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Roland Fakler

Muezzin

Darf der Muezzin Philosophen beim Denken stören?

Seit April 2015 ruft der Muezzin in Gladbeck. In verschiedenen Städten Deutschlands ruft schon der Muezzin die Muslime, zum Teil mit Lautsprecheranlage, einmal oder fünfmal am Tag zum Gebet. Er ruft Folgendes in der Übersetzung: „Gott ist groß, Gott ist groß [größer als alles und mit nichts vergleichbar]. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Gott. Ich bezeuge, dass Muhammed Gottes Gesandter ist. Eilt zum Gebet, Eilt zum Gebet. Eilt zur Seligkeit, Eilt zur Seligkeit/zum Erfolg. Gott ist groß, Gott ist groß. Es gibt keine Gottheit außer Gott.“ Das darf jeder glauben, der es glauben will. Ich glaube das nicht und ich will es auch nicht glauben müssen. Müssen es sich Ungläubige und Unbeteiligte gefallen lassen, tagtäglich mit solcher Propaganda beschallt zu werden? Ich halte das für schlimme Körper- und Geistverletzung. Ich würde mich durch diese Propaganda in meiner Ruhe und in meinem Denken erheblich gestört und belästigt fühlen. Was wäre eigentlich, wenn eine andere Religion auf die Idee käme, mir jeden Tag über den Lautsprecher mitzuteilen, dass die Erde eine Scheibe ist und von den Heinzelmännchen regiert wird? Müsste ich mir das auch gefallen lassen?

Warum dann nicht gleich die Wahrheit verkünden: „Es gibt keinen Gott und alles andere ist Illusion“!

Nun sagen die Muslime: Das Glockenläuten wird ja auch geduldet. Dazu sage ich: Zweimal falsch ist noch lange nicht richtig! Auch das Glockenläuten sollte eingeschränkt werden. Die Religionen sollten nicht das Recht haben, die Ungläubigen gegen ihren Willen zu beschallen, weil dadurch die wenigen Leute, die noch denken wollen, in ihren Gedanken gestört werden. In beiden Fällen werden Menschen von der Religion belästigt, der sie nicht angehören und nicht angehören wollen. Das ist ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre, der rechtzeitig abgewehrt werden sollte.

Die Lösung des Problems sehe ich in der Muezzin-  bzw. Glocken – App. Heute hat praktisch jeder ein Handy und kann sich den Muezzin sooft anhören wie er will – und die Ungläubigen bleiben dabei ungestört!

Siehe Karikatur