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Roland Fakler

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Nicht – Muslime

Nicht-Muslime werden im Koran folgendermaßen tituliert:

Alle hier verwendeten Koranstellen stammen aus der Übersetzung des renommierten Tübinger Islamwissenschaftlers Rudi Paret.

Es geht mir hier nicht darum, Muslime gegen Nicht – Muslime aufzuhetzen oder umgekehrt, sondern darum zu zeigen, dass dieses Buch unmöglich von einem weisen und guten Gott verfasst worden sein kann. Es ist im 7. Jahrhundert im Orient von Menschen erfunden worden, um ihren Stamm gegen andere Stämme abzugrenzen. Es gibt also überhaupt keinen Grund es heute ernst zu nehmen. Im Gegenteil: Für das friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen ist es unbedingt notwendig, dieses Buch nicht ernst und nicht wortwörtlich zu nehmen.

Ich erwarte, dass sich Muslime von so menschenverachtenden Koranstellen distanzieren!

Ungläubige sind Esel; Hunde; Vieh; Verlierer; Übertreter; Verderber; Verräter; Lügner; Frevler, Übeltäter.

Sie sind: unrein, böse; frech; hartherzig; taub; blind; dumm; unwissend; verschroben; geizig; stur; schmutzig; oberflächlich; abartig; neidisch; verachtet; schwach; verblendet; hochmütig; trotzig; eingebildet; undankbar; widersetzlich (aufmüpfig), die schlimmsten Geschöpfe; die schlimmsten Tiere; Feinde der Muslime; haben unreine Herzen; haben Schadenfreude.

Sie sind Gottes Feinde; Gott hasst sie; Gott liebt sie nicht; Gott vernichtet sie; Gott beschämt sie; verunreinigt sie; foltert sie; lässt sie fallen; verflucht sie; demütigt sie; Gott wirft Schrecken auf sie; verwandelt sie in Affen; verwandelt sie in Schweine; verwandelt sie in Anbeter des Teufels; Gott verwandelt sie in Abschaum; Gott sendet Teufel über sie; Gott missachtet ihre guten Taten. Auf sie wartet die ewige Hölle.

Ungläubige sind die

schlimmsten Tiere

 8:55 Als die schlimmsten Tiere gelten bei Gott diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden (?) (oder: und (um alle Welt) nicht glauben wollen?), –
Ewige Hölle für Ungläubige, die die schlechtesten Geschöpfe sind 98:6 Diejenigen von den Leuten der Schrift und den Heiden, die ungläubig sind, (oder: Diejenigen, die ungläubig sind, die Leute der Schrift und die Heiden?) werden (dereinst) im Feuer der Hölle sein und (ewig) darin weilen. Sie sind die schlechtesten Geschöpfe.
Sind Esel und Frevler

62:5 Diejenigen, denen die Thora aufgeladen worden ist, und die sie daraufhin nicht tragen konnten, sind einem Esel zu vergleichen, der Bücher trägt. Wie schlimm steht es mit den Leuten, die die Zeichen Gottes für Lüge erklären! Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.

Wildesel

74:49 Warum wenden sie (d.h. die Ungläubigen) sich denn von der Erinnerung (d.h. von der mahnenden Botschaft des Korans) ab, 50 (scheu) wie aufgeschreckte (Wild)esel, 51 die vor einem mächtigen (Löwen) fliehen?

Hund

Lügner

7:175 Und so war er einer von denen, die abgeirrt sind. 7:176 Wenn wir gewollt hätten, hätten wir ihn durch sie (d.h. durch unsere Zeichen) emporgehoben. Aber er war der Erde zugewandt und folgte seinen (persönlichen) Neigungen. Er ist einem Hund zu vergleichen. Der hängt die Zunge heraus, du magst auf ihn losgehen oder ihn (in Ruhe) lassen. So ist es bei den Leuten, die unsere Zeichen für Lüge erklären.

Vieh

7:179 Wir haben ja viele von den Dschinn und Menschen für die Hölle geschaffen. Sie haben ein Herz, mit dem sie nicht verstehen, Augen, mit denen sie nicht sehen, und Ohren, mit denen sie nicht hören. Sie sind (stumpfsinnig) wie Vieh. Nein, sie irren noch eher (vom Weg) ab. Die geben (überhaupt) nicht acht.

 

Vieh

25:44 Oder meinst du (etwa), die meisten von ihnen würden hören (was zu ihnen gesagt wird) oder (es) verstehen? Sie sind (ja) genauso (stumpfsinnig) wie Vieh. Nein, sie irren noch eher vom Weg ab (als man das vom Vieh sagen kann).

 

Frevler

47:12 Die Schrift Moses ist ihm als Richtschnur (w. Vorbild) und (Erweis der göttlichen) Barmherzigkeit vorausgegangen. Und dies (d.h. der Koran) ist eine Schrift, die bestätigt (was als Offenbarung vorausgegangen ist), in arabischer Sprache, um die Frevler zu warnen, und als Frohbotschaft für die Rechtschaffenen.

 

Verlierer die letztlich den Schaden haben 2:121 Diejenigen, denen wir die Schrift gegeben haben, (d.h. Juden und Christen) und die sie richtig lesen, glauben daran (d.h. an die Wahrheit der koranischen Offenbarung). Diejenigen aber, die nicht daran glauben, haben (letzten Endes) den Schaden.
Verlierer

3:85 Wenn sich aber einer eine andere Religion als den Islam wünscht, wird es nicht (als Ersatz für den wahren Glauben) von ihm angenommen werden. Und im Jenseits gehört er zu denen, die (letzten Endes) den Schaden haben.

 

Verlierer

in die Hölle

8:37 Gott will (auf diese Weise) das Schlechte vom Guten scheiden und das Schlechte aufeinander tun und alles zusammenhäufen und in die Hölle bringen. Das (d.h. die Ungläubigen) sind die, die (letzten Endes) den Schaden haben.

 

Verlierer

10:95 Du darfst keinesfalls einer von denen sein, die die Zeichen Gottes als Lüge erklären. Sonst gehörst du (dereinst) zu denen, die den Schaden haben.

 

29:52 Sag: Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Er weiß (alles), was im Himmel und auf der Erde ist. Diejenigen aber, die an das glauben, was nichtig ist, und an Gott nicht glauben, haben (letzten Endes) den Schaden.

Verlierer

29:63 Er hat die Schlüssel von Himmel und Erde. Diejenigen, die an die Zeichen (oder: Verse) Gottes nicht glauben, haben (letzten Endes) den Schaden.

Schaden für die, die an andere Götter glauben Man muss Gott dienen und ihm dankbar sein

39:65 Dir – und (auch schon) denen, die vor dir lebten (und eine Botschaft auszurichten hatten) – ist doch (als Offenbarung) eingegeben worden: Wenn du (dem einen Gott andere Götter) beigesellst, ist dein Werk hinfällig, und du gehörst (dereinst) zu denen, die den Schaden haben. 66 Nein, (dem einen) Gott mußt du dienen. Und du mußt (ihm immer) dankbar sein.

Wer nicht  an das Jenseits glaubt sind

Verlierer, die schlimme

Strafe zu erwarten haben

 

27:4 Denen (aber), die nicht an das Jenseits glauben, haben wir ihre Handlungen im schönsten Licht erscheinen lassen (um sie durch Selbstsicherheit zu betören), so daß sie (schließlich) weder aus noch ein wissen. 5 Die haben eine schlimme Strafe zu erwarten. Und im Jenseits sind sie (dereinst) diejenigen, die am meisten verlieren. 6 Und der Koran wird dir von einem dargeboten, der weise ist und Bescheid weiß.

Gott ist den Ungläubigen Feind

2: 98 wenn einer Gott und seinen Engeln und Gesandten und dem Gabriel und Michael feind ist, so ist (umgekehrt auch) Gott den Ungläubigen feind.

Gottes Feinde 8: 60 Und rüstet für sie, soviel ihr an Kriegsmacht und Schlachtrossen (?) (aufzubringen) vermögt, um damit Gottes und eure Feinde einzuschüchtern, und andere außer ihnen, von denen ihr keine Kenntnis habt, (wohl) aber Gott! Und wenn ihr etwas um Gottes willen spendet, wird es euch (bei der Abrechnung im Jenseits) voll heimgezahlt. Und euch wird (dabei) nicht Unrecht getan.
Feinde Gottes Höllenfeuer in Ewigkeit 41: 28 Das ist der Lohn der Feinde Gottes, (nämlich) das Höllenfeuer, in dem sie eine Behausung für die Ewigkeit finden. (Dies geschieht ihnen) zum Lohn dafür, daß sie unsere Zeichen (fortwährend) geleugnet haben.
Keine Freundschaft

keine Zuneigung

mit Ungläubigen

 

60:1 Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht meine und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen (eure) Zuneigung zu erkennen gebt, wo sie doch nicht an das glauben, was von der Wahrheit (der Offenbarung) zu euch gekommen ist, und den Gesandten und euch (nur darum aus Mekka) vertrieben haben (w. vertreiben), daß ihr an Gott, euren Herrn, glaubt! (Nehmt sie nicht zu Freunden) wenn (anders) ihr in der Absicht, um meinetwillen Krieg zu führen (w. euch abzumühen), und im Streben nach meinem Wohlgefallen ausgezogen seid! Wie könnt ihr ihnen heimlich (eure) Zuneigung zu verstehen geben (w. (Aussagesatz): Ihr gebt ihnen heimlich (eure) Zuneigung zu verstehen), wo ich doch weiß, was ihr geheim haltet, und was ihr bekannt gebt? Wenn einer von euch das tut, ist er (damit endgültig) vom rechten Weg abgeirrt.
Ungläubige sind Feinde der Muslime 4:101 Und wenn ihr im Land (draußen) unterwegs seid, ist es für euch keine Sünde, das Gebet abzukürzen, falls ihr fürchtet, daß diejenigen, die ungläubig sind, euch zu schaffen machen (w. eine Prüfung auferlegen). Die Ungläubigen sind euch (nun einmal) ein ausgemachter Feind.
Dem Irrtum verfallen,

Schande im Diesseits und

Strafe im Jenseits

5:41 Du (mein) Gesandter! Diejenigen, die sich im Unglauben ereifern, brauchen dich nicht traurig zu machen, (Leute) die nur so obenhin sagen: ‚Wir glauben‘, aber mit dem Herzen nicht glauben, und (andere?) die dem Judentum angehören, (Leute) (oder: Und unter denen, die dem Judentum angehören, gibt es welche), die immer nur auf Lügen hören und auf andere Leute, die nicht zu dir gekommen sind. Sie entstellen die Worte (der Schrift), nachdem sie (ursprünglich) an ihrer (richtigen) Stelle gestanden haben, und sagen: ‚Wenn euch dies (was wir euch hier sagen(?), von Mohammed vor)gebracht wird, dann nehmt es (als richtig) an! Wenn es euch aber nicht (vor)gebracht wird (und dafür etwas anderes, was mit unseren Aussagen nicht übereinstimmt), dann hütet euch (es anzunehmen)!‘ (Sie sind eben dem Irrtum verfallen.) Und wenn Gott von jemand will, daß er der Versuchung erliegt, vermagst du gegen Gott nichts für ihn auszurichten. Das sind die, denen Gott nicht das Herz rein machen wollte. Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil, und im Jenseits haben sie eine gewaltige Strafe zu erwarten.

 

Sie töten Propheten und Menschen, die zu Gerechtigkeit auffordernIhre Werke sind hinfällig 3:21 Denen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, unberechtigterweise die Propheten töten und (überhaupt) diejenigen Menschen töten, die zur Gerechtigkeit auffordern, denen verkünde (daß sie) eine schmerzhafte Strafe (zu erwarten haben)! 22 Deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Und sie haben (dereinst) keine Helfer.
schadenfreudig;

listig

3:120 Wenn euch (Gläubigen) etwas Gutes zukommt, tut es ihnen leid. Wenn euch aber etwas Schlimmes trifft, freuen sie sich darüber. Wenn ihr nun geduldig und gottesfürchtig seid, wird euch ihre List nichts anhaben können. Gott umfaßt (mit seinem Wissen alles) was sie tun.
Gott hasst sie 35:39 Er ist es, der euch als Nachfolger (früherer Generationen) auf der Erde eingesetzt hat. Diejenigen nun, die ungläubig sind, sind es zu ihrem eigenen Nachteil. Die Ungläubigen werden durch ihren Unglauben bei ihrem Herrn nur noch verhaßter und haben dadurch (für sich selber) nur noch mehr Schaden.

 

Gott straft sie mit der Hölle 40:10 Denen, die (in ihrem Erdenleben) ungläubig waren, wird (dereinst) zugerufen: ‚Gott empfindet größeren Abscheu (vor euch), als ihr (nunmehr?) vor euch selber empfindet, nachdem ihr (in eurem Erdenleben immer wieder) zum Glauben aufgerufen worden seid und daraufhin (doch) nicht geglaubt habt.‘ 11 Sie sagen: ‚Herr! Du hast uns zweimal sterben lassen (oder: zweimal tot sein lassen (das erste Mal vor unserer Geburt, das zweite Mal nach unserem Sterben))

und zweimal lebendig gemacht. Wir bekennen nun unsere Schuld. Gibt es etwa eine Möglichkeit (w. einen Weg), (hier) herauszukommen (und der Höllenstrafe zu entgehen)?‘

 

Ihre guten Werke sind hinfällig; ihr Lohn ist die Hölle 18:103 Sag: Sollen wir euch Kunde geben von denen, die im Hinblick auf (ihre) Werke (dereinst) am meisten verlieren, 104 – (von denen) deren Eifer im diesseitigen Leben fehlgeleitet ist, während sie (ihrerseits) meinen, sie würden es recht machen? 105 Das sind diejenigen, die an die Zeichen ihres Herrn und (die Tatsache) daß sie (dereinst beim Gericht) ihm begegnen werden, nicht glauben. Ihre Werke sind daher hinfällig. Und wir erkennen ihnen (bei der Abrechnung) am Tag der Auferstehung (dafür) keinen Wert zu (w. wir stellen ihnen (dafür) kein Gewicht auf (die Waagschaale)). 106 Das ist ihr Lohn, (nämlich) die Hölle (oder: Deren Lohn ist die Hölle) dafür, daß sie ungläubig waren und mit meinen Zeichen und meinen Gesandten ihren Spott getrieben haben.
Gott hat Satane auf die Ungläubigen gehetzt 19:83 Hast du nicht gesehen, daß wir die Satane über die Ungläubigen gesandt haben, damit sie sie aufhetzen?

 

Gott verflucht sie 23:41 Da kam tatsächlich (w. wirklich (und wahrhaftig)) der Schrei über sie, und wir machten sie zu Plunder. Fluch über das Volk der Frevler (w. Fernsein (von allem Guten?) dem Volk der Frevler)!

 

Gott verflucht sie und macht aus ihnen Affen und Schweine 5:60 Sag: Soll ich euch von etwas Schlimmerem Kunde geben im Hinblick auf eine (gewisse) Belohnung (die Frevler aus euren eigenen Reihen) bei Gott (erhalten haben)? (Leute) die Gott verflucht hat, und auf die er zornig ist, und aus denen er Affen und Schweine und Götzendiener gemacht hat. Die sind schlimmer daran (?) und weiter vom rechten Weg abgeirrt.

 

Gott macht aus Übertretern des Sabbats Affen 2:65 Ihr wißt doch Bescheid über diejenigen von euch, die sich hinsichtlich des Sabbats einer Übertretung schuldig machten, worauf wir zu ihnen sagten: ‚Werdet zu abscheulichen (?) Affen!‘
Ungehorsame werden zu Affen 7:166 Und als sie (d.h. die Bewohner jener Stadt am Meer) sich über das, was ihnen verboten worden war, hinwegsetzten (?), sagten wir zu ihnen: ‚Werdet zu abscheulichen (?) Affen!‘
Gott führt sie irre und foltert sie 40:70 Sie, die die Schrift und die Botschaft, die wir unseren Gesandten mitgegeben haben, (zeitlebens) für Lüge erklären. Sie werden (schon noch zu) wissen (bekommen, was mit ihnen geschieht), 71 (dereinst) wenn sie (die Hände in) Fesseln und Ketten an ihrem Hals haben (?) und (so) 72 in das heiße Wasser gezerrt werden und hierauf das Höllenfeuer mit ihnen geschürt wird. * 73 Hierauf wird zu ihnen gesagt: ‚Wo ist nun, was ihr (zeitlebens) beigesellt 74 (und) an Gottes Statt (verehrt) habt?‘ Sie sagen: ‚Sie sind uns entschwunden. Nein, wir haben früher (eigentlich) zu (überhaupt) nichts gebetet.‘ So führt Gott die Ungläubigen irre.
Gott hat frühere Generationen vernichtet 28:43 Und wir haben doch, nachdem wir die früheren Generationen hatten zugrunde gehen lassen, dem Mose die Schrift gegeben, als sichtbare Beweise für die Menschen, und als eine Rechtleitung und Barmherzigkeit, damit sie sich vielleicht mahnen lassen würden. *

 

Gott verstockt die Ungläubigen und

macht sie unrein.

6:125 Und wenn Gott einen rechtleiten will, weitet er ihm die Brust für den Islam. Wenn er aber einen irreführen will, macht er ihm die Brust eng und bedrückt (so daß es ihm ist) wie wenn er in den Himmel hochsteigen würde (und keine Luft bekommt?). So legt Gott die Unreinheit auf diejenigen, die nicht glauben (so daß sie verstockt bleiben).

