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Roland Fakler

Nach den Anschlägen von Paris

Für die Glaubenskämpfer ist es durchaus logisch, sich und die Welt in die Luft zu sprengen. Sie wollen nicht ihr elendes Leben im Diesseits, das vielfältige Ursachen hat, sondern das ewige Leben im jenseitigen Paradies. Das erreichen sie, laut Koran, am ehesten, wenn sie sich im Kampf gegen die Ungläubigen „besonders bemühen“. Wenn Allah die Ungläubigen so sehr hasst, dass er sie in der Hölle quält, sollte man ihm auf Erden Unterstützung leisten und sie in die Luft sprengen. Das ist doch nur logisch! An einem gelehrten Mann wie Abu Bakr al-Baghdadi, dem Anführer des IS, der den Koran gründlich studiert hat, kann man am besten erkennen, welch „segensreiche“ Wirkung von diesem „heiligen“ Buch ausgeht!

Das einzige, was die Logik der Glaubenskämpfer erschüttern könnte ist, dass sie ihren Glauben als Lüge und Illusion, als rein menschliches Machwerk entlarven. Dazu sind sie aber wegen ihrer religiösen Erziehung, die kritisches Denken und eine realistische Weltsicht verhindert, nicht mehr in der Lage. Sie leben in einem geschlossenen Wahnsystem. Durch ihre religiöse Indoktrination ist ihnen nicht nur ihr Hirn abhanden gekommen, sondern auch jedes Gefühl für Menschlichkeit und den Wert alles Lebendigen. Es sind keineswegs „Gottlose“ die hier agieren, wie Frau Merkel meint, sondern Leute die besonders gottgläubig sind und die den vermeintlichen Willen Gottes auf Erden umsetzen wollen.

Eine Religion, die die Gehirne vernebelt und die Herzen versteinert, sollte nicht zur Herrschaft gelangen!