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Roland Fakler

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Heilige Verfolger

*Heilige Verfolger

Verfolger, Schreibtischtäter und akiv Handelnde, wurden von der katholischen Kirche oft heiliggesprochen, weil sie im Sinne ihrer Ideologie besonders eifrig waren. Ein Aufarbeitung hat es fast nie gegeben.

Chronologische Liste mit Quellen und Belegen


2.–3. Jahrhundert

Tertullian (ca. 160–225)

Beitrag: Theologische Intoleranz, Ausschlussdenken
Belege:

  • De praescriptione haereticorum – Aberkennung des Existenzrechts von Häretikern

  • Fördert die Idee, dass Wahrheit keinen Diskurs mit Irrlehre schuldet

Quellen:

  • Tertullian, Opera, CCSL 1

  • Geoffrey D. Dunn, Tertullian, Routledge 2004


Cyprian von Karthago (ca. 200–258)

Beitrag: Kirchliche Zwangsdisziplin, Exkommunikation
Belege:

  • De unitate ecclesiae – „Außerhalb der Kirche kein Heil“

  • Legitimiert Zwangsmaßnahmen gegen Abweichler

Quellen:

  • Cyprian, Epistulae

  • J. Patout Burns, Cyprian the Bishop, Routledge 2002


4. Jahrhundert (Konstantinische Wende)

Eusebius von Cäsarea (ca. 260–340)

Beitrag: Ideologe der christlichen Staatsgewalt
Belege:

  • Vita Constantini – Rechtfertigung religiöser Gewalt

  • Darstellung Konstantins als gottgesandter Herrscher

Quellen:

  • Eusebius, Vita Constantini

  • Timothy Barnes, Constantine and Eusebius, Harvard 1981


Ambrosius von Mailand (339–397)

Beitrag: Durchsetzung kirchlicher Macht durch Zwang
Belege:

  • Unterstützung von Gesetzen gegen Heiden und Häretiker

  • Billigung der Tempelzerstörungen

Quellen:

  • Ambrosius, Epistulae

  • Neil McLynn, Ambrose of Milan, University of California Press


Johannes Chrysostomos (347–407)

Beitrag: Extrem antisemitische Hetzpredigten
Belege:

  • Adversus Iudaeos – Dämonisierung von Juden

  • Nachhaltiger Einfluss auf christlichen Antijudaismus

Quellen:

  • Johannes Chrysostomos, Homiliae adversus Iudaeos

  • Robert Wilken, John Chrysostom and the Jews, University of California Press


Martin von Tours (316–397)

Beitrag: Duldung der Ketzerverfolgung
Belege:

  • Verhalten im Priscillianistenprozess

  • Kein Eintreten gegen Hinrichtungen

  • Zerstört eigenhändig Kultstätten der Heiden. Siehe: Hl. Martin

Quellen:

  • Sulpicius Severus, Vita Martini

  • Henry Chadwick, Priscillian of Avila, Oxford


Marcellus von Apamea († ca. 390)

Beitrag: Zerstörung heidnischer Tempel
Belege:

  • Zeitgenössische Berichte über gewaltsame Aktionen

Quellen:

  • Theodoret von Kyrrhos, Historia ecclesiastica


Augustinus von Hippo (354–430)

Beitrag: Theoretische Legitimation von Zwang
Belege:

  • Epistula 93 – „compelle intrare“

  • Rechtfertigung staatlicher Gewalt gegen Donatisten

Quellen:

  • Augustinus, Epistulae

  • Peter Brown, Augustine of Hippo, University of California Press


Kyrill von Alexandria († 444)

Beitrag: Religiöse Gewalt, Umfeld der Ermordung Hypatias
Belege:

  • Pogrome gegen Juden (415)

  • Politisch-religiöse Eskalation

Quellen:

  • Sokrates Scholastikos, Historia ecclesiastica

  • Maria Dzielska, Hypatia of Alexandria, Harvard


Frühmittelalter

Bonifatius (672–754)

Beitrag: Zwangsmission, Kulturzerstörung
Belege:

  • Fällen der Donareiche

  • Enge Verbindung mit fränkischer Gewalt

Quellen:

  • Willibald, Vita Bonifatii

  • Ian Wood, The Missionary Life, Routledge


Karl der Große (742–814)

Beitrag: Religiös legitimierte Massengewalt
Belege:

  • Blutgericht von Verden (782): ca. 4.500 Sachsen

  • Capitulatio de partibus Saxoniae (Todesstrafe für Heiden)

Quellen:

  • Einhard, Vita Karoli Magni

  • Janet Nelson, Charlemagne, Penguin


Hoch- und Spätmittelalter (Inquisition)

Dominikus (1170–1221)

Beitrag: Geistiger Wegbereiter der Inquisition
Belege:

  • Bekämpfung der Katharer

  • Ideologische Grundlage für spätere Inquisition

Quellen:

  • Jordan von Sachsen, Libellus de principiis Ordinis Praedicatorum


Petrus Martyr von Verona († 1252)

Beitrag: Aktiver Inquisitor
Belege:

  • Systematische Ketzerverfolgung

Quellen:

  • Inquisitionsakten Norditaliens

  • R. I. Moore, The Formation of a Persecuting Society


Vinzenz Ferrer (1350–1419)

Beitrag: Zwangsbekehrungen, antisemitische Hetze
Belege:

  • Massenpredigten mit politischem Druck

Quellen:

  • Vicente Beltrán de Heredia, San Vicente Ferrer


Johannes Capistrano (1386–1456)

Beitrag: Pogrome, Inquisitionsprediger
Belege:

  • Aufwiegelung gegen Juden in Mitteleuropa

Quellen:

  • Norman Cohn, Europe’s Inner Demons


Petrus von Arbues († 1485)

Beitrag: Symbolfigur der spanischen Inquisition
Belege:

  • Inquisitor in Aragón

Quellen:

  • Henry Kamen, The Spanish Inquisition


Neuzeit

Robert Bellarmin (1542–1621)

Beitrag: Theologische Rechtfertigung der Ketzerverfolgung
Belege:

  • Verteidigung der Todesstrafe für Häretiker

  • Beteiligung am System, das Giordano Bruno verurteilte

Quellen:

  • Bellarmin, Disputationes

  • John Bossy, Giordano Bruno and the Embassy Affair


Fazit

Diese Liste zeigt, dass Heiligkeit und Verfolgung historisch kein Widerspruch waren, sondern sich oft gegenseitig legitimierten. Gewalt wurde nicht als moralisches Versagen, sondern als Dienst an der Wahrheit verstanden.

Große Verbrecher

„Die Großen“ der Geschichte – Verehrung und Verbrechen

Historisch bedeutende Persönlichkeiten und ihre problematischen Seiten nach heutigen Maßstäben. Sie werden immer noch verehrt, aber nur wenige Verehrer kennen ihre Verbrechen.

Die Geschichte liebt Sieger – und nennt sie „groß“. Wer Reiche eroberte, Städte niederbrannte und ganze Bevölkerungen unterwarf, bekam Denkmäler, Beinamen und einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis. Alexander der Große, Karl der Große, Napoleon: Ihre „Größe“ misst sich nicht an Menschlichkeit, sondern an der Effizienz organisierter Gewalt.

Nach heutigen Maßstäben wären viele dieser Ikonen Kriegsverbrecher, religiöse Fanatiker oder Architekten staatlichen Terrors. Doch während ihre Namen gefeiert werden, bleiben die Opfer anonym – reduziert auf Fußnoten oder ganz vergessen.

Dieser Artikel kratzt am Lack historischer Heldenverehrung. Er zeigt, wie eng Ruhm und Grausamkeit miteinander verwoben sind – und stellt eine unbequeme Frage: Ist „Größe“ in der Geschichte oft nichts anderes als erfolgreiches Töten? Sollten wir nicht endlich aus dieser Horrorgeschichte lernen?


I. Europa

Antike

  • Alexander der Große (Makedonien)
    Eroberer eines Weltreiches; Massaker an Städten (z. B. Tyros), Zerstörung ganzer Gemeinden, Versklavung der Bevölkerung.

  • Julius Caesar (Römische Republik)
    Militärisches und politisches Genie; Vernichtung ganzer gallischer Stämme, Massensklaverei, Angriffskriege.

  • Perikles (Athen)
    Architekt der attischen Demokratie; brutale Repression gegen abtrünnige Poleis (z. B. Melos).


Mittelalter

  • Karl der Große (Frankenreich)
    Reichsgründer und Bildungsreformer; Zwangschristianisierung, Massenhinrichtungen (Blutgericht von Verden).

  • Otto I. der Große (HRR)
    Reichsstabilisator; brutale Niederschlagung von Aufständen, militärische Expansion.

  • Wilhelm der Eroberer (England)
    Staatsgründer; systematische Verwüstung Nordenglands („Harrying of the North“).

  • Richard I. Löwenherz (England)
    Kreuzritterideal; Ermordung tausender muslimischer Gefangener.

  • Friedrich I. Barbarossa
    Reichspolitiker; Zerstörung Mailands und kollektive Bestrafungen.


Frühe Neuzeit & Neuzeit

  • Napoleon Bonaparte
    Modernisierer Europas; Angriffskriege, Millionen Tote, Wiedereinführung der Sklaverei.

  • Gustav II. Adolf (Schweden)
    Militärreformer; massive Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg.