 

Ungläubige haben keinen Verstand und sind unrein 10:100 Niemand darf gläubig werden, außer mit der Erlaubnis Gottes. Und er legt die Unreinheit auf diejenigen, die keinen Verstand haben (und daher verstockt bleiben).

[

Gott liebt die Ungläubigen nicht 3:32 Sag: Gehorchet Gott und dem Gesandten! Wenn ihr euch abwendet (seid ihr eben ungläubig). Gott liebt die Ungläubigen nicht.
Gott liebt keinen der betrügerisch und undankbar ist 22:38 Gott sorgt für die Verteidigung derer, die glauben. Er liebt keinen, der betrügerisch und undankbar ist.

 

Gott liebt die Ungläubigen nicht 30:45 (Sie werden dereinst die Seligkeit erlangen.) Gott (w. Er) wird eben durch seine Huld denen, die glauben und tun, was recht ist, (reichlich) vergelten. (Aber) die Ungläubigen liebt er nicht.

 

Gott wird die Ungläubigen zuschanden machen 9:2 Zieht nun vier Monate (unbehelligt) im Land umher! Ihr müßt aber wissen, daß ihr euch dem Zugriff Gottes nicht werdet entziehen können, und daß Gott die Ungläubigen (früher oder später) zuschanden machen wird.

 

Wird die zuschanden machen, die gegen den Propheten sind 16:27 Hierauf, am Tag der Auferstehung, wird er sie zuschanden machen und sagen: ‚Wo sind (nun) meine Teilhaber, hinsichtlich derer ihr (gegen mich und den Gesandten) Opposition getrieben habt (?)?‘

 

Gott vergißt die Leugner 7:51 die ihre Religion als Zerstreuung betrachten und ihr Spiel mit ihr treiben, und die vom diesseitigen Leben betört sind. Heute wollen wir sie nun vergessen, so wie sie (ihrerseits) vergaßen, daß sie (dereinst) diesen Tag erleben würden, und unsere Zeichen leugneten.
Gott lässt sie fallen,

vergisst sie

20:126 Gott (w. Er) sagt: ‚So (ist es in Ordnung?). Unsere Zeichen sind zu dir gekommen, und da hast du sie vergessen. Ebenso wirst du heute vergessen.‘
Gott lässt sie fallen,

vergißt sie und straft mit der ewigen Hölle

32:14 Jetzt bekommt ihr (die Höllenstrafe) zu spüren dafür, daß ihr vergessen habt, daß ihr (dereinst) diesen Tag erleben würdet. Wir haben euch (ebenfalls) vergessen. Ihr bekommt jetzt die ewige (Höllen) strafe zu spüren für das, was ihr (in eurem Erdenleben) getan habt.
Gott lässt sie fallen,

vergisst sie und straft sie mit der Hölle

45:34 Und man sagt (zu ihnen): ‚Heute wollen wir euch vergessen, so wie ihr (eurerseits) vergaßet, daß ihr (dereinst) diesen Tag erleben würdet. Das Höllenfeuer wird euch aufnehmen. Und ihr habt (dann) keine Helfer.
Ewige Hölle für Ungläubige und Undankbare 35:36 Diejenigen aber, die ungläubig sind, haben das Feuer der Hölle zu erwarten, wobei sie weder zum Sterben verurteilt werden, noch ihnen Straferleichterung gewährt wird. So vergelten wir jedem, der undankbar (oder: ungläubig) ist.

 

Ungläubige fühlen sich stark und machen Opposition 38:2 Aber nein! Diejenigen, die ungläubig sind, fühlen sich stark und machen Opposition (w. sind in Macht und Opposition) (anstatt gefügig zu sein und sich belehren zu lassen).

 

Illusionen über die Länge der Höllenstrafen 3:24 Das (kommt daher) daß sie sagen: ‚Das Höllenfeuer wird uns nur eine (beschränkte) Anzahl von Tagen erfassen‘. Was sie (an falschen Ansichten und Behauptungen) ausheckten, hat sie in ihrer Religion betört.

 

Ungläubige haben Illusionen 6:130 Ihr Dschinn und Menschen (die ihr hier beisammen seid)! Sind (denn) nicht Gesandte aus euren eigenen Reihen zu euch gekommen, um euch meine Zeichen auszurichten und euch warnend darauf hinzuweisen, daß ihr (dereinst) diesen Tag (des Gerichts) erleben würdet?‘ Sie sagen: ‚(Ja) wir zeugen gegen uns selber.‘ Das diesseitige Leben hat sie betört, und sie zeugen (nun) gegen sich selber, daß sie (in ihrem Erdenleben) ungläubig waren.
Freveler mit trügerischen Versprechungen 35:40 Sag: Was meint ihr denn (wie es sich) mit euren Teilhabern (verhält), zu denen ihr betet, statt zu Gott (zu beten)? Zeigt mir, was sie auf (w. von) der Erde geschaffen haben! (Könnt ihr darüber etwas vorweisen?) Oder haben sie einen Anteil am Himmel (w. an den (sieben) Himmeln)? Oder haben wir ihnen eine Schrift gegeben, so daß ihnen von da her ein klarer Beweis vorliegen würde? Nein! Die Frevler machen einander nur trügerische Versprechungen.

 

Von diesseitigem Leben betört erwarten sie das Höllenfeuer 45:35 Dies geschieht euch darum, daß ihr mit den Zeichen (oder: Versen) Gottes euren Spott getrieben habt und vom diesseitigen Leben betört waret.‘ Heute kommen sie nun nicht (mehr) aus ihm (d.h. aus dem Höllenfeuer) heraus (w. werden sie nicht (wieder) aus ihm herausgebracht). Und ihr Verlangen nach Wiedergutmachung(?) wird nicht erfüllt.

 

betört 67:20 Oder wo ist einer (w. Wer ist derjenige), der euch eine Heerschar wäre, um euch zu helfen, außer dem Barmherzigen? Die Ungläubigen sind (ja) völlig betört.

 

Gott allein hat die Macht zu erschaffen 22:73 Ihr Menschen! Ein Gleichnis ist geprägt. Hört darauf! Diejenigen, zu denen ihr betet, statt zu Gott (zu beten), können nicht (einmal) eine Fliege erschaffen, auch wenn sie sich (alle) dafür zusammentun eine Fliege ihnen etwas wegnimmt, können sie es ihr nicht wieder abnehmen (w. vor ihr retten). (Wie) schwach ist (hier) der, der (nach etwas) verlangt, und das, wonach verlangt wird!

 

Entstellen die Schrift;

sind dem Irrtum verfallen

und haben Schande im Diesseits und gewaltige Strafe im Jenseits zu erwarten

5:41 Du (mein) Gesandter! Diejenigen, die sich im Unglauben ereifern, brauchen dich nicht traurig zu machen, (Leute) die nur so obenhin sagen: ‚Wir glauben‘, aber mit dem Herzen nicht glauben, und (andere?) die dem Judentum angehören, (Leute) (oder: Und unter denen, die dem Judentum angehören, gibt es welche), die immer nur auf Lügen hören und auf andere Leute, die nicht zu dir gekommen sind. Sie entstellen die Worte (der Schrift), nachdem sie (ursprünglich) an ihrer (richtigen) Stelle gestanden haben, und sagen: ‚Wenn euch dies (was wir euch hier sagen(?), von Mohammed vor)gebracht wird, dann nehmt es (als richtig) an! Wenn es euch aber nicht (vor)gebracht wird (und dafür etwas anderes, was mit unseren Aussagen nicht übereinstimmt), dann hütet euch (es anzunehmen)!‘ (Sie sind eben dem Irrtum verfallen.) Und wenn Gott von jemand will, dass er der Versuchung erliegt, vermagst du gegen Gott nichts für ihn auszurichten. Das sind die, denen Gott nicht das Herz rein machen wollte. Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil, und im Jenseits haben sie eine gewaltige Strafe zu erwarten.

 

Widerspenstigkeit wird mit erniedrigender Strafe belohnt 2:90 Sie haben sich fürwahr auf einen schlechten Handel eingelassen, indem sie an das, was Gott (nun als Offenbarung) herab gesandt hat, nicht glauben, aus (lauter) Auflehnung (dagegen), daß Gott seine Huld (w. (etwas) von seiner Huld) herabschickt, auf wen von seinen Dienern er will. So haben sie sich Zorn über Zorn zugezogen. Und die Ungläubigen haben (dereinst) eine erniedrigende Strafe zu erwarten.

 

Neidisch 2:109 Viele von den Leuten der Schrift möchten euch gern, nachdem ihr gläubig geworden seid, wieder zu Ungläubigen machen, da sie von sich aus Neid empfinden, nachdem ihnen (als ersten) die Wahrheit (der Offenbarung) klar geworden ist. Aber rechnet es (ihnen) nicht an und seid nachsichtig (und wartet zu), bis Gott mit seiner Entscheidung kommt! Er hat zu allem die Macht.

 

Unwissend 2:113 Die Juden sagen: ‚Die Christen entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage.‘ Und die Christen sagen: ‚Die Juden entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage.‘ Dabei lesen sie doch (in gleicher Weise) die Schrift. Diejenigen, die kein Wissen haben, (d.h. die Heiden?) sagen dasselbe. Aber Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden über das, worüber sie (in ihrem Erdenleben) uneins waren.

 

Verschroben

ohne Einsehen

5:75 Christus, der Sohn der Maria, ist nur ein Gesandter. Vor ihm hat es schon (andere) Gesandte gegeben. Und seine Mutter ist eine Wahrhaftige (?). Sie pflegten (als sie noch auf der Erde weilten, wie gewöhnliche Sterbliche) Speise zu sich zu nehmen. Sieh, wie wir ihnen (d.h. den Christen, die diese falschen Ansichten vertreten) die Verse (w. Zeichen) klar machen! Und dann sieh, wie verschroben sie sind (so daß sie trotz aller Belehrung kein Einsehen haben)!

 

Verschroben 10:34 Sag: Gibt es unter euren ‚Teilhabern‘ einen, der die Schöpfung ein erstesmal (zur Existenz im Diesseits) vollzieht (w. beginnt) und sie hierauf (bei der Auferstehung zur Existenz im Jenseits) wiederholt? Sag: Gott (allein) vollzieht die Schöpfung ein erstesmal und wiederholt sie hierauf. Wie könnt ihr nur so verschroben sein (daß ihr nicht an ihn glaubt)!

 

verschroben 35:3 Ihr Menschen! Gedenket der Gnade, die Gott euch erwiesen hat! Gibt es außer Gott einen Schöpfer, der euch (den Lebensunterhalt) vom Himmel und von der Erde beschert? Es gibt keinen Gott außer ihm. Wie könnt ihr nur so verschroben sein (daß ihr außer ihm andere Götter verehrt)!

 

verschroben 40:63 (Aber) ebenso waren (auch schon in früheren Zeiten) diejenigen verschroben, die die Zeichen Gottes leugneten
verschroben und gottverflucht 9:30 Die Juden sagen: “Uzair (d.h. Esra) ist der Sohn Gottes.‘ Und die Christen sagen: ‚Christus ist der Sohn Gottes.‘ Das sagen sie nur so obenhin. Sie tun es (mit dieser ihrer Aussage) denen gleich, die früher ungläubig waren. Diese gottverfluchten (Leute) (w. Gott bekämpfe sie)! Wie können sie nur so verschroben sein!

 

Gott hat sie verflucht und ihre Herzen verhärtet;Sie entstellen die Worte der SchriftFalsch 5:13 Und weil sie ihre Verpflichtung brachen, haben wir sie verflucht. Und wir machten ihre Herzen verhärtet, so daß sie die Worte (der Schrift) entstellten (indem sie sie) von der Stelle weg(nahmen) an die sie hingehören. Und sie vergaßen einen Teil von dem, womit (oder: woran) sie erinnert worden waren. Und du bekommst von ihnen (d.h. den Juden) immer (wieder) Falschheit zu sehen – mit Ausnahme von (einigen) wenigen von ihnen (die aufrichtig und zuverlässig sind). Aber rechne es ihnen nicht an und sei nachsichtig! Gott liebt die Rechtschaffenen.

 

Ungehorsam 5:43 Aber wie können sie dich zum Schiedsrichter machen, wo sie doch die Thora haben, in der die Entscheidung Gottes vorliegt, und sich hierauf, nachdem diese Voraussetzung (zur richtigen Einsicht für sie) gegeben ist, (in Ungehorsam davon) abwenden? Sie kann man nicht als (wirklich) Gläubige bezeichnen (w. Die sind nicht die (wirklich) Gläubigen).

 

Uneinsichtig 19:73 Und wenn ihnen (d.h. den Zeitgenossen) unsere Verse (w. Zeichen) als klare Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die ungläubig sind, zu denen, die gläubig sind (oder: im Hinblick auf diejenigen, die gläubig sind?): ‚Welche von den beiden Gruppen hat (denn) einen höheren Rang und stellt eine bessere Gesellschaft dar (die unsere oder die eure) (oder: (die unsere oder die ihre), s.o.)?‘

 

Heiden sind unrein; dürfen sich nicht der Kultstätte nähern 9:28 Ihr Gläubigen! Die Heiden sind (ausgesprochen) unrein. Daher sollen sie der heiligen Kultstätte nach dem jetzigen Jahr nicht (mehr) nahekommen. Und wenn ihr (etwa) fürchtet (deswegen) zu verarmen (macht ihr euch unnötig Sorgen): Gott wird euch durch seine Huld (auf andere Weise) reich machen (und schadlos halten), wenn er will. Gott weiß Bescheid und ist weise.

 

Juden sollen verflucht sein,

sie sind auf Unheil bedacht,

sind widersetzlich

5:64 Die Juden sagen: ‚Die Hand Gottes ist gefesselt‘ (d.h. Gott knausert mit seinen Gaben). Ihre (eigenen) Hände sollen gefesselt sein, und verflucht sollen sie sein (zur Strafe) für das, was sie (da) sagen. Nein! Er hat seine beiden Hände ausgebreitet und spendet, wie er will. Was von deinem Herrn (als Offenbarung) zu dir herab gesandt worden ist, wird sicher viele von ihnen in ihrer Widersetzlichkeit und ihrem Unglauben noch bestärken. Und wir ließen unter ihnen Feindschaft und Haß entstehen (w. wir warfen Feindschaft und Haß zwischen sie) (ein Zustand, der) bis zum Tag der Auferstehung (andauern wird). Sooft sie ein Feuer zum Krieg anzünden, löscht Gott es aus. Und sie sind (überall) im Land auf Unheil bedacht. Aber Gott liebt die nicht, die Unheil anrichten.

 

Richten Unheil an 10: 40 Und unter ihnen gibt es welche, die daran glauben. Und unter ihnen gibt es welche, die nicht daran glauben. Dein Herr weiß sehr wohl über die Bescheid, die Unheil anrichten.

 

Die Ungläubigen wurden verflucht weil sie widerspenstig sind und Gebote übertreten 5:78 Diejenigen von den Kindern Israels, die ungläubig waren, wurden (seinerzeit) durch den Mund (w. die Zunge) Davids und Jesu, des Sohns der Maria, verflucht. Dies (trat ein zur Strafe) dafür, daß sie widerspenstig waren und (die Gebote Gottes) übertraten.

 

widersetzlich führt zu Verwirrung 6:110 Und wir kehren ihr Herz und ihr Gesicht um (so daß sie nicht verstehen und nicht sehen), so wie sie schon anfänglich (w. erstmals) nicht daran geglaubt haben. Und wir lassen sie in ihrer Widersetzlichkeit (verharren), so daß sie (zuletzt) weder aus noch ein wissen.
Gott führt sie irre wegen ihrer Widersetzlichkeit 7:186 Wen Gott irreführt, für den gibt es keinen, der ihn rechtleiten würde. Er läßt sie in ihrer Widersetzlichkeit (verharren), so daß sie (zuletzt) weder aus noch ein wissen.

 

Gott lässt sie in ihrer Widersetzlichkeit verharren 10:11 Und wenn Gott den Menschen das Unheil (das für sie bestimmt ist, eben)so eilig zukommen ließe, wie sie es mit dem Guten eilig haben, wäre ihre Frist (schon) für sie entschieden (und sie wären dem Tod verfallen). Aber nun lassen wir diejenigen, die nicht damit rechnen, uns (am Tag des Gerichts) zu begegnen, in ihrer Widersetzlichkeit (verharren), so daß sie (zuletzt) weder aus noch ein wissen.

 

aufsässig 37:30 Wir hatten (unsererseits) keine Vollmacht über euch. Nein! Ihr waret (eben) aufsässige Leute.

 

Höllenfeuer für die, die mehrere Götter anbeten 50:25 das Gute (über das er verfügt, anderen) vorenthält, Übertretungen begeht und (unbegründeten) Verdacht hegt, 26 und der (dem einen) Gott einen anderen Gott zur Seite setzt! Werft ihn in die schwere Strafe (des Höllenfeuers)!‘

 

Missgünstig neidisch;

schadenfreudig

3:120 Wenn euch (Gläubigen) etwas Gutes zukommt, tut es ihnen leid. Wenn euch aber etwas Schlimmes trifft, freuen sie sich darüber. Wenn ihr nun geduldig und gottesfürchtig seid, wird euch ihre List nichts anhaben können. Gott umfaßt (mit seinem Wissen alles) was sie tun.

 

missgünstig 4:27 Gott will sich euch (seinerseits gnädig) wieder zuwenden. Diejenigen aber, die ihren Gelüsten folgen, wollen, daß ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht.

