religiöse Angebote ausschließlich freiwillig
7. Theologie, Wissenschaft und Staat
Theologie ist nur dann Wissenschaft, wenn sie unabhängig von Glaubensbekenntnissen und institutionellem Zwang forscht. Viele theologische Institute dienen jedoch der Interessenvertretung ihrer Geldgeber – im schlimmsten Fall autoritärer oder theokratischer Regime.
Ein Gottesbezug gehört nicht in die Verfassung. Der Staat gründet auf Vernunft, nicht auf metaphysische Annahmen.
II. Finanzierung und Sonderrechte der Kirchen
1. Ablösung der Staatsleistungen
Die jährlichen Staatsleistungen an die Kirchen – historisch als Entschädigung für Enteignungen von 1803 gedacht – müssen endlich abgelöst werden. Diese Verpflichtung besteht seit der Weimarer Verfassung und ist über Artikel 140 GG geltendes Verfassungsrecht.
Trotz sinkender Mitgliederzahlen erhalten die Kirchen weiterhin steigende staatliche Zahlungen.
2. Kirchensteuer und Eigenfinanzierung
Das Kirchensteuersystem ist abzuschaffen und durch freiwillige, eigenverantwortliche Beiträge zu ersetzen. Steuervorteile über die Gemeinnützigkeit hinaus sind nicht mehr zeitgemäß.
3. Kirchliches Arbeitsrecht
Kirchliche Einrichtungen werden zu rund 98 % staatlich finanziert, unterliegen jedoch einem Sonderarbeitsrecht. Dieses beschneidet die Rechte von über einer Million Beschäftigten und ist nicht zu rechtfertigen.
Gleiches Arbeitsrecht für alle – unabhängig vom Träger.
4. Weitere Privilegien
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Keine staatliche Finanzierung von Kirchentagen
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Angemessene Repräsentation Konfessionsfreier in Rundfunkräten
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Weltanschaulich neutrale Feiertagsgestaltung
III. Islam, Migration und Integration
Muslime, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung anerkennen und sich integrieren wollen, gehören zu Deutschland. Wer diese Ordnung bekämpft, gehört nicht dazu.
Der politische Islam, der die Scharia über das Grundgesetz stellen will, widerspricht zentralen Werten unserer Gesellschaft.
Integration ist eine Bringschuld der Zuwanderer:
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Deutsch lernen
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Grundgesetz anerkennen
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Keine Parallelgesellschaften
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Keine Paralleljustiz
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Konsequentes Vorgehen gegen Hassprediger
IV. Innenpolitik
1. Energiewende und Nachhaltigkeit
Der menschengemachte Klimawandel ist wissenschaftlich belegt. Die Energiewende muss sofort und konsequent umgesetzt werden:
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Ausstieg aus Kohle und fossilen Energien
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Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraft
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Förderung von Bahn- und Radverkehr
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Besteuerung und Verbot umweltschädlichen Verhaltens
Kapitalismus darf nicht das letzte Wort der Geschichte sein. Wirtschaft muss nachhaltig, sozial und ökologisch sein. Die soziale Marktwirtschaft bietet dafür den richtigen Rahmen.
2. Militär und Demokratie
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Berufsarmee statt Wehrpflicht
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Verteidigung des NATO-Gebiets
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Mehr direkte Demokratie
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Weniger Abgeordnete
V. Wirtschaft und Soziales
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Bürgerversicherung
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Verbesserte Mietpreisbremse
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Fairer Mindestlohn
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Vermögenssteuer für Superreiche
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Abschaffung industrieller Massentierhaltung
VI. Außenpolitik
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Verantwortung in EU, UNO und NATO
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Keine Rüstungsexporte in Krisenregionen
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Abrüstungsinitiativen
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Kontrolle verbündeter Militäraktionen
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Begrenzte und verantwortungsvolle Migration
VII. Grundgesetz und Menschenrechte
Artikel 3 GG garantiert die Gleichheit aller Menschen.
Diese Norm ist Maßstab allen staatlichen Handelns.
Schluss
Dieses Programm ist ein Plädoyer für Vernunft, Humanität und Demokratie – gegen religiöse Privilegien, ideologische Verblendung und ökologische Zerstörung.