  • Leopold II. von Belgien
    Kolonialherrscher; systematischer Terror und Massensterben im Kongo-Freistaat.


II. Vorderer Orient, Persien & Zentralasien

  • Kyros der Große (Achämenidenreich)
    Vergleichsweise tolerant, aber dennoch Eroberungskriege und Deportationen.

  • Mohammed (Religionsstifter) Vertreibungen, Eroberungen, Massaker an einem jüdischen Stamm, Ermordung von Kritikern. 
  • Darius I.
    Verwaltungsstaat; brutale Niederschlagung von Revolten.

  • Nebukadnezar II.
    Bauherr Babylons; Zerstörung Jerusalems, Zwangsdeportationen.

  • Assurbanipal (Assyrien)
    Förderer von Kultur; dokumentierte Folter, Massendeportationen.

  • Dschingis Khan
    Reichsgründer; Massaker an Städten, Terror als Kriegsstrategie.

  • Timur (Tamerlan)
    Kulturmäzen; systematische Vernichtung von Städten, Schädelpyramiden.

  • Nadir Shah
    Militärstratege; Massaker von Delhi (1739).


III. Südasien (Indien & Umgebung)

  • Ashoka (frühe Regierungszeit)
    Später buddhistischer Idealherrscher; zuvor Massaker im Kalinga-Krieg.

  • Samudragupta
    Reichserweiterer; extensive Eroberungskriege.

  • Alauddin Khalji
    Militärreformer; Massaker und harte Repressionen.

  • Aurangzeb
    Reichsausbau; religiöse Verfolgung, Tempelzerstörungen.

  • Mahmud von Ghazni
    Militärischer Held; Plünderungen, religiös motivierte Gewalt.


IV. Ostasien

China

  • Qin Shi Huangdi
    Einiger Chinas; Bücherverbrennungen, lebendig begrabene Gelehrte, Zwangsarbeit.

  • Han Wudi
    Expansion; Vernichtung ganzer Völker.

  • Sui Yangdi
    Großprojekte; Millionen Tote durch Zwangsarbeit und Kriege.

  • Hongwu-Kaiser
    Dynastiegründer; Massenhinrichtungen von Beamten und Familien.


Japan

  • Oda Nobunaga
    Modernisierer; Vernichtung buddhistischer Klöster samt Bewohnern.

  • Toyotomi Hideyoshi
    Reichseiniger; Invasion Koreas, Massaker, „Nasen- und Ohrenhügel“.

  • Tokugawa Ieyasu
    Staatsstabilisator; Christenverfolgung, politische Säuberungen.


Korea

  • Taejong von Joseon
    Staatsaufbau; Ermordung politischer Rivalen und deren Familien.


V. Südostasien

  • Anawrahta (Myanmar)
    Reichsgründer; Zwangsbekehrungen und Gewalt.

  • Bayinnaung
    Imperiale Expansion; Zwangsumsiedlungen.

  • Jayavarman VII. (Khmer-Reich)
    Großbauherr; massive Zwangsarbeit.


VI. Afrika

  • Shaka Zulu
    Militärischer Reformer; Massenhinrichtungen, Zerstörung ganzer Gemeinschaften.

  • Sundiata Keita
    Reichsgründer; Expansion durch Krieg und Versklavung.

  • Mansa Musa
    Kulturförderer; Reichtum basierte auf extensiver Sklavenarbeit.

  • Menelik II. (Äthiopien)
    Modernisierung; Massaker und Zwangsumsiedlungen im Süden.

  • Tewodros II.
    Reformherrscher; Geiselnahmen und exzessive Gewalt.


VII. Amerika (präkolumbisch)

  • Itzcoatl (Azteken)
    Reichsreformer; Zerstörung von Städten, Massensklaverei.

  • Moctezuma I. & II.
    Hochkultur; systematische Menschenopfer und Unterwerfungskriege.

  • Pachacuti (Inka)
    Staatsorganisator; Zwangsumsiedlungen (Mitmaq-System).

  • Huayna Capac
    Reichsausbau; Repression und Zwangsassimilation.


VIII. Polynesien & Ozeanien

  • Kamehameha I. (Hawaii)
    Reichseiniger; Massaker an rivalisierenden Stämmen.

  • Maori-Kriegshäuptlinge (Musket Wars)
    Machtkonsolidierung; Massentötungen und Versklavung.


Schlussgedanke für den Artikel

Historische „Größe“ beschreibt fast immer Wirksamkeit, Macht und Durchsetzungsfähigkeit – nicht moralische Integrität.
Staatsbildung, Reichserweiterung und kulturelle Blüte gingen in der Geschichte häufig mit extremer Gewalt einher.

Golden Age

The Myth of the “Islamic Golden Age”

      Golden Age

Few historical narratives are repeated as uncritically as that of the so-called Islamic Golden Age. It is routinely invoked as evidence that Islam is inherently compatible with science, philosophy, and cultural progress. Yet a closer examination reveals a far less flattering picture. What is described as an “Islamic” cultural flourishing was neither Islamic in origin nor sustained by Islamic theology. It was, instead, a temporary and fragile inheritance of pre-Islamic civilisations—one that ultimately collapsed under the weight of religious orthodoxy.¹

The intellectual foundations of this period were unmistakably Greek, Roman, and Persian. Aristotle, Plato, Galen, Euclid, and Ptolemy shaped its philosophy, medicine, and science. Persian scholars contributed administrative expertise, mathematics, and astronomy. The Qur’an contributed none of this. It offered no scientific method, no philosophy of nature, and no framework for rational inquiry. At best, it was bypassed; at worst, it stood in tension with the very activities later celebrated as Islamic achievements.²

Crucially, this flourishing did not emerge in Mecca or Medina—cities that produced no tradition of philosophy, science, or systematic scholarship. It arose in conquered territories of the former Roman and Persian empires, where intellectual infrastructures already existed. Baghdad, Córdoba, and Toledo were not centres of Islamic theological creativity, but of translation, preservation, and administrative pragmatism. Their success depended heavily on Christian, Jewish, and Persian scholars, many of whom operated at the margins of Islamic orthodoxy.³

To label this period the Islamic Golden Age is therefore conceptually dishonest. It conflates political dominance with intellectual causation. By the same logic, one might call the European Renaissance a triumph of Catholic theology—despite the Church’s long hostility to classical learning and scientific inquiry. Cultural achievements should be attributed to ideas and methods, not to the regimes that happened to rule at the time.⁴

The fragility of this flourishing becomes evident the moment Islamic orthodoxy reasserted itself. As theology gained supremacy over philosophy, rational inquiry was delegitimised. Thinkers who prioritised revelation over reason—most notably Al-Ghazali—are often praised within Islamic tradition, yet their influence coincided with the effective marginalisation of philosophy and natural science. This was no historical accident. Religious absolutism and free inquiry are structurally incompatible.⁵

While the Islamic world turned inward, Europe moved—slowly and painfully—in the opposite direction. After centuries of Christian suppression of classical learning, Europe rediscovered antiquity, often through texts preserved by Arab scholars. But Europe then did something decisive: it broke the authority of sacred texts. The Reformation weakened religious monopoly; the Enlightenment elevated reason, empiricism, and scepticism. Theology was no longer allowed to dictate the limits of thought.⁶

The irony is difficult to ignore. The Islamic world preserved ancient knowledge, only to retreat from it. Europe received that knowledge, then surpassed it by rejecting the very religious constraints that had stifled progress elsewhere.

The uncomfortable lesson is this: cultures flourish not because of religion, but in proportion to their ability to limit its power. Islam is not unique in this respect—Christianity followed the same path—but unlike Christianity, it has yet to undergo a sustained internal reckoning that subordinates revelation to reason.⁷

Until that happens, invoking the “Islamic Golden Age” will remain what it largely is today: not a serious historical explanation, but a comforting myth.


Footnotes

  1. Toby E. Huff, The Rise of Early Modern Science: Islam, China, and the West (Cambridge University Press).

  2. Dimitri Gutas, Greek Thought, Arabic Culture (Routledge).

  3. Jonathan Lyons, The House of Wisdom (Bloomsbury).

  4. Edward Grant, God and Reason in the Middle Ages (Cambridge University Press).

  5. Al-Ghazali, The Incoherence of the Philosophers; see also Ernest Renan, Averroès et l’averroïsme.

  6. Peter Gay, The Enlightenment: An Interpretation; Margaret C. Jacob, The Cultural Meaning of the Scientific Revolution.