 

töricht 6:111 Selbst wenn wir die Engel zu ihnen hinabsenden würden, und wenn die Toten mit ihnen sprechen würden, und (wenn) wir alles (was es gibt?) leibhaftig (?) vor ihnen zusammenbringen würden, könnten sie unmöglich glauben, es sei denn, Gott wollte es. Aber die meisten von ihnen sind töricht.
Toren 39: 64 Sag: Wollt ihr mir denn befehlen, daß ich jemand anders als Gott verehren soll, ihr Toren?
taub, stumm und blind, ohne Verstand

 

2:171 Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh (w. etwas) anschreit, das nur Zu- und Anruf hört (ohne die eigentliche Sprache zu verstehen). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen Verstand.

 

taub und stumm 6:39 Und diejenigen, die unsere Zeichen für Lüge erklären, sind taub und stumm (und tappen) im Finstern. Gott führt, wen er will, in die Irre. Und wen er will, den bringt er auf einen geraden Weg.

 

Am jüngsten Tag  werden Ungläubige gequält, die stumm und taub sind, und in die Hölle kommen. 17:97 Wen Gott rechtleitet, der ist (in Wahrheit) rechtgeleitet. Für diejenigen aber, die er irreführt, wirst du außer ihm keine Freunde finden. Und wir werden sie am Tag der Auferstehung (zu uns) versammeln, kopfüber zu Boden geworfen (w. auf ihrem Gesicht (liegend), blind, stumm und taub. Die Hölle wird sie (dann) aufnehmen. Sooft das Feuer darin nach läßt, lassen wir ihnen die Brandhitze (wieder) stärker werden.

 

Blind und Taub 5:71 Und sie meinten, daß keine Prüfung (über sie) kommen werde (so daß sie sich im Glauben nicht erst würden bewähren müssen), und waren blind und taub. Hierauf kehrte Gott sich ihnen (gnädig) wieder zu. (Aber) viele von ihnen waren hierauf (wieder) blind und taub. Doch Gott durchschaut wohl, was sie tun.

 

taub und stumm

Gott führt in die Irre

6:39 Und diejenigen, die unsere Zeichen für Lüge erklären, sind taub und stumm (und tappen) im Finstern. Gott führt, wen er will, in die Irre. Und wen er will, den bringt er auf einen geraden Weg.

 

taub 30:52 Und du kannst nicht bewirken, daß die Toten hören (und aufnehmen, was du sagst), auch nicht, daß die Tauben (wenn du ihnen zurufst) den Zuruf hören, wenn sie (nun einmal) den Rücken kehren (und nicht hören wollen).
Hartherzig

Im Irrtum

39:22 Ist denn einer, dem Gott die Brust für den Islam geweitet hat, so daß er (nunmehr) von seinem Herrn erleuchtet ist (w. in Licht von seinem Herrn ist) (gleich einem, der verstockt ist und im Finstern tappt)? Wehe denen, die ein verhärtetes Herz haben und sich vor der Mahnung Gottes verschließen(?) (oder: und deshalb versäumen, Gottes zu gedenken?)! Die befinden sich offensichtlich im Irrtum.
Hartherzige Frevler 57:16 Wird es für diejenigen, die glauben, nicht (allmählich) Zeit, daß ihr Herz sich vor der Mahnung Gottes und vor der Wahrheit, die (als Offenbarung zu ihnen) herabgekommen ist, demütigt, damit es mit ihnen nicht geht wie mit denen (w. und (daß) sie nicht wie diejenigen sind), die (schon) früher die Schrift erhalten haben, und denen es zu lange dauerte, so daß ihr Herz sich verhärtete und (schließlich) viele von ihnen Frevler waren? (oder: so daß ihr Herz sich verhärtete? Viele von ihnen waren (ja) Frevler.)
frech;

aufmüpfig

6:146 Und denen, die dem Judentum angehören, haben wir alles (zu essen) verboten, was Krallen hat. Und von den Rindern und vom Kleinvieh haben wir ihnen das Fett (zu essen) verboten, außer dem, was ihnen am Rücken oder an den Eingeweiden (?) sitzt, oder was mit Knochen verwachsen ist. Damit haben wir ihnen für ihre Auflehnung vergolten. Wir sagen die Wahrheit.

 

es gibt keinen Grund sich auf Erden zu freuen  das ist Hochmut, der mit der Hölle bestraft wird 40:75 (Und zu ihnen wird gesagt:) ‚Dies (geschieht euch) darum, daß ihr euch auf der Erde unberechtigterweise gefreut habt und ausgelassen (und überheblich) waret. 76 Tretet zu den Toren der Hölle (in sie) ein, um (ewig) darin zu weilen! – Ein schlimmes Quartier für die Hochmütigen!‘

 

Verharren in Widersetzlichkeit und Ablehnung 67:21 Oder wo ist einer, der euch (den Lebensunterhalt) bescheren würde, wenn er seine Bescherung zurückhalten sollte? Aber nein! Sie verharren in Widersetzlichkeit und Ablehnung.
Lügnern droht Schlimmes 3:137 Schon vor euch hat es Fälle gegeben, in denen (gegen die Leugner der göttlichen Botschaft in der bekannten Weise) verfahren wurde. Zieht doch im Land umher und schaut, wie das Ende derer war, die (unsere Gesandten) für Lügner erklärt haben!

 

Drohung an die Ungläubigen 11:93 Und, ihr Leute, handelt nach dem Standpunkt, den ihr einnehmt (?)! Ich werde (ebenfalls) handeln (wie ich es meinerseits für recht halte). Ihr werdet es (schon noch zu) wissen (bekommen), über wen eine Strafe kommen wird, die ihn zuschanden macht, und wer ein Lügner ist (ich oder ihr). Paßt auf! Ich passe mit euch auf.‘

 

St. Petersburg Declaration

St. Petersburg Declaration
Im März 2007 fand in St. Petersburg in Florida, USA ein Treffen mit führenden muslimischen
Islamkritikern statt. Gemeinsam verkündeten sie die „St. Petersburg Declaration“ welche die
Einhaltung der Menschenrechte in moslemischen Ländern einfordert:
Das „Secular Islam Summit“ (Säkulares Islamisches Gipfeltreffen), stand unter der Schirmherrschaft
der humanistischen Organisation „Center for Inquiry“ (Zentrum für Nachforschung). Es sprachen
Menschen moslemischer Herkunft, vom zornigen Ex-Gläubigen bis zum gläubigen Reformer. Sie unterschieden sich stark in den Details, aber sie teilten alle die Überzeugung, dass der Islam mit säkularer Demokratie kompatibel sein muss. Das Abschluss-Manifest „The St. PetersburgDeclaration“ (Die St. Petersburg Erklärung), bestätigte die Trennung von Moschee und Staat, die Gleichstellung der Geschlechter im Privatrecht und im Familienrecht, sowie die ungehinderte kritische Studie von islamischen Traditionen.
Wir sind sekulare Muslime und sekulare Menschen aus moslemischen Gesellschaften. Wir sind
Gläubige, Zweifler und Ungläubige, die zusammengebracht wurden durch den großen Kampf, nicht
zwischen dem Westen und dem Islam, sondern zwischen der Freiheit und der Unfreiheit.
Wir bestätigen die unverletzliche Freiheit des individuellen Gewissens. Wir glauben an die Gleichheit aller menschlichen Personen.
Wir bestehen auf die Trennung von Religion und Staat und auf die Einhaltung der universellen Menschenrechte.
Wir finden Traditionen der Freiheit, der Rationalität und der Toleranz in der reichen Geschichte der
vorislamischen und der islamischen Gesellschaften. Diese Werte gehören nicht zum Westen oder
zum Osten. Sie sind das gemeinsame moralische Erbe der Menschheit.
Wir sehen keinen Kolonialismus, Rassismus, oder sogenannte „Islamphobie“ darin islamische
Praktiken der Kritik zu unterziehen oder sie zu verdammen wenn sie den menschlichen Verstand
oder die Menschenrechte verletzen.
Wir rufen alle Regierungen der Welt dazu auf die Scharia, Fatwa-Gerichte, klerikale Herrschaft und staatlich sanktionierte Religion in all ihren Formen abzulehnen;
gegen alle Strafen zu sein, welche Blasphemie und Glaubensabfall bestrafen, im Einklang mit Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte;
dass sie alle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung, Ehrenmorde, erzwungene
Verschleierung, und Zwangsverheiratung abschaffen, welche die Unterdrückung der Frauen fördern;
dass sie sexuelle und geschlechtliche Minderheiten vor der Verfolgung und der Gewalt
schützen; dass sie die religiöse Ausbildung reformieren, welche Intoleranz und Vorurteile gegen Nicht-
Moslems lehren;
und dass sie eine offene öffentliche Sphäre schaffen in denen alle Angelegenheiten
diskutiert werden können ohne Zwang und Einschüchterung.
Wir verlangen den Islam aus der Gefangenschaft der totalitären Ambitionen von machthungrigen
Männern und den engen Fesseln der Orthodoxie zu entlassen.
Wir rufen Akademiker und Denker überall dazu auf, sich an die angstfreie Untersuchung der
Ursprünge und der Quellen des Islams zu machen, und die Ideale einer freien wissenschaftlichen
und geistigen Forschung durch interkulturelle Übersetzung, Veröffentlichung und die
Massenmedien zu verbreiten.
Wir sagen zu den moslemischen Gläubigen: „Es gibt eine ehrwürdige Zukunft für den Islam, als
einen persönlichen Glauben, nicht als politische Doktrin.“ Zu den Christen, Juden, Buddhisten,
Hindus, Bahais und allen nichtmoslemischen Glaubensgemeinschaften sagen wir: „Wir sind mit
Euch als freie und gleiche Bürger.“ Zu den Nichtgläubigen sagen wir: „Wir verteidigen Eure
uneingeschränkte Freiheit zu Hinterfragen und eine andere Meinung zu haben“.
Bevor irgend einer von uns ein Mitglied der Ummah, des Corpus Christi, oder des erwählten Volkes
ist, sind wir alle Mitglieder der Gemeinschaft des Gewissens, der Leute die für sich selber wählen
müssen.
St. Petersburg Declaration
engl..
In March 2007, a meeting with leading critics of Islam took place in St. Petersburg Florida USA.
Together they proclaimed the St. Petersburg Declaration which demands the respect of human
rights, the respect for human rights in Muslim countries:
 
The Secular Islam Summit, was held under the Patronage of the Humanist organization “Center for
Inquiry” It talked people a Muslim background, from angry ex-believers to believers reformer. They
differed greatly in the details, but they all shared the conviction that Islam must be compatible with
säkulärer democracy. The final manifesto “The St. Petersburg Declaration”, confirmed the
separation of mosque and state, gender equality in personal and family law, as well as the
unimpeded critical study of Islamic traditions.
We are secular Muslims, and secular persons of Muslim societies. We are believers, doubters, and
unbelievers, brought together by a great struggle, not between the West and Islam, but between
the free and the unfree.
We affirm the inviolable freedom of the individual conscience. We believe in the equality of all
human persons.
We insist upon the separation of religion from state and the observance of universal human rights.
We find traditions of liberty, rationality, and tolerance in the rich histories of pre-Islamic and Islamic
societies. These values do not belong to the West or the East; they are the common moral heritage
of humankind.
We see no colonialism, racism, or so-called “Islamaphobia” in submitting Islamic practices to
criticism or condemnation when they violate human reason or rights.
We call on the governments of the world to
reject Sharia law, fatwa courts, clerical rule, and state-sanctioned religion in all their forms;
oppose all penalties for blasphemy and apostasy, in accordance with Article 18 of the
Universal Declaration of Human rights;
eliminate practices, such as female circumcision, honor killing, forced veiling, and forced
marriage, that further the oppression of women;
protect sexual and gender minorities from persecution and violence;
reform sectarian education that teaches intolerance and bigotry towards non-Muslims;
and foster an open public sphere in which all matters may be discussed without coercion or
intimidation.
We demand the release of Islam from its captivity to the totalitarian ambitions of power-hungry
men and the rigid strictures of orthodoxy.
We enjoin academics and thinkers everywhere to embark on a fearless examination of the origins
and sources of Islam, and to promulgate the ideals of free scientific and spiritual inquiry through
cross-cultural translation, publishing, and the mass media.
 

Mausfalle

Moralische Regeln

Ohne vernünftige Regeln war die Welt für die meisten die Hölle

Die kanadische Philosophin Patricia Churchland attackierte in Tübingen die moralischen Lehren von Religion und Ethik („Gut oder böse: Alles Oxytocin?“ sowie „Übrigens“ vom 8. Juni).

13.06.2018 Roland Fakler, Ammerbuch
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Oxytocin reicht leider nicht, um eine friedliche Welt zu schaffen, dazu bedarf es vernünftiger Regeln und einer Ordnungsmacht, die sie durchsetzt. Wenn wir die Welt einfach dem Oxytocin überlassen würden, wären die Guten, mit viel Oxytocin, bald ausgestorben, weil sie von den Bösen, mit weniger Oxytocin, ausgerottet worden wären.

Schon im Tierreich gibt es Zuneigung und Feindschaft, erst recht bei den Menschen. Die steinzeitliche Homo-sapiens-Truppe musste sich auf ihre Familienmitglieder verlassen können. Das war überlebensnotwendig. Ebenso notwendig war es auch, die Fremden mit Misstrauen zu betrachten, weil man nicht wusste, was von ihnen zu erwarten war. Heute wissen wir, dass die vorgeschichtlichen Menschen nicht einfach friedlich zusammen- oder nebeneinander gelebt haben und aus frühgeschichtlicher Zeit wissen wir, dass es unzählige Kriege und Völkermorde gab, dass meist ein waffentechnisch überlegenes Kriegervolk sich eine einheimische Bevölkerung unterworfen und versklavt hat. Wir wissen das von der Invasion der Dorer (- 12. Jahrhundert) in Griechenland, der Arier in Indien, der Israeliten in Palästina, der Europäer in Afrika, Asien und Amerika.

Ohne moralische Regeln gibt es also, trotz bisweilen vorhandenem Oxytocin, keine „friedliche“ Welt für alle Menschen, sondern Herren und Sklaven, Ausbeuter und Unterdrückte. Oxytocin kann sich erst wieder in einem friedlichen und gerechten Gemeinwesen entfalten, das durch Regeln und eine Ordnungsmacht gesichert ist.

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Wenn es schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte Religion gab, heißt das noch lange nicht unbedingt, dass damit menschenfreundliches Verhalten herrschte. Im Gegenteil, in der Frühzeit fast aller Religionen gab es Menschenopfer, Geister-, Teufels- und Wunderglauben, der mehr Angst verbreitet als zum ethisch gutem Leben angeleitet hat. Dabei waren „göttliche Offenbarungen“, die nichts als menschliche Machenschaften sind, nicht hilfreich, sondern wegen ihrer Intoleranz Konflikt fördernd.

Weiterer Leserbrief am 21.06.2018

Intolerante Götter

Der Mensch ist – in ethischen Normen – das Maß aller Dinge! Entscheidend, welche Werte in einer Gesellschaft herrschen, ist das Menschenbild, das in dieser Gesellschaft herrscht und nicht das Oxytocin, das in den Hirnen herumfährt. Auch angeblich göttliche Offenbarungen in all ihrer Vielfalt und ihren Widersprüchen sind selbstverständlich von Menschen geschaffen. Wir sehen das am besten daran, dass das erste Gebot, das die Weltanschaungsfreiheit einschränkt, gemäß unserem Grundgesetz nicht mehr gilt, es herrscht Weltanschauungsfreiheit. Auch viele andere biblischen Gebote, z. B. die Todesstrafe, gelten nicht mehr. Wenn in angeblich göttlichen Offenbarungen gegen Heiden und Falschgläubige gehetzt wird, wird dieser Hass salonfähig und alle Maßnahmen gegen diese „Ungläubigen“ gelten als „gut und richtig“, weil angeblich von Gott gewollt. Wenn jemand glaubt, dass jeder Terror gerechtfertigt ist, um der eigenen, für richtig und wahr geglaubten Weltanschauung zur Herrschaft zu verhelfen, geht es zu, wie es in den letzten 3000 Jahren zugegangen ist, mit Glaubenskriegen, Verfolgung, grausamen Strafen, anerzogenem Hass… Eine bessere Welt, mit besseren Werten kann nur auf der Basis eines Weltbildes entstehen, dass eine gerechte Welt für alle Menschen / Lebewesen schaffen möchte. Auch diese Idee ist natürlich nur eine menschliche, die verworfen oder durchgesetzt werden kann. Ich finde sie aber besser als das, was die intoleranten Götter / ihre Erfinder bisher so von sich gegeben haben.

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Koran

Was steht im Koran?

Als Grundlage dient die Übersetzung des renomierten Islamwissenschaftlers Rudi Paret. Zur besseren Übersicht werden manche Zitate gekürzt, aber mit Angaben von Sure und Vers versehen.

Allah einzig wahrer Gott: 4:116 Gott vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt. 

18:14 …’Unser Herr ist der Herr von Himmel und Erde. Wir werden zu keinem anderen Gott als zu ihm beten.

Apostasie, Abfall vom Glauben 2:217 … Und der Versuch, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, wiegt schwerer als Töten. 

Und diejenigen von euch, die sich (etwa) von ihrer Religion abbringen lassen und (ohne sich wieder bekehrt zu haben) als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen.

4:137 Diejenigen, die (zuerst) gläubig, hierauf ungläubig und hierauf (wieder) gläubig waren und hierauf (wieder) ungläubig geworden sind und hierauf dem Unglauben (immer mehr) verfallen, denen kann Gott unmöglich vergeben, und er kann sie unmöglich einen rechten Weg führen.

