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Roland Fakler

Des Weibes Haupt

Die ehemalige EKD-Ratspräsidentin Margot Käßmann sprach zum Se­mesterauftakt in Tübingen über

Reformation und Politik (16. Oktober).

Des Weibes Haupt

Mit Luther möchte Frau Käsmann das Gewissen an der Bibel schärfen. Wie das? Was steht denn in der Bibel? Da schrieb z.B. ein gewisser Paulus: 1Kor 14: 34“ … lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein,…35 Wollen sie etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es steht den Weibern übel an, in der Gemeinde zu reden.“ Müssten da die Herren vom theologischen Institut nicht in Gewissensnöte geraten, wenn sie dennoch eine Frau ans Rednerpult lassen? An anderer Stelle schreibt Paulus an die Ephesser 5: „22 Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde. … Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen.“ Müssten da nicht die Väter des Grundgesetzes in Gewissensnöte kommen, wenn sie Mann und Frau mit gleichen Rechten ausstatten? Paulus glaubt auch, dass alle Obrigkeit von Gott kommt. Röm. 13:1 …und da wagen es die Tübinger tatsächlich ihren Oberbürgermeister in einer Wahl zu küren. Ist das die wahre Theologie, die für das Leben taugt? Nein! Sie stiftet nur Verwirrung und verhindert jeden geistigen Fortschritt. Zum Schluss bringt Frau Käsmann aber einen wirklich guten Satz:“Wenn jeder selbst denken und Fragen stellen darf, dann ist Fundamentalismus nicht möglich.“ Bedauerlich ist nur, dass dieser Satz nie in der Bibel oder im Koran stehen könnte.

(Ergänzung nicht im Leserbrief)….weil diese Bücher nicht den selbständig Denkenden, sondern den blind Gläubigen wollen…um ihn besser beherrschen zu können.