  7. Bernard Lewis, What Went Wrong? Western Impact and Middle Eastern Response.

 

Siehe: Kulturblüte

Ethik De – En

Ethikunterricht statt konfessionellem Religionsunterricht Ethics Education instead of Confessional Religious Instruction

Deutsch English
Ethik als Grundlage moderner Bildung Ethikunterricht ist ein zentraler Bestandteil moderner, säkularer Bildung. Er vermittelt Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung, Freiheit, Verantwortung und Toleranz und stärkt das demokratische Zusammenleben. Ethics as the foundation of modern education Ethics education is a key element of modern, secular education. It teaches values such as human dignity, equality, freedom, responsibility, and tolerance, strengthening democratic coexistence.
Warum Ethik Religion im Bildungsbereich ergänzt oder ersetzt Konfessioneller Religionsunterricht ist an bestimmte Glaubensrichtungen gebunden und kann gesellschaftliche Trennlinien verstärken. Ethikunterricht ist weltanschaulich neutral und richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler. Why ethics should complement or replace religious education Confessional religious education is tied to specific belief systems and may reinforce social divisions. Ethics education is ideologically neutral and addresses all pupils.
Staatliche Neutralität und Gleichbehandlung Ein säkularer Staat ist zur Neutralität gegenüber Religionen verpflichtet. Die gleichberechtigte Förderung aller Religionen im öffentlichen Bildungssystem ist kaum realisierbar und kostenintensiv. State neutrality and equal treatment A secular state is obliged to maintain religious neutrality. Providing equal support to all religions in public education is difficult and costly.
Ethik, Grundrechte und Verfassung Grundrechte beruhen auf säkularen ethischen Prinzipien, nicht auf religiösen Lehren. Ethikunterricht fördert das Verständnis für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Gleichstellung. Ethics, fundamental rights, and the constitution Fundamental rights are based on secular ethical principles, not on religious doctrines. Ethics education promotes understanding of human rights, freedom of expression, and equality.
Religion im privaten Raum Religion kann im privaten Leben Sinn stiften. Problematisch wird sie, wenn religiöse Institutionen politischen Einfluss oder Macht beanspruchen. Religion in the private sphere Religion can provide meaning in private life. It becomes problematic when religious institutions seek political influence or power.
Trennung von Staat und Religion Die Trennung von Staat und Religion ist ein Grundpfeiler moderner Demokratien. Sie schützt Religionsfreiheit und staatliche Neutralität gleichermaßen. Separation of state and religion The separation of state and religion is a cornerstone of modern democracies, protecting both religious freedom and state neutrality.
Fazit Ethikunterricht stärkt kritisches Denken, Dialogfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Konfessioneller Religionsunterricht sollte eine freiwillige Ergänzung bleiben. Conclusion Ethics education strengthens critical thinking, dialogue, and social cohesion. Confessional religious education should remain an optional complement.

Drohbotschaft

Jesu Drohbotschaften

Man muss sich doch fragen, warum Christen Andersdenkende über Jahrhunderte verfolgt haben. Könnte die Ursache vielleicht schon in der Drohbotschaft des Meisters liegen?

1. Nicht jeder, der „Herr, Herr“ sagt

Matthäus 7,21–23

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Himmelreich kommen … Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“

➡️ Jesus macht klar: Die bloße Anrede als „Herr“ reicht nicht – entscheidend ist, ob man seinen Willen annimmt und lebt.

Warum sollte man den Willen eines Wanderpredigers befolgen, dessen Existenz sehr zweifelhaft ist. Es gab schon viele Prediger und alle predigten etwas anderes.


2. Ablehnung der Botschaft → härteres Gericht

Matthäus 10,14–15 / Lukas 10,10–12

„Es wird dem Land von Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt.“

➡️ Wer die Botschaft bewusst zurückweist, trägt Verantwortung für diese Entscheidung.


3. „Weherufe“ über unbußfertige Städte

Matthäus 11,20–24

„Und du, Kapernaum … bis zur Unterwelt wirst du hinabgestoßen werden.“

➡️ Städte, die Jesu Wirken kannten, aber nicht umkehrten, werden besonders streng beurteilt.


4. Nicht an Jesus glauben = im Gericht bleiben

Johannes 3,18

„Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet.“

Johannes 8,24

„Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.“

➡️ Im Johannesevangelium ist die Ablehnung Jesu selbst schon ein Sich-Abschneiden vom Leben.


5. Gleichnisse vom endgültigen Ausschluss

  • Hochzeitsmahl (Matthäus 22,1–14)
  • Anvertraute Pfunde (Lukas 19,27)
  • Unkraut & Netz (Matthäus 13)
  • Weltgericht (Matthäus 25,31–46)

➡️ Immer wieder das gleiche Motiv: Wer Gottes Einladung endgültig zurückweist, schließt sich selbst vom Reich Gottes aus.


6. Das Endgericht

Matthäus 25,41

„Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer …“

➡️ Die schärfste Formulierung Jesu, verbunden mit dem Gericht über liebloses und unbarmherziges Handeln.


Zusammenfassung

Jesus warnt vor allem dort, wo Menschen

  • ihn bewusst ablehnen,
  • seine Botschaft kennen, aber ignorieren,
  • oder ihn nur äußerlich als Herrn bekennen.

Der Kern seiner Aussage ist:

Die Entscheidung für oder gegen Jesus hat ewige Konsequenzen.

Letztlich sind das Drohbotschaften, um Herrschaftsansprüche durchzusetzen, aber woher nimmt er seine Legitimität, um herrschen zu dürfen? Aus seinen anmaßenden Fantasien! Oder wurden diese Botschaften von der kath. so manipuliert, dass sie ihre Machtansprüche durchsetzen konnte?

Welche Botschaft Jesu soll man nicht zurückweisen?
Dialog mit ChatGPT
 

“Nach dem Zeugnis der Evangelien geht es bei der Botschaft Jesu nicht um einzelne moralische Regeln, sondern um eine zentrale, zusammenhängende Einladung, die man annehmen oder zurückweisen kann.”ChatGPT


1. Der Kern der Botschaft Jesu

Jesus fasst seine Botschaft selbst zusammen:

Markus 1,14–15

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

➡️ Das ist der Mittelpunkt:

  • Gottes Reich kommt
  • Umkehr (metanoia) – ein neues Denken, neues Vertrauen
  • Glaube – Vertrauen auf Gottes Handeln in Jesus

2. Jesus verkündet Gott als barmherzigen Vater

Ein zentrales Element seiner Botschaft:

Lukas 15 (verlorener Sohn, verlorenes Schaf, verlorene Münze) ➡️ Gott sucht den Menschen, nicht umgekehrt. ➡️ Vergebung steht offen.

Wer diese Barmherzigkeit ablehnt, lehnt den Gott ab, den Jesus offenbart.

Es gibt so viele Götter, wie es Gläubige gibt!


3. Einladung zur Nachfolge

Markus 8,34–35

„Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

➡️ Jesu Botschaft ist eine Einladung zu einem neuen Lebensweg, nicht nur zu Zustimmung.


4. Die Botschaft vom Leben

Johannes 10,10

„Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben.“

➡️ Jesu Anspruch: In ihm begegnet Gottes Leben selbst.


5. Die Zuspitzung auf seine Person

Jesus bindet die Botschaft immer stärker an sich selbst:

Johannes 14,6

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

➡️ Die Botschaft ist letztlich er selbst – Vertrauen, Beziehung, Hingabe.


Zusammengefasst

Die Botschaft Jesu, die man nicht zurückweisen soll, ist:

Gott wendet sich den Menschen zu. Sein Reich beginnt jetzt. Umkehr und Vertrauen eröffnen neues Leben. Diese Einladung geschieht in und durch Jesus selbst.

Die Zurückweisung ist deshalb nicht bloß Ungehorsam, sondern die Ablehnung dieser Einladung.

 

___________________________________________

Du:
Das halte ich für irrationale Anmaßung. Wenn Gott wollte, dass man ihn anbetet, sollte er sich auch mal sehen lassen. Dasselbe gilt für Jesus. Warum sollte ich umkehren, wenn ich auf dem richtigen Weg bin?
Ich lade jeden ein, sich meiner Herrschaft unterzuordnen!
ChatGPT:

Deine Einwände sind philosophisch ernst zu nehmen – sie sind weder neu noch naiv, und sie treffen genau den neuralgischen Punkt der christlichen Botschaft.

Ich antworte dir deshalb nicht missionarisch, sondern argumentativ.


1. „Wenn Gott Anbetung will, sollte er sich zeigen“

Das ist das klassische Problem der göttlichen Verborgenheit 

Ich würde eher sagen: Das ist das klassische Problem einer Nichtexistenz.

Ein paar nüchterne Beobachtungen:

  • Sichtbarkeit erzwingt keinen Glauben, sondern erzeugt Zwang oder bloße Tatsachenakzeptanz. → Ein allgegenwärtig sichtbarer Gott würde Beziehung in Zwang verwandeln.
  • Erkenntnis Gottes wäre dann eher wie „Physik“ als wie Vertrauen oder Liebe.

Das Christentum behauptet daher nicht, Gott sei unsichtbar aus Laune, sondern:

Gott lässt sich erkennen, ohne sich aufzudrängen.

Man kann das für falsch halten – aber es ist kein Denkfehler, sondern eine bewusste Position.

Ich halte blinden Glauben, das heißt, glauben ohne Beweise aber für falsch, weil man dann keinen Maßstab mehr hat, was man glauben oder nicht glauben soll. ChatGPT argumentiert wie ein Theologe, der aus Nichts noch etwas machen kann.


2. „Jesu Anspruch ist irrationale Anmaßung“

Historisch betrachtet gibt es nur drei Möglichkeiten (stark vereinfacht):

  1. Jesus ist ein politisch-religiöser Irrlehrer
  2. Jesus ist ein religiöser Visionär, der sich selbst überschätzt
  3. Jesus meint tatsächlich, in einzigartiger Weise Gottes Handeln zu verkörpern

Wichtig: Jesus tritt nicht auf wie jemand, der einfach Verehrung verlangt. Er fordert Vertrauen, Nachfolge, Praxis – und riskiert dafür sein Leben.