16:106 Diejenigen, die an Gott nicht glauben, nachdem sie gläubig waren -… über die kommt Gottes Zorn , und sie haben (dereinst) eine gewaltige Strafe zu erwarten.

Auserwählt – Islam ist einzig wahre Religion

3:19 Als (einzig wahre) Religion gilt bei Gott der Islam….Wenn aber einer nicht an die Zeichen Gottes glaubt, ist Gott schnell im Abrechnen.

3:110 Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist …Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott. Wenn die Leute der Schrift (ebenfalls) glauben würden (wie ihr), wäre es besser für sie. Es gibt (zwar) Gläubige unter ihnen. Aber die meisten von ihnen sind Frevler.

47:38 … Wenn ihr euch abwendet (und der Heilsbotschaft kein Gehör schenkt), läßt er ein anderes Volk eure Stelle einnehmen

48:20   Gott hat euch versprochen, daß ihr viel Beute machen würdet.

49:13 ….Als der Vornehmste gilt bei Gott derjenige von euch, der am frömmsten ist.

Dschihad

2:191 Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.

 

Kopftuch 33:59 Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. Gott aber ist barmherzig und bereit zu vergeben.

 

Hoffnung

Leserbrief im heutigen Tagblatt Tübingen 21.03.2018

Hoffnung

Die Wanderausstellung „Jugend im Gleichschritt“ war bis 16. März im Tübinger Landratsamt zu sehen. Konnte man sich dem Druck staatlicher Indoktrination entziehen? Wie hat das ganze System von Führung und Verführung, von Terror und Verfolgung, von Ausgrenzung und Kameradschaft funktioniert? Wie denken Jugendliche und Überlebende heute darüber?

„Jugend im Gleichschritt“ – eine Ausstellung, die nachdenklich macht.

Jeder Staat kann seine Jugend im Gleichschritt marschieren lassen, wenn er genügend Druck in Form von Vergünstigungen für die Willigen und Nachteilen für die Unwilligen ausübt. Das haben unsere „Guides“ überzeugend erklärt. Dass sie sich nicht „Führer“ nennen, wo es doch gerade um die Entlarvung von (Ver-)Führern geht, versteht sich.

Jeder möchte in dem Staat leben, der seine Heimat ist. Wenn man nur als Nazi eine Chance auf Karriere hatte, war das eine Verführung, der viele erlegen sind.

Kinder und Jugendliche vertrauen auf die redlichen Absichten ihrer Eltern und Lehrer. Das Problem sind, bis heute, die herrschsüchtigen, sogenannten „starken Männer“, die totalen Ideologien, Religionen und Weltanschauungen, die die ganze Welt in den Griff bekommen wollen, die niemandem erlauben, selbstständig zu denken, die alle Ketzer und Abweichler verfolgen.

Die leichtesten Opfer sind immer die Kinder und Jugendlichen. Sie glauben, sie folgen, sie marschieren wohin sie geführt werden … auch in den eigenen Untergang. Wer Kinder zu blindem Glauben und Gehorsam erzieht, muss damit rechnen, dass sie eines Tages eteas ganz Dummes glauben und einem Verbrecher gehorchen. Deswegen: Kinder und Jugendliche nicht mit unvernünftigen Ideologien indoktrinieren, sondern zum selbstständigen Denken anleiten und Freiräume lassen zum „Anderssein“! Hoffnung machen die Jugendguides, die uns hervorragend durch die Ausstellung geführt haben.

ID: 650b6db09a2947f7a61fb57aa0585df9

Mina Ahadi

 „Frauenrechte und Islam – ein lebenslanger Kampf gegen den politischen Islam.“

Vortrag von Mina Ahadi

28.4. 2018 Vortrag von Mina Ahadi

Die Humanisten Tübingen laden zu einem Vortrag von Mina Ahadi ein.
Die aus dem Iran geflüchtete Frauenrechtlerin ist Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.
„Frauenrechte und Islam –
ein lebenslanger Kampf gegen den politischen Islam.“
Wo:           Begegnungsstätte Hirsch
                    Hirschgasse 9
                    Tübingen  –  Saal im 1. Stock

Wann:     Samstag den 28.4.2018
                 19 bis   21 Uhr

Eintritt:    frei

Veranstalter: Humanisten Tübingen

Mina Ahadi, geboren 1956 in Abhar (Iran), studierte Medizin an der Universität Tabriz und war aktiv in der linken Opposition gegen den Schah. Nach der gescheiterten Revolution im Iran 1979 organisierte sie Protestaktionen und Demonstrationen. Als regimekritische politische Aktivistin wurde sie steckbrieflich gesucht und flüchtete 1981 nach Kurdistan und später nach Wien. Seit 1996 lebt Mina Ahadi in Köln.

2001 gründete Mina Ahadi das Internationale Komitee gegen Steinigung, 2004 das Komitee gegen Todesstrafe. Als Koordinatorin und Sprecherin der beiden Komitees arbeitete sie weltweit mit Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode (mitunter auch zur Steinigung) verurteilten Menschen das Leben. Auf der Gründungsversammlung des Zentralrats der Ex-Muslime wurde Mina Ahadi im Januar 2007 zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt.

In Deutschland tritt sie seitdem regelmäßig als Befürworterin eines konsequent säkularen Staates auf, und gilt als streitbare Kritikerin reaktionärer, religiöser Ideologien.

Leserbrief im Tagblatt 24.04.2018

von Roland Fakler

Ewiges Problem

„Amerika auf der Couch“ – der US-Psychiater Allen Frances analysierte die USA, das Trump-Zeitalter und die Welt am Wendepunkt („Das Primatengehirn twittert“, 20. April).

Die Analyse von Allen Frances gewährt tiefe Einblicke in das ewige Problem mit „(Halb-) Starken Männern“. Auch die intoleranten abrahamitischen Religionen sind Erzeugnisse solcher Männer. Mit ihrer Hilfe haben sie Herrschaften errichtet. Mit ihren unzeitgemäßen Moralvorstellungen und Drohungen gegen Falschgläubige halten diese Stammesreligionen die Menschheit auf einem Kulturniveau fest, das ohne sie längst überwunden wäre.

Wie einst die Könige, Kaiser und Päpste das Christentum benutzt haben, um ihre Herrschaft zu festigen und das Volk in Unmündigkeit zu halten, wird der politische Islam heute in vielen Ländern mit demselben Ziel gelehrt. Mehr noch, er ist ein Instrument, um die Herrschaft islamischer Diktaturen, z.B. der Türkei, Saudi-Arabiens, Irans…mit Hilfe von Imamen und Moschee- Vereinen auf westliche Staaten auszudehnen. Vor allem Frauen und Mädchen haben unter dem patriarchalischen Wertesystem des orthodoxen Islams zu leiden, durch Ehrenmorde, Kopftuch- und Ehezwang. Bei Diktaturen, die auf „demokratische“ Weise entstanden sind, muss man an der Mündigkeit der Wähler zweifeln.

Mündige Bürger wissen, dass Macht beschränkt und die Werte der Aufklärung gegen die Herrschaftsansprüche machthungriger Männer verteidigt werden müssen!

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Zusammenfassung des Vortrages:

Auf Einladung der Humanisten Tübingen und Terre des femmes füllte die iranische Menschenrechtlerin Mina Ahadi am Samstag den Saal der Begegnungsstätte Hirsch mit gut 120 Leuten. Das Interesse war überwältigend. Man muss wohl persönlich betroffen sein, um die Botschaft von Freiheit und Selbstbestimmung mit solcher Überzeugung unters Publikum zu bringen wie sie. Ihr Mann wurde nach der Revolution im Iran 1980 hingerichtet. Sie hat das Wüten der Revolutionsgarden am eigenen Leib erlebt, hat wegen kritischer Reden ihren Studienplatz verloren und musste fliehen. In Deutschland ging ihr Kampf weiter gegen Steinigung und Todesstrafe, gegen Kopftuch- und Ehezwang. Sie ist Vorsitzende der Ex-Muslime und hat vielen Frauen einen Weg aus patriarchalischen Zwängen zu einem selbstbestimmten Leben gezeigt.

Es ist ein Fehler, wenn wir Menschen aus islamischen Ländern wie fromme Muslime behandeln. Sie sind zwangsweise in ihrer Kindheit Muslime geworden – wie viele Christen auch. Das haben unsere Politiker leider noch nicht begriffen. Politiker und Islamwissenschaftler fallen ihr in den Rücken, wenn sie konservativen Islamverbänden Zugeständnisse machen, die traditionelle Dummheiten religiös begründen wollen und hier ständig neue Forderungen stellen. „Das Kopftuch ist kein Stoff, sondern ein politisches Signal. Es dient dazu, Frauen unter Kontrolle zu halten.“ Die Flüchtlinge suchen hier Freiheit und nicht neue Zwänge in alten Fesseln. Deswegen: Klarere Trennung von Religion und Staat!

Mina Ahadi 2018-04-28

Mina Ahadi 2018-04-28

Ergänzung

Linda P. ist ein sehr schöner und informativer Artikel über den Vortrag von Mina Ahadi gelungen. Ihm wäre nichts hinzuzufügen, außer dass neben den einladenden Humanisten Tübingen die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes wesentlich zum Erfolg des Abends beigetragen hat. Diese Organisation engagiert sich weltweit für Frauenrechte. Neben Kopftuch- und Ehezwang, sind Ehrenmorde, Gewalt gegen Frauen und vor allem die weibliche Genitalverstümmelung schwerwiegende Probleme. Weltweit sollen 200 Millionen Frauen von der Beschneidung betroffen sein. Sie wird aus religiösen oder traditionellen Gründen, als feierlicher Initiationsritus, überwiegend in islamisch dominierten Ländern, vor allem in Teilen Nordafrikas, außerdem in manchen Ländern des Nahen Ostens und Asiens praktiziert. Wenn Frauen auf diese Weise unwiderruflich geschädigt werden, darf man das nicht tolerieren.

Es wäre sicher in Ordnung, wenn jede Frau auf der Welt frei entscheiden könnte, ob sie ein Kopftuch oder einen Irokesenschnitt tragen möchte, es ist nicht in Ordnung, wenn schon Kinder von Glaubensgemeinschaften dazu abgerichtet werden, sich mit religiösen oder politischen Symbolen abzugrenzen, die sie gar nicht verstehen können. Unser Staat muss dafür Sorge tragen, dass Kinder nicht indoktriniert, sondern informiert und zu mündigen Bürgern erzogen werden. Das Recht auf Unversehrtheit und Selbstbestimmung steht über dem Recht der Religionsgemeinschaft, ihre Mitglieder, vor allem ihre Kinder, zu formen.

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In der Humanistischen Rundschau vom Juli/August/ September 2018 ist dieser Artikel erschienen.

Von Helga Baumann – Roland Fakler und Marcel Kronfeld

Für Menschenrechte – gegen den politischen Islam!

Auf Einladung der Humanisten Tübingen und mit Unterstützung von Terre des Femmes füllte die iranische Menschenrechtlerin Mina Ahadi am 28.4.18 den Saal der Begegnungsstätte Hirsch in Tübingen mit gut 110 Zuhörern. Das Interesse war so überwältigend, dass der Saal wegen Überfüllung geschlossen werden musste.

Mit ihren Lebenslauf schilderte uns die Referentin auch die damalige Lage im Iran. Sie wurde 1956 in Abhar (Iran) in eine muslimische Familie geboren und musste im Alter von neun Jahren selbst die Burka tragen. Später, während ihrer Studienzeit in Tabriz, schloss sie sich der linken Opposition gegen den Schah an und setzte sich für Frauen- und Menschenrechte ein. In den größeren Städten konnten Frauen damals durchaus im Minirock auf die Straße gehen, was Mina Ahadi auch gerne tat.

Als in der Islamischen Revolution gegen den Schah 1979 Khomeini an die Macht kam, protestierte sie mit Tausenden Frauen gegen den von ihm angeordneten Kopftuchzwang  –  für sie ein frauenfeindliches Kontrollelement, das einem Gefängnis gleich kommt.

Dieses islamische Regime bedeutet für sie Verschleierung, Hinrichtung und Steinigung. Es wurden zur Einschüchterung bärtige Männer mit Messern und später mit Kalaschnikows auf die Straßen geschickt. „Kopftuch oder Schläge“ hieß damals die Drohung dieser Revolutionsgarden gegenüber den Frauen.

Da sie wegen ihrer politischen Aktivität, ihren Protestaktionen nicht mehr studieren durfte, arbeitete sie zunächst in einer Cola Fabrik. Als ihr erster Mann eines Tages mit fünf Gästen festgenommen und kurz darauf hingerichtet wurde, tauchte sie unter. Sie wurde steckbrieflich gesucht und später in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Für fast ein Jahr lebte sie ohne Papiere in Teheran, wobei sie jede Nacht in einem anderen Haus verbrachte. Selbst bei ihrem Bruder durfte sie nur ein Mal übernachten. Als sie wegen ihrer aussichtslos erscheinenden Lage Selbstmordgedanken hegte, fand sie viel Trost und seelische Unterstützung bei Familie Pastara. Schließlich flüchtete sie in den iranischen Teil Kurdistans. Dort lernte sie ihren zweien Mann kennen und lebte zehn Jahre „wie auf einem Campingplatz“ in einem Lager, in dem sie nach wie vor für einen Radiosender der Opposition arbeitete. Während des Lebens im Lager erlebte sie mehrere Selbstmordfälle u.a. zweier  Homosexueller und einer Schwangeren. Obwohl letztere Partisanin war, fand sich keiner ihrer Gesinnungsgenossen zu ihrer Beerdigung ein. Nur Mina Ahadi selbst und sieben weitere Frauen wohnten ihr bei.

Als Mina Ahadi 1990 die Gelegenheit bekam, nach Österreich zu gehen und erfuhr, dass dort die Lebenserwartung von Frauen höher als die der Männer sei, war sie schnell überzeugt. Sie belegte dort als Schwangere gleich Sprachkurse und wollte sich engagieren und der Welt die Augen darüber öffnen, was im Iran los war.

Zunächst setzte sie sich gegen Steinigungen ein. Nachdem es 100 Jahre lang keine Steinigungen mehr gegeben hatte, wurden sie unter Khomeini wieder eingeführt. Dazu scharten sich Männer um die in ein Todeshemd gekleidete und bis zu den Schultern eingegrabene Frau (die oft außerehelichen Sex gehabt hatte) und bewarfen sie mit Steinen, bis sie tot war. 1993 sprach sie über Steinigungen auf dem Menschenrechtskongress in Berlin, musste aber entsetzt feststellen, dass die Politiker kaum Interesse daran hatten, da sie mit den Unrechtsregimen aus bestimmten Gründen im Gespräch bleiben wollten.

Nachdem Ahadi im Jahr 1994 in Wien Besuch von ihrer Mutter aus dem Iran bekommen hatte, wurde diese nach der Rückkehr für zwei Wochen inhaftiert und nach dem Aufenthaltsort der Tochter befragt. Unter Druck verriet die Mutter diesen, konnte aber ihre Tochter noch rechtzeitig vor der drohenden Verfolgung warnen. Mit ihrer Familie floh Ahadi daher 1995 von Wien nach Köln, wo auch ihre zweite Tochter geboren wurde.

2001 gründete Mina Ahadi das Internationale Komitee gegen Steinigung, welches sich zu einem Netzwerk von rund 200 internationalen Organisationen entwickelte, und welches durch Proteste bei Regierungen Steinigungen verhindern konnte. Durch ihren Bekanntheitsgrad im Iran und auch in der Türkei wurde Ahadi laut Mediendarstellung zur Kontaktperson vieler Frauen aus beiden Ländern, die sich aufgrund drohender Ehrenmorde in Notlagen befanden. Ihre Arbeit bestand vorwiegend darin, Kontakte zu den Verurteilten und deren Familien aufzunehmen, Fotos und Daten zu sammeln und diese dann in den verschiedensten Medien im Ausland zu veröffentlichen.

2004 gründete sie das Komitee gegen die Todesstrafe. Als Koordinatorin und Sprecherin beider Komitees arbeitete sie weltweit mit Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode (mitunter auch zur Steinigung) Verurteilten das Leben. Der letzte spektakuläre Fall dieser Art war die Kampagne zur Rettung der jungen Iranerin Nazanin Fatehi, die Mina Ahadi mit der kanadischen Menschenrechtsaktivistin und ehemaligen Vize-Miss-World Nazarin Afshin-Jam organisierte. Im Rahmen dieser Aktion arbeitete Mina Ahadi 2006 erstmals mit der Giordano Bruno Stiftung zusammen, die später in enger Absprache mit ihr, Arzu Toker und weiteren Ex-Muslimen, das Konzept der Kampagne „Wir haben abgeschworen!“ entwickelte. Auf der Gründungsversammlung des Zentralrates der Ex-Muslime wurde Mina Ahadi im Januar 2007 zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Seither reist sie umher, um die Menschen für Menschenrechte und Frauenrechte zu sensibilisieren und ihre Solidarität anzusprechen. Die Religion darf ihrer Meinung nach keine Erbangelegenheit sein. Sie ist entsetzt darüber, dass Männer hier verlangen können, dass Minderjährige Kopftuch tragen, während im Iran Frauen dagegen protestieren. Vier Millionen Moslems gehörten zu Deutschland, aber nicht das Kopftuch, das ein politisches Statement sei. Vor allem Kinder sollen es nicht tragen müssen.

