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Roland Fakler

Afghanistan

Afghanistan

Traurige Geschichte

Die deutsche Afghanistan-Politik stand bei der Tübinger Kundgebung am Antikriegstag in der Kritik.

Leserbrief 07.09.2021

Afghanistan hat eine traurige Geschichte: Gewaltsame Islamisierung im 10.Jh. Ethnische Spannungen. Vorherrschaft der Paschtunen. Zankapfel von Briten und Russen bis 1919. Ein König, der sein Volk verhungern lässt. 1923 kurze Blütezeit, in der die Frauen und das Bildungswesen aufblühen durften. Kommunistische Terrorherrschaft. Invasion der Sowjetunion. Terrorherrschaft der Taliban. 20- jähriger Bürgerkrieg, mit leider fehlgeschlagenem Versuch der Westmächte, das Land zu demokratisieren. Erneute Terrorherrschaft der Taliban. Wo ist das Problem? Angeblich sollen 99% der Afghanen für die Scharia sein. Die Frauen wurden dabei wohl nicht gefragt. Das verträgt sich nicht mit Demokratie, Freiheit und Fortschritt. Muss die ganze Welt auf westliche Weise glücklich werden? Nein! Aber ich warne davor, hier massenhaft Leute aufzunehmen, die glauben, dass sie nur unter der Scharia glücklich werden können. Es sollten hier nur Leute Asyl erhalten, die sich zu den Werten der freiheitlichen Demokratie bekennen. Alles andere wäre kultureller Selbstmord.* Wir sollten selbstbewusster zu diesen Werten stehen, weil nur sie es sind, die das Leid in der Welt vermindern und Willkürherrschaft verhindern.

*Der Satz wurde herauszensiert.