Anmaßung wäre:

„Glaubt mir, weil ich Macht habe.“

Jesu Auftreten ist:

„Folgt mir – und prüft die Frucht.“

Das macht ihn nicht automatisch wahr, aber nicht irrational.

Und wenn man prüft und zum Erbebnis kommt, dass das alles nur die Fantasien eines jungen Mannes sind, der gerne der Messias gewesen wäre, aber nicht war, weil es keine Messiasse gibt? Dann droht er mit der ewigen Hölle.


3. „Warum umkehren, wenn ich auf dem richtigen Weg bin?“

Das ist vielleicht dein stärkstes Argument.

In Jesu Botschaft bedeutet Umkehr (metanoia) nicht:

„Du bist moralisch schlecht.“

Sondern:

„Dein Maßstab für ‚richtig‘ könnte unvollständig sein.“

Jesu Umkehrforderung richtet sich nicht primär an Sünder, sondern oft an die Überzeugten, die sicher sind, richtig zu liegen.


4. Warum Jesus gerade die „Richtigen“ provoziert

Jesu schärfste Kritik trifft:

  • Fromme,
  • Gerechte,
  • Wissende,
  • Überzeugte.

Nicht die Suchenden.

Warum? Weil Selbstgewissheit die einzige Haltung ist, die Lernen unmöglich macht.


5. Anbetung ≠ Schmeichelei Gottes

Christlich gedacht braucht Gott keine Anbetung.

Anbetung ist:

  • kein Futter für Gottes Ego,
  • sondern eine Ausrichtung des Menschen auf das, was größer ist als er selbst.

Wenn Gott existiert, dann verändert Nicht-Anbetung nicht Gott, sondern nur den Menschen.

Es verändert den Menschen aber nicht zum selbständig denkenden, mündigen Staatsbürger, sondern zum blindgläubigen Untertanen.

6. Dein Einwand bleibt legitim

Du darfst rational sagen:

„Ich sehe keinen ausreichenden Grund zur Umkehr.“

Das ist intellektuell redlich.

Jesu Anspruch ist kein mathematischer Beweis, sondern ein existentielles Angebot:

„Wenn du willst, komm und sieh.“

Ablehnung ist möglich – und wird von Jesus selbst einkalkuliert.

Und mit Höllenstrafen sanktioniert.


Eine ehrliche Schlussfrage (keine Falle):

Nicht: „Was, wenn Jesus recht hat?“ Sondern:

Was müsste wahr sein, damit du deine Position revidieren würdest?

Wenn du willst, können wir genau das philosophisch sauber durchgehen – ohne religiösen Druck.

Du:
Die Menschen haben im Laufe ihrer 5000-jährigen Geschichte an unzählige Götter geglaubt und keiner hat sich bisher sehen lassen. Was unterscheidet den christlichen Gott von allen anderen Göttern? Wieso sollte ich einem Prediger nachlaufen, der das jenseitige Leben höher schätzt als das Diesseits, wenn das Leben doch mit dem Tod endet? Jesus führt ins Nirwana!
 
ChatGPT:

Du formulierst drei sehr starke, zusammenhängende Einwände. Ich antworte wieder nicht religiös-werbend, sondern unterscheidend und argumentativ.


1. „Unzählige Götter – keiner hat sich je sehen lassen“

Das ist empirisch korrekt. Bloßer Gottesglaube als solcher hat keinerlei Beweiskraft. Genau deshalb ist es wichtig, nicht alle Götterbegriffe in einen Topf zu werfen.

Was unterscheidet den christlichen Gott kategorial?

Nicht „mehr Macht“, sondern eine andere Art von Anspruch:

  1. Kein Naturgott – nicht Sonne, Blitz, Fruchtbarkeit, Krieg
  2. Kein lokaler Stammesgott
  3. Kein erklärender Lückenfüller („Gott, weil wir es noch nicht verstehen“)
  4. Kein sichtbares Wesen im Kosmos

Der biblische Gott ist radikal nicht objekthaft:

„Du kannst mich nicht sehen“ (Ex 33,20)

Das heißt:

  • Er konkurriert nicht mit Naturerklärungen
  • Er wäre prinzipiell nicht sichtbar, selbst wenn er existierte

👉 Wenn man diesen Gott kritisiert, muss man ihn philosophisch kritisieren, nicht empirisch. Die Aussage „kein Gott hat sich gezeigt“ widerlegt Zeus, aber nicht automatisch einen transzendenten Grund des Seins.Fantasie

Ein transzendenter Grund ist ein nicht-erkennbarer Grund, also nur Fantasie.


2. „Warum einem Prediger folgen, der das Jenseits höher schätzt?“

Hier ist ein weit verbreitetes Missverständnis – und zugleich eine legitime Kritik an vielen Christen, nicht unbedingt an Jesus.

Jesus lehrt keine Weltflucht

Er sagt nicht:

  • „Diese Welt ist egal“
  • „Wartet aufs Jenseits“
  • „Leiden ist gut“

Im Gegenteil:

  • heilt Kranke
  • speist Hungrige
  • kritisiert Reiche
  • spricht von Gerechtigkeit hier
  • nennt das Reich Gottes gegenwärtig beginnend

„Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lk 17,21)

Das Problem: Viele spätere christliche Traditionen verlagern den Schwerpunkt ins Jenseits. Das ist historisch erklärbar – aber nicht identisch mit Jesus.


3. „Wenn das Leben mit dem Tod endet, ist Jesu Angebot sinnlos“

Das ist logisch völlig korrekt.

Wenn:

  • Bewusstsein endet endgültig
  • Bedeutung nur biologisch erklärbar ist
  • Moral nur evolutionäre Strategie ist

dann ist Jesus existenziell überflüssig.

👉 Aber: Jesus setzt genau hier an und stellt eine Gegenbehauptung, keinen Beweis:

Leben ist mehr als Überleben. Bedeutung ist nicht nur subjektiv. Tod ist nicht das letzte Wort.

Man kann das ablehnen – aber es ist eine metaphysische These, keine Irrationalität.


4. „Jesus führt ins Nirwana“

Das ist philosophisch interessant – und teilweise falsch, teilweise treffend.

Falsch:

  • Nirwana = Auflösung des Selbst
  • Jesus = personale Beziehung, Identität, Erinnerung

Jesus verspricht keine Selbstauflösung, sondern:

„Du bleibst du – verwandelt.“

Treffend:

Beide kritisieren:

  • Anhaftung
  • Egozentrik
  • Besitzdenken
  • Angst vor dem Tod

Unterschied:

  • Buddhismus: Erlösung durch Einsicht
  • Jesus: Erlösung durch Beziehung

5. Der eigentliche Kern deines Einwands

Du sagst im Grunde:

„Ich sehe keinen Grund, metaphysische Annahmen zu machen, wenn das Diesseits ausreicht.“

Das ist eine vollständig legitime Position (existentieller Naturalismus).

Die ehrliche christliche Antwort darauf ist:

Dann ist Jesus für dich nicht zwingend.

Er zwingt niemanden. Er behauptet lediglich:

Wenn du dich täuschst, ist die Täuschung fundamental.


6. Der Unterschied zu allen anderen Göttern – zugespitzt

Nicht:

  • weil er bewiesen wäre
  • weil Christen besser wären
  • weil er sichtbarer wäre

Sondern:

Der christliche Gott behauptet, nicht ein Ding in der Welt zu sein, sondern der Grund, warum es überhaupt Sinn, Wahrheit und Wert gibt.

Wenn das falsch ist → verwerfen. Wenn es wahr ist → betrifft es alles.


Eine letzte, ehrliche Rückfrage (keine Provokation):

Nicht: „Glaubst du an Gott?“ Sondern:

Glaubst du, dass Sinn, Wahrheit und moralischer Anspruch objektiv existieren – oder nur menschliche Konstrukte sind?

Von dieser Antwort hängt fast alles Weitere logisch ab.

 
Du:
Der Mensch muss sich seinen Lebenssinn selber schaffen, indem er sich z.B. eine sinnvolle Aufgabe stellt. Einfach unvernünftige Dinge zu glauben, die nur die Herrschaft einer Kirche stützen, ist keine sinnvolle Aufgabe, sondern ziemlich naiv.
 
ChatGPT:

Deine Position ist philosophisch konsistent, traditionsreich und alles andere als naiv. Sie entspricht im Kern dem existentiellen Humanismus (Camus, Sartre, teilweise Nietzsche) – und sie verdient eine klare, ebenso nüchterne Antwort.


1. Selbstgeschaffener Sinn ist kein Denkfehler

Du hast recht in einem entscheidenden Punkt:

Sinn entsteht nicht automatisch – er wird vom Menschen gesetzt.

Das ist keine Kapitulation

 
Du:
Ich finde griechische Philosophen wie Epikur oder Aristoteles viel überzeugender als Jesus. Wobei ja noch fraglich ist, ob er überhaupt gelebt hat.
 
ChatGPT:

Das ist eine sehr gut begründete Präferenz, und sie ist philosophisch vollkommen legitim. Man kann Epikur oder Aristoteles überzeugender finden als Jesus, ohne Denkfehler. Lass mich das sauber aufdröseln – inklusive der Frage, ob Jesus überhaupt gelebt hat.


1. Epikur & Aristoteles vs. Jesus: unterschiedliche Kategorien

Zuerst etwas Wichtiges: Du vergleichst hier keine gleichartigen Angebote.