Sie erzählte auch von der Kampagne für Sakineh Ashtiani in Tabriz, die 2006 zum Tode durch Steinigung verurteilt worden war. Deren Sohn kontaktierte Mina Ahadi und bat um Hilfe. Sie forderte ihn auf, mit seiner Schwester einen Brief über ihre Lage zu schreiben. Dieser wurde in mehrere Sprachen übersetzt und in vielen Ländern veröffentlicht. In 110 Städten fanden Demonstrationen statt, und die Strafe für Sakineh Ashtiani wurde 2010 in eine zehnjährige Gefängnisstrafe umgewandelt. Seit diesem Jahr gab es im Iran keine Steinigungen mehr – aber nach wie vor gibt es dort ca. 800 Hinrichtungen im Jahr.

Die Referentin bedauert, dass die linke Bewegung nicht durchschaut, wie rechts der Islam ist und wie sehr in den Moscheen Rassismus gepredigt wird (S. 3 Mina Ahadi – ich klage an). Der Islam ist für sie eine Ideologie voller Hass. Wer ihn kritisiert, bekommt sofort Morddrohungen (S. 4 Mina A. ich klage an).

Als ihre Tochter einmal in einer deutschen Stadt von drei Männern angepöbelt wurde, weil sie kein Kopftuch aufhatte, benachrichtigte sie sofort die Polizei und meldete genau für diesen Ort eine Demonstration an. „Nur wer laut ist, wird gehört“, sagt sie.

Auch die Islamkonferenz wird von ihr kritisiert, da sie eine Bedrohung für die Säkularität darstelle. So etwas zu sagen sei nicht rassistisch, sondern humanistisch und frauenrechtsorientiert.

Ahadi ist in ständiger Lebensgefahr und steht oft unter Personenschutz. Auch am 28.4.18 kamen kurz zwei Polizisten vorbei, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Doch sie zeigt sich sehr mutig und witzelte: „Bringen Sie mir den Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime, ich bin Mina Ahadi, Vorsitzende der Ex-Muslime – ich mache ihn fertig“.

2007 wurde Mina Ahadi von der britischen National Secular Society mit dem „Irwin Prize for Secularist of the Year“ ausgezeichnet.

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Menschenrechte und ihre Feinde

Die Menschenrechte und ihre Feinde

Wie die Menschenrechte erkämpft werden mussten!

von Roland Fakler

Positive Entwicklungen werden mit + negative mit ꟷ gekennzeichnet;  v.u.Z.  heißt „vor unserer Zeitrechnung“.

Die Menschenrechte, auf die wir heute so stolz sind, bilden die Basis unseres Wertegerüstes. Sie sind uns nicht geschenkt worden, sondern sie mussten in einem zähen Ringen, in einer viertausendjährigen Zivilisationsgeschichte erkämpft werden, vor allem in der Zeit der Aufklärung, zwischen dem 17. und 20. Jh., gegen den heftigen Widerstand der Könige von Gottes Gnaden, gegen die Päpste und Kirchen, den Adel, die Diktatoren und den Staat.

Obwohl immer wieder von religiöser Seite behauptet wird, dass die „Zehn Gebote“ oder die in der Bibel erwähnte „Gottesebenbildlichkeit“ des Menschen Wurzeln der Menschenrechte seien, ist das falsch. Siehe dazu meinen Artikel: „Haben die Menschenrechte biblische Wurzeln?“ Tatsächlich sind die „Zehn Gebote“ Gebote eines angeblichen Gottes, bzw. der jüdischen Priesterschaft, zur Errichtung einer hierarchischen Ordnung, zur Beschränkung der individuellen Freiheit und auch zur Aufstellung ethischer Verhaltensregeln. Sie sind aber keine Erfindung von Moses, denn selbstverständlich muss jede Gesetzessammlung Lügen, Stehlen und Töten verbieten. Das sind grundlegende Verhaltensnormen jeder menschlichen Gesellschaft, deswegen kommen sie nicht nur in den „Zehn Geboten“ vor, sondern schon 1000 Jahre früher, im Codex Ur-Nammu, in den Gesetzen des Königs Hammurabi, in China, Indien und überall, wo es Zivilisationen gab.

Die Menschenrechte sind Freiheitsrechte des Bürgers, bzw. Abwehrrechte gegen die Zugriffe der Herrschenden. Sie sollen dem Einzelnen Schutz vor deren Willkür und deren Übergriffen gewähren. Es sind vernünftige Regeln, die das friedliche Zusammenleben garantieren sollen. Sie werden nicht gewährt, weil jemand ein Geschöpf Gottes ist oder sein Ebenbild, sondern weil einer ein vernunftbegabter, fühlender Mensch ist.

Wir haben uns in einem langen evolutionären Prozess aus dem Tierreich entwickelt und haben uns selbst entschlossen, mit unserer Vernunft Regeln aufzustellen, die das Leben auf diesem Planeten erträglicher machen, die das Glück mehren und das Leid mindern sollen. Die Menschenrechte sind die Lehren aus der Weltgeschichte.

Im jüdischen Gottesstaat und im christlichen Abendland, wo der Mensch als Sklave Gottes galt und die Priesterschaft die absolute Macht hatte, war kein Platz für individuelle Freiheitsrechte. Wer hätte je einen absoluteren Herrschaftsanspruch erhoben als der Gott der Bibel, seine Priesterschaft und die Herrscher von Gottes Gnaden… vielleicht noch die babylonischen Gottkönige oder die ägyptischen Pharaonen. Absolute Herrscher und totalitäre Regime waren und sind die entschiedensten Gegner der Freiheitsrechte. Sie schaffen eine Hierarchie, die es ihnen erlaubt, alle Macht, alle Rechte, alle Güter an sich zu reißen. Die Menschen sollten im Christentum glauben und gehorchen und auf einen gerechten Ausgleich für ihr jämmerliches Dasein in einem zweifelhaften Jenseits hoffen.

Ansätze von Menschenrechten konnten sich erst in republikanischen Gemeinwesen entwickeln, z.B. in der attischen oder der römischen Republik (Stoa), in den Stadtstaaten des Spätmittelalters (Stadtluft macht frei), in der neuen Welt (Amerika) oder nach der Französischen Revolution in Europa. Immer mussten vorher tyrannische, königliche oder religiöse Machtansprüche beseitigt und Maßnahmen gegen neuerliche Zugriffe auf die Rechte der Menschen abgewehrt werden.

Die Menschenrechte sind keineswegs dauerhaft garantiert, sondern können jederzeit von einem autoritären Regime wieder eingeschränkt, sogar abgeschafft werden.

Mündige und wachsame Bürger wissen, wie die Freiheit in einem Verfassungsstaat durch Gewaltenteilung, Machtkontrolle und Machtkritik bewahrt werden kann. Sie werden die Gefahren erkennen, die Lehren aus der Geschichte ziehen und richtig handeln, um sich diese Rechte zu sichern. Herrschaft ist nicht von Gott eingesetzt, sondern von Menschen zum Wohle der Menschen.  

Das jahrhundertelange, zähe Ringen zwischen den Rechten des Individuums und den Machtansprüchen der Herrschenden soll hier aufgezeigt, die Freunde + und Feinde  der Freiheit sollen genannt werden.

2100 v.u.Z.  Erste Gesetze; Codex Ur-Nammu

+ Gleichheit aller Bürger

Ein stabiles Staatswesen braucht Regeln und Gesetze, deswegen gab es schon lange vor den „Zehn Geboten“ in allen funktionierenden Staaten Versuche, solche Regeln aufzustellen. Die ältesten Gesetzessammlungen, die wir kennen sind der babylonische Codex Ur-Nammu 2100 v.u.Z., einige weitere babylonische Gesetzessammlungen und die Gesetze, die König Hammurabi 1700 v.u.Z. auf Stelen meißeln ließ.

Natürlich lag es im Interesse eines Herrschers, dass das Volk seine Gesetze befolgte. Deswegen haben sie mit Hilfe der Priesterschaft den Glauben verbreitet, sie seien von Gott selbst erlassen worden, wie dies auch von den Zehn Geboten des Moses behauptet wurde.

Herrscher, die mit Vernunft und Weisheit regiert haben, taten dies sicher auch im eigenen Interesse, zur Sicherung ihrer Herrschaft. Im Codex Ur-Nammu wird eine Gleichbehandlung aller Bürger vor dem Gesetz festgeschrieben. Ausgenommen waren nur die Sklaven. Meist wurde aber die Gültigkeit dieser Gesetze auf Angehörige des eigenen Volkes beschränkt.

ꟷ  Es gab keine Verfassung; es fehlten Kontrollmechanismen; keine Gewaltenteilung; keine universelle Gültigkeit.

Dass es damals in  Babylon tatsächlich eine Gleichbehandlung aller Bürger / Innen vor dem Gesetz gab, ist zweifelhaft. Alleinherrscher haben immer ihre Familien und ihre Freunde begünstigt. Das Problem liegt im System. Es fällt den Menschen schwer, sich an Spielregeln zu halten, die sie ungestraft übertreten können. In einem absolutistischen Herrschaftssystem fehlten ganz einfach die Kontrollmechanismen, die Gewaltenteilung, die einen Verfassungsstaat auszeichnen und die Möglichkeit, den Herrscher bei Missachtung zur Rechenschaft zu ziehen. Er stand über dem Gesetz.

Auserwähltheitswahn

Menschen, Völker und Religionen haben eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich zu überschätzen, sich für wertvoller, nützlicher, achtbarer zu halten als andere.

Sie sehen sich als Auserwählte und verteufeln die Fremden, die Barbaren, die Ungläubigen. Das gibt ihnen scheinbar ein gutes Gefühl, ein Gefühl der Überlegenheit. Das Schlimme daran ist: Den „anderen“ wurde das „Menschsein“ abgesprochen. Sie wurden zu Wesen minderen Rechtes und wurden in ihrem Herrschaftsbereich auch so behandelt.

In der ganzen Weltgeschichte spielt „Auserwähltheitswahn“ eine verhängnisvolle Rolle. In weltlichen (Faschismus, Kommunismus), wie in religiösen Herrschaftssystemen (Judentum, Christentum, Islam) gab es Bürger verschiedenen Rechtes bzw. Menschen ohne Recht. Auch ganze Völker haben sich als auserwählt gefühlt, die Griechen, die Römer, einige Indianerstämme, die Chinesen, die Japaner, die Franken, die Engländer, die Deutschen, die Russen, die Franzosen und nicht zuletzt die US – Amerikaner, womit sie sich das Recht nahmen, andere, „minderwertigere“ Völker zu beherrschen, auszubeuten und zu versklaven.

538 v.u.Z  Kyros Zylinder

+ Religionsfreiheit,  Rassengleichheit, gegen Sklaverei

Es gab immer großherzige und tolerante Herrscher, die ihren Untertanen Freiheitsrechte gegönnt haben. Dies geschah auch, um die Untertanen zufrieden zu stellen und Aufstände zu vermeiden. Ein Beispiel dafür ist der Kyros-Erlass 538 v.u.Z. Er wird oft zu den ersten Dokumenten für die Abschaffung der Sklaverei, der Rassengleichheit und für die Gewährung von Religionsfreiheit erwähnt. Tatsächlich handelt es sich hier aber wohl um eine Fälschung der jüdischen Gemeinde, um sich diese Freiheit zu sichern. Kyros hat die Juden zwar aus der babylonischen Gefangenschaft entlassen, hat aber keineswegs allen Religionen die Freiheit gewährt. Freiheit gab es nur unter seiner Herrschaft und zu seinen Bedingungen, nicht gegen sie.

Religionsfreiheit erhielten die Juden auch unter römischer Herrschaft, teilweise unter christlicher Herrschaft und später unter dem Islam. Letztlich waren sie aber immer vom Wohlwollen dieser Regierungen abhängig, die von einem Tag zum anderen in Bösartigkeit und Verfolgung umschlagen konnte. Die Religionsfreiheit unter dem Islam für Juden und Christen war an die Abgabe einer Steuer gebunden. Juden und Christen waren aber keine gleichwertigen Menschen, sondern galten als Menschen zweiter Klasse, ganz zu schweigen von Atheisten, die es unter islamischer Herrschaft nicht geben durfte. Siehe Scharia.

Ein Rechtsstaat muss allen Staatsbürgern gleiches Recht gewähren, unabhängig von ihrer Religion und ihrer Rasse.

3. Jh. v.u.Z. Gesetze des Königs Ashoka

+ Friedfertigkeit, Tierschutz, Toleranz

Bei diesen Gesetzen, die der zum Buddhismus übergetretene indische König Ashoka in seinem ganzen Reich verbreiten ließ, handelt es sich weniger um Freiheitsrechte als vielmehr um eine Milderung aller Sitten, im Sinne des Buddhismus. Friedfertigkeit galt als Grundprinzip. Gefördert wird Güte, Großzügigkeit, Ehrlichkeit, Reinheit, Milde und das Gute in den Menschen; Respekt vor anderen Religionen, dabei dachte er wohl an den Hinduismus; Respekt vor dem Leben, auch vor dem tierischen; Verbot überflüssiger Tieropfer; Einrichtung der Krankenpflege für Menschen und Tiere; gerechte Behandlung der Gefangenen.

Da diese Lehren auch im Mittelmeerraum verbreitet wurden, könnten sie das Christentum stark beeinflusst haben. Man erkennt daran, wie die Rechte der Tiere in der von den abrahamitischen Religionen geprägten Welt vernachlässigt wurden. Den fairen Umgang mit der Natur und den Tieren kann man besser aus den Naturreligionen der Indianer, aus Buddhismus und Hinduismus lernen als aus dem Christentum.

5. bis 4. Jh. v.u.Z.  Attische Demokratie

+ Die Staatsgewalt geht vom Volke aus, es war mitverantwortlich am Staatswesen und durch vielfältige Ämter an der Politik beteiligt. Es gab eine geschriebene Verfassung, eine Volksversammlung und unabhängige Gerichte.

In der attischen Demokratie war nur ein Teil der männlichen Erwachsenen wahlberechtigt, keine Frauen, keine Sklaven, keine Fremden.

ꟷ Volksmengen sind anfällig für Demagogen und können, durch diese leicht auf die schiefe Bahn geraten. Es kam zu Volksverhetzung, Fremdenhass, Eroberungskriegen, Fehlurteilen (Sokrates).

300 v.u.Z.  Stoa

+ Alle Menschen sind Brüder

Die Idee von der Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen taucht vor allem in der griechischen Philosophie der Stoa auf. Die Lehre war zwischen 300 v.u.Z bis 200 in der griechischen und römischen Welt weit verbreitet.

313 Mailänder Vereinbarung

+  Konstantin und Licinus erklären die Religionsfreiheit im Römischen Reich.

„Wir sind seit langem der Ansicht, dass Freiheit des Glaubens nicht verweigert werden sollte. Vielmehr sollten jedermann seine Gedanken und Wünsche gewährt werden, so dass er in der Lage ist, geistliche Dinge so anzusehen, wie er selbst es will. Darum haben wir befohlen, dass es jedermann erlaubt ist, seinen Glauben zu haben und zu praktizieren, wie er will.“[1]

380 – 565 Cunctos populos

Intoleranz gegen Andersgläubige; Vernichtung der heidnischen Kultur

Mit der Erhebung des Katholizismus zur einzigen Staatskirche im Römischen Reich durch Theodosius I. wurde 380 mit dem Religionsedikt „Cunctos populos“ die Intoleranz gegen Andersgläubige, Ketzer, Heiden und Juden zum Programm des katholischen Staates.

ꟷ Die letzte Philosophenschule wurde 529 in Athen von Kaiser Justinian geschlossen. Unter ihm  kam es 565 zu umfangreichen Bücherverbrennungen. Bibliotheken wurden vernichtet, das blühende Schulsystem der Antike eingestellt, Philosophen (Hypathia) und Gelehrte des Heidentums vertrieben und ermordet

 380 – 1965 Inquisition

ꟷ  Systematische Verfolgung Andersgläubiger

„Seit der Erklärung des Christentums zur alleinigen Staatsreligion im Römischen Reich durch Kaiser Theodosius I. dem Großen, 380, erfolgten diese Verfahren mit Unterstützung des Staates in einigen katholischen Ländern Europas bis in das 19. Jahrhundert hinein. Ursprünglich war die Inquisition eine bischöfliche Einrichtung. Papst Gregor IX. zentralisierte die Inquisition 1231 in einer päpstlichen Behörde.

Von 1542 bis 1965 trug diese den Namen »Sanctum Officium« (»Heiliges Amt«). Das Inquisitionsverfahren gestattete die Anwendung des Gottesurteils und der Folter. Todesurteile wurden in der Regel durch den Feuertod vollstreckt. In Spanien, wo die Inquisition eine von einem Großinquisitor geleitete staatliche Einrichtung war, fielen dem Feuertod insgesamt rund 31000 Menschen zum Opfer.“[2]

751 – 20. Jh.  Könige von Gottes Gnaden

ꟷ  Entrechtung des Volkes – Alle Macht geht von einem angeblichen Gott und dem Klerus aus!

Mit der Christianisierung Europas wurden die Könige, seit Pippin dem Jüngeren 751, zu „Königen von Gottes Gnaden“. D.h. sie konnten nicht mehr von Ihresgleichen gewählt und abgesetzt, nicht einmal kritisiert werden, sondern sie erhielten ihre Legitimation durch päpstliche Weihe…und konnten bei Missfallen höchstens vom Klerus abgesetzt werden. Princeps legibus solutus est = Der Herrscher steht über dem Recht, er ist der Gesetzgeber, aber nicht selbst an das Recht gebunden. Der Herrscher kann demgemäß auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er das Gesetz bricht, etwa ein Verbrechen begeht.[3]

Ein nicht-existierendes Geistwesen sollte ihre absolute Herrschaft und ihren Terror legitimieren.