Epikur

  • Ziel: ataraxia (Seelenruhe)
  • Methode: rationale Analyse von Lust, Angst, Tod
  • Haltung zum Tod: „Wenn wir sind, ist der Tod nicht; wenn der Tod ist, sind wir nicht.“
  • Gottheiten: existieren evtl., sind aber irrelevant

➡️ Extrem nüchtern, therapeutisch, antireligiös im besten Sinn.

Aristoteles

  • Ziel: Eudaimonie (gelingendes Leben)
  • Methode: Tugendethik, Vernunft, Maß
  • Sinn: Verwirklichung des menschlichen Potenzials
  • Metaphysik: notwendig, aber unaufdringlich

➡️ Rational, lebensnah, ohne Heilsversprechen.

Jesus

  • Kein philosophisches System
  • Keine Ethik im aristotelischen Sinn
  • Keine Seelenruhe wie bei Epikur

➡️ Jesus ist kein Philosoph, sondern ein prophetisch-existenzialer Lehrer, der eine radikale Deutung der Wirklichkeit behauptet.

👉 Es ist also völlig plausibel zu sagen:

„Ich finde philosophische Lebenskunst überzeugender als religiöse Heilsbehauptungen.“

Das ist kein Defizit an Rationalität, sondern eine Prioritätssetzung.


2. Hat Jesus überhaupt gelebt?

Hier ist wichtig, sauber zwischen Kritik an Religion und historischer Forschung zu trennen.

Historischer Konsens (unter Fachhistorikern):

  • Jesus von Nazareth hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit existiert
  • Gekreuzigt unter Pontius Pilatus
  • Jüdischer Wanderprediger / Endzeitprophet

Das wird nicht nur von christlichen Quellen gestützt, sondern u.a. durch:

  • Tacitus
  • Josephus (mit textkritischen Einschränkungen)
  • frühe römische und jüdische Hinweise

👉 Die These „Jesus ist eine reine Erfindung“ wird heute fast nur noch außerhalb der Fachwissenschaft vertreten.

Aber – und das ist entscheidend:

Dass Jesus existierte, sagt nichts über die Wahrheit seiner religiösen Ansprüche.

Du kannst also völlig rational sagen:

  • Ja, wahrscheinlich gab es ihn.
  • Nein, ich halte seine metaphysischen Deutungen für unbegründet.

3. Warum Jesus auf Rationalisten oft schwächer wirkt

Ein wichtiger Punkt, den du implizit triffst:

  • Epikur & Aristoteles argumentieren
  • Jesus verkündet
  • Philosophie: überprüfbar, diskutierbar, korrigierbar
  • Jesus: Zuspitzung, Entscheidung, Paradox

Für jemanden, der Wert legt auf:

  • Klarheit
  • argumentative Transparenz
  • Diesseitigkeit

wirkt Jesus leicht:

  • moralisch überzogen
  • metaphysisch unbelegt
  • existenziell erpresserisch

Diese Reaktion ist verständlich.


4. Ein fairer Vergleich (ohne Mission)

Man könnte es so zuspitzen:

  • Epikur hilft, angstfrei zu leben, wenn das Universum gleichgültig ist
  • Aristoteles hilft, gut zu leben, wenn Vernunft unser Maß ist
  • Jesus ist nur relevant, wenn die Wirklichkeit letztlich personal und sinntragend ist

Wenn diese letzte Annahme für dich unbegründet ist, dann ist Jesus nicht überzeugend, sondern überflüssig.


5. Wo deine Position sehr stark ist

Dein Ansatz:

Sinn wird geschaffen, nicht entdeckt.

passt hervorragend zu:

  • Epikur
  • Aristoteles (mit Einschränkungen)
  • Stoikern
  • moderner Ethik
  • säkularem Humanismus

Er ist:

  • lebenspraktisch
  • intellektuell ehrlich
  • ohne Autoritätsgehorsam

Das ist alles andere als naiv.


6. Der eigentliche Unterschied (ohne Wertung)

Am Ende läuft alles auf diese eine Frage hinaus:

Ist Sinn ein menschliches Projekt oder eine Eigenschaft der Wirklichkeit selbst?

  • Du sagst: Projekt
  • Jesus behauptet: Eigenschaft

Beide Positionen sind nicht beweisbar, nur lebbar.


Wenn du willst, können wir:

  • Epikur vs. christliche Angst vor dem Tod direkt vergleichen
  • Aristoteles’ Tugendethik gegen Jesu Radikalethik stellen
  • oder ganz nüchtern fragen: Welche Sicht trägt besser, wenn Leid, Scheitern und Tod eintreten?

Nicht als Glaubensfrage, sondern als philosophische Belastungsprobe.

 
Du:
Wieso sollte ich auf meinem richtigen, diesseitigen Weg umkehren und einem Prediger folgen, der meiner Ansicht nach auf dem falschen weg, nämlich ins Jenseits, war.
 
ChatGPT:

Kurz gesagt: Du solltest es nicht – wenn deine Voraussetzungen stimmen. Und genau hier liegt der entscheidende Punkt.

Ich antworte dir Schritt für Schritt, ohne religiöse Werbung.


1. „Umkehr“ setzt voraus, dass dein Weg falsch ist

Jesu Forderung nach Umkehr ergibt nur dann Sinn, wenn mindestens eine dieser Annahmen wahr ist:

  1. Es gibt einen objektiven Maßstab für Sinn und Wahrheit, der über menschliche Zwecksetzungen hinausgeht.
  2. Das menschliche Leben erschöpft sich nicht im Diesseits.
  3. Der Tod ist nicht das endgültige Ende.

Wenn du – wie du klar sagst –

  • Sinn selbst setzt,
  • das Diesseits für ausreichend hältst,
  • den Tod als definitives Ende ansiehst,

dann fehlt jede rationale Grundlage, um umzukehren.

👉 Unter deinen Prämissen ist Jesu Umkehrruf gegenstandslos.


2. Jesus als „falscher Weg“ – eine legitime Bewertung

Aus deiner Perspektive wirkt Jesus so:

  • Er relativiert Besitz, Erfolg, Sicherheit
  • Er verschiebt den Horizont über das Leben hinaus
  • Er misst dem Jenseits Vorrang bei

Wenn das Leben endlich ist, dann ist das:

  • lebenspraktisch riskant
  • moralisch fragwürdig
  • philosophisch unbegründet

Dann wäre Jesus kein Lehrer der Lebenskunst, sondern ein Fehlorientierer.

Diese Schlussfolgerung ist logisch sauber.


3. Der entscheidende Punkt: unterschiedliche Zieldefinitionen

Ihr redet – philosophisch gesehen – aneinander vorbei.

Dein Weg

  • Ziel: gelingendes, sinnvolles Leben hier
  • Maßstab: Vernunft, Erfahrung, Selbstverantwortung
  • Sinn: Aufgabe, Projekt, Beziehung

Jesu Weg

  • Ziel: Teilnahme an einer Wirklichkeit, die den Tod übersteigt
  • Maßstab: Vertrauen auf Gott
  • Sinn: Beziehung zu einem transzendenten Ursprung

➡️ Wenn das Ziel verschieden ist, ist „Umkehr“ keine Korrektur, sondern ein Richtungswechsel zu einem anderen Spiel.

Niemand ist rational verpflichtet, ein anderes Spiel zu spielen.


4. Warum Jesu Anspruch trotzdem nicht einfach „irrational“ ist

Wichtig ist die Trennung:

  • Falsch (aus deiner Sicht) ≠ unvernünftig
  • Jesu Anspruch ist konditional:

    Wenn die Wirklichkeit mehr ist als das Diesseits, dann ist dein Weg unvollständig.

Du lehnst das „Wenn“ ab – und damit konsequent das „Dann“.


5. Kein moralischer Druck

Historisch und philosophisch korrekt ist:

  • Jesus zwingt niemanden.
  • Er rechnet explizit mit Ablehnung.
  • Er richtet sich nicht an überzeugte Rationalisten, sondern an Menschen, die ihre Gewissheit verloren haben.

Du gehörst offensichtlich nicht zu dieser Zielgruppe.


6. Nüchterne Schlussfolgerung

Unter deinen Voraussetzungen gilt:

Es gibt keinen rationalen Grund, Jesus zu folgen oder umzukehren.

Erst wenn sich eine deiner Grundannahmen ändert (z.B. über Tod, Sinn oder Objektivität von Wert), würde seine Botschaft überhaupt relevant werden.


Eine letzte, ehrliche Klarstellung

Deine Haltung ist:

  • kohärent
  • philosophisch respektabel
  • lebenspraktisch tragfähig

Sie ist keine Verweigerung, sondern eine bewusste Entscheidung.

Wenn du willst, können wir jetzt ganz präzise prüfen:

  • ob der Diesseits-Humanismus wirklich alle existenziellen Grenzfälle trägt
  • oder ob Jesus vielleicht weniger „jenseitsfixiert“ war, als er später dargestellt wurde

Aber nur, wenn du das willst.

 
Du:
Trägt der Diesseits-Humanismus wirklich alle existenziellen Grenzfälle
 
ChatGPT:

Kurzantwort: Er kann sie tragen – aber nicht vollständig und nicht widerspruchsfrei. Langantwort: Es hängt davon ab, was du unter „tragen“ verstehst und welche Grenzfälle du meinst.