Die freie germanische Bevölkerung wurde während des Mittelalters durch die Herrschsucht und die Habgier von Kirche und Adel auf die Stellung eines rechtlosen Kindes bis zum Sklavendasein in Leibeigenschaft herabgedrückt.

ꟷ Paulus: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott;…[4]

 7. Jh. Scharia / Islam

ꟷ Die Scharia ist die Summe aller bestimmenden Gesetze und Regelungen im Islam. Sie leiten sich von den drei Säulen des Islam her: Koran – Hadīthe = Leben Mohammeds – Rechtsgutachten der Islamgelehrten.

Gemäß der 1990 von 56 islamischen Staaten beschlossenen „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“ sind diese der Scharia untergeordnet, denn die Scharia sei von Gott geschaffenes, ewig gültiges Recht, die Menschenrechte dagegen seien nur von Menschen gemacht. In Wirklichkeit sind natürlich alle Gesetze, seit Hammurabi und Moses, menschlichen Ursprungs – auch die Scharia! Sie leitet sich aus den Dichtungen Mohammeds ab. Damit werden religiöse Vorschriften über individuelle Freiheitsrechte gesetzt. Nach westlicher Auffassung von den Menschenrechten ist das genau umgekehrt.

ꟷ Es gibt keine Trennung von Religion und Staat. 

ꟷ Der Islam teilt, gemäß der Scharia, Menschen in Bürger verschiedenen Rechtes ein, wobei nicht die Hautfarbe, sondern die Glaubensvorstellungen maßgebend sind: Muslime haben alle Rechte – Christen und Juden werden geduldet – Humanisten und Atheisten sind unerwünscht und werden oft als Kriminelle verfolgt z.B. in Ägypten und Pakistan.

ꟷ Kritik am Islam und seinem Propheten ist verboten.

ꟷ Minderwertigkeit der Frauen: Laut Koran dürfen sie geschlagen werden, Männer dürfen sich scheiden lassen, Frauen nicht; als Zeugen sind ihre Stimmen halb so viel wert. Sie können auch nicht so viel erben wie Männer und sind vielen Beschränkungen unterworfen, Kopftuchzwang im Iran. Bei Ehebruch dürfen sie, laut Koran, gesteinigt werden.

Zur Scharia gehören in den islamischen Ländern immer noch ausgeführte unmenschliche Strafen wie: Steinigen, Handabhacken, Auspeitschen, Köpfen. Entrechtung von Homosexuellen und Atheisten.

Mit der zunehmenden Islamisierung kommen auch islamische Sitten in unser Land:

Ehrenmorde, Kopftuchzwang, Zwangsheiraten, Polygamie.

Wenn wir die freiheitliche Demokratie verteidigen wollen, hat der Islam einige Fragen zu beantworten:  Stehen die Menschenrechte und das Grundgesetz über der Scharia? Ist der Islam für Demokratie? Ist der Islam gegen Sklaverei, Schutzgelderpressung, Raub- und Beutekriege, ethnische Säuberungen und Blutrache, Terror und Auftragsmorde. Erlaubt der Islam den Bau von Kultstätten anderer Religionen in islamischen Ländern? Erlaubt er Religionsfreiheit bzw. die Loslösung vom Islam? Dürfen Muslime Freundschaft mit Ungläubigen schließen? Verbietet der Islam die Täuschung Ungläubiger? (Taqiyya) Ist der Islam eine Religion, die auf Weltherrschaft verzichten kann?

Die Religionsfreiheit endet da, wo Menschen verletzt und Tiere gequält werden (Schächten). Das individuelle Recht eines Kindes auf Unversehrtheit muss schwerer wiegen als die Religionsfreiheit. Bei der Ablehnung der Beschneidung von Mädchen ist man sich fast einig, nicht so bei der Beschneidung von Buben. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Positionen:

ꟷ 1. Das Selbstbestimmungsrecht des Individuums wird dem Recht der Religionsgemeinschaft untergeordnet. Das wünscht sich der herrschsüchtige Klerus aller Religionen und nennt das dann Religionsfreiheit. Dieses Recht gilt vor allem in Gottesstaaten. Da Deutschland ein klerikaler Staat ist, ist auch das Selbstbestimmungsrecht des Individuums auf Beschneidung den Religionsgemeinschaften der Juden und Muslime übertragen worden, was eigentlich unseren Menschenrechten widerspricht.

+ 2. Das Selbstbestimmungsrecht und die Unversehrtheit eines Kindes wiegen schwerer als die archaischen Bestimmungen einer Religionsgemeinschaft. In der westlichen Welt werden unveräußerliche Menschenrechte über die Rechte von Religionsgemeinschaften gestellt. Das ist kennzeichnend für einen aufgeklärten Rechtsstaat, für den ich eintrete und in dem ich leben will.

Sklaverei

ꟷ Sklaverei gab es in der ganzen antiken Welt, in Babylon, Ägypten, bei den Juden, in Griechenland und Rom. Selbst Philosophen wie Platon und Aristoteles, auch die Kirchenväter nahmen sie als etwas „Natürliches“ und „Gottgewolltes“.

ꟷ Paulus rechtfertigt sie und Augustinus hielt sie für ein von Gott gewolltes Schicksal oder Folge der Sünde.[5]

Aber es gab auch schon in der Antike Stimmen, die sich gegen sie aussprachen. Zu den ersten, die die Sklaverei / Schuldknechtschaft abschaffen wollten, gehört wohl der griechische Staatsmann Solon um 560 v.u.Z. Tatsächlich hat es dann  Jahrhunderte gedauert bis sie endlich im 19. Jh. auf weltweite Ächtung stieß. Der letzte Staat der sie abschuf war Mauretanien 1980. Sklaverei gab es auch im Islam. Faktisch besteht sie in vielen Staaten immer noch.

+  Bereits 1688 sandten Pennsylvania-Deutsche eine Denkschrift an die Quäker von Pennsylvania, mit der Aufforderung, keine Sklaven mehr zu halten. Der Quäker John Woolman hat sich 1754 in seinem Traktat Some Considerations on Keeping Negroes – Einige Bedenken schwarze Sklaven zu halten, wohl als erster schriftlich gegen die Sklaverei geäußert, wenig später der Aufklärer Thomas Paine 1775 African Slavery In America.

1215 4. Laterankonzil

ꟷ  Entrechtung von Ketzern, Heiden, Juden, Muslimen.

Auf dem 4. Laterankonzil werden die Maßnahmen gegen Ketzer verschärft; Juden und Muslime müssen sich kennzeichnen, ihre Rechte werden eingeschränkt.

1215 Magna Charta

+ Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum Ist auf freie Männer beschränkt.

Der englische Adel trotzte dem König Johann Ohneland einige Rechte ab, die für alle „Freien“ Männer galten. Niemandem darf ohne Urteil das Leben, die Freiheit oder das Eigentum genommen werden.

1252 erließ Papst Innozenz IV. die Bulle Ad Extirpanda

und rechtfertigte darin ausdrücklich die Folter: die Ketzer sollten gefoltert werden, „so wie man auch Diebe und Räuber weltlicher Güter zwingt, ihre Komplizen anzugeben und ihre Verbrechen zu gestehen“.

ꟷ Rechtfertigung der Folter bei Verhören

1484 Hexenbulle von Papst Innozenz VIII.

ꟷ Rechtfertigung zur Verfolgung angeblicher Hexen. Man rechnet zwischen 40000 und 60000 Opfern.

1525: Die „Zwölf Artikel“ der Memminger Bauern

+  Schutz vor adliger Willkürherrschaft

Sie bilden die erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden und sind die erste Menschenrechtserklärung in Europa. Sie wollten ihre Pfarrer frei wählen und die Leibeigenschaft abschaffen; die Jagd sollte kein Vorrecht des Adels mehr sein; die Allmende (das unbebaute Land) sollte allen gehören. Sie wollten keine zusätzlichen Frondienste mehr leisten. Sie wendeten sich gegen zu hohe Pachtzinsen, gegen die Willkür bei Gerichtsverfahren und beim Strafen, gegen die Abgaben beim Todfall, d.h. beim Tod musste der Bauer sein bestes Stück Vieh an die Herrschaft abgeben.

Luther: Jeder Christ habe, gemäß dem Vorbild Jesu, nicht zu rechten und zu fechten, „sondern Unrecht zu leiden und das Übel zu dulden.“

1542: „Neue Gesetze“ aufgrund der Vorschläge von Bartolomé de las Casas

+  Schutz der indianischen Bevölkerung Amerikas vor Versklavung

ꟷ  1545 wurde das wichtigste der Neuen Gesetze vom Kaiser Karl V. wieder aufgehoben. Sie waren praktisch wirkungslos und führten dazu, dass nicht nur Indios, sondern mehr und mehr Schwarze versklavt wurden.

ꟷ  Karl V. war es auch, der seinem Sohn Philipp II. von Spanien die gnadenlose Ketzerverfolgung befahl. Gesetze galten nur für Rechtgläubige. Die anderen hatten keine Chance auf ein gerechtes Urteil. Sie waren der Willkür ihrer Peiniger ausgeliefert.

1552 Nikolaus V.

ꟷ Vollständige Entrechtung indigener Völker

Papst Nikolaus V. ermächtigt den portugiesischen König Alfons V. mit seiner Bulle Dum diversas, „die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen.“  Im Auge hatte er damals vor allem die Eingeborenen Afrikas. Damit erhielt der Sklavenhandel päpstlichen Segen.

 1559 Index der verbotenen Bücher

Gegen Meinungsfreiheit

Ab 1559 wurde von Papst Paul IV. der Index librorum prohibitorum herausgegeben. Das ist ein von der römisch-katholischen Kirche veröffentlichtes Verzeichnis von etwa 6.000 verbotenen Büchern, die als eine Gefahr für den Glauben und die Sitten galten. Katholiken drohte die Strafe der Exkommunikation, wenn sie eines der im Index aufgeführten Bücher besaßen, lasen, verkauften oder weitergaben, ohne zuvor die Genehmigung der Kirche eingeholt zu haben. Er galt bis 1966.

Auf dem Index standen vor allem die Ketzer, aber auch die deutsche Bibelübersetzung, die Aufklärer und die Begründer der modernen Staatstheorie: Montesquieu; Locke; Montaigne; Holbach, Hobbes; Marx; Rousseau; Diderot; Sartre; Voltaire; Machiavelli, Galileo Galilei; Giordano Bruno; Nikolaus Kopernikus; Martin Luther; Immanuel Kant; Heinrich Heine; Spinoza; Descartes; Friedrich II. von Preußen; usw. Hitler und das Buch „Mein Kampf“ stehen nicht auf dem Index.

1628: Petition of Rights (England)

+  Stärkung der Rechte des Parlaments gegenüber dem König

Beschwerde wegen Amtsmissbrauchs gegen Karl I. und Forderungen, das Gewicht des Parlaments wieder zu stärken. Der König hatte versucht, England allein zu regieren und das Parlament in seiner Macht so stark wie möglich einzuschränken.

1679: Habeas Corpus Act (England)

+  Schutz vor willkürlicher Verhaftung

Ab diesem Zeitpunkt ist die Festnahme eines Bürgers an strikte Regeln gebunden. Inhaftierte mussten nun innerhalb von drei Tagen einem Richter vorgeführt werden und durften unter keinen Umständen außer Landes gebracht werden. Niemand durfte mehr aus Willkür festgenommen werden.

1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten

+  Erste Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer [Falsch!]  mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volks ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu sein dünket.“[6]

Sie wurde 1776 vom Kongress der dreizehn ehemals englischen Kolonien in Nordamerika zur offiziellen Loslösung von Großbritannien verabschiedet.

1789: Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich

+ Französische Revolution. Seit der Französischen Revolution gingen die Grund- und Menschenrechte in verschiedene Verfassungen europäischer Länder ein z.B. in die Verfassung der Frankfurter Nationalversammlung von 1849 und in die Weimarer Verfassung von 1919.

+ Code Civil: Ein fortschrittliches Gesetzbuch für die Länder in denen er galt. Frankreich, Rheinland….

  1815 Restauration

Rückfall in feudale Zeiten: Herrschaft von König, Kirche und Adel – Zensur

Weder die Französische Revolution, noch Napoleon brachten den Völkern den Frieden, im Gegenteil: Es waren Zeiten voller Unruhe und Krieg. Kein Wunder also, dass man sich nach der „Alten Ordnung“ zurücksehnte. Dabei wurden auch die jungen Verfassungen, die in Deutschland mehr oder weniger freiwillig im Zuge der napoleonischen Reformen gewährt wurden, wieder abgeschafft oder eingeschränkt. Die Heilige Allianz, ein Bündnis, das 1815 zwischen den herrschenden christlichen Fürsten Europas (Russland – Österreich – Frankreich – Preußen) geschmiedet wurde, war entschlossen, die alte Herrschaft von König, Adel und Kirche wiederherzustellen, so wie sie vor der Französischen Revolution bestanden hatte. Sie drehte das Rad der Geschichte zurück, verhinderte demokratische Verfassungen und knebelte mit einer strengen Zensur die Meinungsfreiheit. Professoren, die freiheitliche Lehren vertraten, wurden vom Dienst entlassen. Oberzensor und Anschwärzer war Fürst Metternich, der Schmied der heiligen Allianz.

1848 Frankfurter Paulskirchenparlament + Grundrechte des deutschen Volkes werden formuliert

Geistige Freiheit; Pressefreiheit; Bauernbefreiung; Abschaffung der Adelsprivilegien; Nationalparlament; Vereinheitlichung aller Rechte;…

 19. Jh. Sozialdarwinismus – Imperialismus

Die angeblich wertvollere Rasse der weißen Europäer, nimmt sich das Recht, die Welt zu beherrschen. Menschliche Geschichte wird als „Kampf ums Dasein” interpretiert. Es gilt das Recht des angeblich Stärkeren und Begabteren, gemäß einer missverstandenen Auslegung der Lehren Darwins.

 1864 Syllabus Errorum

ꟷ  Ablehnung aller Menschenrechte durch den Papst und die katholische Kirche

1864 verurteilte Pius IX. im Syllabus Errorum = Buch der Irrungen, einige fortschrittliche Ideen, die für uns heute selbstverständlich sind: z.B. Demokratie, Menschenrechte, die freie Wahl der Religion. Rationalismus, Liberalismus; Sozialismus, Kommunismus, Modernismus waren schon lange die Feindbilder der Päpste und blieben es bis zum 2. Vatikanischen Konzil, 1962-1965, unter Johannes XXIII. und Paul VI. Bis dahin hielt die Römisch-katholische Kirche sich für die einzig wahre Kirche, bis dahin wurde für die abtrünnigen Juden gebetet

1910- 1968 Antimodernisteneid

Verpflichtung des lehrenden Kirchenpersonals auf die Dogmen der Kirche

Von 1910 bis 1968 verlangte die katholische Kirche von ihren Studierenden und Pfarrern einen Eid zu schwören, dass sie in ihren Glaubensaussagen nicht von den Lehren der Kirche abweichen. Dazu gehört: Dass Gott als Ursprung allen Seins mit der Vernunft bewiesen werden kann. Dass zu diesen Beweisen die Offenbarung, Wunder und Prophezeiungen gehören, die unzweifelhaft seien. Dass die katholische Kirche den richtigen Glauben des geschichtlichen Jesus vertritt und in der Nachfolge Petri steht.

Religionskritische Philosophen wie David Hume, Christian Wolff, Johann Gottlieb Fichte, Auguste Comte, Ludwig Feuerbach, David Friedrich Strauß, 1808-1874, hatten zu ihrer Zeit kaum Möglichkeiten an einer Universität zu lehren.

1917 – 1990 Kommunismus und Faschismus

ꟷ Unterordnung der persönlichen Freiheitsrechte unter die Willkürherrschaft eines Diktators, eines totalitären Staates und seiner Ideologie.

Die schlimmsten Feinde der Menschenrechte sind die sogenannten „starken Männer“. Sie erstreben die Alleinherrschaft und gehen dabei über Leichen, zumindest missachten sie die Menschenrechte ihrer Untergebenen und vor allem ihrer Feinde.

Die ganze Misere der Weltgeschichte liegt eigentlich darin begründet, dass diejenigen, die diese Geschichte entscheidend geprägt haben, die Herrscher, Diktatoren, Ideologen und auch die Religionsstifter, nicht groß genug waren, um etwas Gutes machen zu können, d.h. sie waren nicht so groß, dass man sie hätte haben wollen. Sie wirkten nicht befreiend, sondern bedrückend. Man musste sie haben…und damit beginnt das Problem, sie wieder los zu werden!

Einen verhehrenden Rückfall mit einem Verlust fast aller Menschenrechte brachte der Sieg der beiden autoritären Ideologien, Faschismus und Kommunismus, mit ihren Führern: Mussolini, Hitler, Franko…auf dem rechten Spektrum und Lenin, Stalin, Mao…auf dem linken. Siebzig Jahre haben sie die Welt tyrannisiert und die Menschenrechte mit Füßen getreten.

1935 Nürnberger Rassegesetze

ꟷ Juristische Grundlage für die antisemitische Rassenideologie der Nazis

1948 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

+ Viele Staaten haben diese Erklärung in ihre Verfassung (z.B. deutsches Grundgesetz) aufgenommen.

1949 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Die wichtigsten Menschenrechte:

Sie haben universelle Gültigkeit: Menschenwürde; Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit; Verbot der Sklaverei; Verbot der Folter; Gleichheit vor dem Gesetz; Verbot der willkürlichen Verhaftung; Rechtsstaatliche Garantien: Unschuldsvermutung, keine Strafe ohne Gesetz; Schutz der Privatsphäre; Freizügigkeit; Asylrecht; Staatsangehörigkeit; Eheschließung, Schutz der Familie; Eigentum; Religionsfreiheit; freie Meinungsäußerung; Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit…

17. Jh. – 20. Jh. Die Erfinder der Menschenrechte

+ Die Menschenrechte und die Idee, dass alle Staatsgewalt vom Volk und nicht von Gott und Königen von Gottes Gnaden auszugehen hat, wurde im Zeitalter der Aufklärung vom 17. – 20. Jh. gegen heftigen Widerstand erkämpft.

Die wichtigsten Aufklärer waren: Samuel v. Pufendorf 1632-1694, Würde des Menschen; John Locke, 1632-1704 Gleichheit aller Menschen; Charles de Montesquieu, 1689-1755, Gewaltenteilung; David Hume, Ethik ohne Gott; Thomas Paine 1775, „The rights of men“; Thomas Jefferson 1776, Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; Voltaire 1694-1778, Religionskritik; Olympe de Gouges 1748-1793, Frauenrechte; Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778, Gesellschaftsvertrag; Immanuel Kant 1724-1804, „Zum ewigen Frieden“; Republikanische Verfassung mit Gewaltenteilung;

Erst durch die Aufklärung wurden die Sklaverei, die Todesstrafe und die Folter abgeschafft, die Frauen gleichberechtigt und ein Verfassungsstaat mit Gewaltenteilung in Europa möglich.

Fazit:

Aus obiger Zusammenstellung lässt sich erkennen: Die vollen Menschenrechte können nur in einer freiheitlichen Demokratie mit Verfassung, Gewaltenteilung, Sozialstaatsprinzip und einer Trennung von Religion und Staat verwirklicht werden. Autoritäre Staaten, Religionsgemeinschaften und Diktaturen, die das freie Denken beschränken, sind die Feinde der Menschenrechte.

Es gilt also die Freiheit zu erhalten und Diktaturen zu verhindern. Das ist eine aktuelle Aufgabe in der ganzen Welt. Ratsam wäre es, die Grundlagen der Freiheit mit einem konfessionsübergreifenden Werte-Unterricht in den Köpfen der Schüler zu verankern. Kinder haben ein Recht auf umfassende Bildung in einem Ethikunterricht mit Staatsbürgerkunde, Geschichte, Philosophie und Religionskunde. Information statt Indoktrination! Die Schule sollte zu einem Ort gemacht werden, an dem weltanschauliche Unterschiede überwunden, die Schüler auf ein gemeinsames Leben in unserer freiheitlichen Demokratie vorbereitet und zu selbstdenkenden, mündigen Bürgern erzogen werden.

Meine Darstellung der positiven + und negativen ꟷ Entwicklungen bei der Verwirklichung der Menschenrechte kann natürlich nicht vollständig sein. Es ist eine persönliche Auswahl. Für weitere Anregungen bin ich dankbar!

Übersicht

2100 v.u.Z.  Erste Gesetze; Codex Ur-Nammu + Gleichheit aller Bürger
Auserwähltheitswahn ꟷ Entrechtung ganzer Völker
538 v.u.Z  Kyros Zylinder  + Religionsfreiheit,  Rassengleichheit, gegen Sklaverei
3. Jh. v.u.Z. Gesetze des Königs Ashoka  + Friedfertigkeit, Tierschutz, Toleranz
5. bis 4. Jh. v.u.Z.  Attische Demokratie  + Die Staatsgewalt geht vom Volke aus
300 v.u.Z.  Stoa  + Alle Menschen sind Brüder
313 Mailänder Vereinbarung  + Religionsfreiheit im Römischen Reich
380 – 565 Cunctos populos  ꟷ Katholizismus wird zur einzig „wahren Religion“ erklärt
380 – 1965 Inquisition  ꟷ  Systematische Verfolgung Andersgläubiger
751 – 20. Jh.  Könige von Gottes Gnaden  ꟷ  Entrechtung der Untertanen
7. Jh. Scharia / Islam  ꟷ  Dichtung Mohammeds steht über den Menschenrechten
Sklaverei  ꟷ Ausbeutung ohne Lohn
1215 4. Laterankonzil  ꟷ Entrechtung von Ketzern, Heiden, Juden, Muslimen
1215 Magna Charta  + Recht der Bürger auf Leben, Freiheit und Eigentum
1484 Hexenbulle von Papst Innozenz VIII.  ꟷ  Rechtfertigung zur Verfolgung angeblicher Hexen
1525: Die „Zwölf Artikel“ der Memminger Bauern  +  Schutz der Bauern vor adliger Willkürherrschaft
1542: „Neue Gesetze“ aufgrund der Vorschläge von Bartolomé de las Casas +  Schutz der indianischen Bevölkerung Amerikas
1552 Nikolaus V.  ꟷ  Vollständige Entrechtung indigener Völker
1559 Index der verbotenen Bücher   ꟷ  Zensur der Meinungs- und Pressefreiheit
1628: Petition of Rights (England).  + Stärkung der Rechte des Parlaments
1679: Habeas Corpus Act (England)  + Schutz vor willkürlicher Verhaftung
1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten  + Erste Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte
1789: Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich  + Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
1815 Restauration  ꟷ  Rückfall in feudale Zeiten
1848 Frankfurter Paulskirchenparlament + Grundrechte des deutschen Volkes werden fromuliert
19. Jh. Sozialdarwinismus – Imperialismus  ꟷ  Rechtfertigung von Rassismus und Imperialismus
1864 Syllabus Errorum  ꟷ  Ablehnung aller Menschenrechte durch den Papst
1910- 1968 Antimodernisteneid  ꟷ  Verpflichtung des lehrenden Kirchenpersonals auf die Dogmen der Kirche
1917 – 1990 Kommunismus und Faschismus  ꟷ  Willkürherrschaft eines Diktators, eines totalitären Staates und seiner Ideologie.
1935 Nürnberger Rassegesetze  ꟷ antisemitische Rassenideologie wird Gesetz
1948 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte  + Universale Erklärung der Menschenrechte
1949 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland  + Festigung der Menschenreche in der deutschen Verfassung.
Die wichtigsten Menschenrechte:
17. Jh. – 19. Jh. Die Erfinder der Menschenrechte
Fazit  + Sicherung der Menschenrechte durch Freiheit: verpflichtender Werteunterricht in einer freiheitlichen Demokratie

 

Anmerkungen

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mail%C3%A4nder_Vereinbarung

[2] Meyers Lexikon

[3] https://www.proverbia-iuris.de/princeps-legibus-solutus/

[4] Röm. 13:1-2

[5] De civitate dei

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Unabh%C3%A4ngigkeitserkl%C3%A4rung_der_Vereinigten_Staaten

Copyright Roland Fakler © Februar 2018

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Menschenrechte und ihre Wurzeln

Haben die Menschenrechte biblische Wurzeln?

von Roland Fakler

Immer wieder wird von religiöser Seite behauptet, dass die „Zehn Gebote“ oder die in der Bibel verkündete „Gottesebenbildlichkeit“ des Menschen, die Wurzeln der Menschenrechte seien.[1]

  • Tatsächlich sind die „Zehn Gebote“ Befehle Gottes, bzw. der Priesterschaft, zur Errichtung einer hierarchischen Ordnung, zur Beschränkung der individuellen Freiheit und auch zur Aufstellung ethischer Verhaltensregeln.
  • Die Menschenrechte hingegen sind Freiheitsrechte des Bürgers gegen die Zugriffe der Herrschenden. Sie mussten in einem zähen Ringen in der Zeit der Aufklärung, zwischen dem 17. und 20. Jh., gegen den heftigen Widerstand der Könige von Gottes Gnaden, gegen die Päpste und Kirchen, den Adel, die Diktatoren und den Staat erkämpft werden.

Diese Untersuchung soll belegen, dass die „Zehn Gebote“ wenig mit den Menschenrechten zu tun haben oder ihnen sogar in vieler Beziehung widersprechen.

Gottesebenbildlichkeit

Die Kirchen behaupten heute, die Gottesebenbildlichkeit des Menschen in der Bibel:

 „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.“[2]

hätte zu den Menschenrechten beigetragen. Man muss ganz tief in die theologische Trickkiste greifen, um zu solchen Schlüssen zu kommen. Was heißt Gottesebenbildlichkeit? Soll das heißen, dass auch Adolf Hitler das Ebenbild Gottes war?

Wenn der Mensch das Ebenbild Gottes wäre, müsste er eben wie Gott, unfehlbar, allwissend und unsterblich sein. Dann blieben der Erde die ganzen Probleme mit diesem offensichtlich missratenen, fehlerhaften Mangelwesen erspart. Daran erkennt man, dass es genau umgekehrt ist: Nicht Gott hat den Menschen, sondern die Menschen haben ihre Götter erschaffen, nach ihrem Ebenbild. Sie haben ihrem Gott all das angedichtet, was sie selber nicht waren und gerne gewesen wären.

Wann wurde diese Ebenbildlichkeit Gottes entdeckt? Nachdem die Menschenrechte proklamiert und sich durchgesetzt hatten, – 1776 Unabhängigkeitserklärung der USA; 1789 Französische Revolution; 1948 Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen – haben die Gläubigen in ihren heiligen Büchern nachgeschaut, ob dort nicht auch etwas Brauchbares in dieser Richtung zu finden wäre. Da man in der Bibel alles finden kann, sowohl Stellen, die für den Krieg als auch Stellen, die gegen den Krieg sprechen, für die Sklaverei und gegen sie, für die Gleichheit von Mann und Frau und gegen sie, für den Fremden und gegen ihn, sind sie schließlich fündig geworden. Im Schlepptau der Aufklärung haben sie behauptet, dass dies auch in ihren Büchern längst offenbart wurde. Man muss sich allerdings fragen: Warum wurden in der Bibel auf Gottes Befehl ganze Völker ausgerottet, wenn die Israeliten von der Ebenbildlichkeit aller Menschen mit Gott und damit von der „Würde des Menschen“ überzeugt gewesen wären?

Warum hat die katholische Kirche jahrhundertelang Menschen geschunden, verfolgt, versklavt, verbrannt, gefoltert? Weil nicht die Regeln der Menschlichkeit, sondern das unmenschliche, angeblich göttliche Gesetz der Bibel gegolten hat. Schon von Jesus wurde es kritisiert. Bis zum 2. Vatikanischen Konzil 1965, hat die katholische Kirche sich gegen die Menschenrechte gesträubt und hat die Europäische Menschenrechtskonvention  bis heute nicht ratifiziert.

Auch  die Gleichheit von Mann und Frau wollen sie damit begründen. Die ganze Bibel, die Gesetze der Juden und die Frauenverachtung der Kirchenväter sprechen dagegen, dass dies jemals so verstanden wurde. Schließlich ist die Frau – laut Bibel – nur nachträglich aus der Rippe Adams geschaffen worden. Warum wurden diese Stellen erst entdeckt oder ernst genommen, nachdem die Gleichwertigkeit von Mann und Frau in einem jahrhundertelangen Kampf gegen die geistigen Führer der Kirche durchgesetzt worden war? Warum setzt Paulus den Mann über die Frau?  Warum gilt die Frau in allen abrahamitischen Religionen heute noch als minderwertigeres Wesen, das meist keine priesterlichen Handlungen ausüben darf?

Weil die Bibel etwas ganz anderes lehrt!

Die Zehn Gebote

Bei Juden, Anglikanern, Lutheranern, Katholiken…werden die Zehn Gebote unterschiedlich gezählt, was für die Untersuchung ohne Bedeutung ist.

Die „Zehn Gebote“ sollen also angeblich Vorläufer der Menschenrechte sein?

Die „Zehn Gebote“ in der Bibel galten nur für die rechtgläubigen Juden. Für Völker und Menschen anderen Glaubens gab es dagegen klare Sonderregelungen. Man durfte sie vertreiben, ausrotten, versklaven, töten, ausrauben… auf Gottes Befehl.[3] Das kann mit vielen Bibelstellen belegt werden.

Die Zehn Gebote sind ein Auszug aus den 613 Ge- und Verboten, die ein Jude zu befolgen hat. Schon daran kann man erkennen, dass sie nicht als Freiheitsrechte, sondern eher als Schikane zur absoluten Unterwerfung von unmündigen Menschen gedacht sind. Wer sich intensiver mit dem Terror beschäftigen möchte, den die jüdische Priesterschaft dem Volk auferlegt hat, sollte diese Liste lesen.[4]

Ich zitiere die Zehn Gebote aus der Lutherbibel. 2 Mose 20:

Vorstellung Gottes

Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.

Ich stamme nicht aus dieser Gegend, mich hat niemand aus Ägypten geführt, ich gehöre nicht zum „auserwählten Volk“ und habe keinen Vertrag mit einem Gott unterzeichnet. Ich muss mich also fragen, wieso sich dieser „Gott“ anmaßt, meiner zu sein und mir Vorschriften zu machen?

Fremdgötterverbot

Erstes Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Er gibt damit selber zu, dass er nicht der einzige Gott ist.

Das erste der Zehn Gebote widerspricht der Weltanschauungsfreiheit, die sehr wichtig ist, um Religionskriege zu vermeiden. Wenn in verschiedenen Religionen, wie allein schon in den drei abrahamitischen, jeder Gott beansprucht, der einzig wahre zu sein, ist der Streit unter den Religionen vorprogrammiert.

Dieses erste Gebot widerspricht auch dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, wo ich Staatsbürger mit uneingeschränkten Bürgerrechten und Pflichten bin. Also gilt für mich nicht, dass ich keine anderen Götter haben darf, sondern, dass ich so viele Götter haben kann wie ich will oder auch keinen, was mir am liebsten ist, weil ich selbständig denken kann, ein freier Mensch sein will und sich noch keiner der tausend Götter mir vorgestellt hat.

Bilderverbot

Zweites Gebot:  4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

Als bildender Künstler finde ich das sehr bedauerlich. Das Gebot widerspricht der Gedanken- und Kunstfreiheit. Also, wieder keine Freiheit, sondern Verbot und Drohung.

Bete sie nicht an und diene ihnen nicht.

Das widerspricht der Religionsfreiheit. Außerdem: Wer kommt schon auf die Idee, nicht – existierende Geister anzubeten?

 Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;

Er droht mit Sippenstrafe. Dieser Gott lebt in der Eisenzeit und ist noch nicht auf dem Boden unseres Verfassungsstaates angekommen, hat auch nichts dazu beigetragen, ihn zu verwirklichen, denn zum Glück ist hier die Sippenhaft abgeschafft…nicht durch Gottes Gebot, sondern durch menschliche Vernunft, gegen Gottes Gebot. Nur die Nazis haben sie für kurze Zeit wieder eingeführt. Sie widerspricht unserer Vorstellung von Schuld. Kinder sind nicht schuldig für die Verbrechen der Väter und dürfen dafür auch nicht bestraft werden. Das ist archaisches Denken.

…der die Missetat der Väter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.“[5]


und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

Daraus geht hervor, dass nur die Rechtgläubigen und Frommen es wert sind, dass man ihnen Gutes tut, nicht aber die Ungläubigen und Falschgläubigen. Das widerspricht der Universalität der Menschenrechte.

Namensmissbrauchsverbot

Drittes Gebot:  7 Du sollst den Namen des Herren, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Das widerspricht der Meinungsfreiheit! Und wieder droht er mit Strafen, sogar mit Steinigung für einen Fluch.[6] Einen Beitrag zu den Menschenrechten kann ich darin nicht erkennen, dagegen eine klare Einschränkung eines Menschenrechtes.

Sabbatgebot

Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest.

Das widerspricht der Freiheit, den Sabbat / Sonntag nach eigenem Gutdünken zu gestalten. Nach jüdischem Gesetz sollten Leute, die am Sabbat dabei erwischt wurden, Holz zu sammeln, gesteinigt werden.[7]

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken;

10 aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herren, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.

Diese Reglementierung des Alltags bis ins Kleinste, kann ein freier Mensch nur als Schikane empfinden. Ich will auch mal Freizeit haben und, wenn’s notwendig ist, ohne Schuldgefühle am Sabbat arbeiten. Einen Ruhetag finde ich an sich eine gute Idee. Er darf aber nicht zur strafbaren Pflicht werden.

Meine Katze kann ich nicht dazu bringen, den Sabbat einzuhalten. Sie geht auch am Sabbat auf die Jagd, weil Gott sie so geschaffen hat.

11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

Inzwischen wissen wir, dass die Entstehung der Welt etwas länger gedauert hat, dass manches anders gelaufen ist als in der Bibel beschrieben und dass da wohl kein allmächtiger und allwissender Gott am Werk war.

Diese ersten drei Gebote begründen eine hierarchische Ordnung, mit einem obersten Herrn, der bedingungslose Anbetung und Gehorsam fordert und für die banalsten Vergehen die Todesstrafe verhängt. Sie dienen vordergründig der Ehre Gottes, tatsächlich der Priesterschaft und erheben diese weit über das Volk. Das Verhältnis von Gott und Mensch, auf dem diese Gebote aufbauen, ist dasselbe wie zwischen dem Pharao und einem rechtlosen Volk. Von irgendwelchen Rechten für mündige Bürger, von Persönlichkeitsentfaltung oder demokratischen Ideen ist hier nirgends die Rede.