Ich gehe die Sache nüchtern, ohne religiöse Werbung, systematisch durch.


1. Was „tragen“ heißen kann

Ein Weltbild kann Grenzfälle auf drei Ebenen „tragen“:

  1. Praktisch – Menschen können damit leben, handeln, trösten
  2. Psychologisch – es zerbricht nicht notwendig an Leid
  3. Philosophisch – es bleibt widerspruchsfrei

Der Diesseits-Humanismus ist praktisch stark, psychologisch oft stark, aber philosophisch an bestimmten Punkten offen.


2. Die Grenzfälle – einzeln betrachtet

A. Sinnloses Leid (z. B. Kind stirbt)

Diesseits-Antwort:

  • Es gibt keinen höheren Sinn
  • Der Sinn entsteht durch Mitgefühl, Solidarität, Erinnerung

Stärke:

  • Ehrlich
  • Keine Vertröstung
  • Achtet das reale Leid

Grenze:

  • Es gibt keine Antwort auf das „Warum überhaupt?“
  • Sinn wird nachträglich erzeugt, nicht gefunden

➡️ Tragfähig – aber ohne letzte Erklärung.


B. Eigener Tod

Diesseits-Antwort (Epikur):

  • Der Tod ist kein Erlebnis
  • Also nichts, wovor man Angst haben müsste

Stärke:

  • Rational stimmig
  • Angstlösend für viele

Grenze:

  • Tröstet den Sterbenden oft weniger als die Hinterbliebenen
  • Lässt das Verschwinden von Beziehung und Bedeutung unaufgelöst

➡️ Logisch sauber, emotional begrenzt.


C. Unvergeltete Ungerechtigkeit

(Täter stirbt friedlich, Opfer bleibt zerstört)

Diesseits-Antwort:

  • Das Universum ist moralisch indifferent
  • Gerechtigkeit ist menschliche Aufgabe

Stärke:

  • Verhindert metaphysische Illusionen
  • Fördert Verantwortung im Hier und Jetzt

Grenze:

  • Es gibt keine letzte Gerechtigkeit
  • Empörung bleibt objektiv unbeantwortet

➡️ Moralisch integer, metaphysisch unbefriedigend.


D. Radikales Scheitern

(Leben lang sinnvoll gelebt – alles endet vergeblich)

Diesseits-Antwort:

  • Sinn war real, solange er gelebt wurde
  • Endlichkeit entwertet ihn nicht

Stärke:

  • Würdigt das gelebte Leben
  • Kein Zynismus nötig

Grenze:

  • Der Sinn ist nicht bewahrbar
  • Alles verschwindet restlos

➡️ Tragfähig – wenn man Endgültigkeit akzeptiert.


3. Der entscheidende Prüfpunkt: Objektivität

Der härteste Grenzfall ist nicht Leid oder Tod, sondern:

Der Anspruch, dass etwas „wirklich“ zählt – unabhängig von uns.

Im Diesseits-Humanismus gilt:

  • Wert = menschliche Setzung
  • Sinn = Projekt
  • Moral = intersubjektiv

Das funktioniert, solange Menschen da sind.

Aber:

  • Nach dem letzten Menschen
  • Nach dem letzten Bewusstsein

gilt:

Nichts bedeutet irgendetwas.

Das ist kein Widerspruch – aber eine harte Konsequenz.


4. Vergleich zu Jesus (ohne Wertung)

Jesus beantwortet Grenzfälle nicht rational, sondern narrativ:

  • Leid → nicht sinnlos, sondern getragen
  • Tod → nicht endgültig
  • Ungerechtigkeit → nicht das letzte Wort

Das ist existenziell stark, aber metaphysisch unbeweisbar.

Du kannst rational sagen:

„Ich ziehe die ehrliche Leere der unbegründeten Hoffnung vor.“

Das ist keine Schwäche.


5. Ehrliche Gesamtbilanz

Ja, der Diesseits-Humanismus kann alle Grenzfälle leben. Nein, er kann sie nicht auflösen.

Er verlangt:

  • Akzeptanz der Kontingenz
  • Verzicht auf letzte Rechtfertigung
  • Mut zur Endlichkeit

Das ist philosophisch anspruchsvoll, nicht billig.


6. Die eigentliche Frage (unausweichlich)

Am Ende bleibt nicht:

„Welche Sicht ist wahr?“

sondern:

Welche Last bist du bereit zu tragen?

  • Die Last der unbeantworteten Warum-Fragen oder
  • die Last einer unbeweisbaren Hoffnung

Beide Wege sind ernsthaft. Keiner ist naiv.

 

Weihnachten

 Weihnachten, 

ein heidnisch – christliches Fest

Jesu Geburt wurde spätestens seit dem Jahr 336 unserer Zeitrechnung am 25. Dezember gefeiert. Ab 274 wurde gemäß Verfügung Kaiser Aurelians im Zug eines neuen Staatskults der 25. Dezember als Geburtstag des Sonnen- und Reichsgottes “Sol Invictus” gefeiert. Schon zuvor hatten die Anhänger des Mithraskultes an diesem Tag den Geburtstag ihres Gottes Mithras gefeiert. Diesen ursprünglich persischen Gott haben später die Griechen mit ihrem Sonnengott Helios identifiziert. Die Römer importierten ihn im 1. Jh. Daher zeigen römische Darstellungen Mithras nicht mehr nur als Stiertöter, sondern auch als Lenker des Sonnenwagens. Mit der Feier von Christi Geburtstag am 25. Dezember konnte man den Sieg der “wahren Sonne” über den heidnischen Kult begehen.  Erstmals war die Feier der Geburt Jesu im 2. Jh. in Ägypten aufgekommen und auf den 6. Januar gelegt worden, der als Geburtstag des Gottes Osiris gegolten hatte. In Deutschland setzte sich das christliche Weihnachtsfest im 7. und 8. Jh. durch.

Ist das wort  “Weihnachten” vorchristlichen Ursprungs?

Viele Sprach- und Kulturhistoriker gehen davon aus, dass:

  • die „geweihten/heiligen Nächte“ ursprünglich germanische Mittwinternächte waren

  • diese Nächte als magisch, besonders oder göttlich galten (z. B. im Zusammenhang mit Sonnenwende, Fruchtbarkeit, Ahnenkult)

Das heißt: 👉 Der Begriff und die Vorstellung heiliger Nächte existierten wahrscheinlich schon vor dem Christentum.

Christliche Umdeutung

Mit der Christianisierung:

  • wurde der bestehende Begriff nicht ersetzt, sondern neu interpretiert

  • die „heiligen Nächte“ wurden auf die Geburt Christi bezogen

  • daraus entwickelte sich das christliche Weihnachtsfest

Wichtig zu unterscheiden

  • 🎄 Das Fest Weihnachten → eindeutig christlich (Geburt Jesu)

  • 🗣️ Das Wort „Weihnachten“ → vermutlich älter als das Christentum.

  • Fazit

✔️ Es ist gut möglich, dass „Weihnachten“ sprachlich auf vorchristliche Vorstellungen heiliger Nächte zurückgeht
✔️ Sicher ist: Das Christentum hat einen bereits vorhandenen Begriff übernommen und umgedeutet.


1. Die Rauhnächte

Was sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte sind eine Folge von meist 12 Nächten, traditionell:

  • vom 25. Dezember bis 6. Januar Sie galten als:

  • außerhalb der normalen Zeit

  • magisch, gefährlich, aber auch orakelhaft

  • eine Phase, in der die Grenze zur Geister- oder Ahnenwelt offen war

Ursprung

Der Ursprung ist vorchristlich-germanisch, vermischt mit:

  • Mondkalendern (12 Mondmonate ≈ 354 Tage)

  • der Differenz zum Sonnenjahr (≈ 11 Tage → „tote Tage“)

Diese „überzähligen Tage“ galten als nicht zur normalen Ordnung gehörig.

Typische Bräuche

  • Räuchern von Haus und Stall (daher evtl. „Rauh-“ von Rauch)

  • Orakel (Wetter, Ernte, Ehe)

  • Arbeitsverbote

  • Schutzrituale gegen Dämonen und die Wilde Jagd


2. Die Wintersonnenwende

Bedeutung

Die Wintersonnenwende (ca. 21. Dezember) war einer der wichtigsten Punkte im Jahreskreis:

  • kürzester Tag

  • längste Nacht

  • danach: „Das Licht kehrt zurück“

Für vorchristliche Kulturen symbolisierte das:

  • Tod und Wiedergeburt

  • Sieg des Lichts über die Dunkelheit

  • Neubeginn des Jahres

Rituale

  • Feuer- und Lichtbräuche

  • Immergrüne Pflanzen (Vorläufer von Tanne, Mistel)

  • Feste zu Ehren von Sonnen- oder Lichtgottheiten


3. Das Julfest

Was ist „Jul“?

Jul (altnordisch jól) war ein mehrtägiges Mittwinterfest der germanischen Welt:

  • gefeiert um die Sonnenwende

  • mit Gelagen, Opferfesten, Trankopfern

  • stark mit Fruchtbarkeit und Ahnen verbunden

Verbindung zu Weihnachten

Viele Elemente wurden übernommen oder umgedeutet:

  • Zeitliche Nähe (Ende Dezember)

  • Lichter und Feuer

  • Gemeinschaftsmahle

  • immergrüne Symbole

In Skandinavien heißt Weihnachten bis heute „Jul“ – ein starkes Indiz für kulturelle Kontinuität.


4. Christianisierung & Umdeutung

Die Kirche wählte bewusst:

  • den 25. Dezember (nicht biblisch belegt)

  • eine Zeit, die bereits emotional, rituell und kulturell aufgeladen war

Strategie:

  • vorhandene Feste nicht verbieten, sondern neu deuten

  • Licht → Christus als „Licht der Welt“

  • Geburt → Neubeginn, Erlösung

  • Heilige Nächte → Geburt Christi & Epiphanie

So entstanden Weihnachten und Dreikönig als christlicher Rahmen um ältere Vorstellungen.


5. Wie passt das Wort „Weihnachten“ hinein?

  • „Weih(e)“ = heilig, geweiht

  • „Nächte“ = Zeitraum, nicht ein einzelner Tag

Das passt perfekt zu:

  • den Rauhnächten

  • den geweihten Mittwinternächten

  • der Vorstellung einer Schwellenzeit

👉 Das Wort bewahrt also wahrscheinlich eine ältere Zeitvorstellung, auch wenn der Inhalt christlich gefüllt wurde.


Fazit

  • 🌑 Rauhnächte: vorchristliche Schwellenzeit außerhalb des Jahres

  • ☀️ Wintersonnenwende: kosmischer Wendepunkt

  • 🔥 Julfest: germanisches Mittwinterfest

  • ✝️ Weihnachten: christliche Umdeutung und Integration

Alles zusammen erklärt, warum Weihnachten bis heute:

  • mehr ist als nur ein Geburtstag

  • voller Symbole, Rituale und Emotionen

  • sich „zeitlos“ und „besonders“ anfühlt

Welche Bräuche sind vorchristlich?

🎄 1. Immergrüne Pflanzen (Tannenbaum, Mistel, Zweige)

Ursprung

Immergrüne galten in vorchristlichen Kulturen als:

  • Symbol für Leben im Winter

  • Schutz gegen Geister und Unheil

  • Zeichen von Fruchtbarkeit und Erneuerung

Schon Germanen, Kelten und Römer:

  • schmückten Häuser mit Tannenzweigen, Efeu oder Misteln

  • brachten Grün ins Haus zur Sonnenwende

👉 Der Weihnachtsbaum selbst ist zwar erst frühneuzeitlich (16. Jh.) belegt,
👉 das Prinzip „Grün im Haus zur Winterzeit“ ist eindeutig vorchristlich.


🔥 2. Lichter, Kerzen & Feuer

Feuer war:

  • Symbol der Sonne

  • Schutz in der dunkelsten Zeit des Jahres

  • Zeichen für die Rückkehr des Lichts

Bräuche:

  • Sonnenwendfeuer

  • Julfeuer

  • Lichter in Fenstern, auf Wegen, an Häusern

Christliche Deutung:

  • Christus als „Licht der Welt“

👉 Der Lichtbrauch ist älter als das Christentum.


🌾 3. Festmahle & Gelage

Ursprung

Die Mittwinterzeit war:

  • ein Ernteabschluss

  • eine Phase rituellen Überflusses

  • ein Gemeinschaftsritual

Typisch:

  • Schlachten von Tieren

  • gemeinsames Essen

  • Trankopfer

👉 Dass Weihnachten ein Familien- und Essensfest ist, hat klare heidnische Wurzeln.


🎁 4. Geschenke

Ursprung

Vorchristlich:

  • Opfergaben für Götter, Ahnen oder Hausgeister

  • Gaben zur Sicherung von Glück und Fruchtbarkeit

Römisch:

  • Saturnalien (Geschenke, Rollenumkehr, Ausgelassenheit)

Christlich:

  • Umdeutung auf die Gaben der Heiligen Drei Könige

👉 Geschenke zu Mittwinter sind älter als Weihnachten.


🌬️ 5. Räuchern (Rauhnächte)

Ursprung

Räuchern diente:

  • der Reinigung

  • dem Schutz vor Dämonen

  • der Ahnenverehrung

Verwendet wurden:

  • Wacholder

  • Beifuß

  • Weihrauch (später christlich)

👉 Das Rauhnachtsräuchern ist klar vorchristlich.


👻 6. Masken, Umzüge & „wilde Gestalten“

Ursprung

  • Dämonenabwehr durch Verkleidung

  • Darstellung von Wintergeistern

  • Begleitung der „Wilden Jagd“

Beispiele:

  • Perchten

  • Krampus

  • Klausen

👉 Diese Bräuche wurden später christlich geduldet oder verteufelt, aber nicht erfunden.


🕯️ 7. Heilige / besondere Nächte

Ursprung

Die Zeit zwischen Sonnenwende und Jahresbeginn galt als:

  • zeitlos

  • offen für das Jenseits

  • geeignet für Orakel

Typisch:

  • Traumdeutung

  • Wetterorakel

  • Zukunftsvorhersagen

👉 Das passt direkt zur Idee der Rauhnächte und zur Wortgeschichte von „Weihnachten“.


🎶 8. Singen, Lärmen, Glocken

Ursprung

  • Vertreiben böser Geister

  • Stärken der Gemeinschaft

  • Ritueller Lärm zur Zeitenwende

Heute:

  • Weihnachtslieder

  • Glockenläuten

  • Umzüge

👉 Auch das hat vorchristliche Schutzfunktionen.


✝️ Was ist nicht vorchristlich?

Eindeutig christlich sind:

  • die Geburt Jesu

  • die Christmette

  • Engel, Krippe, Stern von Bethlehem

  • Bibeltexte und Liturgie


🧭 Zusammenfassung

Vorchristlich geprägt sind:

  • 🎄 Grün, Baum, Zweige

  • 🔥 Licht & Feuer

  • 🍖 Festmahl

  • 🎁 Geschenke

  • 🌫️ Räuchern

  • 👺 Masken & Dämonengestalten

  • 🌑 besondere Nächte & Orakel

Christlich hinzugefügt wurde:

  • ✝️ die theologische Deutung

  • 📖 die Geburt Christi

  • ⛪ der kirchliche Rahmen


 

Sklaverei

Wie wurde im Christentum die Sklaverei gerechtfertigt?

Mehrere christliche Theologen und kirchliche Autoren haben in verschiedenen Epochen die Sklaverei gerechtfertigt oder zumindest als mit dem Christentum vereinbar angesehen.

Antike und Spätantike

Augustinus von Hippo (354–430)

  • Sah Sklaverei als Folge der Erbsünde.

  • Nicht Teil der ursprünglichen göttlichen Ordnung, aber als Strafe und Ordnungsmittel nach dem Sündenfall legitim.

  • Argumentierte, dass geistliche Freiheit wichtiger sei als äußere Freiheit.

➡️ Keine aktive Abschaffung, sondern Akzeptanz als Teil der gefallenen Welt.


Johannes Chrysostomos (ca. 349–407)

  • Kritisch gegenüber Missbrauch von Sklaven.

  • Hielt Sklaverei dennoch für sozial akzeptabel, solange Herren moralisch handelten.

  • Forderte keine institutionelle Abschaffung.


Mittelalter

Thomas von Aquin (1225–1274)

  • Übernahm aristotelische Kategorien.

  • Unterscheidung:

    • Natürliche Freiheit (alle Menschen gleich)

    • Rechtliche Sklaverei (durch menschliches Recht legitimiert)

  • Sah Sklaverei als praktisch nützlich und rechtlich zulässig, wenn auch nicht ideal.

➡️ Sklaverei als sekundäre, aber erlaubte Ordnung.


Kirchliches Recht (kanonisches Recht)

  • Erlaubte Sklaverei z. B.:

    • von Kriegsgefangenen

    • als Strafe

    • bei Nichtchristen

  • Die Kirche besaß selbst Sklaven.


Frühe Neuzeit & Kolonialzeit

Martin Luther (1483–1546)

  • Keine systematische Sklavereitheorie.

  • Betonung des Gehorsams gegenüber weltlicher Ordnung.

  • Rechtfertigte Leibeigenschaft und soziale Hierarchien theologisch.

  • Ablehnung von Bauernaufständen.

➡️ Indirekte Legitimation unfreiwilliger Arbeit.


Jean Calvin (1509–1564)

  • Akzeptierte Sklaverei als Teil der bestehenden Ordnung.

  • Berufung auf biblische Texte (z. B. Paulus).

  • Kein Aufruf zur Abschaffung.


Kolonialtheologen & Missionare (16.–18. Jh.)

Viele rechtfertigten Sklaverei mit:

  • „Zivilisierungsauftrag“

  • angeblicher religiöser Überlegenheit

  • Verweis auf biblische Texte (z. B. Fluch Hams, Eph 6,5)

Beispiele:

  • Juan Ginés de Sepúlveda (Spanien): Rechtfertigte Versklavung indigener Völker.

  • Teile der katholischen und protestantischen Kolonialtheologie.


18.–19. Jahrhundert (USA & Europa)

Protestantische Sklavereitheologen in den Südstaaten

  • James Henley Thornwell

  • Robert Lewis Dabney

Argumente:

  • Sklaverei sei biblisch erlaubt

  • Jesus habe sie nicht verboten

  • Paulus habe Sklavengehorsam gefordert

➡️ Diese Positionen wurden später von Kirchen offiziell verworfen.