Elterngebot

Viertes Gebot:  12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt.

Das Gebot ist gut gemeint, aber überflüssig. Man kann einem Kind nicht befehlen, eine Rabenmutter oder einen tyrannischen Vater zu verehren. Zumal in der Bibel des Öfteren dazu aufgefordert wird, die Söhne zu züchtigen, sogar dazu, den „störrischen“ Sohn zu töten.[8]

Selbst das Neue Testament droht: Gott hat geboten: „Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.“[9]

Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern kann nicht göttlich, sondern muss menschlich durch gegenseitiges Verständnis, durch das Zusammenleben, durch Geben und Nehmen, durch Fürsorge und Zuneigung geregelt werden.

Tötungsverbot

Fünftes Gebot: 13 Du sollst nicht töten.

Natürlich muss es dieses Gebot in jeder funktionierenden Gesellschaft geben.

Aber es erstaunt. Schließlich haben wir oben gesehen, dass Gott geboten hat, für die banalsten Vergehen zu töten: Für Leute, die fluchen; die am Sabbat Holzholen; für störrische Söhne; für Söhne, die Vater und Mutter verfluchen; es folgen noch: für Ehebruch[10] und homosexuelle Handlungen; im Auftrag Gottes bei Eroberungskriegen[11]; für Verführung zu falschen Göttern[12]…und unzählige andere Dinge. Gemäß diesen Gesetzen war das Leben nicht viel wert, weder das menschliche, wenn man an diese Strafen denkt, noch das tierische, wenn man an den Opferkult denkt.

Ehebruchsverbot

Siebtes Gebot: 14 Du sollst nicht ehebrechen.

Auf Ehebruch steht bei Gott wieder mal die Todesstrafe durch Steinigung.

Ehebruch ist nicht schön, aber die Steinigung ist eine unmenschliche Strafe, die den Menschenrechten widerspricht.

Diebstahlsverbot

Achtes Gebot:15 Du sollst nicht stehlen.

Keine Gesellschaft kann das Stehlen erlauben. Dabei ordnet Gott Raubzüge im großen Stil an und die Führer Israels führen sie durch.

Alle Menschen und das ganze Vieh, das sie erbeutet und geraubt hatten, nahmen sie mit. Sie brachten die Gefangenen und die geraubte Beute zu Mose, zum Priester Eleasar und zur Gemeinde der Israeliten in das Lager in den Steppen von Moab am Jordan bei Jericho.“[13]

Falschzeugnisverbot

Neuntes Gebot:16 Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Du sollst nicht ehebrechen, nicht lügen, nicht stehlen, nicht töten sind notwendige ethische Forderungen für jede Gesellschaft. Deswegen hat es diese Gebote in allen Kulturen, auch schon lange vor Moses gegeben, im mesopotamischen Codex Ur-Nammu – 2100, im Totenbuch der Ägypter -2000, in den Gesetzen des babylonischen Königs Hammurabi -1700, in China, in Indien, in Amerika…

Begehrensverbot

Zehntes Gebot: 17 Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.

Dem Begehren des einen steht das Recht auf Besitz der anderen gegenüber. Das muss jedem einleuchten, auch ohne göttliches Gebot.

Hier wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass Sklaverei etwas Natürliches und keineswegs etwas Verwerfliches ist, denn Knecht meint hier Sklave. Das widerspricht den Menschenrechten, die Sklaverei verbieten.

Außerdem werden hier Frauen und Esel in einem Satz zum Besitztum eines Mannes gezählt. Das ist nicht gerade ein Wegweiser in Richtung Gleichberechtigung.

Die wichtigsten Menschenrechte:

Sie haben universelle Gültigkeit: Menschenwürde; Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit; Verbot der Sklaverei; Verbot der Folter; Gleichheit vor dem Gesetz; Verbot der willkürlichen Verhaftung; Rechtsstaatliche Garantien: Unschuldsvermutung, keine Strafe ohne Gesetz; Schutz der Privatsphäre; Freizügigkeit; Asylrecht; Staatsangehörigkeit; Eheschließung, Schutz der Familie; Eigentum; Religionsfreiheit; freie Meinungsäußerung; Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit…

Fazit

Die „Zehn Gebote“ wurden nicht von einem fürsorglichen Gott vom Himmel gesandt, zum Wohle der ganzen Menschheit, sondern wurden von der jüdischen Priesterschaft dem Volke Israel diktiert. Es ging ihr nicht darum, mündige Menschen zu erziehen, sondern Gehorsam und Blindgläubigkeit zu fordern, um eine hierarchische Ordnung zu errichten: Gott – Herrscher – Priesterschaft – Volk!

Die drei ersten Gebote und die drakonischen Strafen für die Übertretung aller Gebote stehen in krassem Widerspruch zur Idee der Menschenrechte. Sie können nur durch den Glauben an einen strafenden Gott aufrechterhalten werden. Sie sind dazu geschaffen, die Menschen auf Gott und ein jenseitiges Leben auszurichten, durch den Glauben an Gott der Priesterschaft möglichst viele Vorteile zu verschaffen und ihre Herrschaft zu legitimieren.

Du sollst nicht lügen, stehlen, töten sind keine Menschenrechte, sondern grundlegende ethische Normen, die in jeder funktionierenden Gesellschaft gelten müssen.

Dem gegenüber stehen die Menschenrechte, die Freiheitsrechte sind und dem Einzelnen Menschen Schutz vor der Willkür und den Übergriffen des Staates gewähren sollen. Es sind vernünftige Regeln, die das friedliche und gerechte Zusammenleben auf diesem Planeten garantieren sollen. Sie gehen von einem fundamental anderen Menschenbild aus. Der Mensch ist nicht mehr Untertan Gottes, sondern das Maß aller Dinge. Sie gehen von der Gleichwertigkeit aller Menschen aus, von seinem Recht, über sich selbst bestimmen zu dürfen und von seinem natürlichen Streben nach irdischem Glück.

Die Menschenrechte werden nicht gewährt, weil einer ein Geschöpf Gottes ist oder angeblich sein Ebenbild, sondern weil einer ein vernunftbegabter, fühlender Mensch ist.

Wir sind in einem langen evolutionären Prozess aus dem Tierreich entstanden und sind nach unzähligen schrecklichen Erfahrungen aus der Geschichte, zu der Einsicht gelangt, dass es für ein friedliches Zusammenleben auf diesem Planeten notwendig ist, allen Menschen unveräußerliche Menschenrechte zu gewähren.

Die „Zehn Gebote“ stehen in vieler Beziehung im Widerspruch zu den Menschenrechten! Sie wurden nicht von einem Gott erfunden und stehen in keinem der Heiligen Bücher!

Die Erfinder der Menschenrechte

Die Menschenrechte und die Idee, dass alle Staatsgewalt vom Volk und nicht von Gott und Königen von Gottes Gnaden auszugehen hat, wurde im Zeitalter der Aufklärung vom 17. – 20. Jh. gegen den heftigen Widerstand der Könige von Gottes Gnaden, der Päpste, der Kirchen, des Adels, trotz Verfolgung erkämpft. Die wichtigsten Aufklärer waren: Samuel v. Pufendorf 1632-1694 Würde des Menschen; John Locke, 1632-1704, Gleichheit aller Menschen; Charles de Montesquieu, 1689-1755, Gewaltenteilung;  David Hume, vernünftige Ethik ohne Gott; Thomas Paine 1775, „The rights of men“; Thomas Jefferson 1776, Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; Voltaire 1694-1778 Religionskritik; Olympe de Gouges 1748-1793 Frauenrechte;  Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778, Gesellschaftsvertrag; Immanuel Kant 1724-1804 „Zum ewigen Frieden“… Erst durch die Aufklärung wurden die Sklaverei, die Todesstrafe und die Folter abgeschafft, die Frauen gleichberechtigt und ein Verfassungsstaat mit Gewaltenteilung in Europa möglich. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen wurde 1948 verabschiedet, das Grundgesetz der Bundesrepublick Deutschland 1949.

[1] https://www.youtube.com/watch?v=nxDxnR-ObZ4

[2] 1 Mose 1,27 

[3] 3 Mos 25:44; Hosea 13:16; 2 Mose Ex:34:12

[4] http://religionwiederverbindung.blogspot.de/2015/01/noachidische-gebote-die-7-gebote-noahs.html

[5] 2 Mose 34,7

[6] 3 Mose 24,14

[7] 4 Mose 15,35

[8] 5 Mose 21,21

[9] Math 15:4

[10] 3 Mose 20:10

[11] 5 Mose 20:16 ; Jesaja 13:16; Josua 6:21

[12] 5 Mose 13,6 / 13:10 / 13:16

[13] 4 Mose 31

Copyright Roland Fakler © Februar 2018

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Mittelalter in Rottenburg?

Wie lange dauert das Mittelalter in Rottenburg? von Roland Fakler

Ende November brachten zwei Gemeinderätinnen der Bischofsstadt Rottenburg mit einem gemeinsamen Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt eine Lawine ins Rollen. Über diesen ungewöhnlichen Weg machten sie den BürgerInnen ihrer Stadt und der Umgebung bekannt, dass die katholische Dom- und Moritzgemeinde in Rottenburg in der Sülchen- und Klausenkapelle keine Trauerfeiern ohne Priester mehr zulassen werde. Bisher gab es dort etwa 5 bis 10 nicht-christliche Trauerfeiern pro Jahr mit einem bezahlten Trauerredner für „Ungläubige“, ohne katholischen Priester.

Das Schwäbische Tagblatt recherchierte und schrieb ein paar Artikel: „Unreligiöse Trauerfeiern nicht möglich“; „Kein Ort für Trauerredner“. Es wurde bekannt: Der Gemeinderat sei zwar über den Beschluss der Kirchengemeinde informiert worden, aber nur in nichtöffentlicher Sitzung.

In ersten Reaktionen fragten sich die Leute: „In welchem Zeitalter leben wir eigentlich?“

Der zuständige Pfarrer Harald Kiebler äußerte sich darauf wie folgt: „Da lass ich nicht jemand wie einen kommerziellen Trauerredner hin stehen, wie wenn’s nur ein Tisch oder ein Pult wäre.“

Nein, es ist natürlich ein hochgeweihter Ort, an dem nur Geweihte etwas zu sagen haben.

Schon im Alten Testament werden solche Orte mit Androhung der Todesstrafe vor Ungeweihten geschützt. 4Mos 18:3 Dazwischen gab es allerdings einen Rebellen namens Jesus, auf den sich diese Christengemeinde beruft, und der manchen Unfug in der hebräischen Bibel angeprangert hat, der auch gesagt haben soll, dass das Gesetz für den Menschen da sei und nicht der Mensch für das Gesetz.

Obwohl dieser Jesus sehr bescheiden lebte, forderte er blinde Gefolgschaft. Es führe nämlich kein Weg an ihm vorbei zum Vater, – damit meinte er den jüdischen Gott. Er sei der Weinstock und der Rest der Menschheit – im besten Fall – Reben und alle die nicht an ihn glaubten, seien verdammt… Diese Anmaßung führte nicht zum Frieden, sondern zu schlimmer Verfolgung. Schon Paulus und die Evangelisten begannen jene zu beschimpfen, die nicht den angeblich „richtigen Glauben“ hatten. Wie sollten sie auch. Von Anfang an war alles vieldeutig, unklar, widersprüchlich. Kaiser Konstantin erzwang dann die Einheit des Glaubens mit Dogmen und machte diesen Glauben zur Staatsreligion. Kirchenväter wie Augustinus und Thomas von Aquin schufen die Rechtfertigung für die Verfolgung der Falschgläubigen.

Was ist nun, wenn ich keine Rebe bin, sondern ein selbständig denkender Mensch? Wenn ich anders als der Herr Jesus nicht an Geister glaube, nicht an Wunder, nicht an die Unsterblichkeit und erst recht nicht an die Erlösung von einer Erbschuld, für die ich nichts kann, durch seinen elenden Tod am Kreuz? Dann bin ich ein Ungläubiger!

Sobald die Kirche die Macht hatte, verfolgte sie „Abweichler“, „Falschgläubige“, „Ungläubige“. Jahrhundertelang wurden sie von der heiligen katholischen Kirche und seinem Helfershelfer, dem „christlichen“ Staat, gejagt, verbrannt, gedemütigt, außerhalb des Friedhofs in ungeweihter Erde verscharrt.

Da die Achse zwischen Kirche und Staat zu gegenseitigem Nutzen der Herrschaften und stets zur Verdummung der Herde, seit 1500 Jahren noch  immer gut funktioniert, trat das weltliche Oberhaupt der Stadt, Bürgermeister Neher, für die Kirche in den Ring und behauptete, dass die Leute ohnehin nur aus der Kirche austreten, um Geld zu sparen. Man könne nicht Dienstleistungen beanspruchen, wenn man dafür nicht bezahlt hat, fügte eine Dame vom „Bodenpersonal“ der Kirche hinzu.

Damit lösten sie einen Sturm der Entrüstung aus, und damit beginnt in Rottenburg die Neuzeit. Viele Leser kamen aus der Deckung. Einer verkündete seinen Austritt aus der Kirche für den nächsten Tag. Eine ehemalige Landtagsabgeordnete, Gemeinderäte, einfache Bürger warfen der Organisation, die sich seit Jahrhunderten für unfehlbar hält, die es geschafft hat, jede Kritik zu verbieten oder in den Wind zu schlagen, die gut davon lebt, Sünden zu vergeben, ihre eigenen Sünden vor. Von der Inquisition, von Prunk-und Protzbauten, wie dem neuen Bischofspalais, von Kindesmissbrauch, von Volksverdummung, von Unmenschlichkeit und christlicher Lieblosigkeit war da die Rede. Und was Pfarrer Kiebler wohl vergessen hat: Kein Priester arbeitet unentgeltlich.  Auch sie werden gut bezahlt, vor allem die Bischöfe. Dafür dass diese Kirche jährliche Subventionen in vielfacher Millionenhöhe vom deutschen Staat beziehe – die Kirche zahlt keine 10% für den Unterhalt ihrer kirchlichen Einrichtungen – habe sie auch die Pflicht ungläubigen Steuerzahlern ihre damit vom Staat mitfinanzierten Kirchenräume zur Verfügung zu stellen. Das Gesamtvermögen der katholischen Kirche wird von Carsten Frerk auf über 430 Milliarden Euro geschätzt. Es ist in 1500 Jahren auf sehr dubiose und kriminelle Weise zusammengekommen: aus Urkundenfälschungen, hier wäre nur die konstantinische Schenkung zu nennen, aus Ämter- und Ablassverkauf, aus Sklaverei und Leibeigenschaft, aus betrügerischen Reliquiengeschäften und den damit verbundenen Wallfahrtsschwindeln, aus dem Besitz der getöteten Ketzer, Hexen, Juden, Heiden.

Man einigte sich auf einen Kompromiss und wolle vorläufig, bis für diese „Ungläubigen“ eine Lösung, d.h. eine Aussegnungshalle gebaut sei, weitere Feiern mit ungeweihten, gar ungläubigen Rednern zulassen.

Bleibt noch die Frage, warum sich überhaupt „Ungläubige“ die Klausen- oder die Sülchenkapelle, die Grablege von Nonnen bzw. der Rottenburger Bischöfe, als Abflughalle zu den Pforten des Himmels wünschen? In den Leserbriefen stellte sich heraus, dass es dabei eher um Christen geht, die sich von der Kirche zwar entfremdet haben, die ausgetreten sind, die aber doch noch eine leise Hoffnung hegen, dass ihnen, wenn schon kein Priester oder Bischof, so doch Jesus selbst die Himmelspforte öffnen werde.

Scheinbar gibt es in Rottenburg keine geeigneten Hallen für Abschiedsfeiern von Atheisten und „richtigen Ungläubigen“. Solche Leute sind in einer Bischofstadt nicht willkommen und waren dort wohl auch nie vorgesehen. Warum sollte man denen irdische Erleichterungen schaffen, die Gott mit der Hölle bestraft? Wird nicht die ganze Stadt, die nun mal Bischofsstadt ist, allein durch die Anwesenheit solcher Leute entweiht?

Die ehemalige Tübinger Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid schrieb sinngemäß: Sie würde, wenn sie Rottenburgerin wäre, in ihrem Testament festlegen, dass ihre Leichenfeier niemals in einer dieser Kirchen stattfinden dürfe. Auch für mich wäre es ein gruseliger Gedanke, über den Leichenteilen von Nonnen oder über der Gruft der Rottenburger Bischöfe, die die Gläubigen immer in Unmündigkeit halten wollten, vom irdischen Leben verabschiedet zu werden.

Aus dieser Geschichte würde ich folgenden Schluss ziehen: Solange diese Kirche Macht und Geld hat, weil sie viel zu eng mit dem Staat verbunden ist und damit auch Unmengen Geld von Ungläubigen bezieht, sind das Mittelalter und ihre Sticheleien gegen Falschgläubige nicht zu Ende. Der Staat müsste endlich seine Komplizenschaft mit der Kirche lockern und säkulare Einrichtungen für alle Bürger schaffen, wo dies notwendig ist. Die Kirchen sollten sich als Vereine organisieren und sich wie jeder Verein hauptsächlich von Mitgliedsbeiträgen finanzieren. Dann können sie tatsächlich sagen: Mitbestimmen und mitsingen darf, wer im Verein ist und Beitrag zahlt!

Zählmarke 3B/ ID a45c3cd69ce345428f691b6fb32f1163 /13.01.2018