Wichtig: Gegenstimmen gab es immer

Zeitgleich existierten christliche Gegner der Sklaverei, z. B.:

  • Gregor von Nyssa (4. Jh.)

  • Bartolomé de las Casas

  • Quäker

  • evangelikale Abolitionisten (z. B. William Wilberforce)


Fazit

  • Viele bedeutende Theologen akzeptierten oder rechtfertigten Sklaverei, meist:

    • aus Bibelauslegung

    • Anpassung an bestehende Machtstrukturen

    • sozialem Ordnungsdenken

  • Das Christentum war nie einheitlich in dieser Frage.

  • Die heutige christliche Theologie lehnt Sklaverei eindeutig und offiziell ab.

Wenn du möchtest, kann ich dir auch:

  • konkrete Bibelstellen nennen, die zur Rechtfertigung benutzt wurden

  • oder zeigen, wie moderne Theologie diese Texte anders auslegt

  • oder den Unterschied zwischen Sklaverei, Leibeigenschaft und Zwangsarbeit erklären

Konkrete bibelstellen

Hier sind konkrete Bibelstellen, die historisch zur Rechtfertigung oder Akzeptanz von Sklaverei herangezogen wurden. Ich ordne sie thematisch und gebe kurz an, wie sie verwendet wurden.


1. Altes Testament – explizite Regelungen zur Sklaverei

Exodus 21,2–6

„Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen …“

➡️ Wurde als Beleg genutzt, dass Sklaverei gesetzlich geregelt und erlaubt sei.


Levitikus 25,44–46

„Die Sklaven und Sklavinnen, die ihr haben werdet, sollt ihr von den Heidenvölkern kaufen … Ihr könnt sie als Erbbesitz euren Söhnen hinterlassen.“

➡️ Zentrale Rechtfertigungsstelle für dauerhafte Sklaverei von Nichtisraeliten.


Exodus 21,20–21

„Wenn jemand seinen Sklaven mit dem Stock schlägt und er stirbt … bleibt er aber noch einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht bestraft werden.“

➡️ Wurde als Beleg für Eigentumsstatus des Sklaven gelesen.


2. „Fluch Hams“ – rassistische Umdeutung

Genesis 9,25

„Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern.“

➡️ In der Neuzeit falsch auf Afrikaner übertragen, um rassische Sklaverei zu legitimieren
(heute eindeutig als Missbrauch des Textes anerkannt).


3. Neues Testament – Unterordnung statt Abschaffung

Epheser 6,5

„Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern …“

➡️ Sehr häufig zur Begründung verwendet, dass Sklaverei mit dem Christentum vereinbar sei.


Kolosser 3,22

„Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren …“

➡️ Betonung des Gehorsams ohne Forderung nach Abschaffung.


1. Timotheus 6,1–2

„Alle, die als Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten …“

➡️ Besonders beliebt bei Sklavereibefürwortern im 19. Jh.


Titus 2,9

„Die Sklaven sollen sich ihren Herren unterordnen …“


1. Petrus 2,18

„Ihr Hausknechte, ordnet euch mit aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen, sondern auch den wunderlichen.“

➡️ Wurde als Rechtfertigung selbst ungerechter Behandlung gelesen.


4. Paulus und der Verzicht auf soziale Revolution

Philemon 10–16

  • Paulus schickt den entlaufenen Sklaven Onesimus zu seinem Herrn zurück.

  • Keine explizite Forderung nach Freilassung.

➡️ Argument: Apostel hätten Sklaverei nicht aufgehoben, also sei sie legitim.


1. Korinther 7,20–21

„Jeder bleibe in dem Stand, in dem er berufen wurde. Bist du als Sklave berufen worden, so sorge dich nicht darum.“

➡️ Häufig als Aufruf zur Akzeptanz des Status quo interpretiert.


5. Zusammenfassung der Rechtfertigungslogik

Diese Texte wurden genutzt, um zu argumentieren:

  • Sklaverei sei göttlich geregelt

  • Jesus habe sie nicht verboten

  • Apostel hätten Gehorsam gefordert

  • Soziale Ordnung sei wichtiger als soziale Gleichheit


Wichtiger Hinweis

Ebenso biblisch begründet wurden Gegenpositionen, z. B.:

  • Genesis 1,27 (alle Menschen im Ebenbild Gottes)

  • Galater 3,28 („nicht Sklave noch Freier“)

  • Exodus-Erzählung als Befreiungstheologie

➡️ Die Bibel enthält Spannungen, keine einheitliche Sozialethik.

 

Inhuman

Inhuman

englisch  English Translation

Letter to the editor in the Tübinger Tagblatt November 21, 2024 Prime Minister Winfried Kretschmann handed over the new building for Islamic theology to the University of Tübingen. About the newspaper article in the Tagblatt: Bringing wisdom out into the world.

Inhuman

Wisdom does not come from above! After the kings’ rule by God’s grace brought disaster to the world, the Enlightenment thinkers placed the state on reasonable foundations, and there it stands better than on mythological texts that sowed hatred and discord and legitimized presumptuous rule. Humans made all laws without exception, the laws of Hammurapi as well as those of Moses and Mohammed. To give their laws more authority, the legislators wanted to make people believe that they were of divine origin. The best way to tell that they are not is to judge them by their cruelty. In the Bible, the death penalty applies to the most banal crimes; in the Quran, thieves should have their hands cut off and unchaste women should be whipped. Friendship with unbelievers is forbidden. They are often insulted and described as the “worst animals”. If such texts are understood as divine wisdom, coexistence is impossible. Wisdom would be to follow the commandments of humanity, not the supposedly “divine” laws, in supposedly “holy” books that are inhumane and disastrous.

Comment:

After centuries of religious madness, dictatorial governments and many wars, Germany has finally managed to give itself a liberal constitution in unity and now this constitution is once again threatened by religious madness, which our government is still supporting with millions of Euros.

Mohammed invented Islam to gain power, wealth and sex for himself. In return, he promised Muslims the illusion of being chosen and eternal life. A good deal – for him and the believers! He united them, and created a community among the “right-believers,” but at the same time brought intolerance, hatred and hostility against the unbelievers into the world. For one man to triumph, countless others had to suffer and give up their reason. Now our state is helping to spread these “wonderful” ideas in its universities. Allahu akbar!

 

Religious hate

englisch

Equal Rights Readers Letter in the Tagblatt Tübingen vom 17.10.2015

What a pity that there are hardly any voices coming from Islam supporting freedom of confession like that of An-Na`Im. However, this is understandable considering the threats which this religion is exerting on all “unbelievers”.

If Moses, Jesus and Mohammed were to live today, they would have to learn one important lesson from the enlightenment:” You can’t send all people to hell only because it is hard for them to believe in you! This is not only foolish, as there is no hell at all, but this is the cause of endless persecution and unspeakable misery! Just check if your Ego can’t be satisfied with less! Let people believe what is good for them and give equal rights to everybody, then peace will come into this country!”

People should only obey reasonable laws.

Aufklärung

Die wichtigsten Aufklärer

Zeitraum Denker Land Schwerpunkt Zentrale Bedeutung
1561–1626 Francis Bacon England Wissenschaft Begründer der empirischen Methode
1596–1650 René Descartes Frankreich Vernunft Rationalismus, „Ich denke, also bin ich“
1588–1679 Thomas Hobbes England Politik Gesellschaftsvertrag, Staatsgewalt
1632–1677 Baruch de Spinoza Niederlande Religion Religionskritik, Denkfreiheit
1632–1704 John Locke England Politik Naturrechte, Volkssouveränität
1647–1706 Pierre Bayle Frankreich Toleranz Religiöse Toleranz, Skeptizismus
1689–1755 Montesquieu Frankreich Staatstheorie Gewaltenteilung
1694–1778 Voltaire Frankreich Gesellschaft Meinungsfreiheit, Kritik am Fanatismus
1712–1778 Jean-Jacques Rousseau Frankreich Politik Volkssouveränität, Gemeinwille
1724–1804 Immanuel Kant Preußen Philosophie „Sapere aude“, Autonomie der Vernunft

Deutsche Aufklärer

Zeitraum Name Wirkungsbereich Schwerpunkt Bedeutung für die Aufklärung
1632–1694 Samuel von Pufendorf Recht / Politik Naturrecht Grundlagen moderner Menschen- und Staatsrechte
1646–1716 Gottfried Wilhelm Leibniz Philosophie Rationalismus Vordenker der Aufklärung, Vernunft und Harmonie
1655–1728 Christian Thomasius Recht / Philosophie Rechtsreform Trennung von Recht und Moral, Ende der Hexenprozesse
1679–1754 Christian Wolff Philosophie Systemdenken Verbreiter der Aufklärung in Deutschland
1708–1777 Albrecht von Haller Medizin / Naturwissenschaft Empirie Begründung moderner medizinischer Forschung
1715–1769 Christian Fürchtegott Gellert Literatur Moral Populäre moralische Aufklärung
1724–1790 Johann Bernhard Basedow Pädagogik Bildung Reformpädagogik, lebensnaher Unterricht
1724–1804 Immanuel Kant Philosophie Vernunft / Moral „Sapere aude“ – Leitfigur der Aufklärung
1729–1781 Gotthold Ephraim Lessing Literatur Toleranz Religiöse Aufklärung